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eigene bedürfnisse über denen der hottes stellen?

Diskutiere eigene bedürfnisse über denen der hottes stellen? im Pferde Allgemein Forum; hi ihr. ich habe immer öfter das gefühl, dass die reiter und die besitzer von pferden/ponies ihre eigenen bedürfnisse über denen der tiere...

  1. Frann

    Frann Guest

    hi ihr.
    ich habe immer öfter das gefühl, dass die reiter und die besitzer von pferden/ponies ihre eigenen bedürfnisse über denen der tiere stellen.
    da werde beheitzbare tränken, solarien, reithallen ecpp und dann noch die kleinen wichtel, die rb's für kein geld und dafür für mithilfe gewünscht und gefordert. und eine rb, die kostenpflichtig reiten muss, weil keine umsonst in ihrer nähe angeboten wird, möchte gerne ein pferd in ihrer unmittelbaren nähe, also, nix fahrzeit.

    wenn ich mich zurück entsinne, wie ich angefangen bin zu reiten....
    das wäre alles echt luxus gewesen für mich. aber die ponies/pferde, die hattens nicht wirklich schlecht. sie mussten arbeiten-wie grausam- glatte 6 stunden am tag. 2 std.mittagspause. sie waren führ und ahndponies. aber dennoch nciht versaubüttelte biester. die wussten genau, da kann cih, und da kann icih keinen bockmist machen.
    wir, wir wichtel damals sind im schnee, regen und bei glühender hitze mit dem rad einige kilometer zum hof. habe dort auch gearbeitet, weil die ponys gepflegt, geführt und dafür auch geritten. wir sind mit einem reitplatz-mehr habe ich heute auch nmicht- sehr gut bestückt gewesen. wasser musste aus einem brunnen, aber nur im winter gefördert werden.`ach, da gibt es vieles, was verbesserungswürdig wäre. aber die ponies/pferden, den ging es klasse. keine hufrehe, weil genug arbeit, keine fettleibigkeit, weil genug tiere auf der weide die mitfrassen.
    ich kenne aber auch heute noch menschen, deren pferde/ponies in die box müssen, wil sie "keinen bock" auf das gestriegel nach ner panierung im matsch haben, oder weil sie dafür keine zeit haben.....????
    sind wir heute schon so verwöhnt? verweichlicht? oder bequem? sind unsere bedürfnisse wichtiger?
    das ist ein roman gewoden, tut mir leid, aber auf jeden fall zum diskutieren würdig oder?
    lg
     
  2. friesin

    friesin Guest

    Ich muss Dir leider recht geben.
    Auch ich kenne es noch von früher. Wir sind mit den Ponys jeden Sonntag vormittag 10 km hin und zurück geritten um am Reitunterricht teilzunehmen. Bei Wind und Wetter, das ganze Jahr durch. Oftmals sind wir abgestiegen und haben die Pony geführt weil uns sonst die Zehen erfroren wären. (Frostbeulen gab's trotzdem).

    Heutzutage ist das leider anders. Es waren schon viele Mädels hier die nach einem Pflegepferd gefragt haben. Anfangs war ich bereit dazu. Nachdem ich Ihnen aber gesagt habe, das sie ersteinmal "nur" Pflegen und mit den Pferden rumtüddeln sollen, sind sie nur 2 x dagewesen, dann nicht mehr. "..wir wollen aber reiten..." hieß dann nur.Dabei hatte ich Ihnen angeboten, wenn sich die Pferde ersteinmal gewöhnt haben, das sie reiten dürften (unter Aufsicht). Der Umgang mit Pferden war nicht wichtig. Das hab' ich nun schon ein paar Mal erlebt. Toll war auch einmal, da fragten die Mädels mich ob sie die Pferde friesieren dürften, d.h. auch Haare schneiden. Nachdem ich Ihnen gesagt habe ich möchte nicht, das an den Mähnen herumgeschnibbelt wird, waren sie verschwunden. Putzzeug lag' rum, Gatter war auf und weit und breit kein Mädel mehr. Seitdem mache ich es lieber wieder selbst.
     
