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Ein eigenes Pferd ermöglichen

Diskutiere Ein eigenes Pferd ermöglichen im Allgemein Forum; Hallo Ihr Lieben , ich habe leider keine Ahnung ob ich hier überhaupt richtig bin mit meinem Thema, ich hoffe Ihr verzeiht das. Nun denn zu...

  1. Wunsch:)

    Wunsch:) Neues Mitglied

    Hallo Ihr Lieben ,

    ich habe leider keine Ahnung ob ich hier überhaupt richtig bin mit meinem Thema, ich hoffe Ihr verzeiht das. Nun denn zu meinem Problem: Ich bin 19 Jahre alt und reite seit ich 6 Jahre alt bin. Mit 13 habe ich eine Reitbeteiligung angenommen und reite dieses Pferd bis heute. Ich spreche von einem Pferd was anfänglich nicht viel konnte und heute 16 Jahre alt ist. Wir haben uns zusammen gerauft und reiten Dressur auf A- Niveau und Springen ein wenig, fahren zu Jagden und Lehrgängen und hin und wieder aufs Turnier. Zu meiner Reitbeteiligung lässt sich sagen, dass ich nichts bezahlen muss, ich reite 6 Tage in der Woche und es ist wie mein eigenes, relativ freie Verfügung. Die Besitzer haben von Pferden keine Ahnung und sind Rentner und nicht immer ganz einfach, fehlendes Fachwissen ( aber das tut nicht zur Sache). Für viele scheinen das Paradisische Zustände zu sein? Ist es auch, nur ich befinde mich in einem Dilemma mit dem ich nicht glücklich bin. Das Problem ist, das ich reiterlich absolut nicht weiter komme, mit dem Pferd jedenfalls nicht, das sagen mir Richter vom Turnier und Trainer. Es heißt immer :talentierte Reiterin, aber das Pferd passt nicht mehr, Reiterin kann potenzial nicht zeigen. Zu "meinem" Pferd: er hat absolut keine Gänge. Hin und wieder reite ich Pferde von anderen Leuten aus meiner lieben Stallgemeinschaft (ohne das es eingebildet klingt ) heißt es immer: du reitest gut , kannst du mir bei Problem X und Y helfen? oder: ich fahre in den urlaub: würdest du reiten? Ich tue das auch gerne nur habe ich es satt ständig die Pferde anderer Leute zu reiten sondern möchte ein komplett eigenes. Das Problem: Meine Eltern konnten mir nie ein Pferd ermöglichen aus finanzieller Sicht, ich selbst bin Student und habe nicht die finanziellen Mittel dafür. Das Problem ist das finanzielle. Versteht mich nicht falsch: ich möchte nicht jedes Wochenende aus Turnier fahren und platziert möchte etwas haben woran ich arbeiten kann und nicht auf der Stelle treten.Ich war immer ein Dressurreiter, nur aufgrund des mangelnden Potenzials des Pferdes habe ich jetzt angefangen wesentlich mehr zu springen und die Dressur reite ich 2 mal im Monat im Unterricht und halt eben wenn ich ohne Unterricht reite. Ich bin so verdammt unglücklich persönlich nicht mehr weiter zu kommen, reiterlich einfach immer auf der Stelle rumzutreten und immer Pferde anderer Leute zu reiten, nur das finanzielle bricht mir das Genick :( habe mir auch schon hier und da ein Pferd angeschaut nur ich weiß nicht wie ich e´s finanzieren soll, teilweise habe ich auch schon überlegt die Reiterei an den Nagel zu hängen.
    ich hoffe ihr könnt mir einen Tipp geben wie ich aus dem Dilemma komme. Ich möchte so gerne ein eigenes.

