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Die Spürnase des Wildpferdes - Giftpflanzen und Co

Diskutiere Die Spürnase des Wildpferdes - Giftpflanzen und Co im Haltung und Pflege Forum; Hallo ihr Dröpse :meld: Ich hätte mal eine Frage aus Interesse, weil ich mir da heute mit mir selber total uneinig war. Bei uns hat ja nun auch...

  1. Kuschelkiwi

    Kuschelkiwi Forenobst

    Hallo ihr Dröpse :meld:

    Ich hätte mal eine Frage aus Interesse, weil ich mir da heute mit mir selber total uneinig war.
    Bei uns hat ja nun auch das Anweiden angefangen, nun wo das Wetter wieder "Weidefreundlich" ist und ich und Appie haben uns heut nach einem kurzen Spaziergang auf eine kleine Lichtung gesetzt, mit einigem Hahnenfuß und ich habe mich extra etwas abseits an den Rand gesetzt, damit er da nicht auf dumme Gedanken kommt.
    Der Hahnenfuß selbst hat ihn auch glücklicherweise null interessiert und er hat sich in erster Linie am Grün am Rand vergnügt - und fing dann fröhlich an von den Bäumen zu naschen.
    Eigentlich ist er ja ziemlich zimperlich, aber mit einem Mal biss er richtig beherzt in die herabhängenden Äste auf Kopfhöhe und rupfte da ganze Büschel herunter und kaute genüsslich an etwas herum, was ich als Ulme identifiziert hätte, da ich aber botanisch jetzt auch nie ein Ass war hab ich mir vorgenommen nochmal genauer nachzugooglen, denn keinen Meter weiter rupfte er dann am nächsten Baum rum, den ich nicht direkt identifizieren konnte und wurde dann unsicher, ob das was er da "mit Haut und Haaren" und richtig nachdruck da fraß (der riss da echt halb die Äste runter!) überhaupt gut für ihn wäre; Nicht das er da was giftiges in sich rein stopft.
    Im zweiten Moment dann kam mir aber der Gedanke, dass gerade er als "Ex-Wildpferd" doch wissen müsste, was er da so fraß und wie bekömmlich es so war; Also einfach weiter fressen lassen - er wird schon wissen was gut ist, vermutlich noch besser als ich?

    Ich bin mir nicht sicher wie ich das beim nächsten Mal (also vermutlich morgen) handhaben soll. Ihn davon fernhalten und am besten eine andere Wiese suchen, oder ihn und seinen Instinkten vertrauen - vielleicht frisst er ja gerade sogar so begierig von Bäumen weil er dadurch irgendwelche Nährstoffe aufnimmt die er benötigt?
    Am besten wäre natürlich die heimischen Bäume und Pflanzen hier alle identifizieren zu können, aber bis ich die alle halbwegs zuverlässig im Kopf habe ist diese Weidesaison vermutlich wieder vorbei und eigentlich benötige ich das bisschen Hirnkapazität das ich habe derzeit für andere Dinge...
     
  2. Sancta

    Sancta Bekanntes Mitglied

    Ich vertraue meinen. Habe es oft genug, aktuell wieder, beobachtet das die alles giftige (oder was ich absolut nicht kenne) umkreisen. Klar gucke ich das da möglich nix ist aber mache mir auch keinen Kopf mehr wenn die etwas fressen was ich nicht kenne bzw. wo ich mir nicht sicher bin.
     
  3. Delora

    Delora Inaktiver Nutzer

    Dülmener sind auch wildwüchsig und der vierjähige Wallach meiner Freundin ist letzte Woche an Eibe gestorben... hätte er auch nicht fressen dürfen nach dieser Theorie.
     
  4. ManicPreacher

    ManicPreacher Gelebte Chaostheorie

    Ich wollte es grad sagen. Hatte das nämlich auf Facebook auch gelesen.
    Ich glaube das ist ein Riesengroßer Irrglaube das man meint Pferde fressen nur das was gut für sie ist.
    Hahnenfuß ist nun nicht so schlimm und noch dazu schmeckt der Bitter. Der wird also gemieden.
    Das trifft aber nicht auf alle Giftpflanzen zu.
     
    GilianCo und melisse gefällt das.
     
