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Dickes Bein, Pferd lahmt, kein wirklicher Befund - RATLOS

Diskutiere Dickes Bein, Pferd lahmt, kein wirklicher Befund - RATLOS im Erkrankungen / Verletzungen des Bewegungsapparates Forum; Hallo ihr Lieben, es will und will bei mir einfach nicht abreissen und ich bin gerade wirklich mit meinen Nerven am Ende! Vielleicht kann sich...

  1. M.ENA

    M.ENA Neues Mitglied

    Hallo ihr Lieben,

    es will und will bei mir einfach nicht abreissen und ich bin gerade wirklich mit meinen Nerven am Ende!

    Vielleicht kann sich der ein oder andere noch an meinen Beitrag zum Thema Umzug mit Pferd erinnern. Nochmal die Kurzfassung: Pferd (10 Jahre, ca. 1,70m groß) stand seit ihrer Geburt im selben Stall, hat wirklich NIE einen anderen Stall gesehen. Problem war, in diesem Stall kamen die Pferde nur 2h/Tag raus und durften dann 22h die weiße Wand in der Box anstarren. Hatte mein Pferd zuvor 4 Jahre als RB, im September habe ich sie gekauft, im März sind wir umgezogen. Sie steht jetzt den ganzen Tag auf der Wiese, in der Nacht in der Box. Umzug war wie zu erwarten TOTALER Stress für die Maus, zumal sie sowieso nicht die Gelassenheit in Person ist und mit Veränderungen nur schwer klar kommt. Ist nun aber soweit ganz entspannt und genießt ihr Dasein auf der Koppel sichtlich.

    Und nun zu meinem Problem:

    Anfang Mai hat sich mein Pferd GLAUBE (!) ich, am Karpalgelenk gestoßen. Ich stand zwar dabei, aber habe es nur so aus dem Augenwinkel gesehen. Einen Tag später war das Gelenk dick. Pferd nicht lahm, nichts warm oder druckempfindlich. Nach Bewegung ist das Gelenk nicht abgeschwollen.

    Als es eine Woche später nicht besser wurde, habe ich TA 1 gerufen. Der erstellte ein Blutbild, um die Entzündungswerte zu überprüfen, die waren gleich null. Also: Entzündung im Karpalgelenk ausgeschlossen. Diagnose: Wassereinlagerungen, Schönheitsfehler. Nicht schlimm. Blutegel könnten helfen.

    Ein paar Tage später also einen Egeltermin ergattert. Die Tierchen haben einiges weggesaugt.
    Zwei Tage später wurde das Bein bis runter zum Fesselgelenk dick. Dachte erst an Nebenwirkungen der Egel. Bein wurde nach Bewegung wieder fast ganz dünn. Das Karpalgelenk nicht. Immer noch nichts warm oder druckempfindlich.

    Nach drei weiteren Tagen begann Frau Pferd zu lahmen (nur im Trab).

    Da ich mit TA 1 nicht so wirklich zufrieden war, rief ich TA 2. Der tastete die Sehnen ab, alles schön durchgängig. Ich ließ vortraben, deutliche Lahmheit zu sehen. TA 2 dachte erst an einen Einschuss durch Mauke. Das kam mir etwas seltsam vor, da es ja doch schon einige Zeit dauert. Aber gut. Also mit Entzündungshemmern und irgendwas für die Lymphe gearbeitet. Täglich ein bisschen Schritt geführt.