    ganz liebe Grüße
     
    Zuletzt bearbeitet: 28. Nov. 2012
  2. mascho

    mascho Inserent

    Den Wunsch, den du hier ansprichst, haben wohl sehr viele "ewige Reitbeteiligungen". Diese Abhängigkeit von den Launen anderer Leute kann einem (mir übrigens auch!) schon ziemlich auf die Nerven gehen. Außerdem höre ich bei dir heraus, dass du reiterlich weiterkommen willst, nicht weiter so "herumtingeln" willst. Auch das kann ich gut verstehen.
    Der Vernunft halber, würde ich aber sagen, dass der Ottonormalstudent ohne reiche Eltern sich im Studium nur schwer ein Pferd leisten kann, wenn überhaupt. Gerade weil in den großen Studienstädten die Stallmieten schon Wohnungsmietenpreise erreichen. Das mündet im Endeffekt darin, dass du neben dem (anstrengenden) Studium noch verhältnismäßig viel arbeiten müsstest und am Ende nicht mehr viel Zeit für das Pferd über bleibt. 6x/Woche reiten wie jetzt? Das könntest du dann abhaken.
    Deshalb meine Idee für dich: Entweder du arbeitest weiter mit deiner Reitbeteiligung, denn auch ein Pferd "ohne Gang" kann gut eine L-Dressur laufen! Geschweige denn sämtliche Seitengänge und Versammlung! Allerdings sind 6 Jahre mit ein und demselben Pferd eine lange Zeit, brauchst du nicht einfach nur ein bisschen Veränderung? Sprich eine andere rb, vielleicht eher dressurorientiert, etwas Abwechslung. Denn verschiedene Pferde zu reiten, gehört ebenso zur reiterlichen Entwicklung dazu. Allerdings müsstest du dich dann auf andere Konditionen einstellen, so tolle Bedingungen wie nichts zahlen, 6x/Woche reiten und machen zu können, was man will, findet man nicht oft.
    Deshalb freu dich, wenn andere dich fragen, ob du ihr Pferd reiten sollst, denn gerade das Reiten von verschiedenen Pferden bringt dich auch reiterlich enorm weiter. Zwar nicht lektionsmäßig, aber zu einem guten Reiter gehört für mich auch, dass er sich schnell und gut auf ein Pferd einstellen kann:yes:
     
  3. Steady

    Steady Nur echt mit dem Q!

    Hey,

    ich kann dich da sehr gut verstehen.
    Ich bin 20 Jahre alt, reite auch seit Kindesbeinen und habe Reitbeteiligungen seit ich 14 Jahre alt bin.
    Mein erstes Pflegepferd habe ich über 3 Jahre gepflegt, musste nichts bezahlen, nur einmal die Woche den Offenstall misten und die Pferde darin füttern.
    Die Besitzerin hat mich gefördert, indem sie mir die Teilnahme an Kursen ermöglicht hat und mir Reitunterricht gegeben hat.
    Sie hatte auch wirklich Ahnung und ich habe in diesen 3 Jahren gewaltige Fortschritte machen können.
    Dann kam bei ihr Schwangerschaft, Hochzeit und schließlich der Umzug samt Pferd.

    Meine beiden nächsten Pflegepferde standen am selben Stall, ich durfte parallel mit ihnen arbeiten, da sie beide ein und derselben Person gehörten.
    Wieder musste ich nichts bezahlen, doch dann wurde ich immer weniger gebraucht, da der neue Freund der Besitzerin auch geritten ist und somit die beiden Pferde meistens eingespannt waren.
    Schließlich folgte auch dort der Umzug mit den Pferden und ich stand wieder ohne etwas da.

    Das ist ein ganz schön mieses Gefühl, gerade wenn man sich so viel mit den Tieren erarbeitet hat und immer wieder irgendwo von vorne anfangen muss, mit dem Wissen, dass nichts auf Dauer ist.

    Nun bin ich an einem ganz anderen Stall, das Klima ist super, aber ich muss ehrlich sagen, ich bezahle viel Geld (bin selbst Student) und die Bedingungen sind ehrlich gesagt diesen Preis gar nicht wert.
    Aber ich tue mir schwer, einen Schlussstrich zu ziehen.

    Meine Eltern konnten und wollten mir nie ein Pferd finanzieren, aus der Familie selbst kamen nur leere Versprechen.
    Das war überhaupt das Schlimmste.
    Immer zu hoffen und dann immer wieder enttäuscht zu werden.
    Seitdem weiß ich, das ich meinen Kindern später so etwas niemals antun werde.
    Was ich nicht halten kann, wird nicht versprochen.

    Leider ist das Finanzielle das A und O.
    Man kann sicher aus lauter Verzweiflung einen Kredit aufnehmen, sich Geld von Freunden/Familie leihen oder sich eine Kostenbeteiligung suchen.
    Aber wäre es das wirklich wert?
    Ich denke, in so einer unsicheren Lage tut man weder sich selbst noch dem zukünftigen Pferd einen Gefallen.