  5. melisse

    melisse Ritterreiterin

    Eibe ist auch gemein
    Weil Süß
    Hat ne Freundin auch ihr Pony gekostet
     
  6. ruffian

    ruffian Schimmelreiterin

    Es kommt drauf an, wo ein Pferd aufgewachsen ist. Sehr viel wird auf der Weide von der Mama abgeschaut. Je vielfältiger die Botanik, desto besser die Ausbildung. Falls das Pferd auf komplett Unbekanntes trifft, wäre ich allerdings vorsichtig. Nicht alles giftige Grünzeugs enthält abschreckende Geschmacksstoffe. Der Import-Berber einer Freundin hat es während der ersten Weidetage hier geschafft, sich mit Hahnenfuß eine Vergiftung zu holen. Der sah nur die fetten Pflanzen und hat das unangenehme Gefühl an der Schleimhaut offenbar toleriert. Die beiden Warmblüter auf der gleichen Weide haben das Zeug nie angerührt.
     
  7. Kuschelkiwi

    Kuschelkiwi Forenobst

    Ich hab gerade mal geschaut und meine Vermutungen haben sich da zum Glück bestätigt.
    Silberweide und Feldulme, also beides komplett unbedenklich, von der Silberweide werd ich ihm morgen dann auch mal ein paar Äste abreißen und in die Box legen.
    Ich bin nur so vorsichtig, weil ich echt ziemliche Angst vor Vergiftungen jeglicher Art habe und eben nicht weiß in wie fern ich da auf die Instinkte vertrauen kann.
    Ich werde mir glaube ich mal bald einen Ordner anlegen, wo ich sämtliche Pflanzen von der Lichtung da pflücke, hier bestimme und schau ob was giftiges dabei ist oder nicht, einfach nur um sicher gehen zu können
    Wobei ich um Pflanzen mit Nadeln grundsätzlich einen riesen Bogen mache, weil ich da bisher gelernt habe, dass da "besser nicht" gilt.

    Wie die Vegetation in den Pyrenäen ausschaut weiß ich zum Beispiel auch noch so gar nicht. Ist ein sehr plausibler, berechtigter Einwand. Was man nicht kennt, kann man auch schwer einschätzen.

    Ich bin jetzt aber auch im Botanikverein der Nabu. Da wird einmal im Monat durch die heimische Flora gewühlt und verschiedene Pflanzen vorgestellt. Wird bestimmt auf dauer auch helfen :)
     
  8. ManicPreacher

    ManicPreacher Gelebte Chaostheorie

    Der Vater von Shali ist an einer Farnvergiftung gestorben. Mit 25.
    Also selbst wenn Pferde Jahrelang nicht an Giftkram naschen, Gewähr hast du nie...
    Hier darf unterwegs nur an dem genascht werden was ich identifizieren kann.
    Hahnenfuß haben wir hier auch, der fühlt sich unten am Bach sehr wohl.
     
  9. searchingforgrey

    searchingforgrey Mitglied

    Interessante Frage... ich glaube, im Zweifel würde ich Pferd da nicht vertrauen, dass es von selbst um alles giftige einem Bogen macht.
    Klar, instinkmäßig ist das irgendwo drin, aber man hört so viele Fälle, in denen es schief ging...
     
  10. hawkeye

    hawkeye Account inaktiv

    Meinem Pferd vertraue ich in der Beziehung null, der ist so gierig und schaltet das Hirn total aus, wenn es ums Fressen geht. Letztes Jahr ging es auf eine Wiese, leckeres, saftiges Gras und mittendrin eine Insel aus Hahnenfuß. Was macht mein Kasper? Stellt sich mitten in die gelbe Pracht und frisst den Hahnenfuß mit Genuss, obwohl mehr als genug leckeres Gras vorhanden war :bloed: Dieses Jahr das gleiche Spiel, das war mir zu heikel und ich hab den Hahnenfuß auf unserer Wiese mit Gift geduscht :gi66:

    Mein Pferd hat vor nicht allzu langer Zeit auch ordentlich bei trockenen Rübenschnitzen zugelangt, was laut TA auch sehr ungewöhnlich ist, weil das eigentlich sehr trocken und eklig ist und die Pferde das instinktiv nach zwei, drei Happen meiden würden. Hmm, bei uns hat mich der "Instinkt" schlappe 200€ gekostet :boewu1:
     
Thema: Die Spürnase des Wildpferdes - Giftpflanzen und Co