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Einreiten, Ausbildung und Co

Diskutiere Einreiten, Ausbildung und Co im Pferde Allgemein Forum; Weil ich grad noch mal drauf gestoßen worden bin, interessiert mich das Thema mal, daher stelle ich das einfach mal zur Debatte.Wie haltet ihr,...

  1. GilianCo

    GilianCo Langzügelbespaßer

    Weil ich grad noch mal drauf gestoßen worden bin, interessiert mich das Thema mal, daher stelle ich das einfach mal zur Debatte.Wie haltet ihr, die ihr Jungpferde habt (oder gern auch hattet), wann fängt für Euch die Ausbildung des Reitpferdes an? Wie schaut die Ausbildung dabei aus?

    Ich denke, wenn ich mich in den Reitställen umsehe, oder generell in der Pferdeszene, dann ist drei ein Alter, wo viele Pferde "in die Arbeit" genommen werden. Wobei damit dann ja durchaus in vielen Fällen vor allem die vorbereitende Arbeit für das Einreiten gemeint ist.

    Meiner ist nun ein Sommerkind, sprich, wenn man nicht von diesem "am ersten Januar wird jedes Pferd ein Jahr älter" ausgeht, zweieinhalb. Für die Turnierreiterei gilt er aber als dreijähriger, und die werden ja in dem Alter üblicherweise (jedenfalls vielerorts) in dem Alter zum Reiten vorbereitet.

    Anders gefragt, wann fangt ihr mit Euren Jungpferden üblicherweise an zu arbeiten, und wie definiert ihr dabei "Arbeit"? Wird eher an der Longe angefangen, und dann das einreiten vorbereitet, oder wie geht ihr vor? Wie lang ist die "Arbeit", wie anstrengend, und was findet ihr für die Ausbildung wichtig, und was eher belanglos / unwichtig / unnötig?
     
  2. User4711

    User4711 gelöscht

    Ich habe mit Floh angefangen, da war sie noch ein Fohlen. Eben die üblichen Dinge neben Fohlen Abc. Jacke auf den Rücken ablegen und liegen lassen. Genauso über den Rücken greifen und auf der anderen Seite kraulen. Das habe ich über die Jahre beibehalten. Dann kam irgendwann noch führen alleine und mit Mutter dazu.
    Als sie 4 war haben wir angefangen mit Sachen wie im Kreis laufen (longieren wäre zu viel versprochen), mal Sattel auf dem Rücken ablegen, Zügel ans Halfter und rechts/links stellen (alles spielerisch wenige Minuten), mit 4 1/2 habe ich aufsitzen rechts, absitzen links (und umgekehrt) gespielt. Ich bin also immer einmal kurz über ihren Rücken "gerutscht". Danach haben wir begonne mehr Roundpen und lange Spaziergänge zu machen. Mit kurz vor 5 war sie vom Kopf und Körper so weit und war dann auf dem Melissenhof. Ein paar Monate da und sie ging dann in die Winterpause zum fertig wachsen. Jetzt ist sie bald 6 und wir legen bald wieder los.

    Wichtig war und ist mir immer gewesen, dass ihre Aufnahmefähigkeit nie überspannt wird. Wenn ich sehe, dass sie müde wird, lustlos oder zeigt, jetzt ist genug, wird mit einem kurzen positiven Erlebnis beendet und das war es dann. Selbst wenn wir nur von 2-3Minuten reden.
     
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  3. Kröti

    Kröti Bekanntes Mitglied

    Ich fang gern mit 2 1/2 Jahren an. Nach dem echten Geburtstag gerechnet. Dann geht's schon mal langsam los mit longieren im Schritt, auch mal kurz ein bisschen traben und noch nicht viel mehr außer spazieren gehen.
    Mit 3 kommt der Sattel drauf und das erste Mal der Reiter wenn das Pferd soweit ist. Immer mal nur kurz so circa 1-2 x pro Woche, ab 3 1/2 Jahren kommt die richtige Arbeit dazu.
    Das aber auch nur bei den Vollblütern, die ich bis jetzt roh hatte.
    Bei einem Tinker zum ausbilden hab ich bis er knapp 5 war gewartet, er war vorher körperlich einfach noch nicht so weit.
     
