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Ein Doppelgemoppeltes Problem beim zur Weide bringen

Diskutiere Ein Doppelgemoppeltes Problem beim zur Weide bringen im Allgemein Forum; Hey Ich wollte mir mal ein bisschen Rat einholen bei meinem momentanen Problem, da es mir ehrlich gesagt unheimlich auf die Nerven geht. Vorab...

  1. LonesomeDiamond

    LonesomeDiamond Inserent

    Hey
    Ich wollte mir mal ein bisschen Rat einholen bei meinem momentanen Problem, da es mir ehrlich gesagt unheimlich auf die Nerven geht.
    Vorab sollte ich vielleicht erwähnen, dass mein Pflegepferd und nich (noch) ein leichtes "Dominanz"problem haben.
    Beim von der Weide holen ist er unheimlich angenehm, brav, läuft hinter mir und auch fleißig, also ohne dass ich ihn ziehen müsste o.Ä und auch beim putzen reagiert er supi auf meine Kommandos.

    Kommen wir also zu meinem doppelmoppel-Problem
    -> denn wenn ich ihn zur Weide zurückbringe, kommt mir sein Weidefreund Sam schon immer entgegen... und versperrt dann das Gatter.. bekomm ich ihn dann da weg und möchte das Gatter öffnen und bin noch nicht halb drinn (also dass ich das Gatter wieder schließen könnte) würde er schon am Liebsten einen kleinen Spaziergang machen - ausserhalb der Weide... und mein Schneckchen würde dann am liebsten auch noch mit.
    Bis jetzt ist aber eigentlich alles gut gegangen , denn beide reagieren gut auf Rückwärtsrichten.. schön ist es trotzdem nicht.
    Auf dem Weg zur Weide, ist es vorbei mit 'hinter mir gehen' denn da läuft er über meiner Schulterhöhe - überholt mich förmlich , zieht mich aber nicht mit - dennoch empfinde ich das als störend und möchte das konsequent unterbinden.. genauso steht er auf dem rückweg erst dann , wenn sich der Strick spannt und nicht wenn ich stehe
    Eigenarten die auf dem Weg zum Putzplatz nicht passieren.

    Ich muss zugeben, dass ich stellenweise ein kleiner Schisser bin und es mir immer etwas mulmig ist, wenn ich mein Pferd abhalftern muss,wenn Sam in direkter Nähe ist, denn kaum ist das Halfter ab gehen sich die beiden an - steigen im Spielerischen Sinne und tragen spielerisch Kämpfe aus. Obwohl es bis jetzt noch nicht passiert ist , hab ich etwas Respekt vor dem Gedanken, dass die beiden schon beginnen könnten ,wenn ich noch mit dabei bin und im schlimmsten Fall wohl auch noch dazwischen stehe.

    Habt ihr vielleicht Tipps wie ich meinen Respekt und meine "Angst" in den Griff bekommen könnte und es auch schaffe, auf dem Rückweg zur Weide etwas mehr Kontrolle über mein Pferdi habe? (Ich weiß, dass diese Unsicherheit sich auf mein Pferd überträgt und dann ich wahrscheinlich nicht mehr als wirkliches Leittier darstehe ;( ) :wideeyed:
     
  2. HorsesLove

    HorsesLove Inserent

    naja also um das überholen zu vermeiden, musst du halt in allen fällen sehr konsequent sein und vielleicht auch bei der bodenarbeit entsprechende übungen einbringen. falls du bodenarbeit machst!? aber so lange er auf schulterhöhe bleibt und nicht zieht oder so sehe ich da kein sehr großes problem drin? es gibt viele reiter, die ihr pferd grundsätzlich nur auf schulterhöhe führen, nie hinter sich...finde ich in ordnung?;-)
    wenn dieser sam zu aufdringlich ist, nimm doch mal eine gerte mit. allerdings würde ich ihn nicht damit berühren, aber ich würde damit vor ihm auf dem boden rumfuchteln oder so. ist auch ein element der bodenarbeit. damit kann druck erzeugt werden - ohne zu berühren - und das pferd weicht.
    für deine angst, im wahrsten sinne zwischen die fronten zu geraten, hab ich jetzt keinen speziellen typ. du musst sam halt konsequent zurück schicken, damit er weiß, dass er gar nicht erst herkommen braucht. gibts du ihm denn ab und an leckerchen oder so? solche dinge würde ich strikt vermeiden.
    ansonsten würde ich darauf achten, wenn du sam zurück geschickt hast, dass du am gatter stehst du dein pferd richtung weide. wenn du ihn dann los machst, kannst du ja eigentlich fast nicht dazwischen kommen. kannst ja dann gleich raus durch das gatter.
     
