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Durchgehen....

Diskutiere Durchgehen.... im Allgemein Forum; Hallo zusammen! Vielleicht hat hier jemand einen Input oder eine Idee... wir sind momentan so ziemlich am Ende unseres Lateins mit unserer jungen...

  1. Katonga

    Katonga Neues Mitglied

    Hallo zusammen!
    Vielleicht hat hier jemand einen Input oder eine Idee... wir sind momentan so ziemlich am Ende unseres Lateins mit unserer jungen Stute, 5.
    Wir haben sie nun 1 Jahr, als äußerst gelassenes und braves Jungpferd direkt beim Züchter als angeritten gekauft. Ging dort auch schon ins Gelände und war in allen GGA geritten, zwar nicht optimal (wirkte damals etwas hektisch davonrennend, extrem unruhige Anlehnung) aber war aber absolut fein zu reiten und wie gesagt, sehr sehr brav und stets kontrollierbar. Vom ganzen Wesen her zeigte sie sich immer unerschrocken, sehr menschenbezogen und gutmütig, immer alles richtig machend wollend, deshalb haben wir sie genommen.
    Wissend, dass von der Stute wohl schon einiges verlangt wurde, sie bei den Proberitten keinen absolut zufriedenen Eindruck machte, haben wir gesagt wir gehen einige Schritte zurück, das erste worauf wir achteten war ein ruhiges Tempo, aber trotzdem vorwärts an die die ruhige, abwartende Hand. Sie entwickelte sich prächtig, die Anlehnung wurde konstanter und sie zeigte sich sehr losgelassen und zufrieden. Irgendwann letzten Herbst kippte das, sie wurde zunehmend unzufriedener, eilte wieder mehr davon. Schon den Sattlertermin ausgemacht, ritt ich eines Abends wie gewohnt auf dem Außenplatz. Plötzlich ging sie mir während ich entspannt vorwärts abwärts trabte durch. Ich, überhaupt nicht damit rechnend, wurde erst mal hektisch und musste mich sortieren. Irgendwann hatte ich sie dann wieder und dachte mir nicht viel dabei, ritt einfach weiter mit der Annahme sie hätte sich wohl vor irgendwas erschrocken. Es dauerte aber nicht lange und sie ging wieder durch. Immer und immer wieder. Sie war richtig panisch. Habe dann das nächste Mal ihren Bereiter reiten lassen, auch bei ihm wollte sie ständig durchgehen, sie schwitzte stark und äppelte ständig.
    Haben sie sofort durchchecken lassen, chiropraktisch, noch Mal Zähne schauen lassen, Sattel. Alles gut, außer beim Sattel kam raus der passte nicht optimal. Neuen angeschafft, gleichzeitig startete die Hallensaison. Vom ersten Tag an mit dem neuen Sattel war sie wieder zufrieden,kein Stressäppeln mehr, entspanntes Pferd. Schon mal jungpferdetypisch ein Scheuen oder Glotzen, aber kein Durchgehen mehr. Dachten schon es hätte sich erledigt. Dann kam der Tag an dem der Platz wieder ging, ich war schon gespannt. Aber alles gut. Dann mussten wir wieder wettertechnisch eine Zeit in die Halle ausweichen, da sowieso alles gut. Zwischendrin mal nur Schritt am Platz und waren auch im Gelände, alles gut. Dann wieder am Platz als der wieder gut ging, gerade beim Aufwärmen am langen Zügel im Schritt - sie ging wieder durch. Es fing wieder von vorne an, sie lässt sich zwar schon stoppen, aber bekommt dann immer und