    Wieder eine Woche später, immer noch keine Besserung bzgl. der Schwellung. Ob sie im Trab noch lahmt, hab ich mich nicht mehr probieren trauen. Bein übrigens immer noch nicht warm oder druckempfindlich. TA 2 kam nochmal. Es wurde diesmal geschallt und geröngt. Sehnen klar und Knochen wie aus dem Bilderbuch. Zwischen den Sehnen war Flüssigkeit zu sehen, das würde die Schwellung erklären. Schwellung am Karpalgelenk durch Gewebeflüssigkeit. Beim Vortraben zwar noch "eirig" aber nicht mehr lahm. Außerdem auffällig: Sehr sehr dicke Haut an diesem Bein! Ein großes Fragezeichen in allen Gesichtern. Und nun wurden ein paar Puzzleteile zusammengefügt, TA 2 kam zu folgender Vermutung:
    Auslöser für die Schwellung: Evtl. Stoß am Karpalgelenk.
    Die jetzige Box (3,20 x 3,20 plus Paddock) ist kleiner als die im alten Stall (4 x 5). Außerdem kein Matratzeneinstreu auf Gummimatte mehr, sondern Stroh auf Betonboden. Mein Pferd frisst relativ viel vom Stroh aus der Box, da sie im alten Stall Stroh als Heuersatz gefüttert bekommen hat (nun aber genug Heu!!). Es könnte also sein, dass sie sich über Nacht hinlegt und die ganze Nacht auf dem Karpalgelenk liegt (alle Viere von sich strecken glaube ich traut sie sich noch nicht.. dazu hat sie noch nicht genug Vertrauen in den neuen Stall). Vllt kommt beim Aufstehen noch das ein oder andere Anstoßen in der ja jetzt kleineren Box hinzu. Also: Immer wieder Belastung auf dem Gelenk. Dadurch kann es sich nicht erholen und bleibt dick (Erguss). Ob Karpalgelenk und die Schwellung am restlichen Bein zusammenhängen, kann nicht zu 100% gesagt werden.. vllt ist der Erguss abgesackt. Lahmen kann durch den Erguss kommen, oder einfach dadurch, dass sie durch die Schwellung am Gelenk in ihrer Bewegung eingeschränkt ist. Oder halt beides in Kombination.

    Meine Frage: Hört sich das für euch so schlüssig an? Kann das wirklich sein? Ich HASSE solche Spekulationen und bin großer Fan von klaren Diagnosen.. Aber es würde zumindest auch die extrem dicke Haut erklären und die ein oder anderen Schrammen am Fesselgelenk.

    Wir werden meinem Pferd nun wieder eine Matratze machen, sodass sie weicher liegt. Dann sehen wir ja, ob es besser wird oder nicht. Außerdem gebe ich ihr nun Traumeel und schmiere mit Tensolvet bzw. Compagel.
    Lt. Tierarzt soll ich ruhig ein bisschen Schritt ins Gelände reiten. Hab ich heute gemacht, sie ging wirklich zügig, willig und locker vorwärts. Habe mal kurz den Trab angetestet. Unter dem Reiter wieder deutlich lahm. Habs gleich wieder sein lassen. Nach gut einer Woche werde ich nochmal Rücksprache mit TA 2 halten. Außerdem habe ich bei TA 1 bald einen Impftermin und werde ihn bitten, auch nochmal zu schallen, um die Sehnen auch WIRKLICH ausschließen zu können. Schmied kommt nächsten Mittwoch, ich glaube zwar nicht, dass es von den Hufen kommt (auch wenn sie beim letzten Beschlagen durch einen neuen Schmied schon krass umgestellt wurde.. ), aber sicher ist sicher.

    Hat jemand von euch eine Idee, was das sein könnte? Ähnliche Symptome? Tipps, was ich noch Gutes für die Maus tun kann?

    Ich würde ihr die Klinik wirklich gerne ersparen. Ein weiterer - in ihren Augen - Umzug wäre wohl die absolute Katastrophe für sie, jetzt wo sie sich einigermaßen im neuen Stall eingelebt hat.. Und der Umzug in den neuen Stall war WIRKLICH stressig.. Stresskoliken, wildes Hotta, das das Stallpersonal beim Versuch sie auf die Koppel zu führen durch die Gegend gezogen hat, tagelanges Wiehern, usw usw. Wie gesagt, das würde ich ihr und auch mir gerne sparen.

    Ich bin wirklich mit meinem Latein am Ende und bin schon am überlegen, ob ich ihr wirklich etwas Gutes mit dem Umzug getan habe, zwecks der kleineren Box.. Aber lieber über nacht 3,20 x 3,20 (+ Paddock), als 22h 4 x 5 .. dachte ich.. Ich habe mir gefühlt 2837483 Ställe angesehen, es gibt in unserer Umgebung wirklich KEINEN mit größeren Boxen.. und in den alten Stall, in die Boxenhaft, will ich wirklich um nichts auf der Welt mehr gehen..

    Vielen Dank an diejenigen, die immer noch mitlesen. Ich hoffe bis zum nächsten Tierarzttermin könnt ihr mir ein paar Anregungen bieten.

