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Ein Pferd vor den Hinfallen "bewahren"?

Diskutiere Ein Pferd vor den Hinfallen "bewahren"? im Allgemein Forum; Hi ihr lieben, meine Frage hört sich wahrscheinlich doof an, aber ist durchaus ernst gemeint. Mein Pony hat eine seitliche...

  1. Falkenauge1980

    Falkenauge1980 Neues Mitglied

    Hi ihr lieben,

    meine Frage hört sich wahrscheinlich doof an, aber ist durchaus ernst gemeint.
    Mein Pony hat eine seitliche kniescheibenverlagerung. Als dies diagnostiziert wurde, haben wir mit unserem TA über eine OP gesprochen. Das Pony war zu der zeit grade mal 5 Jahre. Und dazu ist zu sagen, es ist bei ihm eine angeborene Sache, die aber halt seit er 5 ist, verstärkt aufgetreten ist. Unser TA hat uns von einer OP abgeraten. Gründe waren für ihn, dass das Problem zwar beidseitig besteht, aber nur auf einer Seite zu "Problemen" führt und das Pony kolikanfällig war. Dazu käme dann noch sein ausgeprägtes Temperament, was die Heilung nicht grade fördern würde. Dauerhaft ruhig stellen ist aber ausgeschlossen. Da wir kurze zeit später wegen einer Kolik in die Klinik mussten (keine op notwendig gewesen, zum Glück), ließen wir das Problem dort nochmal beurteilen und kriegten das bestätigt, was der TA gesagt hat.
    An für sich ist diese "Einschränkung" kein großes Problem und läuft sich ein. Ab und zu aber ist es so, dass das schlimme Bein aber doch mal mitten in der Arbeit hängen bleibt und wir uns quasi am Boden befinden. Das Bein ist aber teilweise nicht sofort wieder beweglich, sodass Pony Probleme hat, sich abzufangen.
    Weiß jemand wie ich da am besten reagiere, damit Pony nicht jedes mal hektisch wird und dadurch erst recht nicht hoch kommt? Bin bis jetzt recht gut damit zurecht gekommen, einfach die Zügel etc schnell lang zu lassen und nicht zu treiben, um das Pony nicht hoch zu scheuchen. Aber kann ich da noch was anderes tun, in dem Moment wo Pony nicht sofort hoch kommt? In den Momenten spring ich bisher ab, damit mein Gewicht da nicht auch noch zur Last wird.
    Bin mitlerweile sogar doch über eine OP am nachdenken. Grade wenn es geregnet hat oder Schnee liegt, wird es manchmal nämlich unschön.

    Liebe Grüße
    Falke
     
  2. treuerhusar

    treuerhusar Gesperrt

    Sehe ich das richtig, dass Du ein Pferd reitest, dass aufgrund eines medizinischen Problems dazu neigt, gelegentlich zu stürzen?
    Und Du willst nun wissen, was Du tun kannst, um solche Stürze zu vermeiden?

    Das ist eigentlich ganz einfach:
    Aufhören, dieses Pferd zu reiten!
    Was Du da machst, ist lebensgefährlich.
    Die Gefahr, dass Dein Pferd in Folge eines solchen Sturzes einmal seitlich wegrollt und Dich dabei unter sich begräbt, ist nicht zu unterschätzen.
    Glaub` mir, ich weiss wovon ich rede:
    Ich habe mich vor einiger Zeit mit einem Pferd überschlagen.
    Mich hat das "nur" eine Hand gekostet.
    Das aber mit einem gesunden Pferd.

    Sich aber auf ein Pferd zu setzen, in vollem Bewusstsein, dass dieses dazu neigt, zu stürzen, ist in meinen Augen nicht mehr grob Fahrlässig. Das ist Lebensmüde!
     
    Zuletzt bearbeitet: 20. Okt. 2013
  3. User4711

    User4711 gelöscht

    @Husar Es gibt wissenschaftliche Untersuchungen, dass erst mit Mitte zwanzig das wirklikche Gefahrbewusstsein ausgebildet ist...

    @TE So ein Pferd gehört in die Bodenarbeit. Dann muss man die komplette Hinterhand so von den Muskeln her aufbauen, dass man mit viel Glück erreicht, dass sich die Sehnen passend entwicklen. Dann muss man schauen. Ich würde es nicht reiten oder fahren. Mal den Platz abschleppen, aber das ist alles!

