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Echte Problemfälle - Erfahrungsberichte

Diskutiere Echte Problemfälle - Erfahrungsberichte im Pferdeflüsterer Forum; Angeregt vom Hackl-Thread und u.a. Leos Erlebnissen hoffe ich auf rege Teilnahme in diesem Thread und vielen Erfahrungsberichten. Was für...

  1. Delora

    Delora Inaktiver Nutzer

    Angeregt vom Hackl-Thread und u.a. Leos Erlebnissen hoffe ich auf rege Teilnahme in diesem Thread und vielen Erfahrungsberichten.

    Was für "Problempferde" sind Euch schon begegnet?
    Wodurch äußerte sich das und wisst ihr, was es ausgelöst hat?
    Konnte man helfen und wenn ja, wie?
    Was ist aus dem Pferd geworden?

    Nun sind Problempferde für manche Menschen schon büffelige Tiere, die mal nicht da lang wollen, wo der Mensch hin will, manche empfinden schreckhafte Tiere als echtes Problem und wieder andere schlagen sich mit wehrhaften Pferden herum, die einfach nicht von dem "dagegen"-Verhalten abweichen wollen. Wieder andere haben völlig irre erscheinende Pferde kennengelernt und wollten/mussten einen Weg finden, diese wenigstens zu entschärfen.

    Ich könnte ein paar Geschichten dazu beitragen, möchte aber auch Raum für Eure Erfahrungen lassen, daher hier vielleich mal ein Positivbeispiel:

    Junge Stute, dreijährig zum Einreiten weggestellt. Zwei Monate später kam sie wieder und stieg nur noch unter dem Sattel, so bald man anreiten wollte. Egal ob vorne begrenzt wurde oder der Zügel nur auf dem Hals lag. Aufsteigen war schon schwierig, Anreiten völlig unmöglich.

    Körperlich war sie völlig in Ordnung, wurde geprüft, aber unter dem Reiter ging sie keinen Schritt vorwärts, klemmte, stieg und überschlug sich. Was beim Einreiten schief gegangen war, kann ich nur erahnen. Die Bereiterin ritt sehr handlastig, ob sie das jedoch gleich beim Jungpferd gemacht hat, kann ich zwar annehmen, aber nicht belegen.

    Ich hatte vor, dem Pferd vorne so viel Luft wie möglich zu geben und erst einmal locker ins Gelände zu gehen oder über den Platz zu dümpeln, bei jedem Schritt vorwärts loben und beim Stehen nicht hart werden, sondern einfach warten, normal weiter treiben, bis wieder ein Vorwärts und somit ein Grund zum Loben vorhanden war. Ich hatte keine Hilfe, daher war niemand da, der das Pferd hätte die ersten Schritte führen können oder als Führpferd hätte begleiten können. Am Boden war die Stute lieb, aufmerksam und freundlich.

    Drei Tage später überschlug sie sich mit mir. Wir standen seit Ewigkeiten auf einem Fleck, ich habe nur leicht getrieben, sie ging rückwärts, drehte sich und ich hab den Schenkel nicht schnell genug weg gekriegt (sonst hätte ich sie drehen lassen) und schon stand sie senkrecht und überschlug sich mit mir nach hinten.

    Mir ist nichts passiert, aber da sie der Besitzerin schon so einige Verletzungen zugefügt hatte, wurde sie daraufhin quasi über Nacht verkauft. Sie hat sich sehr oft losgerissen, ist abgehauen und stand dann immer mal wieder auf ihrem alten Hof, doch nach einem Jahr lief sie recht gut unter ihrer neuen Besitzerin und blieb in ihrer neuen Heimat. Sie war immer noch schwierig, aber so bald es einen Sprung gab, war sie willig, zog an und nahm alles, was man ihr in den Weg stellte. Man hat sie wohl ein Jahr nur als Handpferd im Gelände mitgenommen, meist mit Reiter obendrauf und schließlich immer mehr Einwirkung eingebaut. In der Halle oder auf dem Platz anreiten war nicht möglich gewesen, da stand sie wie ein Fels und ging eher hoch als vorwärts. Stärkerer Druck im Maul hat sie bis zuletzt zum Steigen gebracht.

