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Eigener Stall?

Diskutiere Eigener Stall? im Haltung und Pflege Forum; Hallo, Tierfreunde! (Fast) jede/r kennt´s: Die ewigen Kleinigkeiten, die nerven, wenn man/frau die Pferde in einem Stall eingestellt hat. Mal ist...

  1. Bluesbrother

    Bluesbrother Neues Mitglied

    Hallo, Tierfreunde!
    (Fast) jede/r kennt´s: Die ewigen Kleinigkeiten, die nerven, wenn man/frau die Pferde in einem Stall eingestellt hat. Mal ist der Reitplatz wochenlang nicht bereitbar, mal das Stroh feucht und gammelig, dann tropft die Tränke in den Stall, dann ist das Heu qualitativ minderwertig, usw. Auch die anderen Pferdebesitzer sind einem nicht immer "grün"... Da wird auch schonmal über den eigenen kleinen Hof nachgedacht. Tja, aber wie ist das eigentlich, so ein eigener Hof/Stall? Wir (Ehepaar) alleine würden sowas ganz alleine nicht durchziehen, sondern nur mit Gleichgesinnten, mit denen wir sehr gut auskommen - wir wollen auch mal ruhigen Gewissens drei Wochen in Urlaub fahren können und trotzdem wissen: auf dem Hof läuft alles (natürlich gilt das gegenseitig!). Aber hat jemand von Euch so etwas schon praktiziert? Welche Probleme tauchen auf: Wie sieht es z.B. mit der Ver-/Entsorgung von Stroh und Heu aus. Reichen zwei Paare aus, einen kleinen Hof zu bewirtschaften (einen "normalen" Job weiterhin zu haben vorausgesetzt), oder braucht es zusätzlich jemanden, der so eine Art "Haus(Stall-)meisterfunktion" erfüllt und eventuell mit auf dem Hof wohnt? Ist ein kleiner "Fuhrpark" (Trekker, Hänger) notwendig? Vielleicht kann mir jemand seine Erfahrungen mitteilen und so die Entscheidung erleichtern? Wäre nett! Gruß Bluesbro:cool:
     
  2. Oh, da kann ich aus dem Nähkästchen plaudern...
    Wir haben die Pferde am Haus. Die Probleme oder Ärgernisse, die Du hier aufgezählt hast, hast Du natürlich auch dann:
    Ohne jemanden, der tagsüber nach dem rechten schauen kann, würde ich das nicht machen. Pachtet ihr beim Bauern, solltet ihr aushandeln, dass die Entsorgung durch ihn geregelt wird. Am Hof muß eine betonierte Mistplatte vorhanden sein, wg.Grundwasserschutz. In ländlichen Gegenden findet sich eigentlich immer ein Bauer bei dem man Heu und Stroh kaufen kann - kauft man "ab Feld" wird es billiger, es hängt aber von der Verhandlung ab ob man einen Jahresvorrat auf einmal kaufen muß oder zB monatlich abnehmen kann, ob der Bauer liefert oder man abholen muß. Ob schlechtes Stroh umgetauscht wird oder nicht...
    Ein kleiner "Fuhrpark" ist nicht schlecht -wie wollt ihr zB den Platz abziehen ? Zumindest ein Geländewagen und Abzieher müßte also her...
    Wieviel Pferde wollt ihr denn zu viert versorgen ?
    Seid ihr beruflich so flexibel, dass morgens immer jemand füttern und rausstellen kann ? Und die Pferde reinholen, wenn sie auf der Weide stehen und es gelegentlich mal stürmt ? Eine gute Alternative ist zB die Pacht eines eigenen Stalltraktes auf einer größeren Anlage. Oft hat man dort die Möglichkeit, die Annehmlichkeiten der Anlage (Halle, Angestellten, der im Notfall mal mitfüttern/rausstellen/reinholen kann), Fuhrpark, Mistentsorgung etc mitzunutzen und ist trotzdem eigenverantwortlich.
     