  3. Trakehnerfan

    Trakehnerfan Guest

    da du ja scheinbar auf meinen beitrag bzgl "guter stall" anspielst, werde ich mich hier mal äussern:

    auch ich bin nicht auf nem hof mit solarien, beheizten tränken und co aufgewachsen und habe die goldenen löffel nicht in den mund gelegt bekommen (im gegensatz zu vielen hier, haben mir meine eltern nie auch nur reitstunden, geschweige den ein pferd bezahlt, ich habe mir meine reitstunden schon als kind selbst verdient), aber vielleicht solltest du einfach nochmal über deinen beitrag nachdenken?

    sorry, wenn das jetzt hart klingt: aber wenn du der meinung bist, solarien, beheizte tränken und eine reithalle wären purer luxus für den reiter und würden dem pferde rein überhaupt nichts bringen, dann hast du nicht viel ahnung!

    wenn wir hier einen nostalgiethread marke "wie war es, als wir angefangen haben zu reiten" machen möchten, können bestimmt die meisten von uns was erzählen, gerade diejenigen, die vielleicht schon 25 jahre oder noch länger reiten.

    aber ich finde es sinnlos, darüber diskutieren zu wollen, dass z.b ein solarium purer luxus für den reiter wäre! das sehe ich nämlich nicht so! und schon gleich gar nicht ist es so, dass ein solarium luxus für den reiter auf kosten des pferdes ist! war jetzt nur ein beispiel, da könnte ich mit beheizten tränken, reithalle und co gerade so weitermachen.............

    übrigens nur mal so am rande: ich habe keine reitbeteiligungen, mir kommen auch keine ins haus und ich fahre 18 km zu meinen pferden, einfacher weg ......... soll ich das jetzt auch damit vergleichen, wie anders doch alles vor 100 jahren war? ach ja und meine pferde haben weder rehe noch sind sie verfettet............ auch das nur so am rande......
     
  4. Frann

    Frann Guest

    hi friesin.
    ich verstehe dich gut, du hast eben auch noch die zeiten des : ich tute alles für hottis mitgemacht...
    aber ich meinte eher uns, die besis....sind wir schon so verwöhnt? brauchen wir einen kurzen weg für die erholung? wo gibt es denn überall den wald zum spazieren vor der tür?
    brauchen wir eine beheitzbare tränke oder reicht auch ein brunnen, und : eimer hoch....?
    hmmmm? das wird sicherlcih eine kontroverse diskusion, aber spannend...

    lg
     
     
  5. Frann

    Frann Guest

    du trakenerfan...
    ich habe dies thema schon mal in einem anderen forum erstellt. allerdings muss ich zugeben, die beheitzbaren tränken habe mich daran erinnert.
    musst das doch nicht als angriff sehen, das war nciht meine absicht.
    und ich wollte auch keine erklärung speziell von dir. ich habe mich ledigloih an einen beitrag, vor langer zeit von mir geschrieben wieder erinnert, hier im forum nach ähnlichkeiten gesuch, nixxx gefunden und meinen eingestellt, mehr nicht.

    lg
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 7. Nov. 2006
  6. friesin

    friesin Guest

    Joooh, da bin auch mal gespannt. Ich hole das Wasser auch noch zu Fuss. Weiden werden per Sense (die altbewährte ohne Motor) ausgemäht und der Kalk feinsäuberlich per Karre aufs Land gebracht. Aber das ist der Preis für meine Bequemlichkeit. Ich hab' meine Hüssis bei Haus, den zum Hinterherfahren bin ich zu faul.
     
