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Ein Zweitpferd dazuholen - ja oder nein!?

Diskutiere Ein Zweitpferd dazuholen - ja oder nein!? im Pferde Allgemein Forum; Hallo ihr lieben, mich beschäftigt seit einiger Zeit eine Frage und zwar, ob ein zweites Pferd bei uns einziehen darf oder nicht. Seit über 9...

  1. Janina 94

    Janina 94 Mitglied

    Hallo ihr lieben,
    mich beschäftigt seit einiger Zeit eine Frage und zwar, ob ein zweites Pferd bei uns einziehen darf oder nicht.
    Seit über 9 Jahren habe ich meine Stute diese ist nun 19 Jahre hat nun aber COPD und Arthrose die nun langsam aber sicher auch auf die anderen Beine übergeht.
    Reitbar wird sie wohl nie wieder richtig (Gelände Ausritte oder bequem über den Platz schon noch).
    Da ich aber gerne den Reitsport weiter ausführen möchte ist nun die Überlegung ob ein neues Hotte Hü kommt.

    Nun meinte mein Freund aber ich soll auch drüber nachdenken wenn man Familie gründen möchte ob man dann noch die Zeit hat ect.
    Kann die Einwände natürlich verstehen und nun meine Frage an euch wie handhabt ihr das mit Familie und Pferde?!

    Habt ihr euch durch Krankheit ein zweites Pferd angeschafft ?
    Fragen über Fragen :D :bahnhof:
     
  2. Belle

    Belle Bekanntes Mitglied

    Liebe Janina,
    wir haben uns ebenfalls ein 2. Pony angeschafft. Unsere alte Dame ist durch COPD nicht mehr voll belastbar.
    Dadurch doppelter Zeitaufwand und natürlich auch doppelte Kosten bei Stall, Schmied usw.!
    Vorteil bei mir - mein Mann, meine Tochter und ich teilen uns die Arbeit.
     
  3. Hippocampus

    Hippocampus Aktives Mitglied

    Hallo,

    Wie weit ist die Familienplanung denn fortgeschritten und wie steht dein Freund grundsätzlich zu deinem Hobby?

    Möchtest Du überhaupt Nachwuchs, bald oder in ferner Zukunft?

    Ich mein, es ist ja nicht so selten, das sich aus Krankheits-/Altersgründen ein zweites für den Sport angeschafft wird oder auch aus ganz anderen Gründen.

    Welche Fragen sind es denn genau, die dich beschäftigen?

    LG Hippo
     
  4. ManicPreacher

    ManicPreacher Gelebte Chaostheorie

    Das liest sich so als wenn dein Freund das Thema Pferd für dich im ganzen abhaken will.
    Von den Kosten mal abgesehen die dann doppelt anfallen, Zeitlich sind Reitpferd und Rentner zu wuppen. Zumal sich die Beschreibung deiner alten Stute jetzt nicht so liest als wenn die noch zehn Jahre da sein wird, mehr wie ein Übergang vom einen zum anderen.
     
     
  5. Mirage

    Mirage Bekanntes Mitglied

    Ich hab meine jetzt seit 20 Jahren und merke, dass sie im Alter (ist jetzt 23) pflegeintensiver wird. Und nicht nur ich, fast alle Ü20 Pferde in meinem Umfeld werden pflegeintensiver als in jungen Jahren. COPD und Arthrose sind noch dazu Krankheiten, die eine intensivere Pflege fordern wie ggf. inhalieren und täglich kontrollierte Bewegung um die Arthrose-Wehwehchen geschmeidig zu halten. D. h. es braucht schon viel Zeit in der Planung, wenn man sich da noch ein Zweitpferd zulegt. Meins wär´s nicht, obwohl ich kinderlos bin. Mit Kleinkind befürchte ich, wäre das kaum stemmbar. Mit einem gesunden Rentner, der kein Problem hat, wenn man lapidar gesagt nur einmal die Woche zum drüberbürsteln vorbeischaut, gewiss locker zu wuppen. Aber wenn der Zwang besteht, zwei Pferde zu bewegen und diese im schlechtesten Fall nicht gemeinsam bewegt werden können, wenn es mal schnell gehen soll.

    Und dass man das ältere nicht mehr sooo lange hat, das würde ich bei der Planung eines Zweitpferdes nicht mit einkalkulieren, die Kalkulation kann gewaltig in die Hose gehen.

    Wäre mir persönlich wichtig, weiterhin aktiv im Reitsport unterwegs zu sein, würde ich mir eher für 2x die Woche im gleichen Stall eine RB suchen. So kommt der Rentner nicht zu kurz, ich kann mich trotzdem weiter reiterlich entfalten und wenn es zeitlich nicht mehr klappt, dann kündigt man die RB halt.

    Und das ganze nun ohne die finanziellen Punkte, doppelte Kosten, im WorstCase zwei kranke und tierärztlich zu behandelnde Pferde gleichzeitig im Stall und dann noch ein Kleinkind, dass auch Geld kostet, da muss man finanziell schon richtig gut bei Kasse sein, vor allem dann wenn man im Erziehungsurlaub ist und der Partner alleine das finanzielle stemmen muss. Das sind schon Hausnummern.
     
