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Die erste Kandare - Hilfe!

Diskutiere Die erste Kandare - Hilfe! im Ausrüstung Forum; Da jetzt die Grundausbildug in der Dressur richtig gut sitzt, will ich anfangen mein Pferd auch mal auf Kandare zu reiten. Also bin ich heute los...

  1. Merle007

    Merle007 Inserent

    Da jetzt die Grundausbildug in der Dressur richtig gut sitzt, will ich anfangen mein Pferd auch mal auf Kandare zu reiten. Also bin ich heute los gezogen und wollte mir ein Kandare kaufen.
    Jetzt bin ich wieder daheim und ziemlich verwirrt und ratlos. War in 2 verschiedenen Läden und unterschiedlicher hätte die Beratung auch nicht ausfallen können...
    Viell. gibts hier ja ein paar erfahrene Kandaren-Reiter, die mir weiter helfen können.

    1. Gebissweite: Was brauch ich da für die Kandare?
    Normal hat mein Pferd eine doppelt-gebrochene Wassertrense, 18 mm in 12,0 cm und eine doppelt-gebrochene Wassertrense, 16 mm in 12,5 cm.
    Daheim hatte ich schon mal eine Kandare von einer Freundin in 12,5 cm drin und die erschien mir doch recht groß! (wenn das eine Seitenteil am Kopf/Maul angelege war, hat auf der anderen Seite ca 1-1,5 cm übergestanden)

    Die Unterlegtrense muss dann 0,5 cm weiter sein als das Kandarengebiss, oder?

    2. Gebissdicke?
    Mein Pferd geht am besten auf 16mm Gebissen. Sie hat ein sehr kleines Maul und eine kurze Maulspalte. Ich persönlich tendiere zu 16mm oder viell. sogar 14mm. Ist das zu dünn?
    In einem Geschäft wollten sie mir 23mm verkaufen, was ich aber eindeutig zu dick finde.

    3. Zungenfreiheit
    Ich hab gelernt je mehr desto schärfer. Also würde ich wenig bis mittlere Zungenfreiheit kaufen, oder ist mittlere Zungenfreiheit bei einem kleinen Maul schon zu viel?

    4. Anzüge
    Die eine Verkäuferin sagte Babykandare ist bessern, weil weniger Hebelkraft. Die andere sagte Babykandare ist schlecht, weil jede Bewegung sofort im Maul ankommt.

    Edit:
    5. Unterlegtrense
    doppel oder einfach gebrochen? Hab mal gehört, dass bei der Kandare die Wirkung des doppelt gebrochenen Gebisses verloren geht? Normal reite ich mir doppelt-gebrochen. Aber ich hab auch gehört, dass das Pferd dann sehr viel im Maul hat.


    Fragen über Fragen... Hoffe auf Antworten!
     
    Zuletzt bearbeitet: 23. Mai 2009
  2. Dakota

    Dakota Inserent

    aaaalllssssoooo,

    mein Pferd hat gebissweite 14,5 also hab ich für die Kandare + unterlegtrense auch 14,5. passt ganz gut. TIPP: Probiers einfach aus. wenns dir zu weit vorkommt einfach mal mit 0,5 kleiner probieren. wenns dann sitzt is ja gut

    tendenziell da dein pferd jetzt zwei gebisse im maul hat, so dünn wie möglich. dann stört auch nix. ich hab ne gebissstärke 14 mm. beides. 23mm ist ja mörderdick. aua

    zum thema zungenfreiheit: von hoher rat ich tendeziell ab. das kann gegen den gaumen drücken. nimm lieber ne flache.

    zum thema babykandare: ist meiner meinung nach wurscht. wenn du auf kandare reiten kannst machen die 2 cm den bock nicht fett
     
  3. Chiara22

    Chiara22 Vorsicht- Chiara Chaos im Anmarsch!

    Hallo Merle,
    Du kannst davon ausgehen, desto kürzer die Hebelarme(Anzüge) sind, desto geringer ist die Hebelwirkung.