  7. Trakehnerfan

    Trakehnerfan Guest

    gut, dann bleiben wir mal genau dabei...........

    theoretisch "reicht" es natürlich, ein pferd 1-2x täglich zu tränken, das reicht zum überleben, aber es ist NICHT gesund! und die wenigsten menschen von uns haben die zeit, ihren pferden den ganzen tag mitm eimer wasser in der hand hinterher zu laufen, sie müssen nämlich das geld verdienen, das die pferde kosten (übrigens bei mir ungefähr 3800€ in einem "normalen monat ohne tierarztkosten).

    wenn ich nun die wahl habe,
    1.) mein pferd bekommt 1-2x täglich was zu trinken oder
    2.) mein pferd kann trinken wann, wo und wieviel es will
    dann entscheide ich mich natürlich für nummer 2. übrigens ist es durchaus auch für die pferde gesünder, wenn das wasser nicht nahe am gefrierpunkt ist sondern ein paar grad hat (damit meine ich natürlcih nicht 25 oder 30 grad).

    klar, das ist im vergleich zu dem, wie ich vor 30 jahren angefangen habe, luxus! aber meiner meinung nach ist das nicht nur luxus für mich (klar, auch, aber nicht nur), sondern auch luxus für mein pferd!

    ja und ich gebe zu, ich bin was die haltung und das "drumherum" für meine pferde angeht, mega-pingelig und anspruchsvoll....... frag mal den besi der anlage, wo meine bande steht, der kann davon ein lied singen. :D :D :D
    und nein, mir macht es nichts aus, durch den matsch zu waten um meine pferde zur koppel zu bringen oder davon zu holen (so ist das nunmal im herbst), aber dafür macht es mir z.b extrem viel aus, wenn ich den matsch in den boxen meiner pferde finde.......... nur mal so als beispiel.. und das ist meiner meinung nach eher luxus für meine pferde, als luxus für mich!
     
  8. Frann

    Frann Guest

    hi.
    tja, ich habe mir zb einen brunnen bohren lassen, und mehrere badewannen besorg, die ich dann mit dem wasser füllen kann, immer frisch. war teuer aber sinnvoll!
    ich fahre mit dem rad oder edem bus zu meinem hof, da ich nicht dort wohne.
    matsch ist bei mir kaum, weil alles was begehbar sein muss, für pferd/ponie und auch für den menschen befestigt, besandet oder aufschüttet.

    ich habe es auch nicht leicht, weil ich meine weidenarbeit selber mache, alles selber mache. es ist nicht nur zur zum hebst oder winter schwer, auch im hochsommer.
    also, was soll das, denkst du, ich schreibe hier einen nostalgie part? nee, gewiss nicht. von den kosten mal ganz abgesehen..
    aber den hotties geht es mehr als gut, weil uneingeschrenkte bewegung, arbeit, wasser, gutes heu und futter. die arbeit habe ich am ende, ist doch logisch, dafür habe ich aber auch meine hotties.
    lg
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 7. Nov. 2006
  9. beate

