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Durchfall und Kotwasser, vermehrt beim Reiten

Diskutiere Durchfall und Kotwasser, vermehrt beim Reiten im Innere / Organische Erkrankungen Forum; Hallo zusammen, vielleicht wißt ihr Rat. Mein Pferd neigt schon immer dazu, Stress in sich rein zu fressen mit dem Resultat, dass er Kotwasser...

  1. equidifiziert

    equidifiziert Inserent

    Hallo zusammen,
    vielleicht wißt ihr Rat.
    Mein Pferd neigt schon immer dazu, Stress in sich rein zu fressen mit dem Resultat, dass er Kotwasser und/oder Durchfall bekommt. Ich glaube auch beobachtet zu haben, dass es vermehrt beim Wetterumschwung auftritt.
    Das Kotwasser ist meist nicht sonderlich schlimm, immer ein paar Tröpfchen, aber so ganz richtig erscheint es mir dennoch nicht.
    Nachdem ich ihn aus der Herde genommen habe und er eine neue Herde bekam, hat der Durchfall endlich aufgehört (den er zwischenzeitlich dauerhaft hatte). Also scheinbar doch stressbedingt.
    Nun ist es seit einigen Wochen so, dass er vor allem beim reiten in der Halle Durchfall bekommt. Erst sind die Äppel schön fest, aber mit der Zeit wirds immer dünner. Er äppelt bis zu 6-8x pro Reiteinheit und zuletzt ist es richtig dünner Durchfall.
    Das bereitet mir Sorgen :disturbed:.
    Er ist 5 und ich arbeite an Durchlässigkeit und daran, dass er locker wird. Also wirklich nur basics, Schritt, Trab, Galopp, Übergänge, ordentlich gerittene Bahnfiguren. Ab und an mal ein bisschen Schenkelweichen im Schritt.
    Er ist beim reiten auf zwischendurch etwas pubertär, läßt sich hier und da ablenken, hört nicht zu, reißt den Kopf hoch, legt sich aufs Gebiss. Aber immer nur in wirklich kurzen Sequenzen und das kann ich ihm ja auch nicht durchgehen lassen, so dass ich versuche, einfach darüber hinweg zu reiten.
    Und dann scheint er, Stress zu bekommen.

    Ein anderer Ansatz wäre, dass durch die Bewegung auch Bewegung in den Darm kommt und er vlt. leicht verstopft ist und der ganze Mist sich dann in Form von Durchfall an den verstopften Stellen vorbei quetscht und daher der Durchfall kommt. Ich finde, es riecht auch irgendwie komisch.
    Ich hatte den TA schon da, als es das erste Mal auftrat, aber da hiess es, dass alles ok sei. Wir haben damals (also vor 8 Monaten) auch rektalisiert.
    Es ist auch nicht so, dass er das nun mit sich rumschleppt sei 8 Monaten, sondern das tritt immer mal wieder auf.
    Gegen das Kotwasser hat ich auch Flohsamenschalen gegeben mit nur wenig Erfolg, auch Fütterung umgestellt, Haltung umgestellt etc.

    Er hat 24h Heu ad lib, geht tagsüber für 10-14 Std auf die Wiese, hat Nachts eine große Paddockbox (insgesamt 4x15m).
    Habt ihr noch Ideen?

    Ich hoffe, es ist nicht ganz verwirrend für euch ...
    Besten Dank!
     
  2. ManicPreacher

    ManicPreacher Gelebte Chaostheorie

    Ich glaube Stress, da muss man halt schauen wie man den minimiert. Stress kann ja auch Aufregung sein, etwa vor neuen Dingen. Muss man gucken in wie fern man es ignoriert und in wie fern man es eben als Signal wahrnimmt das es nun etwas zu viel war.
     
  3. equidifiziert

    equidifiziert Inserent

    Ja schon klar. Er ist ein großes Sensibelchen, das auf der anderen seite sehr sehr leistungsbereit ist.
    Ich mach ja nicht viel mit ihm, hör sofort auf, wenn er locker ist. Aber locker machen muß sein, zuhören muß sein und er darf nicht gegen mich bolzen (was er eben manchmal tut).
    Wenn ich ihm das durchgehen lasse, hab ich sehr bald ein ganz anderes Problem mit ihm.
    Ich bin wirklich vorsichtig mit seiner Ausbildung und denke nicht, dass ich ihn überfordere. Ich reite auch nicht täglich 2h in der Halle, sondern versuche Abwechslung rein zu bringen.
    Dennoch, locker alle 3 Grundgangarten muß schon sein.
    Ich finds echt schwer ... will ihm ja auch nicht unrecht tun ...
     
  4. ManicPreacher

    ManicPreacher Gelebte Chaostheorie

    Darum sag ich ja, man muss den Punkt finden bis zu dem es tolerierbar ist. Pferde lernen ja auch mit Stress umzugehen. Meine wirkt äusserlich ganz ruhig, beim äppeln sieht man dann aber das sie aufgeregt ist.
     
     
  5. Elchhexe

    Elchhexe Bekanntes Mitglied

    Wie oft und jeweils wie lange reitest Du denn? Wo ist es am schlimmsten (Gelände/Halle/Platz)? Seit wann ist es verstärkt?
    Kommt es in bestimmten Situationen häufiger vor, z.B. wenn noch andere dabei sind oder bei bestimmten Lektionen?
     
  6. Erli

    Erli Mitglied

    Du schreibst: Zuhören muss sein. Wie wäre es, wenn du deinem Pferd erstmal zuhörst ;)

    Wenn Kotwasser und Durchfall beim Reiten vermehrt auftreten, dann musst du was am Reiten ändern. Pensum, Druck, Anforderungen,...
    Vielleicht braucht dein Pferd kürzere Arbeitseinheiten, zwischendurch Pausen um einfach besser zuhören zu können. Vielleicht musst du deine Hilfen verständlicher geben oder sie ersteinmal deinem Pferd noch besser lehren.
     