  3. LonesomeDiamond

    LonesomeDiamond Inserent

    Danke für die recht schnelle Antwort :)
    Das mit der Konsequenz werde ich aufjedenfall beibehalten - was die Höhe des Pferdes zum Reiter betrifft hab ich es von meinem Onkel (also dem Besitzer des Pferdes) so "gelehrt" bekommen, dass er mich mit seinem Kopf nicht überholen darf und dementsprechend versuche ich das durchzusetzen und hab mich daran auch schon recht gewöhnt. Aber ich glaube das ist dann Ansichtssache und jeder führt sein Pferd ja so ,wie er sich am besten dabei fühlt :)

    Bodenarbeit an sich habe ich noch nicht gemacht, abgesehen davon, dass ich ihn auf dem Weg zum Putzplatz vereinzelt ein wenig seitlich oder rückwärts weichen lasse , aber wirkliche Bodenarbeit ist das in meinen Augen noch nicht :)
    Ausprobieren wollte ich es auf jeden Fall , da ich eigentlich täglich bei den Pferden bin und neben etwas schmusen und 1 mal die Woche reiten wäre das ja eine willkommene Abwechslung :)

    Den "Trick" mit der Gerte probiere ich mal aus :) und da hast du mich auch bei meinem wohl dicksten Fehler in der Situation ertappt - denn sobald ich bei den pferden bin , gibt es zur begrüßung und zum abschied immer ein kleines Leckerlie (das hat sich so als Ritual eingebürgert bei meinem Onkel) ... aber blöderweise motivier ich Sam ja wahrscheinlich genau damit, zu mir zu kommen wenn er mich sieht :dread:
    Ich hab auch schon mal mit dem Gedanken gespielt sam kurz an der Weide anzubinden, um ihm das herzukommen zu unterbinden ,aber auf Dauer wäre das total anstrengend , wenn man Pech hat gefährlich werden und ausserdem würd ich damit ja nur das "Symptom" überdecken und nicht das Problem beheben :)

    Ich werd's aufjedenfall in den nächsten Tagen ausprobieren :star:
     
  4. HorsesLove

    HorsesLove Inserent

    kannst ja mal berichten, wie gut es klappt, ob du dich durchsetzen kannst!;-)
     
    Zuletzt bearbeitet: 1. Juli 2012
     
  5. RioNegro

    RioNegro Klugscheißer mit Herz Mitarbeiter

    Wenn er auf dem Weg zur Koppel meint, dich nun überholen zu müssen oder zumindest, deine Stellung in Frage stellen zu müssen - konsequent und sofort reagieren.

    Z.B. alá Linda Tellington-Jones mit einer Gerte als Verlängerung des anderen Armes. Um eine Art Schranke vor der Pferdenase bilden zu können.

    Und/oder durch konsequentes, ruhiges Anhalten. Vielleicht sogar einen oder zwei Tritte rückwärts gehen lassen. Um die Ordnung wieder herzustellen.
    Wenn Pferd das akzeptiert und ruhig steht - wieder los gehen.
    Sobald es wieder vordrängeln mag - erneut Halt. Erneut korrigieren.

    Zum eigentlichen in die Koppel lassen. Ich finde diese Situation auch nicht ungefährlich. Grad wenn die immer direkt mit spielerischen Kämpfen anfangen. Dort dazwischen zu kommen ist sicher nicht so tolle.

    Gehts vielleicht, dass Ihr eine Art Zwischenschleuse baut? Sprich, ein kleines Stück Koppel am Eingang abtrennt. Z.B. mit Stromzaun. So dass du dein Pferd da rein bringst, hinter dir alles zu machst. Strick los machst. Und ihn erst dann zum anderen Pferd rein läßt.
    So kannst du gut ausweichen. Und die beiden können nicht abhauen.
    Aus der Schleuse kannst du sie gut raus schicken. Und hinter ihnen verschließen.
     