    Eine Freundin meiner Mutter hat zeitweise 2 Nebenjobs neben ihrer Arbeit gemacht, um ihr Pferd finanzieren zu können, dass zu der Zeit leider sehr krank gewesen ist.
    So etwas muss man auch bedenken.

    Das Auto geht kaputt, die Miete wird fällig, das Pferd geht lahm.
    Es gibt immer wieder so Phasen, wo alles schief läuft und wenn man dann kein ausreichendes Polster hat, sieht es schlecht aus.

    Ich will dir den Wunsch nicht ausreden, mir geht es selbst gerade wieder mal genauso wie dir.
    Aber ich denke, dass es sinnvoller ist, sich erstmal auf sein Studium zu konzentrieren und nebenbei immer Geld für seinen Traum zurück zu legen und dann dafür zu arbeiten.
    Das klingt nach dem Rat, den einem alle Eltern geben, aber wie gesagt, ich glaube, man tut sich selbst wirklich keinen Gefallen, wenn man in so einer unsicheren Situation ist und dann auch noch keine Rückenstärkung bekommen kann.

    Gibt es sonst keine andere Option für dich?

    GLG (und trotzdem viel Glück bei der Umsetzung des Wunsches :))
     
  4. Leo

    Leo . Mitarbeiter

    Tja, wie heisst der schöne Spruch? Nem geschenkten Gaul schaut man nicht ins Maul...Will sagen, solche Bedingungen wie sechs Tage die Woche umsonst reiten, mit einem Pferd, was wie ein eigenes ist man aber nicht dafür zahlen muss, wirst Du woanders kaum finden. Dafür müsstest Du - entschuldige, wenn ichs so sage - schon auf S-Niveau reiten. Dann kommen bestimmt viele Leute auf Dich zu, damit Du ihre Pferde Korrektur reitest. Als S-Reiter bekommst Du bestimmt auch günstig oder kostenlos andere Pferde zum mitreiten angeboten. Ob Du da aber weiterhin so freie Bahn hast, wie jetzt, wage ich zu bezweifeln.
    Hat das Pferd irgendwelche Einschränkungen oder schweren Gebäudemängel? Anonsten ist mir nicht ganz klar, warum man mit gutem Unterricht nicht weiter, als bis zu ner A Dressur kommen sollte? Hast Du das Geld, um in guten (und ich meine richtig guten)Unterricht zu investieren? Ich würde das Pferd nicht aufgeben, sondern in die weitere Ausbildung von Pferd und Reiter investieren.
     
     
  5. blackbeauty

    blackbeauty Sieger Fotowettbewerb September 09

    Den Wunsch nach einem eigenen Pferd kann ich sehr gut verstehen. Ich selber habe mit 14 mein erstes Pony bekommen und mit knapp 18 das erste Großpferd. Meine Eltern haben die Box bezahlt, ich den Rest. Anders hätte ich es als Schülerin und auch in der Ausbildung nach dem Abi nicht geschafft. Vor dem Studium habe ich dann beide verkauft und habe RB gemacht für 10 Jahre. 5 Jahre davon hatte ich ähnlich toll Bedingungen wie du. Das war eine prima Zeit, auch wenn man lernen muss, dass man gewisse Dinge einfach akzeptieren muss oder man geht. Insgesamt war ich froh, dass ich im Studium die Pfede nicht finanzieren musste, auch wenn es gegangen wäre, weil ich bei meinen Eltern gewohnt habe und mir so Miete erspart geblieben ist. Aber ich hätte nur fürs Pferd gearbeitet.