  7. Chiara22

    Chiara22 Vorsicht- Chiara Chaos im Anmarsch!

    Hier war neulich ein Tierarzt, der über eine neue Studie berichtete, das Heu a.Li. mit dafür verantwortlich sein sollte. In wie weit es stimmt, kann ich Dir nicht sagen. Vielleicht hilft googel Dir da weiter. Ansonsten Kotprobe auf B Vitamine, daß war bei uns der Auslöser bei mehreren Pferden. Die ruhigeren Exemplare hatte es nicht betroffen in der Herde.
     
  8. A-n-n-a-

    A-n-n-a- Inserent

    kommt das alles erst nach einer zeit oder gleich von anfang an? sonst würde ich in nächster zeit versuchen aufzuhören bevor das ganze anfängt. das hört sich für mich nach überforderung an.
    sonst hab ich folgende erfahrungen zu kotwasser.

    - keine leckerlies, brot oder kraftfutter füttern
    - darauf achten das die weide nicht zu kurzes gras hat
    - aspero oder mühldorfer low glycaemic mit schwarz tee (ca. 3 beutel in 0,3 l) füttern
    - natürlich auf die heu quali achten

    so hat eine bekannte es ganz gut in den griff bekommen
     
  9. equidifiziert

    equidifiziert Inserent

    Moin,
    ich versuche mal auf alles zu antworten, wenn ich etwas vergesse, das wichtig ist, bitte sagt es:

    Ich reite 3-5x wöchentlich, Platz, Halle, Gelände (bzw. lass ihn auch einzelne kleinere Hindernisse frei springen, geh ins Roundpen etc, achte dabei aber wirklich drauf, dass er mind. 1 Tag die Woche frei bekommt, oft hat er 2 Tage frei). Im Gelände allerdings derzeit nur Schritt, ab und an ein kleiner, kurzer Trab. Weiter vorgetastet hab ich mich noch nicht. In der Halle ist es am schlimmsten, auf dem Platz ist es sehr tagesabhängig, mal äppelt er 2-3x, mal durchaus auch öfter.
    Zu Beginn, also im Schritt am hingegebenen Zügel ist es im Grunde am Schlimmsten (wobei da die Äppel oft noch geformt sind), dann in der Aufwärmphase noch und wenn er sich gelöst hat, ist es wieder besser bzw. gut. Diese pubertären Spirenzchen macht er auch nur in der Lösephase. Wenn er einmal locker und bei mir ist, ist alles gut. Meist höre ich aber dann auch schon auf, weil ich ihn nicht überfordern möchte.
    Die Zeit variiert. Wenn er schnell locker ist, kanns sein, dass ich auch nach nur 5 min "Arbeitsphase" aufhöre. Grds. reite ich allerdings 20-30 min vor Beginn Schritt. Erst am langen Zügel, dann nehm ich ihn langsam auf und lass ihn V/A Schritt gehen.
    Wenn er dicht macht, kanns aber auch sein, dass ich alleine 45-50 min dabei bin, ihn zu lösen und wenn er dann endlich locker ist und schwingt und den Rücken schön hergibt, hör ich auch dann wieder auf. Schließlich möchte ich es wirklich nicht übertreiben.
    Unterricht bei einer wirklich sehr pferdefreundlichen, jungpferdeerfahrenen, gefühlvollen RLin haben wir 2x wöchentlich.
    Einen Unterschied zwischen alleine in der Halle und noch andere Reiter dabei kann ich nicht festmachen. Auch nicht bei bestimmten Lektionen.

    Ich lege viel Wert darauf, fein zu reiten, mit Gefühl und Leichtigkeit. Kraftreiterei möchte ich nicht an meinem Pferd haben.

    Den einzigen wirklichen Zusammenhang, den ich feststellen konnte, sind Wetterumschwünge, Wachstumsphasen und Zahnwechsel. In diesen Zeiten tritt das Problem deutlich vermehrt auf.
    Vielleicht liegts auch an der Wiese. Sie sind umgestellt worden auf eine neue, saftige, grüne Wiese. Seitdem ist es wieder deutlich mehr geworden.
     
  10. Wanderreiter

    Wanderreiter Inserent

    Es können auch mehrere Faktoren zusammenkommen!
    1. Aufregung, wenn es an die Arbeit geht. Das kennt man auch von sich selber. Mir ging das immer vor den Reitstunden oder dem Schwimmunterricht so. geht es dann erst einmal los, beruhigt man sich.
    Im Laufe der Trainingseinheit beruhigt er sich und das Äppeln wird weniger. Die ersten Äppel sind immer fester, weil die ja schon länger im Darm sind. Alles, was danach produziert wird, ist dann qasi stressbedingt und dünn.
    2. Heu ad lib:
    Hier kommt es darauf an, wieviel Heu er tatsächlich frißt, und welche Qualität das Heu hat. Je älter es beim Schnitt war, desto verholzter ist es.
    Dies kann zu Kotwasser führen, weil der Darm das Lignin nicht vollständig aufschließen kann und es so zu Reizungen kommt.
    die habe ich bei meinen Ponys beobachtet. Mein Großer hat allerdings keine Probleme damit.
    andererseits gibt es für die Pferdverdauuung nichts besseres als Gras (außer bei Rehekandidaten). Nur bei der Umstellung von Heu auf Gras im Frühjahr kann es mal zu weichem Kot kommen.
     
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