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Drüber weg reiten oder neu sortieren?

Diskutiere Drüber weg reiten oder neu sortieren? im Allgemein Forum; Hallo, Ich habe grade eine ganz schreckliche Reitstunde hinter mir (leider die letzte auf meiner Rb und dann war sie auch noch richtig mies) na...

  1. Chaosweib84

    Chaosweib84 Inserent

    Hallo,

    Ich habe grade eine ganz schreckliche Reitstunde hinter mir (leider die letzte auf meiner Rb und dann war sie auch noch richtig mies) na ja auf jeden fall hat sie sich immer wieder festgebissen, also kopf hoch und losgerannt, ich hab sie im trab dann noch halbwegs regulieren können und mit gaaanz viel ruhe hat sie ihren kopf dann auch runter genommen ( genau bis zu dem punkt wo dann wieder ein anderer reitschüler in 3 cm abstand an uns vorbei ist :nah: ) , na ja dann sollten wir gallopieren, ich bin extra schon auf den zirkel gegangen weil mir klar war das sie spinnen wird, wie erwartet hat sie den kopf hochgerissen und ist losgerast wie eine arme irre, ich hab sie durchpariert und bin neu angallopiert, das selbe spiel, ich wollte wieder durchparieren da meinte meine rl ich soll sie nicht durchparieren sondern drüber weg reiten... ich hab es versucht bis wir fast auf der klappe gelegen hätten und hab sie dann gegen die aussage meiner rl durchpariert, bin neu angallopiert, wieder das selbe spiel, na ja meine rl und ich hatten dann eine kleine disskusion weil ich gesagt habe ich reite sie nicht drüber weg weil ich sie nicht rund bekomme ihr in den rücken knalle und sie voll verspannt, meine rl meinte das das pferd genau das weiß und deshalb spinnt ich solle halt weiter gallopieren bis sie irgendwan rund wird und nicht immer neu angallopieren bis es klappt... wie seht ihr das? ich meine ich halte eigentlich viel von meiner rl und ich habe beide punkte durchdacht und sehe in beiden einen sinn...
     
  2. franzivetmed

    franzivetmed Inserent

    Mmh,
    also ich bin noch nie einfach über was hinweggeritten.
    Finde deinen Gedankengang eigentlich auch richtig. Vielleicht macht ihre Besitzerin das so und deswegen hat sie jetzt Rückenschmerzen :eek2:
    Ich kann mir da natürlich nur schlecht ein Urteil erlauben, da ich ja nicht weiß wer sie sonst noch reitet.
    Finde das Verhalten an sich aber sehr eigenartig von dem Pferd. Und gerade wenn es gefährlich ist dann denke ich sollte man auf jeden Fall durchparieren. Denn ansonsten gefährdest du nicht nur Dich sonder auch Dein Pferd. :yes:
    Es ist immer schwierig wenn RL Sachen machen die man einfach nicht nachvollziehen kann. Gerade wenn man bis dahin mit der RL gut zurecht gekommen ist. Schade das es deine letzte reitstunde war sonst hättest du das nochmal versuchen können

    grüße franzi
     
  3. Chaosweib84

    Chaosweib84 Inserent

    na ja ich denke das schlimmste was hätte passieren können wäre gewesen das wir da gelegen hätten, ich hatte also nicht den absoluten kontrollverlust... na ja ich denke es wäre auch bei andern pferden gut zu wissen wie man es jetzt machen soll, das hat mich doch etwas verunsichert

    Also ihre Begründung war: Sie bestimmt so dein handeln, wenn sie spinnt parierst du durch, also weiterreiten

    Meine Begründung war: Wenn sie sich so steif macht knalle ich ihr in den rücken und dann wird sie sich nicht wölben, ausserdem pariere ICH sie ja durch und lasse sie nicht auslaufen oder so.

    Ach so, sie macht das normalerweise nicht immer, sie hatte heute eh nen komischen tag.
     
    Zuletzt bearbeitet: 30. Nov. 2009
  4. RioNegro

    RioNegro Klugscheißer mit Herz Mitarbeiter

    Und manchmal ist das eine richtig. Und manchmal das andere. :1:

    Es kann manchmal richtig sein, einfach drüber weg zu reiten. Das alles zu ignorieren. Und auf einmal ist alles gut.

    Und das nächste Mal ist das genau der falsche Weg.

    Es kann richtig sein, erstmal wieder durchzuparrieren. Zu korrigieren. Und an den Hilfen wieder anzugaloppieren. - Hm, ist meiner Ansicht nach selten der falsche Weg.
    Solang du ihr nicht erstmal eine gemütliche Pause gönnst. Vielleicht um selbst Luft zu schnappen oder dich zu "sammeln".
    Sondern statt dessen dafür sorgst, dass sie wieder an die Hilfen kommt. Dir wieder zuhört.
    Und dann auch entsprechend wieder angaloppierst.