    Nochmal zwei Jahre später hat sie verletzungsbedingt den Ruhestand eingereicht. Da war sie 7 Jahre alt. Sie wurde dann verkauft und ich sah sie nie wieder. Man hat sie mir angeboten, doch ich hatte ein Pferd und brauchte kein zweites. Keine Ahnung, wo sie jetzt ist.
     
  2. terrorschaf

    terrorschaf Bekanntes Mitglied

    Unser alter. Problempferd?
    Naja. War schlau, viel Mist erlebt,aggro.
    100 mal konntest an ihm vorbei. Drehte er das Ohr ein,grunzte, hieß es in nanosekunden Abstand nehmen, weil dann ballerten 1075 kg mal eben in Kopfhöhe raus.
    Wenn man nix wollte war er zum Schluss in 99 % der Fälle nett. Wollte er nicht und konnte man ihm nicht überzeugen machte der einen lang. Mit ansteigen, absichtlich einquetschen, auf Mann gehen. Zum Schluss konnte man ihn in oft überzeugen. Aber nicht immer. Wenn der keinen Bock hatte schmiss der dir gezielt die Kutsche um.Oder raste los.Und wenn alles in Bruch und klumb war und du schmerzverzehrt am Boden lagst, stand er da. Düdeldü. Und ich hätte schwören können der hat gelacht.

    Naja.Hat Viel Mist erlebt. Ist schwer misshandelt worden und war sich seiner Stärke voll bewusst. Irgendwann findet man zusammen. Aber uns haben sehr viele gesagt, tu den Weg, der bringt dich irgendwann um. Hat er nicht.Aber da hat oft nicht viel gefehlt.
    Streicheln und füttern, dafür war er allerdings immer empfänglich.
    Sonst hätte man sich wohl wirklich schnell wieder getrennt.
     
  3. Fesia

    Fesia Bekanntes Mitglied

    Ich hatte einen Wallach im Beritt. Camelot war 4 Jahre alt und wurde von anderen eingeritten, als ich in dem Stall angefangen habe wurde er mir als Steiger und totaler Psycho vorgestellt.

    Ein Mädel ritt ihn unter der Woche in der Springstunde und ist jede Woche in Sand gesetzt worden. Als ich ihn das erste mal ritt war er zwar eilig aber von steigen/bocken keine Spur. Der Stall bildet leider auch handlastig aus, die Resultate waren Zügellahme Pferde oder Psychos. Cami konnte absolut keine Anlehnung ertragen, also habe ich angefangen nur mit Stimme zu reiten, der Zügel lag lose in meiner Hand. Sobald er einen Anfall hatte, hab ich den Kopf am Inneren Zügel in die Bahn gezogen, damit er nicht mehr steigen konnte. War zwar ruppig aber meine Gesundheit war mir heilig. Das ganze ging nicht lange und er kapierte das er alle Freiheiten hatte, außer steigen war tabu. Es brauchte viel Zeit und Geduld, hatte ihn immer freitags und samstags.

    Freitag war immer grottig und Samstag ein Traum. Cami hatte zu meiner Hand Vertrauen bekommen und suchte von sich aus die Anhlehnung und machte den Rücken auf.

    Kaum saß das Mädel unter der Woche drauf, stieg er wieder. Mittlerweile ist er als unreitbar eingestuft und läuft im Vierspänner mit. Das scheint seine Bestimmung zu sein, egal wie gut seine Springveranlagung ist.

    Solche Pferde tun mir leid, weil er hatte einfach Angst vor der Hand und war kein Psycho
     
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  4. Charda

    Charda Profi Vollpfosten

    Ich hatte schon echt viel.... Aber erst die letzten 11 Jahre. Davor waren das alles tolle Pferde. Und ich zu unerfahren.

    Mein erstes Problempferd mit dem die ganze Korrektur Geschichte begann war eine damals 10 Jährige Württemberger Stute. Ganz alte Marbacher Zuchtlinie. Landgraf falls das jemand was sagt.

    Ewig lang vom Exterieur. Interieur völlig versaut vom Menschen.

    Von der Mutter abgestoßen wurde dieses Pferd als Fohlen mit der Flasche aufgezogen. Dann 4 jährig angeritten vom Besitzer verkauft an einen Obstbauern. Der sich natürlich MORZ mit Pferden auskannte. Immerhin hatte sein Onkel einen "Fritz" (=> Kaltblut für die Arbeit auf dem Feld).
    Das Pferd war für seinen Sohn gedacht. 15! Der ging zwei mal in die Reitstunde und drei mal ins Gelände. Blutiger Anfänger. PFerd ging zwei mal durch. Pferd wurde durch Moped ersetzt. Auch die schwester durfte mal reiten. PFerd ging durch, Pferd wurde durch handtasche ersetzt.