immer wieder diese Panikattacken. Klemmt plötzlich, zieht den Schweif ein, will weg. Meistens wird es auch während dem Reiten schlimmer, auch wenn man richtig reagiert und im richtigen Moment auch wieder nachgibt. Sie darf trotzdem am langen Zügel gehen, auch am hingegebenen wenn das Gefühl gut ist. Meistens fängt alles gut an, sie geht entspannt Schritt, schnaubt auch ab. Dann trabt man an, oft fängt es dann schon an, manchmal dauert es bis zum ersten Galopp bis es anfängt, manchmal auch nicht. Manchmal beginnt es schon im Schritt. Eigentlich total willkürlich. Es gibt nichts von außen, das sie beunruhigt. Es wird auch nicht durch irgendein Verhalten des Reiters hevorgerufen, aber der dann zwangsläufig korrigierende Reiter verunsichert sie zusätzlich sehr stark. Sie geht erstmal total gegen die Hand. Es scheint als hätte sie Panik vor dem Reiter. Sie wurde allerdings nie, zumindest nicht von uns, ungerecht gestraft. Wenn sie versucht durchzugehen, ja, da greift man schon durch und hält anständig dagegen, was soll man auch sonst tun. Aber dann wird auch wieder sofort nachgegeben. Wir arbeiten immer ruhig mit ihr und achten drauf, ihr so oft es geht die Möglichkeit zu geben,es richtig zu machen, ihr ein gutes Gefühl zu geben. Verlangen nichts, was sie nicht leisten kann. Aber wenn sie durchgehen will, stoppt man sie halt.
    Es gibt aktuelle RöBi von HW und Rücken, alles gut.
    Anfangs haben wir versucht, alles auf Ruhe auszulegen, haben sie gar nicht mehr richtig gearbeitet, sondern nur geschaut, dass sie entspannt Schritt geht, erst dann wird angetrabt, alles ruhig, alles entspannt. Galoppiert sind wir erstmal gar nicht mehr. Dann haben wir die Taktik geändert,weil ihr sichtlich langweilig wurde, und haben sie wieder vermehrt gearbeitet,den Galopp dazu genommen. Es wurde kurzzeitig besser, aber nie wirklich 1oo prozentig gut. Kürzlich ist ihr Bereiter auch leider runtergefallen, teils war es ein bisschen Unglück aber teils auch ein selbstverschuldet. In dem Moment hätte ich sie nicht angaloppiert, er tat es, sie ging durch, musste etwas abrupt wenden weil der Zaun kam, er verlor das Gleichgewicht, hing schon halb auf der Seite, sie war natürlich extrem verunsichert und fing das buckeln an. Saublöd gelaufen, sollte bei so einem Pferd natürlich absolut nicht passieren. Aber als er dann noch mal drauf ist, war es erstaunlicherweise sehr viel besser und er konnte mit einem guten Ergebnis aufhören.
    Aber Alles in allem machen wir irgendwie keine wirklichen Fortschritte.
    Auch an der Longe zeigte sie sich am Platz durchaus explosiver. Da will sie schon auch mal los schießen oder rennen. Soweit ja nichts ungewöhnliches für ein Junges Pferd. Hab auch das Gefühl, dass sie grade so ein bisschen in einer Sturm und Drang Phase ist. Aber als puren Trotz mag ich das Verhalten unterm Sattel trotzdem nicht bezeichnen, dafür steigert sie sich einfach zu viel rein, wird zu panisch.
    Zu dem Zeitpunkt wo sie das erste Mal durchging wurde sie 2-3, max 4 Mal in der Woche geritten. Momentan 2 Mal, max 3 Mal. Sie seht im Offenstall.
     
