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Eigenen Pensionsstall führen? Welche Vorraussetzungen?

Diskutiere Eigenen Pensionsstall führen? Welche Vorraussetzungen? im Haltung und Pflege Forum; Hallöchen, Bin zwar recht neu hier aber habe mal eine frage, hatte geschaut aber habe ähnliches nicht gefunden. Mein Traum war es immer einen...

  1. Iskiera

    Iskiera Neues Mitglied

    Hallöchen,
    Bin zwar recht neu hier aber habe mal eine frage, hatte geschaut aber habe ähnliches nicht gefunden.
    Mein Traum war es immer einen Pensionsstall zu besitzen und habe schon des öfteren so gearbeitet und fand es toll morgens früh aufzustehen und sich um die Tiere zu kümmern etc.

    Ich hätte die ganzen Gegebenheiten nun vor Ort. Die Familie meines Mannes besitzt einen Reitstall, mit Halle Platz vielen Weiden und auch den nötigen Maschienen, dazu wohne ich dort mit ihm auf dem Hof (Welcher zurzeit noch verpachtet ist) und es kam schon oft das Gespräch auf von Übernahme des Stalles.

    Deswegen meine Fragen.
    Erstens, wenn ich diesen Stall irgendwann führen sollte möchte ich das mit Sinn und Verstand tun, heisst das ich muss die Ausbildung zur Pferdewirtin absolvieren oder kann man Lehrgänge besuchen die einen auf einen brauchbaren Wissensstand hinführen? Wenn ja hat einer Ahnung wo und welche diese sind?

    Dann zu den Kosten. Ich hätte die Möglichkeit auch Offenstallhaltung anzubieten ( plus die 14 Boxen) und da ich ja keine Investitionen also keinen Kaufpreis habe, würde sich es lohnen? So das man auch jemand einstellen könnte der einem ein bisschen Arbeit abnimmt oder man sich unter den Einstellern abspricht, in meinem alten Stall ist dies so gewesen, das jeder etwas beigetragen hat.
    Da mein Mann als Nebenjob bei Freunden aufeinem Landwirtschaftlichenbetrieb arbeitet hätte man auch gelegenheit günstig an Heu und Stroh zu kommen.

    Also im Allgemeinen würd ich gerne wissen ob das eher ein Wunschdenken ist da im Endeffekt es einfach viel zu viel Arbeit ist und es sich garnicht lohnt oder ob es realisierbar wäre. Gegen viel arbeit habe ich selber nichts.
    Oder vielleicht kennthier auch jemand gute Bücher/Internetseiten etc wo man sich in das Thema einlesen kann.

    Vielen Dank schonmal! Grüsse Iskiera
     
  2. Weltenwanderer

    Weltenwanderer Isiphiler Workophobiker

    Wenn ich die Qualität der Ausbildung als Pferdewirt an den mir bekannten Exemplaren dieser Gattung messe, brauchst du das nicht. Man lernt da nämlich nicht, dass Pferde nicht mit 1cm trüber schmutziger Brühe in veralgten Bottichen auskommen.
    Wenn du doch anscheinend schon solche Jobs hattest, was denkst du denn, was dir fehlt?
    Betriebskosten berechnen lernst du wahrscheinlich besser bei der IHK und Haltungsforme optimieren aus Internet und Hofbesichtigungen und Messen.
    Mit 14 Einstellern ist das allerdings eher Hobby als Einkommensquelle.
     
    Zuletzt bearbeitet: 26. Aug. 2018
    Lorelai gefällt das.
  3. ulrike twice

    ulrike twice Heidemaus

    du siehst doch aber tagtäglich auf dem hof, was benötigt wird? ich verstehe nicht, warum du dir die infos nicht bei dir auf dem hof selbst holst?
     
    baobap gefällt das.
  4. Princess of Diamond

    Princess of Diamond Bekanntes Mitglied

    Wie viele Einsteller kannst du denn insgesamt nehmen? Es gibt ja die grobe Rechnung das man mindestens 40 Einsteller braucht damit sich das lohnt. Hat man weniger braucht man andere Einnahmequellen wie Unterricht, Beritt oder Schulbetrieb (was wieder Platz für die Schulpferde benötigt).

    Wie wird der Hof denn jetzt betrieben?
     
     
  5. ulrike twice

    ulrike twice Heidemaus

    du müsstest dir die bilanzen vorzeigen lassen, wenn es um eine stallübernahme geht
     
    baobap gefällt das.
  6. Weltenwanderer

    Weltenwanderer Isiphiler Workophobiker

    Sie schreibt doch , dass er verpachtet ist. Ich glaube nicht, dass der Pächter bei Kündigung des Pachtvertrages Einsicht in seine Bilanzen geben muss und ausserdem müsste sie das ja sehen, bevor sie den Pachtvertrag kündigt.
    Ich sehe bloss die Sinnhaftigkeit nicht wirklich, weil mit 14 Einstelelrn hat sie alle Verpflichtungen aber zu wenig Einkünfte und auch nicht genug Masse, um jemanden zu bezahlen. Und wenn eigener Hof und weitere Flächen für Offenstall, kann sie ja trotzdem dort ihre Pferde halten.
    Es sei denn, sie wollen den Pächter loswerden wegen Stress.Für 14 Pferde wird sich wenig Nachfolge finden -ausser sowas wie Kigali oder Leo, die nicht davon leben.
    Ich denke, wenn man dort auf dem Hof lebt und ein gutes Verhältnis zum Pächter hat, fährt man damit besser, als das Ganze selbst zu betreiben mit allen Verpflichtungen.
     
