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Einschläfern-nur austherapierte Pferde?

Diskutiere Einschläfern-nur austherapierte Pferde? im Sonstiges Forum; Das ist bei uns hier bis jetzt nicht so, es sei denn, man rechnet eine tödlich verlaufende Kolik 5 oder 6 Jahre nach der OP dazu. Aber ich rede...

  1. Barrie

    Barrie Moderator Mitarbeiter

    Das ist bei uns hier bis jetzt nicht so, es sei denn, man rechnet eine tödlich verlaufende Kolik 5 oder 6 Jahre nach der OP dazu.
    Aber ich rede da niemanden rein- man muß vor Ort mit dem TA entscheiden.
     
  2. friederike43

    friederike43 Bekanntes Mitglied

    Meine Stute war damals zehn oder elf bei ihrer Darmverschlingung-Op. Sie hatte früh morgens zu koliken begonnen, am Abend legte die TÄ eine Nasensonde, worüber das gestaute Wasser rauslaufen konnte und mitten in der Nacht waren wir mit dem teilsedierten Pferd (immer noch mit Nasensonde) in der Klinik, wo sie schon auf uns warteten und sofort operierten.
    Ich durfte über das Fenster bei der Op zusehen, auch weil die Farbe des Darms über Wohl oder Wehe entscheiden würde. Er war dunkel-Pink, aber nicht Lila oder dunkler. Daumen hoch von der TÄ im Op. Ich musste erstmal heulen vor Erleichterung. Ich wollte noch beim Aufwachen dabei bleiben, mein Vater wollte heim, immerhin mussten wir beide morgens wieder raus. Um vier Uhr früh waren wir zu Hause.
    F hätte 6-8 Wochen Boxenruhe haben sollen. Ab der ersten Woche habe ich sie aber immer mal eine Runde um den Pudding geführt. Irgendwann hat sie sich auch nachts wieder hingelegt und ich habe vorsichtig mit longieren begonnen. Da ist sie einmal ausgerastet und hat einige meterhohe Bocksprünge hingelegt. Da sie das unbeschadet überstanden hat, durfte sie ab diesem Tag wieder mehr tun.
    Seit ich sie habe (mehr als 22 Jahre) hatte sie zwei Koliken, die eine Darmverschlingung mit eingeschlossen. Heute ist sie 28 und fröhlich.

    Meine Kolik-Op Erfahrung ist gut. :)
     
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  3. GilianCo

    GilianCo Langzügelbespaßer

    Ich habe IMMER gesagt, dass ich mein Pferd nicht kolikoperieren lassen würde. Und als er dann in der Klinik stand, und die Prognose so schlecht nicht, war die Entscheidung dennoch schnell getroffen, ihn operieren zu lassen. Und nein, ich habe es definitiv nicht bereut, es hat ihm immerhin noch sieben Jahre geschenkt. Aber das läuft natürlich nicht immer so, klar.

    @friederike43 - meiner war 22, und ist fast 30 geworden.

    Aber das fasst dann wieder sehr gut zusammen - am Ende muß man immer für den Einzelfall entscheiden.
     
  4. *FrogFace*

    *FrogFace* Frosch ohne Locken

    @GilianCo , meine Shettystute wurde ja auch unlängst wegen Kolik operiert. Und damit bin ich auch voll zufrieden. Aber ich schrieb eben, dass ich es keine zweites mal machen lassen würde (bei ihr!). Eben weil die Zeit der Nachsorge für sie so schrecklich war.
     
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  5. NaBravo

    NaBravo Bekanntes Mitglied

    Ich kann nicht verstehen, warum der Tierschutz den Hund überhaupt an dieses Paar abgegeben hat. Für mich unverantwortlich.
    Hier ier hat ne Bekannte - harz 4 Empfängerin mit einem kleinen kind- vom Tierschutz einen Hund bekommen, der massive Probleme mit demodex hatte. Als ich den Hund das 1. Mal gesehen hab hatte der so gut wie kein Fell mehr. Und hat übel gestunken. Seitdem weiß ich, wie sich demodexmilben anfühlen. Ein paar Wochen später traf ich die Bekannte wieder. Sie hatte überall aufgekratzte Stellen. Joa...waren die kriebelmücken... und ich hab mir da die 2. Portion demodex mitgenommen. Der Hund hatte da wohl mittlerweile gar kein Fell mehr. Aber ist ja nicht schlimm, alle 4 Wochen ne wurmkur würde reichen, sagte sie. Der arme Hund. Und Besitzerin keine Kohle für eine anständige Behandlung- wenns denn überhaupt was genutzt hätte. Fand ich unverantwortlich, so einen Hund an jemanden abzugeben, der auf gar keinen Fall eine anständige Versorgung finanzieren kann. Der Hund wurde letztendlich eingeschläfert...toller Tierschutz...
     