  2. Bumblebee1

    Bumblebee1 Bekanntes Mitglied

    Du sprichst von "wir".
    Wieviele reiten sie denn? Nur du und der Bereiter oder noch mehr?
    Wenn alles gesundheitlich soweit abgecheckt ist und der Sattel auch passt, würde mir jetzt mal spontan einfallen, dass sie vielleicht ein Pferd ist, dass besser mit nur einer Bezugsperson und einem Reiter klar kommt. Es gibt ja durchaus Pferde, denen das egal ist, wer reitet, zumindest wenn die Hilfen gut und sanft gegeben werden. Aber nicht alle Pferde können da leiden und kommen mit mehreren Personen zurecht.
    Vielleicht überfordert sie mehr als ein Reiter und eine Bezugsperson.
     
  3. ulrike twice

    ulrike twice Heidemaus

    vorweg: mach doch bitte absätze, dein text ist nur sehr anstrengend zu lesen.

    wenn es nicht an der gesundheit (zb rückenblockaden), nicht an der ausrüstung (zb drückender sattel) und nicht nur an wenigen momenten da falsche situationen entstanden (zb bei sturm ausreiten, zb zu hohe hindernisse) liegt, dann ist der von euch gewählte ausbildungsweg wohl der falsche.
    um das zu beurteilen müssest du videos eures reitens einstellen.
    ggf. habt ihr falsche berater, d.h. der beritt ist evemtuell nicht gut für euer pferd oder euer unterricht ist verkehrt.

    es macht mir den anschein, als wenn es euch wichtig ist, auf welcher höhe der kopf des pferdes ist:

    dies ist m.e. die entscheidende passage.
    vermutlich sitzt ihr in eurer stunde zu schwer ein und ihr haltet den kopf mit handhilfen unten. irgendwann wird der druck aus von hinten treiben, mit drückendem gewicht im vorwärts halten und "paraden" vorne geben zu groß und das pferd startet durch.

    lösung könnte es sein, sich von eurem bereiter und reitlehrer team zu lösen ud euch andere hilfe zu suchen. denn als ihr sie kauftet, hatte die stute es ja nicht. es tritt nun mal beim reiten auf, also ist dort etwas falsch laufend.
     
  4. terrorschaf

    terrorschaf Bekanntes Mitglied

    War denn jetzt nachdem es wieder anfing nochmal der Sattler da? Es fing an, neuer Sattel kam, alles war gut. Der neue Sattel kam ja bevor die Hallensaison startete , das ist ja schon eine ganze Weile her. Und nun geht's wieder los.
    Manche tolerieren eben nicht alles. Manche kannst mit nem Klodeckel reiten, die machen keinen Muks, andere zeigen da schon aktiv an.
     
    Jessy & Alfi, sokrates, satine und 3 anderen gefällt das.
  5. Mirage

    Mirage Bekanntes Mitglied

    Terror, war auch mein erster Gedanke. Letzte Sattelanpassung im Herbst, gerade beim Jungpferd kann der passende Sattel ziemlich flott unpassend werden, ergo wäre das auch mein erster Schritt, sofort den Sattel kontrollieren und anpassen zu lassen.
     
    satine und terrorschaf gefällt das.
  6. Bumblebee1

    Bumblebee1 Bekanntes Mitglied

    Stimmt. Das kann es auch sein. Ich hatte meine Stute damals 5jährig bekommen, im November Sattel anpassen lassen und im April wurde es dann echt schon wieder Zeit, den Sattel neu anzupassen. Sie hatte da mächtig ausgelegt.
     
  7. Gromit

    Gromit Punktetierbändiger

    Klingt für mich nach Überforderung. Gibt junge Pferde, die machen anfangs gut mit, scheinen schnell zu lernen und plötzlich kommt aber ein Punkt, an dem sie zeigen es war doch alles zu viel, zu schnell. Ihr Kopf beginnt quasi überzulaufen. Ich würde da einfach ein paar Gänge zurück schalten, weniger von ihr Verlangen, kürzere Einheiten, viel loben, Sicherheit geben und vor allem fürs gute Gefühl bei ihr sorgen.
     
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  8. Katonga

    Katonga Neues Mitglied

    Anfangs ritt sie nur meine Freundin, welche sehr gut reitet auf M Niveau und auch schon einige junge Pferde mit ausgebildet hat. Dann bin ich nach und nach dazu gekommen. Als das mit dem Durchgehen anfing, war es meiner Freundin etwas zu steil, da sie 2 ledierte Schultern hat, und sich nicht sicher war sie immer halten zu können. Ab dem Zeitpunkt kam der Bereiter statt ihr dazu. Momentan wird sie nur von ihm geritten, weil ich sie nicht noch zusätzlich verunsichern möchte.