    LG! :)

    Achja, vergessen zu erwähnen: Auch eine Schleimbeutelentzündung konnte der TA zu großer Wahrscheinlichkeit ausschließen (zumal die Entzündungswerte von TA 1 ja gleich 0 waren). Wieso TA 2 die Schleimbeutelentzündung ausschließen konnte, weiß ich ehrlich gesagt nicht mehr genau. Es war alles so viel auf einmal und ich war/bin eh etwas überfordert mit der Situation..
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 28. Juni 2019
  2. Deife

    Deife Bekanntes Mitglied

    Eventuell kannst du statt der Matratze auch Stallmatten auf den Beton unters Stroh legen, das kann auch schon helfen. Bin leider nicht der große Matratzenfan, weil es echt schwierig ist, die korrekt zu machen und zu pflegen.
     
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  3. M.ENA

    M.ENA Neues Mitglied

    Hallo Deife, ich habe vergessen zu erwähnen, dass mein Pferd im neuen Stall bereits einmal die Box tauschen musste (Gründe eher unwichtig). In der alten Box hatte sie eine Stallmatte drin.. das Bein war trotzdem dick. So ohne Einstreu (wie gesagt frisst mein Spezialist recht viel Stroh raus, ich hoffe aber das wird besser wenn sie merkt, dass sie jetzt jeder Zeit genug Heu haben kann), war die Stallmatte dann doch zu hart, um die ganze Nacht drauf zu liegen. In der neuen Box jetzt ist Betonboden. Also eine Matratze werden wir nun so oder so brauchen.. Natürlich haben ich und die SB uns aber gründlich informiert, wie wir das handhaben müssen. :)
     
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  4. Raketenerna

    Raketenerna Die geballte soziale Inkompetenz

    Wenn der Schmied die Stellung wie Du selbst schreibst stark verändert hat, würde ich das nicht ausser acht lassen.

    Wenn es so viel Stroh frisst, ordentlich Späne drunter und Stroh drauf. Mistet sich gut und ist einfacher sauber zu halten als Matten, unter die Urin läuft. Wäre mein Vorgehen, alles andere mal außen vor gelassen, einfach um das liegen auf Beton zu verhindern.
     
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  5. M.ENA

    M.ENA Neues Mitglied

    Hallo Raketenerna,
    der Schmied war sowieso ein Griff ins Klo.. ich kann den Schmiedbesuch mal kurz beschreiben, vielleicht gibt es dann etwas mehr Aufschluss für den ein oder anderen.

    Mit dem Schmied, den ich im alten Stall hatte, war ich nie zu 100% zufrieden, weil Pferd immer wieder seine Eisen verloren hat. Zwei Wochen bevor wir den Schmied im neuen Stall da hatten, hatte ich nochmal meinen alten Schmied da. Ich wollte mich dem Rythmus der anderen anpassen.. dumm von mir.. nach zwei Wochen gleich nochmal ein Schmied ist Geldverschwendung und wahrscheinlich auch für den Huf nicht so toll.. ja, im Nachhinein ist man immer schlauer. Aber die zwei Wochen "alten" Eisen haben eh schon wieder gewackelt, deshalb dachte ich, kann man mal machen, ist ja nur eine Ausnahme. Hab das dem Schmied auch gesagt. Der meinte er kann deshalb nicht viel korrigieren, hat er aber in meinen Augen schon.. er hat zwei Eisennummern größer drauf gepackt, als mein alter Schmied (wer nun im Recht liegt, sei dahin gestellt). Außerdem hat er das Eisen am betroffenen Fuß hinten ziemlich geweitet. Meine Stute neigt an diesem Bein zum Zwanghuf, wurde über Monate hinweg aber schon besser. Immer Stück für Stück. Der neue Schmied hat mMn. das Eisen hinten sehr schnell sehr weit gestellt. Aber gut dachte ich, wird schon wissen, was er tut. Dann der Abschuss: Pferd wollte das Bein hinten abstellen. NUR abstellen, hat nicht getreten etc. Schmied rastet aus, verprügelt Pferd mit Hufzange auf Höhe der Sattellage. Pferd rumpelt vor Schreck auf die Seite, hat sich dabei VERMUTE ich, das Karpalgelenk erstmals angeschlagen.
    Der Schmied kommt mir logischerweise nicht mehr ans Pferd. Da wir nun erstmal suchen mussten, sind wir jetzt bei neun Wochen, anstatt wie sonst bei sechs Wochen zwischen den Beschlagsperioden. Wie gesagt, Mittwoch haben wir Gott sei Dank endlich einen Termin.