    An deiner Stelle würde ich genauso weitermachen und versuchen mit gutem Unterricht das Pferd zu fördern. Letztendlich muss ein Pferd nicht viel bewegung haben, um hohe Lektionen zu gehen. Ob man es dann in den hohen Klassen auf Turneir vorstellen muss, ist wieder die andere Frage. Aber das finde ich das unwichtigste. Das kannst du nach dem Studium, wenn du richtig Geld verdienst, immer noch machen :wink:
     
  6. Wunsch:)

    Wunsch:) Neues Mitglied

    Es mag für viele paradiesisch klingen, das ich sooft reiten kann wie ich will ABER ich muss dafür ALLES machen, was anfällt wofür eigentlich der Besitzer verantwortlich ist ( Wurmkur bestellen etc) nur sehr wenige dürfen dieses
    Pferd wenn ich mal im Urlaub bin reiten ( und das auch nur mit elendige Diskussionen). Wenn ich in den urlaub fahre gibt es immer diskussion. Das Problem
    Ist einfach das die Besitzer keine Ahnung haben z.B. Hat das Pferd so ein dickes Fell jeden Winter, dass es schon nach 20 Minuten am langen Zügel im Trab triefend Nass ist, geschoren werden soll es aber auf keinen fall. Lauter solche Kleinigkeiten hängen damit drin. Es ist nicht alles Gold was glänzt/ der Blick hinter die Kulissen bringt auch einiges negatives zum Vorschein. Für Training und Co komme ich natürlich selber auf und kann mir das auch leisten, so ist es nicht. Andere Optionen scheint es nicht zu geben als hier und da mal zwischendurch ein anderes Pferd zu reiten. Antwort auf die frage warum ich nicht weiter komme: nun ja das Potenzial des Pferdes ist ausgeschöpft, auf Turnier wird man jedenfalls nicht platziert , bei e schon ab und zu aber bei a sieht es schon wieder ganz anders aus. Erfolg und Niederlagen gehören definitiv immer dazu. Aber Niederlagen auf dem Turnier überwiegen , weswegen ich schon gar nicht mehr losfahre.. Wie ich darauf komme, dass ich nicht weiter komme: Nunja wenn Trainer und Richter nach einer Prüfung/ training auf mich zukommen und mir sagen: Hör zu, ihr reitet die Lektionen gut aber für mehr reicht es nicht, Pferd hat eine zu steile vorderhand und kann die Bewegung nicht ausschöpfen, dennoch tut das Pferd was ich kann. Wenn du weiter kommen willst brauchst du ein anderes. Dann macht man sich Gedanken und das es stimmt weiß ich selbst. Zur finanziellen Lage: es ist nicht so das ich
    Hungertod nage, ich führe ein durchschnittliches Standardleben die Finanzierung für ein Pferd wird dennoch eng :(( ich bin mittlerweile einfach nur ziemlich traurig. Und deprimiert. Unglücklich.
     
  7. Leo

    Leo . Mitarbeiter

    Dann deck das Pferd doch frühzeitig ein, dann schiebt es nicht so viel Fell. Im Winter muss man halt ein paar Abstriche machen. Man kann ein Pferd auch im Schritt sehr sinnvoll arbeiten.Und entschuldie, ich schließe mich da BB an, A ist noch keine Klasse, wo es wirklich auf ein optimales Exterieur ankommt. Eine steile Schulter sollte da nicht der Knackpunkt sein, wenn das Pferd gut vorgestellt wird. Und im Endeffekt passt es doch gut, Du kannst das Pferd während Deines Studiums reiten und vermutlich ist es bis zum Ende des Studiums eh im Rentenalter. Danach schaffst Du Dir evtl ein eigenes an. Ich würde auch niemand anders auf mein Pferd setzen, wenn meine RB im Urlaub ist.Warum? Und, dass Du Dich um die WK usw kümmerst, wenn Du ein Pferd kostenfrei für Dich zur Verfügung hast, finde ich ok. Das ist doch ne prima Vorübung für das Eigene später. Da weisst Du schon, was alles auf Dich zu kommt.
     
  8. Honigmaus

    Honigmaus Inserent

    Ich hatte ähnliche Bedingungen wie du.
    Die Besitzerin hatte keine Zeit, keine Lust.

    Ich habe den Schmied organisiert und bezahlt.
    Wurmkuren gegeben. Bei Tierarztbesuchen anwesend sein, wenn ein Notfall war, auch alles organisieren.

    Es war wie mein eigenes Pferd, konnte tun und lassen was ich wollte.
    Nur Springen (höher als Cavalettis) und Turniere waren nicht drin ;)

    Als RB muss man halt Abstriche machen.
    Entweder man zahlt einen Haufen Geld, kommt maximal 3 mal pro Woche, hat dafür aber ein richtig gutes Pferd unterm Sattel.
    Oder man hat es wie du: Glück wenig zahlen zu müssen und dafür ein eigenes Pferd zu haben. Allerdings ohne die ganze Verantwortung, wenn es krank ist. Klar musst du jetzt viel selber machen. Aber du hast keine Finanziellen Probleme, wenn es krank wird, in die Klinik muss usw.
    Ich würde das Tier als RB behalten, in richtig guten Unterricht investieren. Und dann später, wenn du auf eigenen Füßen stehst, ein eigenes Pferd zu kaufen.