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  6. Fjordi

    Fjordi Bekanntes Mitglied

    Das sehe ich auch so. Ich habe eine RB auf zwei Pferden, die einer Eigentümerin gehören. Zwei hat sie nur, weil die in Selbstversorgung am Haus stehen. Der eine ist mittlerweile ca. 29 Jahre alt und muss wegen seiner Arthrose täglich mindestens 1 Stunde kontrolliert im Schritt laufen. Beine kühlen, ggf. eincremen oder Zusatzfutter geben usw. muss auch gemacht werden. Wenn man ihn stehen lässt, geht es ihm deutlich schlechter und er steht keinesfalls in Boxenhaltung, bewegt sich also den ganzen Tag selber. Das jüngere fitte Pferd kostet weitaus weniger Zeit.
    Mit COPD habe ich persönlich keine Erfahrungen, kann da also nichts zu sagen.

    Ich würde wegen der doch eventuell intensiven Pflege und dem bestehenden Kinderwunsch ( nehme ich jetzt mal an) eher abraten. Die Reitbeteiligungsidee finde ich gut.
     
    melisse gefällt das.
  7. ManicPreacher

    ManicPreacher Gelebte Chaostheorie

    Wenn ein Pferd COPD und Fortschreitende Arthrose hat, dann ist die Zeit begrenzt. Sorry, sehe ich einfach so. Das ist beides nichts was besser wird, und für mich beides nichts was bis bis zu letzten Tag ausreizen muss.
    Hängt vielleicht damit zusammen das mein Opa an COPD gestorben ist, und das war nicht schön mit an zu sehen.
     
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  8. Mirage

    Mirage Bekanntes Mitglied

    Manic, tut mir leid mit Deinem Opa. Gibt halt sehr verschiedene Formen der COB. Meine ist seit 3 Jahren auch davon betroffen. Haben wir inzwischen so gut im Griff, dass sie solange sie kein Stroh frisst und man sie ausreichend bewegt, nullkommanull Symptome hat und die Lunge nun 3 Jahre nach der Diagnose erstmal vor ein paar Wochen auch ohne jegliches Geräusch war. Nach jetzigem Stand und vor allem wegen der Besserung sehe ich es aktuell nicht so, dass die Zeit von meiner am ablaufen ist. Ist hier aber sicherlich natürlich eine sehr leichte Form der COB.

    Wir haben 2 weitere Pferde mit gleicher Diagnose im Stall. Eine 17-jährige mit ab und an etwas Husten, das aber gar nicht behandelt wird, Haltungsänderung gab es auch keine und ein 28-jähriger, der hat im Hochsommer bei Wärme Atemprobleme, die man aber aktuell noch mit täglich inhalieren und Bewegung im Griff hat. Dieses Jahr erstmalig es nicht gereicht hat und Cortison eingesetzt werden musste. Das ist eine Waagschale, wann man den Schlussstrich zieht keine Frage, aber solange ein Pferd 9 von 12 Monaten im Jahre keine deutlichen Probleme hat, ist denke ich der Zeitpunkt noch nicht gekommen, da man in den 3 heißen Monaten das ganze noch im Griff hat und er nicht japsend und sich quälend dasteht. Und der 28-jährige hat die Diagnose 15-jährig bekommen und schon immer nicht nur als Symptom Husten, sondern immer schon etwas gezogen. Da ist über den Verlauf von 13 Jahren klar eine Verschlechterung ersichtlich, keine Frage. Aber sind trotzdem viele Jahre, die lebenswert waren und es noch sind.
     
  9. Princess of Diamond

    Princess of Diamond Bekanntes Mitglied

    Ich war schon soweit den Schlussstrich zu ziehen und habe in Absprache mit meiner Tierärztin entschieden es doch noch mit der Rhön zu probieren. Pferd dort ausgeladen und von Pferd erstickt fast zu Pferd ist fit und total bescheuert Das Problem lag am Stall. Hafer geht auch nicht (Haferflocken sind kein Problem). Und das wo doch keine einzige der üblichen Therapien geholfen hat. Manchmal kommt es anders als man denkt.
     
  10. ManicPreacher

    ManicPreacher Gelebte Chaostheorie

    Hier hat das Pferd aber noch weitere Baustellen, und nicht nur die Lunge.
    Realistisch wird das kein Pferd sein das man noch ein Jahrzehnt hat.
    Viel mehr Sorgen macht mir aber der "Unterton" in der Bemerkung vom Freund.
    Ich kenne das nur zu gut.
    Kaum Schwanger kamen die Sprüche, dann würde das Pferd ja nun verkauft, weil mit Kind hätte ich dafür ja nun eh keine Zeit mehr.

    Viele Leute meinen einfach wenn eine Frau ein Kind bekommt dann hat sie sich von sowas zu trennen und soll halt was sinnvolles mit ihrer Zeit anstellen.

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