  6. Charly K.

    Charly K. ...ich bin doch nicht kreativ. Mitarbeiter

    Die Idee mit der Schleuse ist klasse!

    Sollte sie sich nicht umsetzen lassen, hilft wieder nur absolute Konsequenz von allen, die mit den Pferden zu tun haben: Wir haben das über ein paar Wochen so gemacht, daß egal, wofür oder womit der Mensch die Pferdewiese betritt - Futter, anderes Pferd, Werkzeug,... - Gerangel und Spielchen gibt es nicht, so lange der Mensch auf der Wiese ist!

    Dazu kann man etwas "Schreckliches" mitnehmen (Raschelsack oder sowas) und eine Gerte, und alles Spielerische wird sofort und konsequent unterbrochen (nicht draufschlagen! Ich meine nur verwarnen, ablenken, auseinander / vom Menschen wegtreiben!).
    Und auch beim Reinführen gilt: Alle Pferde weg vom Gatter, reinführen, Dein Pferd UMDREHEN (Blick also zum Tor), Tor schließen, und dann erstmal einige Schritte auf die Wiese. Still stehen, dann erst kommt das Halfter ab, dann erst geht der Mensch 3 Schritte zurück, und dann darf getobt werden.

    Aber das muß dann wirklich IMMER so sein, und bei jedem - unsere Herde hats schnell begriffen.



    Ich würde neben Rios Stop-Rückwärts-Brems-Ansätzen zusätzlich einfach abrupt die Richtung wechseln. :biggrin:
    Immer wieder mal in Richtung Weide gehen, und sobald er spurtet oder zieht, einfach abwenden und woanders für 3-4 Schritte hingehen.
    Das setzt allerdings voraus, daß er Dir erstens wirklich auch am durchhängenden Strick und auch in Wendungen folgt, und zweitens, daß Du schon minimale Ansätze erkennst und sofort, aufgerichtet, ohne Hektik, wie selbstverständlich abwendest. :smile:
    Idealerwiese ist er dann verdutzt, wendet aber am durchhängenden Strick ab.


    Viel Spaß :smile:


    LG, Charly
     
  7. LonesomeDiamond

    LonesomeDiamond Inserent

    :congratulatory:=D
    Manchmal bzw meistens habe ich das Glück, dass wenn ich meinen Loui von der Weide hole Sam mich garnicht wahrnimmt.. und auf dem anderen Ende der Weide steht und grast während mein Stinker schon freudig auf mich am Gatter wartet :lv25:


    Das Hauptproblem ist wahrscheinlich , dass die beiden nur zu zweit auf der Weide stehen und sie nur selten zu zweit rauskommen. Sobald ich mit Loui auf dem Rückweg zur Weide bin, wird auch immer schon lauthals gewiehert.... und halt das Tor blockiert :confused:

    Der Vorschlag von RioNegro ist leider nicht umsetzbar, da die gesamte Weide nur auf einer Seite mit Stromzaun ausgestattet ist - der Rest ist Metall und Holz. Ausserdem würde das Material fehlen, da die Weide nicht in bestimmte Sektionen abgesteckt wird , sondern komplett genutzt wird.

    Mir wird also nur die totale Konsequenz übrig bleiben, denn eine Ablenkung wie eine kleines Büschel Heu auf z.b der anderen Seite der Weide würde mir wohl nicht genug Zeit verschaffen :twitcy:
    Die Idee mit so einem Raschelsack wäre keine schlechte Idee.. wäre da nicht dass Problem, dass sich die beiden trotz ihres jungen Alters (7 und 5 :D) irgendwie vor nichts fürchten...es sei denn es ist der riesige orange LKW der vereinzelt auf dem Hof rum fährt... deeer ist gruselig! :D
    Ausserdem fällt mir auf, dass wenn mein Onkel das Pferd wegbringt, kann er das Tor komplett öffnen und auch wohl 20 minuten davor stehen um z.B Loui noch mal grasen zu lassen.. und Sam hält total artig eine art 'Sicherheitsabstand' zu dem Gatter und meinem Onkel ein. ----> Sowas möchte ich auch erreichen! :D
    Da nur mein Onkel und ein guter Freund, der "Anteile" an Sam hat (sie haben ihn damals gemeinsam gekauft, nur dass der Freund sich hauptsächlich mit Sam beschäftigt und somit sog. "seins" ist :) und ... ja ich in direkten Kontakt mit den beiden Pferden kommen , bin ich sogesehen die einzige , die dem werten Herren Sam erklären muss, dass man Abstand halten sollte :D

