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Diagnostik früher und heute

Diskutiere Diagnostik früher und heute im Sonstiges Forum; Da ich mit meinem Hund grade von TA zu Physio zu Klinik rotiere, möchte ich hier mal folgendes Thema anschneiden. Von früher kenne ich es noch,...

  1. Käfertrulla

    Käfertrulla Inserent

    Da ich mit meinem Hund grade von TA zu Physio zu Klinik rotiere, möchte ich hier mal folgendes Thema anschneiden. Von früher kenne ich es noch, dass wenn dem Tier was fehlt, ging man zum ÖRTLICHEN TA, das Tier wurde mit dem vorhandenen Equipment untersucht, behandelt und gut. Heute scheinen zig Geräte zum Einsatz zu kommen, man wird zu Spezialisten geschickt, soll zig Kilometer dort hinwallfahrten - und es frustet. :autsch:

    Ist bei Human-Docs ja nicht anders und selbst beim Auto geht ohne Diagnosestecker scheinbar nix mehr. :bahnhof:

    Wird sich da heute zu viel nur auf Geräte verlassen? Wo bleibt die Erfahrung und das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten? Lief ein Hund/Pferd früher dann eben zeitlebens humpelnd durch die Gegend? Hat man mangels Geräten kapituliert und es war halt dann so oder fanden die früheren Allround-Experten selbstsicher Lösungen, was heutigen Docs schwerfällt?

    Ich soll jetzt jedenfalls mit dem Hund in eine Klinik fahren. *seufz*
     
  2. Lynne

    Lynne Bekanntes Mitglied

    Also mein Haustierarzt für Pferd, Hund und Katz, hat nur eine kleine Praxis. Der hat sich den lahmen Hund angeschaut und erstmal auf seine Erfahrung vertraut. Der hat mir auch gesagt für Schall etc müsste ich in eine Klinik. Für ihn lohnt sich die Anschaffung von solchen Geräten einfach nicht.
    Das immer der Grund wenn er weiter schickt.
    Habe aber auch das Gefühl die Besitzer haben sich verändert. Die wenigsten, auch ich nicht immer, begnügen sich nicht mehr mit "aus Erfahrung weiß ich das". Die meisten wollen mittlerweile das genau geguckt wird.Das Bilder gemacht werden, das geschallt wird.
    Diagnostisch gibt es auch einfach viel mehr Möglichkeiten als "früher". Mittlerweile gibt es MRTs speziell Für Pferdebeine. Da muss nur noch das Bein rein und das Pony kurz still halten.
    Früher hat man auch eher mal abgewartet. Heute kommt man sich mit einem lahmen Tier vor wie der größte Tierquäler und bekommt Vorwürfe zu hören, dass man sich nicht kümmert.


    Tapatalk... enthält witzige Ideen des Handys.
     
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  3. silke170

    silke170 Hetzjagdgeschädigt

    Ob so ein Pferd zeitlebens humpelnd durch die Gegend lief.... Zumindest war das zeitlebens dann keine besonders lange Zeitspanne mehr. Und wenn der kettenhofhund humpelte, wurde wohl eher kein Tierarzt gerufen, und wenn Bello keine Schafe mehr hüten konnte Weils nicht besser wurde, gabs nen spaten vor den kopp. ( Einzelfälle mal ausgenommen). Vor zwanzig Jahren wurde da doch noch gar kein großes Theater drum gemacht. Ich bin froh über die erweiterten Möglichkeiten. Die Tierärzte früher hatten auch keinen röntgenblick.
     
  4. Kröti

    Kröti Bekanntes Mitglied

    Ich hab vor ein paar Jahren mal ein Praktikum über ein halbes Jahr in einer Hausarztpraxis gemacht und die Arbeit dort hätte ich auch ohne Medizinstudium machen können. Eigentlich war es nur das Abhören, die Verschreibung von Standartmedikamenten und die Überweisung zu Fachärzten. :gaen:

    Weil meine Hunde sowieso immer nur zu Zeiten krank werden oder es gleich was akutes ist fahren wir die 25 Minuten in die Kleintierklinik, Wurmkuren usw bringt mein Pferdetierarzt mit, weil er mit seiner Frau eine Praxis hat und sie Kleintiere behandelt.
    Für das Pferd hat er alles da an Geräten, er ist aber auch fachlich einfach unschlagbar gut, trotzdem hab ich es gerne mit Röntgenbildern unterlegt und erklärt.
     