    beate Inserent

    Hi Frann,
    da ich kontroverse Diskussionen liebe, klinke ich mich mal gleich ein.. :cool:
    Ja, so ähnlich wie Frann habe ich es damals auch erlebt. Zum Reitunterricht mit'm Radl 1 x die Woche einfach 15 km gefahren, das Geld dafür vom Taschengeld (2,00 DM/Woche) und von Geschenken zu besonderen Anlässen (Weihnacht, Geburtstag...) abgespart. Dann hatte ich ein Pflegepferd, ein schwerer kleiner Warmblüter, der ansonsten vor dem Wagen ging und Feldarbeit verrichtete - genau das, was hier "Ackergaul" genannt wurde. Er stand noch in einem Ständer und kam eigentlich nur raus, wenn irgendeine Arbeit zu verrichten war, Koppel oder Auslauf gabs nicht, genausowenig wie Hufschmied :eek: . Dem habe ich mich dann über Jahre hinweg angenommen, mein Taschengeld in den Schmied, einen passenden Sattel und Zaumzeug investiert und bei Wind und Wetter die 8 km dorthin geradelt. Aber heute muß ich sagen, daß ich stolz darauf bin, dies alles so gemacht zu haben, mich durchgebissen und viel dabei gelernt habe - nicht nur in Pferdeangelegenheiten. Aber ich finde, es war früher nicht nur in Bezug auf die Pferde anders, sondern Allgemein war ein anderes Wertgefühl da, weil man einfach Leistung erbringen musste, um irgendwas zu erhalten. Geschenkt bekam man nichts. (Kleines Beispiel nebenbei: Alljährlich bin ich seit meinem 12. Lebensjahr mit zur Weinlese gegangen, und nach 2 Wochen Mithilfe hatte ich das Geld zusammen, um meinen Hund impfen zu lassen. So kam er alljährlich zu seinen Impfungen. :o)
    Heute haben wir 5 eigene und 2 Pensionspferde und einen eigenen Offen-/Laufstall. Es ist ein ehemaliger Schweinestall, den wir komplett umgebaut haben und direkt angrenzend ist ein kleiner Reitstall, den die Pferde als Paddock nutzen; wiederum daran angrenzend ein großer Erdauslauf, und dann kommen einige Hektar Weiden. Ich möchte behaupten, daß unser Stall eigentlich nur nach den Bedürfnissen der Pferde ausgelegt ist. Einziger Luxus sind unsere beheizten Tränken, wobei ich die auch eher als Vorteil für die Tiere, als für die Menschen ansehe. Denn sie sollen jederzeit temperiertes Wasser zum Trinken haben, und nicht über Nacht zugefrorene Kübel.
    Ich glaube nicht, daß wir die eigenen Bedürfnisse über die unserer Pferde stellen. Denn unser ganzer Tagesablauf - unser ganzes Leben - ist auf deren Anwesenheit abgestimmt.
    Die von Dir beschriebenen Luxusställe, da sehe ich es ähnlich wie Du. Da ist alles auf ein möglichst gute bzw. perfekte NUTZUNG des Tieres ausgelegt. Es gibt keine Einschränkungen - weder vom Wetter her noch von der Tages-/Jahreszeit. Es werden optimale Bedingung geboten, den "Sportkameraden Pferd" bestmöglichst zu trainieren und fit zu halten.
    Und ich denke, genau HIER liegt der Unterschied für die unterschiedliche Haltung: In der eigenen Vorstellung der Nutzung.
    Gruß
    Beate
     
  10. Trakehnerfan

    Trakehnerfan Guest

    und das friert bei -13 grad nicht ein? :confused:

    übrigens würde ich die "bequemlichkeit" von reitern und pferdebesitzern nicht unbedingt daran festmachen, ob jemand mit dem auto oder fahrrad zu den pferden fährt........ es kann für beides gute gründe geben, ebenso wie fürs bus fahren, zu fuß gehen usw....

    nein, aber ich denke, du hast die behauptung, dass viele reiter und besis zu "bequem" für xy sind, nicht durchdacht...... klar gibt es bei den reitern genauso bequeme und faule leute, wie überall, aber nur weil jemand beheizte tränken oder ein solarium haben möchte, ist er noch lange nicht egoistisch (und das ist jemand, der, wie du behauptest, seine eigenen bedürfnisse über die aller anderen stellt).

    das geht es meinen auch, trotz oder gerade wegen solarium, beheizten tränken und reithallen!

    ich denke, jeder muss für sich selbst entscheiden, ob er die zeit hat, seine pferde komplett selbst zu versorgen, ob er lust dazu hat, ob er die möglichkeiten hat........... oder ob er lieber einen teil delegiert bzw. delegieren muss und dann dafür bezahlt.
    genauso muss jeder im leben entscheiden. ob er z.b seinen haushalt komplett selbst macht oder eine putzfrau fürs "grobe" oder vielleicht eine haushälterin hat!

    aber deswegen ist jemand noch lange nicht faul, bequem oder gar egoistisch und genau das versuche ich dir zu vermitteln, nicht mehr und nicht weniger!
     
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