    Pferd stand auf der Weide. Allein. Mit Rindern. Wurde einmal im Jahr für den Blutfreitag hübsch gemacht. Durfte zwei mal im Jahr zum Hufschmied. Mit Rindern ( wenn grad welche da waren) auf die Weide. Im Winter nicht, macht ja die Weide kaputt. Im Stall wars allein. Futterraufe auf der Höhe. Altes Futter von den Kühen/Silo/Gras.

    Ich kam. Sah. Heulte. Erst mal Pony gekauft. Futterraufe nach unten gemacht. ein Halbes jahr im Schritt ins Gelände. Dieses Pferd konnte noch nicht mal schritt gehen!!! Die verwechselte ihre Beine schon im Schritt!!! Aus "ich kann das nicht" wurde blanke Panik. Widerwillen. Sie stieg. Überschlug sich. Wir suchten nach Alternativen und fanden uns in der Klassich / Barrocken welt zurecht. Über diese Alternative ging es dann aber recht rasch vorwärts. Und Stetig Vorwärts. Das longieren und auch das stete Galoppieren an der Longe gab ihr vor allem Kraft und brachte die Lange Stute in Balance.

    Halbes Jahr schritt. Lansam mit Trab begonnen langsam mit Galopp... Nach ca 2 Jahren war das Pferd aber so gut wie auf A Level.

    Eigentlich war dieses Pferd kein Problempferd. Es wurde vom Menschen kaputt gemacht! Mit 17 mussten wir die Stute in der Narkose schlafen lassen. Kolik!


    [​IMG]

    [​IMG]

    Das war mein Erstes "Problempferd". Im nachhinein kein Problempferd...

    Nach Ihr kam ich irgendwie so richtig in diese Korrekturpferde schiene.

    Es folgten Bockende Jungpferde, Steigende Stuten, Traber, Galopper, sture Freiberger....
    Und zickige Friesentiere ;) :lol:

    Für mich gibt es sowas wie Problempferde nicht mehr. Die Pferde suchen sich einen Weg sich zu "wehren" gegen das Unrecht, was ihnen angetan wird. Ich habe noch kein Pferd erlebt, das Grundlos in ein Verhaltensmuster gefallen ist was wir als atypisch benennen würden. Selbst Junge Pferde die etwas "wilder" sind, als andere haben ihre Gründe. Was hab ich da schon erlebt?! Zysten, Eierstockkrebs usw. Und da hieß es, das Pferd sei unreitbar! Bösartig! Dabei hatte es schlicht schmerzen!

    Manchmal sehen wir erst auf den zweiten Blick warum sich ein Tier so verhält wie es das tut. Mittlerweile versuche ich eben in alle Richtungen meine Scheuklappen zu öffnen.
     