     
  5. Kuschelkiwi

    Kuschelkiwi Forenobst

    Na das finde ich aber eine reichlich naive Einstellung.
    Könnte bestimmt auch Kanzlerin werden. Die 3 oder 4 mal die Woche auf großen Bühnen frei irgendeinen Blödsinn erzählen und sonst nett lächeln und winken...
    Deinen Job könnte ich bestimmt auch ohne Ausbildung. Kann ja nicht so schwer sein..

    Die Geräte zur genauen Diagnostik bestimmter Erkrankungen sind schweineteuer. Die können sich die meisten Non-Spezialisten einfach nicht leisten, lohnt sich einfach für die einzelnen Allgemeinpraxen nicht. Und andererseits kann man einfach auch nicht alles wissen. Dafür ist das Themengebiet der Medizin einfach zu komplex. Da bevorzuge ich es einfach mit meinem Leiden oder dem meines Tieres auch dann einen weiteren Weg auf mich zu nehmen um dann sicher sagen zu können was los ist. Weil das notwendige Fachwissen und die notwendigen Geräte da sind.
     
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  6. sasthi

    sasthi Bandenprofi

    Ich denke wirklich, dass es aber auch die Ungeduld der Patienten teilweise ist , und das Zweifeln an den "Halbgöttern in Weiß", was es schwieriger macht.

    Ich vertraue erstmal auch meinem TA, was er so macht, und wie es weitergeht.

    Durfte mich kürzlich auch in einer FB Gruppe anmeiern lassen, weil ich wegen der Strahlbeinzyste nicht die komplette Diagnostische Schiene mit MRT, Schallen, etc. gefahren habe.
    Nein, ich habe nur ein Bein röntgen lassen. Nur die Diagnose ist recht eindeutig, ändern würde sich da auch mit MRT und Schallen nicht mehr viel.
    *schulterzuckt*
    Da wird man dann ja auch gerne gleich als Tierquäler hingestellt, wenn man sagt, nö, die Diagnose reicht, fangen wir das Behandeln an.
    Und auch da muss ich nicht gleich ALLES auf einmal machen, ein Schritt nach dem anderen. Manchmal reicht eine kleine Änderung in der Haltung, manchmal eine kleine (Dauer-)Gabe von etwas pflanzlichem, da muss ich nicht gleich die komplette Pallette der Pharmaindustrie draufwürgen.
     
  7. Farooq

    Farooq Erbsianerin

    also ehrlich? ich gehe mit den tieren schon klaro zum TA, höre, was der mir zu sagen hat, seine diagnose, dann meine dazu......dann höre ich, was und wie er behandeln will......

    jo, dann suchen und finden wir meist einen weg, der uns beiden zusagt.....und dieser ist iiimmmmer: erstmal so wenig als möglich!

    ich denke, es liegt daran, dass die leute ihr hirn auschalten und nicht mehr selber denken wollen/suchen wollen/erkennen wollen......was denn los ist....ja mei, dann müssens halt auch dafür zahlen...
    so sehe ich das!

    naatürlich, ist das mehraufwand, zeitintensiv, und und und......aber: ich kenne meine viechers so gut, ich weiss am besten, wo der schuh drück........und gestimmt hats bislang immer.........
     
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  8. PAweide

    PAweide Bekanntes Mitglied

    Ich weiß nicht, ob ich einen sehr fortschrittlichen TA habe, aber ich habe seit 25 Jahren den gleichen, ein Röntgengerät für Kleintiere und ein mobiles für Großtiere hat der schon immer.
    Die Untersuchungen laufen auch immer noch ähnlich ab, nur bei Kolik macht er inzwischen mehr bei sich, holt die Pferde gerne zu sich zur Behandlung, da er inzwischen eine kleine Klinik hat.
    Auf Wunsch behandelt er auch vor Ort.
    Ich sehe da keine Unterschiede .
     
  9. Lynne

    Lynne Bekanntes Mitglied

    Ich schätze es kommt auch einfach drauf an wo man wohnt. Bzw der TA.
    Wenn man als TA zwei Kliniken quasi in der Nachbarschaft hat, warum sollte man sich dann teure Gerätschaften anschaffen?

    Tapatalk... enthält witzige Ideen des Handys.
     
  10. PAweide

    PAweide Bekanntes Mitglied

    Stimmt, das könnte bei uns zutreffen, die nächste richtige Pferdeklinik ist ca 70 km entfernt
     
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