  4. Schogetta

    Schogetta Bekanntes Mitglied

    Bei Bibienne habe ich eigentlich angefangen, sobald sie da war. Ich habe sie 2jährig geholt und da sie sich ja nicht anfassen ließ, war es unumgänglich, da mit der Ausbildung anzufangen. Heißt: sie ans Anfassen, an Halfter und Strick zu gewöhnen, ans Mitkommen und auf mich achten und mich als Mensch und Leittier wichtig und ernstnehmen.
    Hufe geben, sich putzen lassen, auch von anderen (Tierarzt und so) anfassen lassen und alles was da zu gehört. Mit 3 Jahren ging sie als Handpferd mit ins Gelände und ich habe viel Bodenarbeit gemacht, sie auch langsam an Zügelhilfen und Gegenstände auf dem Rücken gewöhnt. Mit 4 saß meine Tochter einige Male kurz drauf. Mit 5 habe ich langsam richtig zu reiten angefangen. Hauptsächlich Grundbegriffe und Gelände. Dressurmäßig ging es mit 6 richtig los.
     
     
  5. Lorelai

    Lorelai Chaos-Trulla

    Mein letztes jungPferd hab ich ab 2einhalb angefangen zu arbeiten. Da war es noch komplett roh. Also ca ein halbes jahr lang erstmal Fohlen-ABC installiert, führen, anhalten, anbinden, putzen, Hufe geben und son quatsch. Später dann auch mal an die longe genommen, Gebiss rein, longierGurt und son Zeugs.
    Ab 3 auch mal drauf sitzen. Schritt reiten. Richtiges einreiten war da meine ich so ab 3einhalb.
    Im Nachhinein betrachtet war das zu früh, würd ich so nicht mehr machen. War ne PonyRasse und dem Pferd hätte ein jahr mehr auf der weide nicht geschadet. Aber damals konnte und wollte ich nicht warten (fällt ja auch schwer, vor allem wenn man nur ein Pferd hat) und dann musste das alles gleich und sofort. Mit 5 war das Pferd übrigens platt. Laut ta nicht wegen zu früher arbeit, da war wohl eh was im argen, aber wer weiß schon wies gewesen wäre, wenn ich einfach mit ALLEM länger gewartet hätte...

    Der junge den ich jetzt hab war mit 3einhalb für 4 Monate unterm Sattel zum anreiten. Davor ab 3jährig (da hab ich ihn gekauft, halbwegs roh) Fohlen-ABC plus longe, Gurte, decken, Gebiss. Dann nochmal für ein halbes jahr auf der weide mit so gut wie nix machen (gelegentliches spazieren gehen und selten mal an die longe hängen oder so mal ausgenommen). Mit 4 dann langsam wieder reiten, aber nur so pussi-Programm und ganz viel Gelände. Erst mit 4einhalb jetzt richtige arbeit unterm Sattel.
    Und ich muss sagen, so gefällt mir das deutlich besser.
    Anfangs waren die Einheiten grundsätzlich sehr kurz und ohne große Anstrengung fürs Pferd. Außer Spaziergänge, die waren von Anfang an auch gern mal ausgedehnt, aber das hat dem auch Spaß gemacht und war für ihn keine "arbeit" in dem sinne.

    Ich hatte schon diverse junge Pferde "in den Fingern" und so grundsätzlich finde ich persönlich es am besten, wenn man die bis so ca 3jährig einfach in ruhe lässt. Davor müssen die eigtl nix können. Und ich arbeite lieber mit "reiferen" Pferden, wo man dann eben auch schon mal arbeiten kann und net nur so vor sich hin tüdelt. So wie jetzt mit meinem empfinde ich das glaub ich als ziemlich ideal. Wobei später natürlich nie verkehrt ist, vor allem wenn man net groß auf Turnier will und das Pferd nicht für den Verkauf gedacht ist. Früher würd ich aber nimmer machen wollen.
     
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  6. ulrike twice

    ulrike twice Heidemaus

    du hst dir ein kleinpferd und kein großpferd angeschafft. da er körperlich und geistig in der entwicklung aufgrund seiner gene zurückhängt, würde ich an deiner stelle meine ideen um 1 besser 1,5 jahre von dem zurücksetzen wie du über ein eigenes großpferd nachdenken würdest.
    ich würde in einem guten jahr (wenn der frühling da ist) ihn die ersten ale als handpferd mitnehmen, das erste mal longieren.
     