    *FrogFace* und melisse gefällt das.
  7. Wanderreiter

    Wanderreiter Inserent

    Stell dir das nicht so romantisch vor!!! Es ist mit sehr sehr viel Körperlicher Arbeit verbunden, mit Zeitaufwand und sehr viel Geld!
    Betriebskostenmüssen ermittelt werden: Strom, Wasser, Steuern und Gemeindeabgaben, Versicherungen (Feuer, Haftpflicht etc.), Heu und ggf. Einstreu.
    Wer mistet aus? Wer übernimmt die Arbeiten im Krankheitsfall, im Urlaub?
    Mistentsorgung, Weidepflege, Zaunbau, Reitplatzpflege, wer macht das?
    Sind die Tränken frostfrei? Wie ist das in den Außenbereichen? Wie können die Pferde im Winter versorgt werden?

    Dann rechnest du die Einstellgebühren dagegen, schaust was übrig bleibt und überlegst, ob du für das Geld arbeiten willst. Natürlich erst nach Abzug deiner Lohnnebenkosten...
     
    pjoker gefällt das.
  8. Mirage

    Mirage Bekanntes Mitglied

    Selbst wenn es Dein eigener Grund und Boden wäre (was es ja gar nicht ist, er gehört Deinen Schwiegereltern in Spee) und Du alles wirklich günstig einkaufen könntest (was ich stark bezweifel, denn es gibt immer mal wieder gehörige Schwankungen, siehe dieses Jahr dank der Dürre die Heu- und Strohpreise beispielsweise...) was Du benötigst, könntest Du von 14 Einstellern nicht leben geschweige den noch jemanden einstellen, der Dir Arbeit abnehmen soll gegen Bezahlung durch Dich. Deine Schwiegereltern in Spee werden Dir wohl kaum das Wasser, den Strom etc. schenken, wenn Du dafür Einnahmen kassierst. Ggf. musst Du Dich an Kosten des Grundstücks beteiligen. Versicherungen benötigst Du ebenfalls. Instandhaltung ist immer angesagt, Rücklagenbildung ebenfalls für schlechte Zeiten, 365 Tage im Jahr wird gearbeitet. Wahrscheinlich benötigst noch einen zusätzlichen Job (naja, würde ich sowieso immer favorisieren, denn wenn die Beziehung in die Brüche geht, dann stehst sonst nicht nur ohne Dach über dem Kopf da sondern im schlimmsten Fall auch ohne Job und ohne Geld und bei reiner Selbständigkeit schauts mit Arbeitslosengeld auch eher mau aus. Ich würde mir das ganze gut überlegen. Du würdest gewiss investieren müssen. Gibt immer was zu verbessern und zu modernisieren. D. h. Du steckst auf alle Fälle Geld rein, sollte dann vertraglich fixiert sein, wie es damit ausschaut bei einer evtl. Trennung.

    Einsteller bei der Arbeit mit ins Boot zu holen klingt erstmal gut. Aber dann musst Du beim Einstellpreis reduzieren und Du brauchst genügend Leute, die das auch machen würden. Und dann wirds kompliziert.

    Und da sind wir jetzt noch gar nicht an dem Punkt, ob Du mit den wichtigen oder unwichtigen Belangen Deiner Kunden auch umgehen könntest. Kann nämlich auch nicht jeder.
     
    Princess of Diamond und Charly K. gefällt das.
  9. Iskiera

    Iskiera Neues Mitglied

    Weil ich zurzeit nicht auf dem Hof arbeite und mein Pferd nicht mehr da ist. ausserdem ist die Pächterin die den Hof gerade leitet nicht grad die freundlichste Person.

    Genau das ist es mit dem Pächter gibt es des öfteren etwas stress. Jedoch bevor man so jemanden raus schmeisst wollten wir nun überlegen ob es eine sinnige Idee wäre den Hof zu übernehmen

    Ja das ist mir schon klar und das ich es nicht einfach Hinterhergeschmissen bekomme erst recht. Ist ja logisch das man zahlen muss.
    Das mit der Instandhaltung ist so eine Sache. Ich selbst habe auf dem Bau gelernt also im Garten Landschafts bereich und ich arbeite schon viel und repariere hier viel, was die Pächterin nun leider nicht tut. Deswegen wäre es für meine Schwiegereltern vllt angenehmer da sich endlich mal jemand um den Hof kümmert und ihn nicht verkümmern lässt.

    Das ist mir klar das es ein Haufen Arbeit ist. und warscheinlich nicht immer schön. Aber ich muss sagen das ich super gerne hart Arbeite(mögen vielleicht manche nicht verstehen), aber habe früher auf der Baustelle gearbeitet 10 stunden am Tag und fand es toll wenn man sich körperlich einbisschen angestrengt hat, ich könnte nicht im Büro oder aähnlichem arbeiten. Wegen der Vetretung usw und Arbeitern frage ich ja nach euren Erfahrungen. ob es zu schaffen ist wenn zb jemand 1 Tag aushilft und den rest man vielleicht über seine Einsteller regelt (klar sind dann die Einnahmen geringer) so das man dann es doch meistern könnte mit dem Stall und nicht alles alleine machen muss

    Ich weiß nicht genau ab wann es wirklich ein Einkommen wird..
    Ich habe auch kein Problem nebenbei noch einen anderen Job zu machen.
    Der Stall hat genaugenommen 20 Boxen und dazu 7 grosse Weiden wo man noch einen Offenstall anbauen kann und somit noc ein paar mehr Pferde aufnehmen kann.
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 28. Aug. 2018
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