  3. Bluesbrother

    Bluesbrother Neues Mitglied

    Hallo, Leo!
    War ja prompt, Deine Antwort! Nun, wir wohnen jetzt schon zur Miete auf einem Pferdehof mit insgesamt ca. 15 Pferden, von denen vier (wenn alles gut geht, ab April 5) uns gehören. Wir fühlen uns eigentlich recht wohl, aber es ist halt doch anders, als in "Eigenregie" - wir wollen einfach unabhängig sein von dem (Un-)Willen irgendeines Hofbesitzers (oder Miteinstellern). Unsere Vorstellung ist dahingehend, daß wir mit vier bis sechs Leuten einen Hof bewirtschaften wollen, auf dem ca. 6-8 eigene und vielleicht noch zwei oder drei Fremdpferde "zur Miete" stehen. Einen Allradpickup werden wir bald haben und das nötige handwerkliche Geschick sowie beruflich die Möglichkeit, morgens und abends Pferde rauszulassen/reinzuholen, wären gegeben (abgesehen davon, daß es Offenställe sein sollen). Mir geht es eigentlich hauptsächlich darum, herauszufinden, ob so etwas von vier Leuten "nebenberuflich" zu bewerkstelligen ist, ohne daß man/frau nur noch für den Hof lebt und ständig mit Problemen zu kämpfen hat - oder ob ein zusätzlicher Angestellter notwendig ist. Einfach Ausprobieren ist mir zu unsicher und verantwortungslos, also will ich es vorher so exakt wie möglich checken, ob es machbar ist. Einen entsprechenden Hof zu finden und die Leute, die da mitmachen, ist erst der Anfang... Gruß Bluesbro
     
  4. Urmel

    Urmel Guest

    hallo,

    Wir haben unsere Pferde auch auf unserem Hof!
    Und ich muss sagen es ist sehr, sehr schön, dein eigener "Chef" zu sein!
    Ich könnte es mir anders glaube ich nicht mehr vorstellen:)
    Habe meine Hottis am anfang auch untergestellt, die andauerte "Quengelei" von dem Mieter, dann passte das wieder nicht, und die Pferde dürfen nicht raus, und das muss man machen......usw!
    Da ist es jetzt wie im Paradis:D
    Wir machen auch Heu uns Stroh selber, daher schiebt man sich es selbst in die Schuhe wenn es nass oder verschimmelt ist!

    Dann wollt ihr also diese vier Pferde auf "euren" Hof mitnehmen, oder bleibt ihr dann da wohnen??
    Das ihr das mit anderen leuten zusammen "bewirtschaften" wollt, ist hier schwierig zu sagen, da man ja nicht weiß wie zuverlässig und arbeitstüchtig die sind!
    Allerdings ist es dann auch wieder schwirig, jeder hat seine eigene meinung und will es nach dieser machen, daher müssen die Leute "sehr gut" ausgewählt werden!

    es ist natürlich auch nicht einfach seinen eigenen Hof zu bewirtschaften!
    Heu, Stroh, Mist, Koppel......und, und, und!
    Habt ihr den dann da einen Reitplatz bzw. eine Reithalle, du musst auch denken das die Pferde geritten werden müssen!

    Viel Glück
    urmel
     
     
  5. Knitty

    Knitty Inserent

    Hallo!!!

    Also ich sag dir, ihr müsst immer bedenken : ihr kauft euch jzz zu 4. (oder wieviel auch immer) einen hof und mal angenommen wegen irgendwas gibts ziemlichen zoff, und der is bei sonem kauf vorprogrammiert. Der eine will en offenstall der andere ne halle, dann ist die halle aber teurer als der offenstall, und wenn jeder seins bezahlt ist die geldsumme ungerecht verteilt, dann gehört dem einen mehr als dem anderen und bei streit gehört dir dann der offenstall und darfst nicht in die halle und blabla.

    ich hoffe du weist jetzt wie ich das meine. aber wenns um geld geht sind wir menschen ja immer daruaf bezogen den eigenen vorteil auszubauen, ich kenn das schon aus eigener erfahrung, deshalb solltet ihr euch das genaustens überdenken.
    wenn ihr einen mann/frau "für alles" noch zusätzlich habt, habt ihr nicht son druck, aber ich mein ich würds so probiern und wenns echt nicht geht lässt sich doch da relativ schnell jamand finden, auf `"unserem"´ hof gibts 2 eineurojobber u einen festangestellten, die kümmern sich um alles was aufgetragen wird ..
     