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  7. Für mich ist das,was vor dem longieren und arbeiten passiert eigentlich mit dem täglichen Umgang getan. Rein und raus führen,Schmied,Hufe auskratzen,überputzen,anfassen lassen beim Ta. Arbeit,wenn ich das entscheiden kann,gern auch erst mit 5.Wir haben jetzt einen hier,der wird mit 7 an geritten. Wir haben auch einen 3jährigen sngeritten gekauft.Der ist jetzt 4.Da sitzt 2 Mal die Woche unser Mädel für ein paar Minuten drauf,aber auf Arbeit kann der sich gar nicht richtig konzentrieren und muss er auch nicht.Im Sommer hat der noch mal Wiese und dann kanns los gehen.
     
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  8. PAweide

    PAweide Bekanntes Mitglied

    Den einen haben wir mit zwei zu uns geholt , und dann oft als Handpferd mitgenommen beim reiten, weil er sonst alleine geblieben wäre, wenn wir mit den beiden anderen ausreiten waren. Im Nachhinein wäre er wohl besser noch über Winter bei seinen Jungs geblieben , aber die Gruppe löste sich zum Winter auf.

    Mit drei haben wir angefangen zu longieren, und ihn auch recht schnell mit an den Zweispänner gehängt. Über Winter dann Pause, im Frühjahr und Sommer dann Fahren und im Herbst ging er in einen Stall zum einreiten, mit Teilberitt und Privatreitstunden für uns, damit alles klappt.
    Da war er dann genau vier, ist ein Herbstfohlen.
     
  9. Charda

    Charda Profi Vollpfosten

    Wenn ich die Möglichkeit habe, fass ich die gar nicht an bevor sie wirklich Drei sind. Im Winter zu beginnen nutzt meist eh nix. Da bietet sich Frühjahr/Sommer doch meist an. Für mich.

    Und wie schon gesagt wurde: Das Führen, Füße aufheben, diese Basic Sachen müssen die Meisten Pferde hier ja schon recht früh können. Wir haben hier kaum die Möglichkeit die Fohlen im tollen Herdenverbund 24/7 auf der Koppel zu lassen. Wenn dann, sind das ein paar Monate und dann nur mit Wechsel der Weiden. Also muss man die Führen. Und ich finde, also meine Erfahrung: Lieber hab ich einen unverdorbenen Dreijährigen mit etwas Respekt, als so einen abgeklärten Dreijährigen der meint er sei King of Käs und kommt schon mit derbe Selbtsbewusstsein ums Eck. Das sind dann aus meiner Erfahrung raus auch die, die mir das "Dagegen" Schild zeigen und am Liebsten zu Mutti auf den Schoss hüpfen würden.

    Ich fand das damals toll Lore. Mit dem batzi hast du super gemacht. Da hätt es mich vrmtl auch schon früher in den Fingern gejuckt ;)
     
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  10. GilianCo

    GilianCo Langzügelbespaßer

    Ich habe es bewusst allgemein gefragt. Nach meiner Recherche (hab ich ja auch ein Thema zu erstellt) zum Thema Frühreife sehe ich nämlich schon mal körperlich, aber auch vom Kopf her nicht, das mein Kleiner tatsächlich 'spätreif' wäre. (Und überlasse die Einschätzung darüber tatsächlich Leuten, die ihn persönlich erleben, und nicht nur von Fotos etc. kennen.) Ebenso sehe ich nicht, das Grosspferde tatsächlich mit drei bereits longiert und angeritten werden 'müssen', ergo körperlich tatsächlich generell früher reifen als Ponys.

    Aber ich wollte genau aus diesem Grund, das es mir nicht nur um MEINEN Jungspund geht, sondern um ein allgemeines Interesse meinerseits, nicht direkt auf MEIN Pferd beziehen. Es geht mir nicht darum, ob ich 'richtig' oder 'falsch' vorgehe (da werden die Meinungen eh immer auseinander gehen), sondern darum, wie andere es mit ihren Jungpferden gemacht haben, und mit welcher Begründung.


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