    Hmmm, also anfangs haben wir handtechnisch nur mal abgewartet und eigentlich sehr fein agiert. Wie gesagt, sie wirkte auch immer sehr entspannt, zufrieden und losgelassen. Bis zu dem Sattelthema (ja, Sattler war inzwischen noch mal da, Kleinigkeiten wurden nachjustiert, aber im Großen und Ganzen alles gut)
    Takt, Losgelassenheit, Anlehnung, das waren die Dinge die wir im Kopf hatten. Ziel jedes Reitens war dass sie geradeaus und auf großen gebogenen Linien in gleichmäßigem Tempo anfängt gleichmäßig an die Hand zu ziehen. Das klappte Mal besser, mal schlechter, aber alles in allem hat sie sehr sehr gute Fortschritte gemacht, vor allem was die (innere) Losgelassenheit angeht.

    Es passt einfach nicht zu ihr. Auch nicht zu dem wie sie sonst mit Stresssituationen umgeht. Im Zweifelsfall eher mal stehen bleiben, nie ein Reinsteigern, kurzes Glotzen aber das wars dann, sie ist immer sofort wieder bei einem. Und vor allem lernt sie super schnell und möchte eigentlich alles richtig machen. Gerade in dem Fall zeigt man ihr ganz deutlich den richtigen bzw den falschen Weg, aber es stellt sich irgendwie kein Lernerfolg ein.

    Als sie dann das durchgehen anfing, musste man ja zwangsläufig vorne was machen, in den Momenten. Ich wüsste jetzt nicht, wie man sonst hätte agieren sollen. Zu Anfang geht man ja immer mehr oder weniger von einer kleinen "Spinnerei" aus bevor man alles andere in Erwägung zieht (obwohl ich von Anfang an eher das Gefühl hatte es wäre Panik/Schmerzen - Schmerzen wurden aber ausgeschlossen zumindest weitestgehend wie es eben möglich ist) Da wir mir erst mal wichtig dass jemand das Problem an der Wurzel packt, die halten kann, damit sich das Verhalten nicht etabliert. Das ging irgendwie nach hinten los denn das ist jetzt erstmal drin. Aber ob es Sinn gemacht hätte, das ganze Problem zu umreiten (was ja auch irgendwie nicht möglich gewesen wäre, außer man wäre gar nicht mehr geritten oder ausschließlich in der Halle), weiß ich auch nicht und hätte es ja auch nicht gelöst.

    Das mit dem Trainer/Bereiterwechsel geistert mir auch schon im Kopf herum, obwohl ich finde, dass er sich wirklich bemüht ist, fair ist und bis auf den einen Aussetzer da, einen guten Job macht, da hat ihn einfach sein Gefühl getäuscht.
    Dann würde ich aber 1000 Schritte zurück machen und quasi ganz von vorne anfangen. Will jetzt nicht noch einen draufjagen und nicht wissen, wie das dann ausgeht, dem Pferd zu liebe.
     
  9. Katonga

    Katonga Neues Mitglied

    Das ist auch so ein Bauchgefühl von mir und den Eindruck hatte man bei ihr von Anfang an ein bisschen. Deshalb war unser erstes Augenmerk einige Schritte zurück, Ruhe Ruhe Ruhe reinbringen, ihr ein gutes Gefühl geben. Im Vergleich zu dem wie sie beim Züchter geritten wurde, haben wir mehr als nur ein paar Gänge zurück geschalten. Vielleicht trotzdem noch zu wenig....
    Aber warum macht sie es dann in der Halle gar nicht. Schmerzen, Überforderung, all das ist ja in der Halle nicht wie weggeblasen.

    Also wie gesagt, das liegt bereits alles hinter uns. Der Sattel wurde im Jänner und vor kurzem wieder kontrolliert
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 11. März 2020
  10. Wanderreiter

    Wanderreiter Inserent

    Der Hormonstatus wurde gecheckt?
     
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