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  5. Kigali

    Kigali Sternchenreiter

    User Jamie (Shetty seit 8 Jahren in unserem Besitz) war ein "Problempferd" bzw. aus ihm wurde, brutal eins gemacht.
    Jamie wurde als Absetzer gekauft und, da er durch die Zäune ging, zu den Bullen gestellt. Er hatte keinerlei Kontakt zu anderen Pferden bzw. sah diese nur, wenn er geritten wurde.
    Er wuchs nicht nur mit Bullen auf sondern wurde auch wie einer behandelt. (Bullentreiber / Schlagstöcke/ Stromstöcke)
    Irgendwann war Jamie knapp 10 Jahre und von Erwachsenen nicht mehr händelbar. Irgendwie steckte man ihn in eine Box ( Großpferdebox, halb Beton, halb vergittert, Jamie konnte nichts sehen)
    Dort sah ich ihn, ohne seine Geschichte zu kennen, quatschte ich ihn seinem Besitzer ab.
    Als wir Jamie abholten, kam er mir "sehr komisch" vor, es stellte sich heraus, er war sediert.
    Wir nahmen ihn mit nach Hause und stellten ihn auf die Weide, 1 Tag, 2 Tage, 3 Tage...wir bekamen ihn nicht eingefangen.
    Irgendwann war zufällig mein zu dem Zeitpunkt 10 Jahre alter Sohn im Stall, er ging zu Jamie und konnte ihn mitnehmen.
    War Jamie einmal am Strick, konnten auch wir ihn überall anfassen. Allerdings stand er immer unter Spannung.
    Entspannt hat er sich nur bei meinem Sohn.
    Irgendwann ritt mein Sohn Jamie zu ersten mal. Es klappte super...bis mein Sohn etwas trinken wollte, ich reichte ihm die Wasserflasche und Jamie rannte als sei der Teufel hinter ihm her.
    Wir recherchierten, erfuhren von Jamies Geschichte...
    Jamies Verhalten änderte sich nur sehr langsam. Nicht nur einmal haben wir unseren Sohn aus dem Bett geholt, damit er sein Pony von der Weide holt.
    Wir ließen Jamie weitestgehend in Ruhe, geputzt und geritten wurde er ausschließlich von meinem Sohn.
    Mein Mann machte mehrere Hufkurse, damit er Jamie selbst machen konnte.
    Jamie gewöhnte sich an uns, Vertrauen tat er uns nicht. Wie wenig erfuhr ich im Mai 2010. Jamie nahm trotz Weide und ausreichen Heu ab. Wir vermuteten Würmer....
    Mein Mann hielt Jamie fest, ich hatte die Wurmkur...Jamie sah diese, schüttelte meinen Mann ab, stieg und trat danach zu. Eine Stunde später lag ich, mit einem 5 fachen Beinbruch im OP.
    Seit dem ist der Knoten geplatzt! Jamie macht alles mit, wir können alles mit ihm machen. Schmied, Tierarzt alles kein Problem!
    Allerdings würde ich noch heute jedem Fremden raten, um Jamie einen großen Bogen zu machen.
     
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  6. PAweide

    PAweide Bekanntes Mitglied

    Meine erste war problematisch, obwohl ich selbst sie nie als so schlimm gesehen habe.
    Sie hat gezielt nach jedem getreten , der in ihrer Reichweite war. Auf die Koppel durfte sie bei ihrem Besitzer, für den ich sie zuerst geritten habe, fast nicht, da auch das wieder einfangen ein Problem war.
    Beim reiten war sie sehr stürmisch , aber meistens kontrollierbar und hat nichts unerwartetes gemacht, also kein Buckeln oder Steigen. Alles andere war grenzwertig bis nur für lebensmüde. Longieren nicht möglich, hätte einen platt gemacht. Führen , war immer eher ein Ziehen. Aber am schlimmsten war halt das Austreten , das ging dann immer gleich in Kopfhöhe.
    Ich hatte mich mit ihr arrangiert , war damals 16, tust du mir nichts , tu ich dir nix, und das irgendwie als gar nichts besonderes empfunden . Als meine Tochter dann anfing zu reiten, und ich mehr in den Ställen unterwegs war, musste ich feststellen , dass meine Stute, damals schon 8 Jahre tot, noch gerne Gesprächsthema war,
    Das schlimmste Pferd, das sie je kannten, das größte Mistvieh,( auch gerne erwähnt, dass sie ja dann an ein armes Mädchen verkauft worden sei , ja nämlich mich)
    Irgendwann hatte sie ihren Besi einmal zu oft getroffen ,da sollte sie weg, und ich habe sie gekauft.
    Mich hat sie nie erwischt, nach dem ersten Jahr hat sie es auch nicht mehr versucht, nur gelegentlich gedroht.
     
  7. Frau Horst

    Frau Horst Bekanntes Mitglied

    @Charda Direkter Nachkomme von Landgraf? Da würde ich fast sagen, das ist ja zu schade zum Korrekturreiten. :)
     
  8. Delora

    Delora Inaktiver Nutzer

    Mir haben sie öfter Pferde gegeben, die etwas speziell waren, weil ich extreme Ruhe hatte und im Sattel klebte wie Kaugummi. Egal wie sie gebockt oder welche Haken sie geschlagen haben, ich blieb im Sattel und fand noch Zeit zu schauen, wie Gesichtsausdruck und Ohren standen.