    Aber sollte es am Schmied liegen, kann es sein, dass das Bein dann bis zum Röhrbein dick wird? Und das auch erst ein - zwei Wochen nach dem Beschlagen?

    LG
     
  6. pjoker

    pjoker Bekanntes Mitglied

    Nein, ein Einschuss möglicherweise ja, eine Entzündung im Gelenk siehst du definitiv nicht im Blutbild.Nur so am Rande.Da hilft dir nur eine Gelenksanästhesie weiter.Dann weißt du ob die Lahmheit aus dem Gelenk kommt. Bevor du 100Sachen probierst, lieber aufladen, in die Klinik fahren und mit etwas Glück nach einer Stunde wissen wo das Problem ist.
    So täte ich es machen und wenn die Diagnose steht überlegen wie ich die Behandlung unterstützen kann.Sei es durch Stallmatten, Karpalgelenksschoner, ein halbes Jahr Wegstellen etc.
    Alles andere wäre mir bei Gelenksproblemen zu unsicher.
     
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  7. M.ENA

    M.ENA Neues Mitglied

    Hallo pjoker, ist Entzündung nicht Entzündung? Da müssten die Entzündungswerte doch immer anschlagen, oder?
    Bzw. die Entzündungshemmer hätten dann ja anschlagen müssen..

    Wie gesagt ist Klinik leider alles andere als leicht bei ihr.. schon alleine das Verladen und Fahren ist ein riesen Akt.. bis man sie drauf hat alleine schon. Das Fahren selber wieder immenser Stress.. sie müsste wohl die ganze Zeit über sediert werden, damit man einigermaßen an sie ran kann.. dananch kann ich mich wieder auf Stresskoliken etc. einstellen.. :sad:
    Wir wollten das mit dem Verladen ja eigentlich zeitnah üben... im Notfall muss sie ja stressfrei gefahren werden können. Aber da Madame immer wieder neue Verletzungen mit Stehpausen hat, ist es gar nicht so einfach, da dran zu bleiben. Möchte natürlich auch nicht noch mehr kaputt machen, indem sie von der Rampe springt, schief drauf tritt und was weiß ich, was ihr noch alles einfallen könnte.
     
  8. pjoker

    pjoker Bekanntes Mitglied

    Normalerweise machen das TÄ eh im Stall auf Wunsch. :)
    Nein, das ist eine Entzündung die nicht systemisch ist und daher auch nicht sichtbar, sonst hätte das Pferd zB möglicherweise auch Fieber, Fressunlust etc.Alles was bei einem Einschuss vorkommt zB.
    Ausnahme bildet eine Gelenkentzündung bei der das Gelenk zB durch einen Stich eröffnet wurde.
    Eine reine Gelenkentzündung, durch Schlag, Fehlstellung, Überlastung, Arthrose usw bleibt in diesem Bereich, sie kann auch im Gegensatz zu einer infektiösen Gelenkentzündung keine Sepsis verursachen.

    Entzündungshemmer greifen bis zu einem bestimmten Punkt, ist die Entzündung zu stark oder der Reiz wie beispielsweise ein Chip nicht entfernt ändert sich nichts grundlegend. Deswegen gehört meiner Meinung nach entweder eine genaue Diagnose her oder das Pferd mal 6 Monate 24/7 auf die Wiese stellen.Wo kein Reiz auf das Gelenk kommt, wie ZB Klopfen an die Wand bei Kraftfuttergabe.
     
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  9. aquarell

    aquarell Inserent

    Fragen:
    welcher Entzündungswert wurde untersucht? SAA?
    Kann man unter Ultraschallkontrolle den Erguß punktieren (geht je nach Größe auch ohne US)?
    Ist der Schleimbeutel gefüllt oder die Strecksehnenscheiden?
    Wurde das Gelenk in 2 Ebenen geröngt oder nur in einer?
    Wurde so geröngt, daß man das Erbsbein gut erkennen konnte und ist es heil?

    Ggf kann man dies vor Ort abklären, aber es kann durchaus sinnvoll sein in eine Klinik zu fahren. In der Regel kann man diese Untersuchungen ambulant machen. Dann braucht das Pferd nicht da bleiben.
     
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  10. Elchhexe

    Elchhexe Bekanntes Mitglied

    Ich zweifel gerade etwas an meinen Anatomiekenntnissen. Aber von einem Karpalgelenk im Hinterbein habe ich noch nie gehört :bahnhof:
     
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