  6. :katinka:

    :katinka: Inserent

    Hallo,
    ich halte meine Pferde auch in Eigenregie.
    Zu deiner Frage, ob es mit 4 Personen machbar ist würde ich sagen:Kommt drauf an, wieviele Pferde das andere Paar mitbringt und wieviel Motivation bei euch allen vorhanden ist. Im Winter gibts im Offenstall sicherlich ne Menge zu tun, eingefrorene Tränken und ne Koppel wie ein Schlammloch. Hängt natürlich auch davon ab, wieviel man in den Boden investiert. Aber ich denke, so 3-4 Stunden kann man (ohne Reiten) schon mal einplanen...
    Wenn ihr euch irgendwo neu etwas aufbauen bzw einrichten wollt wird die Anfangszeit sicherlich nicht ganz einfach. Ich denke, das wird wie bei anderen geschäftlichen Kooperationen sein: Die Partnerwahl ist das allerwichtigste, sonst seid ihr nach ein paar Monaten wieder Einsteller in nem Pensionsbetrieb...
    Am besten ist es sicherlich, wenn man sich schon längere Zeit kennt und weiss, wie die anderen so "ticken". Wenn es "Fremde" sind sollte man auf jeden Fall über ne vertragliche Regelung nachdenken. Schon allein wegen der Besitz- und Haftungsverhältnisse. Und vergesst nicht, eine gute Kalkulation durchzuführen.
    Über die Versorgung mit Heu und Stroh braucht ihr euch sicherlich wenig Gedanken machen. Die Entsorgung kann man mit dem gleichen oden nem anderen Landwirt sicherlich auch regeln, aber die machen das auch nicht umsonst. Hinzu kommt, dass Pferdemist längst nicht mehr so beliebt ist wie vor ein paar Jahren noch....
    Wenn ihr gleich neben eurem Stall wohnen würdet wäre es von großem Vorteil, weil immer jemand vor Ort ist. Ich habe das Glück leider nicht und muss immer erst hinfahren...
    Hoffe, das waren ein paar zusätzliche Denkanstösse!
    Viel Erfolg und LG!
     
  7. Lind

    Lind Inserent

    Ich stelle mir vor allem die Partnerwahl schwierig vor. Ansonsten kann es schon gehen.

    Ich erzähl mal, wie es bei uns abläuft.

    Wir haben bei uns im Stall sechs Pferde stehen und sind ein "Familienunternehmen". Das heißt: Der Bruder meiner Mutter wohnt auf dem Hof und ist fast immer da, weil er auch dort arbeitet. (Aber nicht in der Landwirtschaft, die läuft nebenbei.) Dann ist meine Mutter, die Vollzeit berufstätig ist, aber sich die Zeit recht flexibel einteilen kann, meine Cousine (Studentin und nur in den Semesterferien/ am Wochenende da) und die Schwester meiner Mutter und ich - beide Lehrerinnen.

    Wir haben den Stalldienst aufgeteilt. Mein Onkel füttert morgens die Pferde - wenn er nicht kann, ist es aber auch für meine Tante und mich kein Problem morgens zu füttern. Mittags füttern meine Tante oder mein Onkel, nachmittags kommt irgendjemand von uns zum Misten. Es ist eingeteilt, wer wann misten muss. Aber, man kanns natürlich immer mal ändern und Urlaub ist auch kein Problem. Jeder von uns weiß ja genau, wie die Pferde versorgt werden müssen und kennt sie auch so gut, dass eine Krankheit sofort auffällt.

    Alle anderen anfallenden Arbeiten machen wir gemeinsam - bzw. wer halt grad Zeit hat und da ist. Bei uns funktioniert das super. Jeder macht seine Arbeit und da gibts keine Streitereien.

    Wichtig ist aber natürlich schon eine klare Absprache, wer was wann machen muss. Bei uns funktioniert das seit 7 Jahren ohne größeren Streit. Liegt aber wahrscheinlich auch daran, dass wir schon immer enge Familienbande hatte, wäre das nicht so, müsste man sicher noch klarere Absprachen treffen.

    Viel Arbeit kann man sich sparen, wenn man bei Bau vom Stall mitdenkt. Wir haben z.B. nur beheizte Wasserleitungen und Tränkebecken. Damit erübrigt sich das Wasserschleppen und im Winter das auftauen der Tränken. Man muss lediglich schauen, ob sie funktionieren.

    Von der Arbeit her ist es bei uns mit sechs Pferden nicht so schlimm. Kommt natürlich immer auf die Witterung an, aber normalerweise brauch ich alleine nicht länger als 1,5 Stunden, dann sind Stall, Paddock und Weide gemistet, das Heu ist für drei Malzeiten hergerichtet, Kraftfutter ist gefüttert und alle Pferde sind durchgecheckt.