    Aber das ist das Problem mit den RBs, immer ist irgendwas.

    Stell dir mal vor, du hast ein eigenes Pferd.
    Du musst dich um den Schmied kümmern (und ihn bezahlen, hier bezahlt man für einen Beschlag vorne 80-90€, komplett Beschlag 100-110€),
    Du musst dich um den Tierarzt kümmern. Normale Impfen, Zahnbehandlungen, Notfälle.
    Bei einem Notfall transport in die Klinik. Wo bekomme ich einen Fahrer her? Oder ein Auto? Oder einen Anhänger? F
    Zu den Kosten. Ich habe für 3 Tage Klinikaufenthalt im Intensivstall, x Untersuchungen. Medikamente... fast 800€ gezahlt.
    Vorher 150€ (Notfall, Sonntag Abends), Nachbehandlung zu Hause: 150€.
    So schnell ist man 1.100€ los.
    Lahmheitsdiagnostik, mehrere TA Besuche, Röntgenbilder. Auch fast 1.000€

    Kauf dir ein Pferd und du hast mehr Angst vor deinen Kontoauszügen, als vor Terroristen.

    Boxenmiete kommt auch noch hinzu!
    Je nach Ansprüchen geht es hier ab 150€ los (nur Platz, keine Halle, kleine Boxen oder Offenstall. Kaputte Weiden inklusive). Bis 420€ (Aktivstall, Offenhalle, kein Platz). Mittelwert sind hier 250€.
    Teilweise brauchen Pferde Zusatzfutter, Bierhefe, Mineralfutter. Das wird selten vom Stallbetreiber gestellt. Da kannst du dann mit 20-100€ im Monat extra rechnen.

    Ach ja... Und ne Ausrüstung braucht man ja auch noch.
    Auch wenn das Pferd die Ausrüstung mitbekommt. Der Sattel sollte immer vom Sattler überprüft werden. Eine Miteinstallerin hat einen Sattel zum Pferd dabei bekommen und der hat so gar nicht gepasst, vorne zu weit, hinten dadurch wippeln.
    Ein guter gebrauchter Sattel geht ab 500€ los, dann sehen die aber meist nicht mehr toll aus.
    Trensen bekommt man für 30€, die haben dann aber ne Qualität zum Weglaufen.

    Ich kann da deine Eltern gut verstehen, dass sie dir kein Pferd kaufen/schenken wollen.
    Würde ich meinem Kind auch nicht kaufen. Bin ich ehrlich. Auch wenn ich ein eigenes habe.
    Meine Eltern haben auch gesagt, dass ein Pferd bei uns kein Problem wäre. Aber sie hatten keine Lust die ganzen Tierarztkosten zu zahlen. Was ich gut verstehen konnte. Schade war es immer.
    Aber durch meine RBs habe ich so viel gelernt... Das war zum Großteil eine sehr schöne Zeit!
    hatte aber auch keine Besitzer, die mir vorschrieben, was ich wann zu machen habe.

    Diese ganzen oben genannten Probleme hast du als RB nicht.
    Nur, wenn du selber die Ausrüstung kaufen willst, weil du mit der des Besitzers nicht zurecht kommst.

    Ich glaube auch, dass du einen Tapetenwechsel brauchst. Weil es dir "Langweilig" wird.
    Aber glaub mir, auch ein Pferd ohne herausragende Gänge kann einiges in der Dressur erreichen. Es muss nur richtig geritten werden.
    Meiner hat einen graden Rücken, grade Kruppe, typisches Springpferdegebäude. Ist ein bisschen Arbeit, dass er wirklich untertritt und den Rücken rund macht, das Becken kippt. Es ist einfach nicht "seins". Aber es geht.
    Mein Ziel ist auch irgendwann eine L Dressur.
    Die Stute eines Miteinstallers hat einen Karpfenrücken, die piaffiert.