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  6. obsession

    obsession ...mag Basketball lieber

    @NaBravo das ist kein Tierschutz. Das sind irgendwelche dummdämliche Vereine, die Straßenhunde aus sämtlichen Ländern holen, Zustand und Alter und Charakter egal, und die dann für teuer Geld direktvermitteln.

    Kann ich mich auch täglich drüber aufregen, hab das im Umfeld.

    Obsi.
     
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  7. terrorschaf

    terrorschaf Bekanntes Mitglied

    War bei Dobsy ähnlich wo wir ihn geholt haben. "Ich weiss nicht warum der Hund Durchfall hat und dürr ist, ich hab schon alle Sorten Futter vom Netto durch." Die Demodex waren auch nicht vernünftig behandelt. Das ist zum Teil eine echte Industrie und kein Tierschutz. Da bekommt einfach jeder einen Hund solange er die paar Hunderter auf den tisch legt.
     
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  8. ManicPreacher

    ManicPreacher Gelebte Chaostheorie

    Das kann ich nun nicht bestätigen, weil was die alles wissen wollen und was dann zum No Go führt...
    Drei Stunden alleine? Nicht zumutbar. Also nicht für ein bestimmtes Tier, generell...
    Garten nicht eingezäunt? Ist ja Furchtbar, dann geht ja kein Freilauf im Garten.
    Alleinerziehend? Ja wer kümmert sich denn dann wenn sie erkranken?
    Ich glaube manchmal ein Kind adoptieren wäre leichter.

    Putzig dabei finde ich dann übrigens das man die vielen Rückläufer ja auch registriert.
    Sehr oft wegen Trennungen bei denen dann keiner den Hund behalten kann oder will.

    Aber gut möglich das man kranke Tiere schneller an Interessierte abgibt.
     
  9. GilianCo

    GilianCo Langzügelbespaßer

    Wie obsi schon schreibt - das ist halt das Problem. Ich finde es grundsätzlich gut, wenn beispielsweise das Tierheim genau guckt, wo Hunde aus dem Tierheim hingehen. (Und viele Tierschutzorgas machen das auch. Ich hatte auch eine Vorkontrolle, und hätte die Pflegestelle mich abgelehnt, hätte ich meinen Hund nicht bekommen). ABER - das geht vielfach so weit, dass Menschen über 70 per se keinen Hund mehr bekommen, weil sie zu alt sind. Arbeitslose nicht, weil sie zwar jede Menge Zeit haben aber kein Geld (ok, verstehe ich schon eher), arbeitende nicht, weil die zwar genug Geld haben, aber keine Zeit (ich gehe halt immer davon aus, dass Menschen sich das schon gut überlegen, ob die Zeit für einen Hund reicht, und der nicht neun Stunden alleine zu Hause hockt), ... ich kenne mittlerweile SO viele Fälle von Menschen, die ein Tierheimtier haben wollen, und sich am Ende dann für was anderes, häufig ein Tier aus dem Tierschutz, entschieden haben, weil ein Tierheimtier einfach nicht umsetzbar war bzw. sie schlicht keinen bekommen haben (und ich mich dann immer frage, WAS wollen die Tierheime denn, die Tiere behalten?).

    Und ja, es gibt durchaus gute Tierschutzorgas. Aber es gibt auch andere. Und hinter dem ganzen steht auch irgendwo ein Wirtschaftszweig, mit den ganzen Tierschutzhunden, die nach D importiert werden. Da kann man am Ende durchaus Geld mit verdienen. Und manchen Organisationen ist am Ende vollkommen schnuppe, wo die Hunde landen, wenn sie einfach Abnehmer finden. Die "Retter" fühlen sich dann gut, einen solchen Hund gewählt zu haben, zudem ist es "billiger" als ein Hund vom Züchter...

    Familie mit kleinem Kind und Angsthund ist schon von vornherein kritisch zu sehen in meinen Augen, weil eben Angsthunde auch mal nach vorn gehen können aus Angst, und das kann dann auch für ein Kind gefährlich werden - und hinterher wird dann wieder gejammert, obwohl viele Bissvorfälle vermeidbar sind. In diesem Fall hätte es mich nicht gewundert.

    Ein junger Hund, der bis auf ein gerissenes Zwerchfell, was nun leider nicht so bleiben kann, auch noch agil und lebensfroh ist, einzuschläfern, weil die Besitzer es wünschen, kann ich einfach nicht mit meiner Berufsethik vereinbaren.

    Und ohne Frage ist diese Problematik häufig genug "täglich Brot" (man ist als TA natürlich froh, wenn man mehr helfen als einschläfern muß / kann).
     
Thema: Einschläfern-nur austherapierte Pferde?