    Grundsätzlich gehts mit vier Leuten sicher. Aber, die Partnerwahl stell ich mir wirklich schwierig vor, wenns nicht die eigene Familie ist. Es muss halt wirklich jeder 100% zuverlässig sein.
    Außerdem muss immer mindestens einer Zeit haben, falls mal was passiert und man z.B. den TA braucht oder sogar in die Klinik fahren muss.
    Länger als einen halben Tag kann man die Pferde auch nicht alleine lassen, dann muss man mal gucken oder wenigstens füttern.
     
  8. Joy

    Joy Neues Mitglied

    Hallo,

    also nach 10 Jahren in Eigenregie werde ich nun auch mal meinen Senf dazugeben.
    Zu Zweit... naja, zu dritt, hmm....
    Erst einmal muß man jemanden finden, der 100% zu einem paßt. Gerechte Arbeitsverteilung schon Voraussetzung, aber ist das überhaupt realisierbar?? Die Kosten, die auf einen zukommen. Du möchtest vielleicht Qualität, der andere Partner lieber was günstiges....
    Ich habe drei Pferde und zwei Kühe und bin fast voll berufstätig, habe noch zwei Kinder, einer Gatten, Haus und Garten etc.
    Schafft man das alles????? Ja, aber es geht an die Substanz. Ich streite mich mit dem Umweltamt wegen meinem Mist und mit der Landwirtschafts BG, wegen meinem Beitritt. Die haben mich als Einzelunternehmen eingestuft und ich muß den vollen Beitritt bezahlen, obwohl ich reine Hobbyhalterin bin und eben einen Beruf habe. Nützt aber nichts, muß ich trotzdem zahlen und das schon seit Jahren.
    Ich gehe früh morgens vor der Arbeit, gleich nach der Arbeit und abends spät, wenn alles vor dem Fernseher hängt auch nochmal. Ich gehe bei Wind, Wetter, Sturm, wenn ich 40 Grad Fieber habe und mich eigentlich nicht einmal selber auf den Beinen halten kann. Wenn wir mal in den Urlaub wollen, dann muß ich eine mobile Stallpflege organisieren und natürlich auch bezahlen. Bei mir wird schon der kleinste Wochenendausflug an die Ostsee zur Qual, weil ich immer jemanden brauche, der meine Aufgaben übernimmt.
    Einen Traktor incl. Zubehör anzuschaffen lohnt meistens nicht. Ich beauftrage einen Lohnunternehmer, der schleppt, walzt, düngt, mulcht und erneuert meine Zäune, holt den Mist ab und mäht und wickelt auch, wenn ich Heulage selber mache. Gut, Du mußt alles bezahlen, aber Du brauchst Dir über die Gerätepflege keine Sorgen zu machen.
    Ich würde es immer wieder selber machen, aber so nach 10 Jahren fange ich schon manchmal das "Schwächeln" an.

    Viele Grüße
     
  9. Lind

    Lind Inserent

    Ach ja, das hab ich noch vergessen.
    Wir haben auch was die Sache mit BG uns so betrifft gute Voraussetzungen:

    Mein Onkel zählt als Landwirt und hat auch eine landwirtschaftliche Betriebsnummer. Dadurch haben wir viele Schwierigkeit mit Ämtern nicht.

    Den Mist entsorgen wir mit dem eigenen Traktor auf die eigenen Felder, Heu machen wir selbst und falls wir was zukaufen haben wir nette Nachbarn, die uns gutes Heu verkaufen. Falls wir Maschinen brauchen, die wir selbst nicht haben helfen uns (natürlich gegen Bezahlung) die Nachbar. Die brauchen wie z.B. beim Heupressen, weil wir selbst keine Presse haben.
    Hafer bauen wir auch selbst an.

    Viele Dinge, die ein "normaler" Pferdehalter nicht darf, düfen wir schon, weil wir eben als normaler landwirtschaftlicher Betrieb gelten.
    Das müsstet ihr vorher auf jeden Fall abklären. Das ist auch wichtig für Baugenehmigungen und so.

    Ach ja, und die Sache mit den Einsteller würd ich mir sehr gut überlegen! Wir würden keine fremden Leute und fremde Pferde hier haben wollen. Sonst ist es wie im Pensionsstall, nur dass man selbst noch die Arbeit machen muss. Die Streitigkeiten hat man dann halt auf dem eigenen Hof und ist immer mittendrin.
     
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