    Fazit: beide Optionen haben, je nach Pferd und Situation manchmal ihre Berechtigung.
    Aber bei Unsicherheit, was nun der Grund und Auslöser war, würde ich das Durchparrieren und Korrigieren vorziehen.

    Zumal du ja vorher schon Schwierigkeiten hattest, sie an den Hilfen zu behalten.

    Eine Möglichkeit ist manchmal auch, einfach nur mal galoppieren lassen, leichter Sitz, um einfach mal den Dampf bißchen abzulassen.
    Dann aber wieder kontrolliert an die Hilfen stellen.

    Schade. Denn man erhofft sich ja immer eine positive letzte gemeinsame Stunde.
    Aber Ihr hattet ja bestimmt viele schöne Stunden miteinander :1: Die gehen ja davon nicht weg :1:
     
  5. Idris Angel 000

    Idris Angel 000 Inserent

    Hi,

    also wenn du mich fragst, kann bei diesem problem keine meinung favorisieren. wie du bereits selbst gesagt hast, gibt es für beide methoden mit dem problem umzugehen gute gründe. ich habe auch beides schon selbst an pferden angewandt.

    meine meinung hierzu ist, dass es auf den charakter des pferdes beziehungsweise auch auf die ursache des problems ankommt. ist das pferd wirklich frech und es gibt keine gesundheitlichen gründe für das verhalten, so würde ich dazu tendieren darüber hinwegzureiten ( wenn durchparieren und erneuter versuch nicht funktioniert haben und es für den reiter nicht lebensgefährlich ist). muss ich angst um mein leben haben, dann steige ich ab, binde das pferd aus und lass es an der longe galoppieren bis es gelernt hat, normal zu galoppieren ( beziehungsweise es "eingesehen" hat).

    kann ich gesundheitliche probleme als ursache nicht ausschließen, würde ich einen schritt zurück machen und erst mal nicht galoppieren und anschließend nur im leichten sitz, oder wenn ich schlimmeres vermute, in absprache mit ta/ sattler arbeiten.


    mehr kann ich dir dazu leider auch nicht sagen, ohne das problem live gesehen zu haben.

    liebe grüße
     
  6. Chaosweib84

    Chaosweib84 Inserent

    ja sicher ist es schwer die situation so zu beurteilen, das blöde war ja nun das wir ja mitten in der stunde waren und ich dann gar nicht mehr angallopiert bin nach mehrere versuchen und der auseinandersetzung mit meiner rl. na ja ich meine ich werde sie wohl eh nicht wieder reiten da ja morgen meine eigene kommt, aber wenn ich nochmal in so eine situation komme werde ich mich aus der stunde rausziehen und üben bis das klappt, anders hat es ja eh keinen wert, weil jetzt hat sie wirklich das komplett falsche gelernt...
     
  7. jannie

    jannie Inserent

    hm - vermutlich wäre ich gar nicht erst angaloppiert, wenn im Trab schon absehbar war, dass das nicht klappt. Ausser natürlich das Pferd löst sich bekannterweise besser im Galopp - was aber hier ja anscheinend nicht der Fall ist. Ansonsten stimm ich den anderen zu: je nachdem. Wenn die Gefahr besteht, dass ich mitsamt Pferd im Dreck liege, pariere ich ganz sicher durch. Sicherheit geht vor. Und beide Wege können nach Rom führen, welchen man nehmen sollte, hängt davon ab wo man grad steht. :yes:
     
  8. Nike

    Nike Fotowettbewerbssieger Mai ´09

    Ist echt ne blöde Situation.