    So ließen sie mich auf ein fünfjähriges Pferd, dass beim Angaloppieren wie irre jeden runterbuckelte und beim Longieren angriff. Beim Longieren reichte es, einfach mal die Longierpeitsche einzusetzen und ihn auf Abstand zu halten. Der machte nur Scheinangriffe, die eben durchkamen, wenn man sich umdreht und flüchtet. Für ihn war das ein tolles Spiel. Einmal stehen bleiben, groß machen, nen lauten Rüffel loslassen und die Peitsche Richtung Schulter schnacken lassen und der lief wieder weiter. Das hat man zweimal wiederholt und dann lief er brav im gewünschten Tempo.

    Beim Reiten habe ich ein großes Feld gesucht und ihn kontrolliert angaloppiert. Der hat sofort gebuckelt wie irre und ich hab nachgetrieben. Der Kerl hatte die Ohren gespitzt und das Gesicht zeigte den gleichen Spaß, wie meine eigenen Pferde bei einem fröhlichen Fetz auf der Weide. Es hat ein paar Buckler gedauert, aber nach einigen Minuten rumgebuckel und dem dritten Mal angaloppieren ist er einfach schön galoppiert... ich hab gelobt, durchpariert, nochmal angaloppiert... kein Problem mehr.

    Das war zwar kein Problempferd, hätte aber eines werden können.

    Viel schlimmer war da die kleine Ponystute (Welsh-Shetty-Mix?) aus einem Kinderreitbetrieb, die jeden gezielt angriff, der auch nur Box oder Weide betrat. Mit Zähnen und Hufen hat die frontal zugebissen und zugeschlagen, hat einen auch einfach umgerannt und den Kopf ins Gesicht geschlagen. Die war völlig irre. Ich konnte sie nicht anfassen, nicht führen, nicht füttern. So bald jemand da war, drehte sie auf. Mir war klar, die wollte den Menschen auf Abstand halten, egal mit welchen Mitteln.

    Ich bekam bei ihr keinen Ansatz. Sie fand einfach alles Scheixxe, was mit dem Menschen zusammenhing. Sie wurde nach vier Wochen ohne die geringste Besserung erreicht zu haben wieder abgeholt (bei vielen Erwachsenen Menschen in der Überzahl konnte man sie auf den Hänger zwingen) und weg war sie.

    Ich sah sie ein Jahr später in dem Betrieb. Sie ging wieder unter Kindern im Reitunterricht, war aber absolut tot in den Augen und schluffte ohne Leben vor sich hin. Teilnahmslos ließ sie wirklich alles mit sich machen. Ich hätte sie nicht für die gleiche Stute gehalten. Seitdem weiß ich, dass Pferde gebrochen werden können, egal wie stark und wehrhaft sie scheinen. Nur das Ergebnis würde ich nicht ertragen können.
     
    Barrie und melisse gefällt das.
  9. ManicPreacher

    ManicPreacher Gelebte Chaostheorie

    7 Jähriger Hengst, Reitponybrand aus Westfalen, vermutlich reiner Welsh, die haben hier keinen eigenen Brand.
    Papiere waren weg.
    Vorgeschichte: Stand einige Jahre im Wanderzirkus. Der Betreiber gestorben, die Tiere wurden aufgeteilt. Die Pferde gingen nach Hannover zum Händler (ausser meiner), die Kamele hier her.
    Weitestgehend ungeprüft gekauft, die Probleme gingen sofort los.
    Das Pferd war Boxenläufer. Beim Freilauf auf dem Platz lief der nie quer rüber, sondern immer nur am Zaun lang.
    Führen am Halfter war nicht möglich, der machte sich fest und ging seines Weges.
    Schenkelhilfen beim reiten wurden ignoriert, konnten aber auch angenommen werden wenns ihm grad passte.
    Mords Unterhals. Tiefer Rücken.
    Aufs Gebiss wurde entweder drauf gebissen oder sofort die Zunge drüber geschoben.
    Beim reiten: kleben am Hof, der ist dann auch mal rückwärts nach Hause.
    Oder durchgehen. Und zwar so das da auch nichts mehr mit lenken war.
    Im Umgang kneifen bis beissen, beim Schmied treten und hinwerfen.
    Extrem Kopfscheu. Gurtzwang.
    Also quasi das Gesamtpaket an Möglichkeiten.

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  10. Charda

    Charda Profi Vollpfosten

    und wie gelöst?
     
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