    Früher ging so ein Tier seinen letzten Weg.
     
  4. ManicPreacher

    ManicPreacher Gelebte Chaostheorie

    Und du bist tatsächlich so lebensmüde und setzt dich da drauf? :noe:
    Von der Gefahr die für einen selbst ausgeht finde ich das Ethisch und Moralisch völlig inakzeptabel.
     
     
  5. GilianCo

    GilianCo Langzügelbespaßer

    Was sagt der TA denn weitergehend zu der Problematik?

    Grundsätzlich kenne ich als erstes die Patellafixation, ebenso wie zu lange Kniebänder. Klingen tut das nach einer stark ausgeprägten Patellafixation. Das kann sich durchaus noch "verwachsen", bzw. kann mit Training in den Griff zu bekommen sein. Aber sicher nicht unter dem Reiter, wenn das Pferd stürzt oder stürzen kann durch das Problem.

    Bei Patienten beider Gruppen habe ich nie gesehen, das sie tatsächlich gestürzt sind. Wenn ein Pferd dazu neigt zu stürzen, kann ich mich nur den anderen anschließen, ist es per se kein Reitpferd.

    Man kann 400 - 800 kg nicht "auffangen", und somit auch nicht am Fallen hindern.
     
    Zuletzt bearbeitet: 20. Okt. 2013
  6. Semmel

    Semmel Gesperrt

    Es tut mir leid, aber auch ich kann mich nur meinen Vorschreibern anschließen: Beste Prävention ist, das Pferd nicht reiten! Versuchen, es muskulär aufzutrainieren, einen Spezialisten für Pferde-Beine aufsuchen und eine fundierte Zweitbefundung einholen...
     
  7. Rickmaniac

    Rickmaniac Inserent

    Ja, seh ich auch so. ich war einmal auf einem Seminar, wo der Referent über ein solches Pferd gesprochen hatte. Seine Besitzerin saß querschnittgelähmt im Rollstuhl.
     
  8. 16239

    16239 Inserent

    Ehrlich gesagt hätte man da schon handeln müssen als das Pferd 5 war, und die Patella Geschichte fest gestellt wurde.
    Da hätte die richtige Ernährung/Haltung und vor allem das angepasste Training noch etwas reissen können.

    Aber nun ist das Kind soweit in den Brunnen gefallen das sich ohne Op da nicht mehr viel machen lassen wird.
    Das man so ein Pferd bewusst reitet kann ich nicht verstehen.
    Die Gefahren für Mensch und Pferd sind enorm.
    Und wir reden hier nicht von einem Pferd wo die Kniescheibe mal rein und raus hüpft und dadurch ein kurzer Taktfehler/Lahmen passiert, sondern von einem regelrechten fest setzen das sich teilweise nicht mal ohne Hilfe löst.
    Sowas muss behandelt werden, denn das immer wiederkehrende fest setzen ist nicht nur schmerzhaft sondern auch gefährlich.
    Das Pferd kann mit wie ohne Reiter stürzen, und zwar so schwer das es sich selber verletzt.

    Von daher ab in die Klinik und schaun was zu machen ist.
     
  9. User4711

    User4711 gelöscht


    Was empfiehlst du als richtige Ernährung und Haltung?
     
  10. 16239

    16239 Inserent

    Wir hatten mal den Fall bei einem Jungpferd, damals 2 Jahre alt.
    Da hiess es vom Tierarzt auch:
    Raus damit, viel Bewegung, am besten Offenstall oder reichlich Auslauf.
    Dazu Spiel und Spass mit den Weidekumpels, denn Training selber ging in dem Alter natürlich noch nicht.
    Dann angepasste Fütterung, sprich nicht zu fett, und als Zusatz gab es damals Selen vom Ta verordnet soweit ich mich erinnere.
    Bei der Kleinen hat sich das gegeben/verwachsen und ist nie wieder aufgetaucht.

    Bei einem älteren sehe ich solche Chancen nicht mehr. Da ist alles so gewachsen wie es ist, da kann nur noch die Op etwas ändern.
    Da kann das Training/Fütterung/Haltung das Ganze nur etwas abmildern.
     
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