    Für die Teilnahme an Turnieren ist die Länge der Anzüge (Unterbäume) in der Dressur auf 5-10 cm, in allen anderen Disziplinen, in denen Kandarenzäumung erlaubt ist auf MAXIMAL 7 cm festgelegt.

    Ebenso habe ich gelernt, daß die Unterlegtrense 1 cm länger als das Kandarengebiß sein muß.

    Möchtest Du eine "weiches" Kandarengebiß so gilt: so solten die Anzüge kürzer (mindestens 5 cm lang) und die Zungenfreiheit gering sein - hier spricht man auch von den sogenannten Babykandaren.

    Sollte es eine Kandare sein die "schärfer" einwirkt, so gilt hier: etwas längere Anzüge (maxim. 10 cm) und die Zungenfreiheit größer.

    Was ich Dir noch empfehlen kann ist, keine Handelsübliche Kinnkette zu benutzen, da die Kettenglieder nur in eine Richtung gedreht sind und je nachdem wie Du sie einhängst...auf einer Seite immer mehr Druck ausübt.

    Die Firma Degopa hat vor einigen Jahren eine Kinnkette mit rechs und links gedrehten Gliedern erfunden und wurden von Tierärzten und einer Zeitschrift für sehr gut befunden. Schau doch einfach mal im Internet nach....sie hat sich auch sehr gut bei uns in der Gegend/Turniersport bewährt gemacht.

    Hoffe es hat Dir etwas geholfen.

    Liebe Grüße
    Chiara
     
  4. beate

    beate Inserent

    Das ist ein weit verbreiteter Irrtum und spricht gegen das Hebelgesetz!
    Stell' Dir einfach mal vor, Du nimmst an einem "kurzen" Hebelgebiss die Zügel um (naja, sagen wir mal) 3 cm an, und machst das Gleiche an einem "langen" Hebelgebiss. Beim "kurzen" hast Du wesentlich mehr eingewirkt, als beim "langen". Das passiert darum, weil ein kurzer Hebel einen kleineren Kreis geht, als ein langer. Und da sind dann 3 cm wesentlich mehr, als auf einem grossen Kreis.
    Gruss
    Beate
     
     
  5. Gromit

    Gromit Punktetierbändiger

    Hi,
    hmm, naja so ganz korrekt ist das auch nicht, wenn man wirklich von Hebelgesetzen spricht. Wichtig ist das Verhältniss Unter/ Oberbaum bei der Kandare. Je größer der untere Teil im Bezug zum Oberen, desto größer ist die Hebelwirkung. Fakt ist, dass die Kandare in ihrem Verhältnis zum Pferd passen muss ( hoher Halsansatz größeres Verhältnis, tiefer Halsansatz geringeres Verhältnis) und dazu muss man den Halsansatz und das Gebäude des Pferdes beachten. Ein guter Ausbilder kann dich da am besten beraten. Hast du keinen Trainer, der dir bei der Auswahl helfen kann? Gibt es bei euch kein Reitsportgeschäft mit Probegebissen?
    LG
     
  6. Merle007

    Merle007 Inserent

    @Gromit:
    Da ich ja hauptsächlich Springen reite, hab ich nur einen Springtrainer, der mir ab und zu mal Dressurunterricht gibt. Da jetzt die ganzen Grundlektionen sitzen, hat er mich gefragt, ob ich nicht mal anfangen will mit Kandare zu reiten. Ich hab ihn wegen der Kandare gefragt, er sagte aber, dass er sich damit auch nicht so gut auskennt und ich mich im Reitsportgeschäft beraten lassen soll. Verschnallen kann er sie mir, aber er kann mri eben nicht sagen für welches Pferd welches Modell am besten geeignet ist. Tja, ich wollte mich dann ja auch beraten lassen, ist aber ziemlich in die Hose gegangen...
    Und da bei uns im Stall hauptsächlich Freizeitreiter sind, kommt auch kein kompetenter Dressurtrainer vorbei, den ich fragen könnte. Und man kann im Geschäft auch leider keine Gebisse ausleihen.