    Die Konsequenzübungen klingen echt gut und vorallem gut umsetzbar (nicht so wie bestimmte Dinge , die man in Büchern u.ä zu lesen bekommt :D :D)
     
  8. Wanderreiter

    Wanderreiter Inserent

    Wichtig ist der Rat, daß das Pferd lernt, sich auf der Weide zu dir umzudrehen, damit du das Halfter abnehmen kannst. Du kannst es als Ritual damit abschließen, daß dein Pferd danach ein Leckerli bekommt.
    Nehme auf jeden Fall eine Gerte mit. Sie sollte lang genug sein, ein wenig elastisch und gut sichtbar, z.B.weiß!
    Du darfst das andere Pferd auch ruhig damit antippen, es soll ja deinen Arm darstellen.
    Ganz wichtig ist das Führen und Anhalten. Übe es ruhig überall, beim Führen zur Weide hin, von der Weide weg, beim Spazieren gehen.
    Verbinde es ruhig mit einem bestimmten Wort oder Laut. Du kannst "Whoa" sagen, oder "Haaalt", irgendeinen festen Begriff.

    Beim Reiten/ Ausreiten solltest du dies auch üben. Such dir einen Wegpunkt, halte exakt dort an. Je besser das Führen und Anhalten
    "installiert" ist, desto sicherer wid der Umgang werden.
     
  9. RioNegro

    RioNegro Klugscheißer mit Herz Mitarbeiter

    Gut, diese Art Schleuse ist sicher nicht überall umsetzbar. Andererseits müßte ja wirklich nur ein kleines Eckchen abgeteilt werden. Supereinfach gemacht mit 4 Kunststoffstäben und 2 E-Bändern. Also eigentlich keine Hexerei und baulich echt nur seltenst gar nicht möblich.

    Wenn das zweite Pferd diesen Sicherheitsabstand einhalten soll (ich kenn das auch so, im Zweifel genügt ein "Knurren", um das Pferd ans dort warten erinnert ;-) ) - muss das Wartende Pferd einfach wissen, dass du das ernst meinst.
    Ich denk auch, dass dir da eine längere Gerte hilfreich sein kann.
    Natürlich nicht, um das Pferd zu schlagen. Aber um deinen Arm zu verlängern und um es in seine Schranken weißen zu können. Ohne dass du dabei die Führposition bei deiner RB aufgeben müßtest. Also ganz ähnlich, wie Wanderreiter das beschrieben hat.

    Bei deinem Onkel (wars der Onkel? *grübel*) scheint die Rangfolge eindeutig geklärt zu sein. Das zweifeln offenbar beide Pferde nicht mehr an.
    Bei dir halt noch nicht. Du mußt dir diese Position erst erarbeiten.
    Und da hilft nichts ausser Zeit mit den beiden verbringen. Deine Rolle klar machen. Übungen, wie Charly sie beschrieben hat, sind sicher hilfreich.
     
  10. Lara & Hero

    Lara & Hero Inserent

    Hallo! Ich kann so ziemlich allen Vorrednern zustimmen. Zudem kann ich aus Erfahrung sagen: Bodenarbeit und das Kommando "Steh!" lohnen sich! Das Kommando "Steh!" kannst du ganz einfach antrainieren, Pferd führen, anhalten (mit Stimmkommando) und das immer an verschiedenen Stellen. Kann man ja immer einbauen, beim Abäppeln in der Halle ode rauf dem Weg zur Waschbox einmal stehenzubleiben tut ja nicht weh. Und nach einigen Trainingstagen und konsequenter Durchführung bleiben die meisten Pferde erfolgreich auf Stimme stehen. Hilft dir hoffentlich beim Tor der Weide ;) LG und viel Glück :)
     
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