    Man braucht einfach einen fähigen Reitlehrer, der dein Pferd und dich nach eurem Können und gegebenheiten fordert und fördert.
     
  9. Piennie

    Piennie Inserent

    Ich stand vor ca. 10 Jahren vor dem gleichen Problem wie Du heute. Mit meinen Ponys kam ich reiterlich nicht mehr weiter, sie waren aber soweit kostenlosen und ich durfte (fast) alles machen, die Besitzer nette ate Leute aber für "neue" Methoden (z.B. ein Pferd kann auch bei schlechten Wetter raus oder halt auch Eindecken um Winterfell zu reduzieren) waren sie nicht zu begeistern. Ein eigenes Pferd hät ich mir mit viel arbeiten und sparen evt. leisten können - aber du weist ja selber.
    Mir hat damals geholfen in einen neuen Reitverein zu wechseln dort gabs für mich viel neuen Input und auch die Möglichkeit 2 mal die Woche ein wirklich gutes Sportpferd zu reiten. Den ich dann später auch auf Turnieren vorstellen durfte.
    Aber wichtiger als die Turnierreiterei war dabei das ich dort lernte was man noch mit Pferden machen kann Jagden, Wanderritte, Bodenarbeit, Doppellonge, Messebesuche, zahlreiche Kurse und und und. Und mit einmal hat ich wieder Ideen und Möglichkeiten was mit meinen geliebten Ponys zu machen auch wenn diese nie über E Nivea hinaus gekommen sind, waren sie doch die Stars in jeder Schauvorführung, haben mir diverse Siege bei Fuchsjagden, Orientierungsritten usw. eingebracht, waren treue Begleiter auf Wanderritten und haben mir viel beigebracht, wovon ich heute noch mit meinem eigen Pferd zehre.

    Was ich sagen will schau mal übern Tellerrand, es gibt noch viel mehr außer L dressurn zu reiten. Das Springen habt ihr doch schon entdeckt, versucht doch mal was Neues.

    Alles was Du jetzt mit Deiner RB lernst kannst Du später um so leichter beim eigen Pferd umsetzen.
    Vielleicht hast Du auch irgendwo die Möglichkeit ein - zweimal die Woche irgendwo ein gutes Pferd zu reiten.
    Und wenn Du mit dem Studium fertig bist hast Du immer noch die Möglichkeit Dir was eigenes zu kaufen. Sonst stimme ich Honigmaus zu, als Pferdebesitzer gewöhnst Du Dir ganz schnell ab auf die Kontoauszüge zu schauen.
     
    Zuletzt bearbeitet: 29. Nov. 2012
  10. Rasti524

    Rasti524 Inserent

    also ich möchte ja nicht der Buh man sein, aber wenn ihr bei einer E-Dressur schon nur "ab und zu" plaziert werdet, dann liegt das niemals nur am Pferd und vorallem nicht an mangelnder Bewegung...da sind dann auch Reiterfehler im Spiel...den in dieser Klasse reiten ja nun genug Kinder mit "Lischen Müllers Pony" und selbst die kommen durch...

    Selbst bei einer A-Dressur, wenn der Reiter da vernünftig reitet, kann er es auch mit solch einem Pferd schaffen...


    Ich kennne das ja, ich habe auch erst seid 1,5 Jahren mein erstes eigenes Pferd und ich kenne es auch wenn man die Anzeigen durchstöbert und man weis man kann es sich eigentlich eh nicht leisten...

    aber ich bin froh das ich gewartet habe, mein Pferd hat mich schon so viel gekostet an TA...ich würde mir die schlimmsten Vorwürfe machen wenn mir sowas damals passiert wäre und ich mir die Behandlungen nicht hätte leisten können..!

    Und nochmal zu der A-Dressur:
    mein Pferd vorher (Rb) war ein "Kind der liebe", kurzbeinig, ebenfalls so gut wie keine Bewegung und immer mal ein paar Pfunde zuviel...unser bestes Ergebniss war der 2. Platz in der A-Dressur, zwar nur auf einem WBO-Turnier aber ich war so Stolz...weil ICH es ganz allein geschafft hab (hatte quasi die gleichen "Konditionen" wie du, 7 Tage die Woche geritten, Hufschmied etc. organisiert, aber nichts bezahlt nur Stallarbeiten gemacht)
     
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