    Ich hab jetzt im Web dieses Modell gesichtet: *klick* Und finde das garnicht so schlecht. Und LPO zugelassen müsste es doch auch sein, oder?
     
    Zuletzt bearbeitet: 24. Mai 2009
  7. Gromit

    Gromit Punktetierbändiger

    Wenn du sowieso hauptsächlich Springen reitest, warum willst du denn dann auf Kandare umstellen? Ich würde mir dazu erstmal die Meinung und Unterstützung eines Dressurtrainers holen, da dein jetziger Trainer ja auch nicht wirklich Ahnung hat.
    Die Beratung in Reitsportgeschäften ist meist unter aller.... Darauf würde ich mich kein Stück verlassen, aber das hast du ja selbst erlebt. Nur wenn dein Trainer sich damit auch null auskennt... wie soll er dir dann erst den fachgerechten Umgang damit beibringen?

    LG
     
  8. Merle007

    Merle007 Inserent

    @ Gromit: Weil ich mein Pferd auch in der Dressur förden will, da sie dafür auch Talent hat. Und es hat sicher keinem Pferd geschadet, wenns ne ordentliche L-Dressur gehen kann, viell. auch mal eine M.
    Das mit dem hauptsächlich Springen hat sich eher auf Turniere bezogen. Aber auch da reite ich ab und dan ne Dressurprüfung mit.
    Mein Ziel ist es, bis L beides zu reiten und dann wird weiter geguckt.

    Zu mir: ich kann auf Kandare reiten, bin damit auch schon andere Pferde geritten. Nur hatten die schon ihre Kandare und ich musste mich nicht drum kümmern, wie die ausschauen soll, welche Größe etc.
    Das wird dann jetzt quasi meine erste "eigene" Kandare und ich hätte nicht gedacht, das das alles so kompliziert wird.

    Mein Springtrainer kann auch mit der Kandare umgehen, nur ist es eben nicht sein Spezialgebiet. Da er aber immer alles perfekt haben will, hat er mich gebeten Leute zu fragen die sich damit besser auskennen (sollten) als er
     
    Zuletzt bearbeitet: 25. Mai 2009
  9. Chiara22

    Chiara22 Vorsicht- Chiara Chaos im Anmarsch!

    @Beate: Ich habe die Mindest- und Höchstangaben der Anzüge aus dem offiziellen Prüfungslehrbuch der FN nach LPO herausgesucht. Ebenso sprach ich nicht von 3 cm Anzügen, die nämlich nicht zugelassen sind.
    Ebenso sollte die Trense beim Reiten mit Kandarre vorherschen, von daher bleibe ich weiterhin bei einer "weichen" Babykandare, denn auch ein Reiter mit harter oder unerfahrener Hand sollte gar nicht erst eine Kandare in die Hand bekommen.

    @Merle: Die Angaben waren für Turnierzulässige Kandarengebisse. Ebenso müssen die Unterlegtrense eine mindestdicke von 10 mm und das Kandarengebiß eine Mindestdicke von 14 mm aufweisen.

    Seit Oktober bietet Sprenger in einigen Fachgeschäften das Ausleih-Verfahren seiner Gebisse an. Auf deren Seite findest Du auch die entsprechenden Fachhändler, die sich beteiligt haben. Denn es kommt auch oftmals auf das Pferd an, welche Stärke, Dicke oder Material es am liebsten mag.
     
  10. beate

    beate Inserent

    Hallo Chiara,
    sorry, ich hatte Dein Posting überhaupt nicht gelesen, und daher hatte ich meinen Beitrag auch nicht darauf bezogen. Die "3 cm" habe ich einfach als imaginäre Zahl angegeben, es ging mir einzig und allein um die Wirkung von Hebeln.
    @ Gromit: In meinem Vergleich (der natürlich hinkt, wie alle Vergleiche) gehe ich natürlich bei beiden Versionen (kurzer und langer Hebel) von gleich langen Oberbäumen aus.
    Gruss
    Beate
     
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