    In den meisten Fällen, starte ich bei sowas noch mal von vorne. NUR, wenn sich das gleiche Spiel immer und immer wieder wiederholt, muss man es anders versuchen. Bisdahin kann ich deine RLin verstehen. Nur MUSS dabei ausgeschlossen sein, dass das Pferd Schmerzen (evtl. Rückenschmerzen) hat und deswegen so losstürmt. Kann ja alles sein. Wenn jedoch gesundheitliche Sachen ausgeschlossen sind, dann kann es durchaus sinnvoll sein, mal das Spiel des Pferdes mitzuspielen, allerdings dann nach den Regeln des Reiters.
    Mal ein Beispiel: Es ist früher häufiger vorgekommen, dass sich mein Pony beim Longieren nicht mehr in den Schritt parrieren ließ. Ich merke also, da kommt nichts an, der macht dicht und stellt sich stur. Gut, dann muss ich umdenken. Und somit drehe ich die Situation einfach um. Mein Pony läuft und läuft und läuft, ohne dass es auf mich reagiert. Also beginne ich zu treiben. Und das dann auch so lange wie ich das möchte. Sprich, Herr Pferd möchte dann irgendwann vielleicht schon wieder im Schritt gehen, aber der Zug ist abgefahren, denn nun muss er weiter laufen und zwar so lange bis ich sage, dass es gut ist. Bei uns hat das auf jeden Fall was gebracht. Das heißt aber nicht, dass sich das auf jede Situation anwenden lässt. Du hast geschrieben, dass ich fast auf der Klappe gelegen hätte. In so einem Fall hätte ich das sicherlich nicht gemacht. Viel zu gefährlich. Da geht die Sicherheit immer vor!!! Wahrscheinlich hätte ich das Pferd an die Longe gehängt und erst mal geschaut, wie es sich da verhält. Ob es da ähnlich Reaktionen zeigt und wenn ja, dieses Spiel an der Longe 'gespielt'.
     
  9. jojo1258

    jojo1258 Inserent


    dein pferd ist der 1:1-spiegel von dir selbst -bist du verspannt, unsicher und vielleicht auf eine gewisse art schon panisch, wird dein pferd das spüren. das ist kein sentimentaler "pferdeflüster-schmus" sondern schlicht und einfach realität.

    ich hab mich mit 45 jahren entschlossen, mein "uraltreiterlatein" aufzufrischen und kam mir gelegentlich reichtlich blöd bei den korrekturen meiner reitlehrering vor :laugh:

    und ich hab mich entschieden, mich erstmal selbst zu sammeln - uns so, wieder frisch aufgestellt, hat´s dann auch immer super geklappt. so konnte ich eigentlich immer entscheiden, was rionegro meint: wann ist was der richtig weg?

    dann tu dir und deiner "eigenen" (eine blöde frage: warum so nebenbei und anonym erwähnt? - das ist doch DAS ereignis schlechthin!) den einzig richtigen gefallen: findet ERST zueinander bevor ihr euch im sattel gegenseitig nervt :1:

    es heißt nicht umsonst: vom boden in den sattel :yes:
    es gibt immer nur EINEN ERSTEN kontakt - mach ihn zu einem schlüsselerlebnis für dich und dein eigenes pferd: du bist der boss!!! der sie mit LIEBE und KONSEQUENZ führt. dann wird es dir bei der ersten stunde wie schuppen von den augen fallen, wann der richtige zeitpunkt für die richtige reaktion gekommen ist. und glaub mir: allein schon das bewusstsein, daß das jetzt keine rb mehr, sonder DEINE ist, wird was in dir bewegen :1:

    toi, toi, toi
     
  10. Lorelai

    Lorelai Chaos-Trulla

    Hmmm... Schwierige Frage.
    Ich find, da kommt es hauptsächlich aufs Pferd an. Was kann es schon, wie weit ist es ausgebildet, und vor allem anderen: Ist es GESUND?

    Ich nehm jetzt einfach mal den Fall an, dass das Pferd wirklich gesund ist, der Sattel passt usw und da keine "Störfaktoren" vorliegen. Sprich dem Gaul tut nix weh.

    Dann unterscheide ich nur noch zwischen: Kann mein Pferd das schon, oder kann es das nicht?
    Wenn das Pferd normalerweise gut galoppiert, und gelernt hat, rund und an den Hilfen stehend zu galoppieren, dann verlang ich das auch. Da tendiere ich dann eher zu der Variante, die deine RL auch vorgeschlagen hat: Weitergaloppieren, das Gezicke aussitzen und versuchen, das Pferd wieder an die Hilfen zu bekommen. Wenn Pferd gerne rennen möchte, dann soll es meinetwegen auch rennen. Da geh ich dann auch schon mal ganze Bahn, geh in den leichten Sitz und treib das Pferd ordentlich vorwärts. Und wenns langsamer werden will, dann treib ich erst recht. Genau so, wie Nike das ja schon beschrieben hat: Wer rennen will, soll rennen, dann aber solange ICH will.
    Dann wird eben mal 20 Minuten am Stück galoppiert.

    Würde das hingegen jetzt ein junges (oder älteres, aber nicht weit genug ausgebildetes) Pferd machen (sprich eins, das vllt noch gar nicht so toll rund galoppieren kann mit dem Reiter drauf), dann würd ich eher wieder durchparieren und es neu versuchen - oder alternativ den Galopp mal ganz weglassen und im Trab und Schritt an der Durchlässigkeit arbeiten und es ein anderes mal wieder mit dem Galoppieren versuchen.
     
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