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Entzündung am Fesselträger und Faserriss

Diskutiere Entzündung am Fesselträger und Faserriss im Erkrankungen / Verletzungen des Bewegungsapparates Forum; Hallo Leute, mein Pferd (17 Jahre) hat sich Ende Juli eine Entzündung am Fessträger und Faserriss laut Tierärztin zugefügt. Mein Pferd steht in...

  1. Michelle D

    Michelle D Neues Mitglied

    Hallo Leute,

    mein Pferd (17 Jahre) hat sich Ende Juli eine Entzündung am Fessträger und Faserriss laut Tierärztin zugefügt. Mein Pferd steht in einer Herde Tag und Nacht. Klar die Tierärztin sagt am besten ist es wenn ein Pferd bei so einem Fall in der Box steht und sich nicht bewegt aber ich weiss das mein Pferd durchdrehen würde und sich eventuell noch mehr weh tut. Ich hab sie jetzt seitdem bei der Herde stehen lassen und sie ist jetzt schon voll Power und fängt an die Weide hochzugaloppieren. Ich weiss nicht was ich tun soll. Soll ich sie trotzdem weiterhin dort stehen lassen oder was anderes tun?*
    Ausserdem wollte ich noch fragen ob man wirklich gar nichts mit den Pferden machen kann also reiten sowieso nicht aber ich meine jetzt auch so was wie spazieren gehen oder bisschen bodenarbeit klar ohne sie jetzt rennen zu lassen oder auch im Schritt mal ausreiten damit sie halt nicht vollkommen nichts machen und immer mehr Power entwickelt!*
    Wäre nett wenn ihre eure Meinungen und Erfahrungen mir mitteilen könntet. Liebe Grüße Michelle
     
  2. treuerhusar

    treuerhusar Gesperrt

    Manchmal verstehe ich die Frage nicht.

    Wenn die Entzündung des Fesselträger ausheilen soll, dann darf dieser nicht ständig neu gereizt werden. Genau deswegen meint Deine TA auch, daß das Pferd erst einmal stehen bleiben soll. Damit der Riss dann ausheilen kann, ist kontrollierte Bewegung wichtig.
    Aber sicherlich kein Rumgerenne auf der Weide.

    Wenn Du meine Meinung hören willst, dann folge den Anweisungen der TA.
    Ansonsten läufst Du Gefahr, daß sich die Verletzung verschlimmert. Bis hin zum völligen Versagen der Sehne. Dann aber brauchst Du keinen TA mehr. Dann hilft nur noch der Abdecker.
     
  3. ulrike twice

    ulrike twice Heidemaus

    da möchte ich dir etwas widersprechen, husar. es dauert länger, bis so was in bewegung ausheilt, aber dafür spricht sehr vieles dafür, dass es am ende gesünder wird. in ruhe führt oft zu verklebungen, die das pferd dann später nicht mehr belastbar machen.

    michelle: ies muss eine RUHIGE herde sein, wo nicht gerannt und sich geärgert wird. es scheint so, dass du sie mit jemand zweitem extra auf einen paddock stellen musst - so wird das nix, wenn deine durch die gegend rast.

    stell die frage, ob du was mit deinem pferd machen darfst, wieder im winter. aber doch noch nicht nach 2-3 wochen!!! dieses jahr ist gelaufen, fang im frühjhar wieder langsam an.
     
  4. jessy__x3_

    jessy__x3_ Mitglied

    Mein Pferd hat genaus das gleiche Poblem ich hatte ihn drei Woche in der Box stehen. Nur das ging irgnedwann nicht mehr er rannte ständig im Kreis fing an bewegungen richtung Weben zu machen aahm alles in der box auseinader was ihm ins Maul kam, an führen war garnicht zu denken! Ich hab mich dann entschieden mit rat des Tierarztes mein Pferd mit dem Herdenchef (der soweiso abgetrennt wegen einer Diät steht) zusammen zu stellen denn er ist der ruhigste bei uns. Ich muss feststellen meinem Pferd geht es von Tag zu Tag besser ich würde ihn nicht mehr einsperren, denn das hat es meines gefühls nach nur schlimmer gemacht. Arbeiten mit meinem Pferd ommt für mich dieses Jahr nicht mehr in frage er hat jetzt Zeit aller Welt dies auszukurrieren.
     
     
  5. GilianCo

    GilianCo Langzügelbespaßer

    Fakt ist, medizinisch ist es "besser", das Pferd mit gezielter Bewegung ausheilen zu lassen.

    Aus eigener Erfahrung sehe ich es aber auch so, das das durchaus auch in der Herde ausheilen kann. Wichtig dafür ist allerdings, das die Pferde ruhig stehen (also, das keine Jungpferdeherde ist, wo die Pferde täglich rumtoben), und idealerweise eben noch ganz draußen stehen. Werden die Pferde abends in die Boxen geholt, und kommen morgens raus, ist das rennen vorprogrammiert, und aus meiner Erfahrung klappt es dann meist eher nicht.

    Die verletzten Sehnen (und auch ein verletzter Fesselträger) sollen grundsätzlich mit einer gewissen Belastung ausheilen, um wieder belastbar zu werden. Genau deswegen bewegt man auch Pferde, die tatsächlich in der Box stehen, dann gezielt, um genau diese Belastung zu bekommen.

    Je nachdem, wie lange der Schaden jetzt schon her ist, sollte das Pferd jetzt vermutlich, wenn es auf der Weide steht, erst mal nix machen. Im Schritt lahmfrei wird das Pferd ja hoffentlich sein, ansonsten bin ich dann nämlich bei Husar, ab einem gewissen Lahmheitsgrad gehört das Pferd tatsächlich in die Box, es sollte im Schritt zurechtkommen.

    Was ich mich gerade frage - wenn das Pferd sich 24 h (idealerweise) bewegen kann, wovon bekommt es denn dann "immer mehr Power"?

    Ausreiten im Schritt etc. - ja- ABER erst, wenn der Schaden es zuläßt. Sprich, hier gibt es beispielsweise Rehaprotokolle, die aber vom TA noch auf den jeweiligen Fall angepasst werden. Wenn in diesem Protokoll aktuell für Dein Pferd stehen würde, 10 min führen täglich, dann kannst Du das Pferd momentan nicht reiten bzw. noch irgendwas mit ihm machen - die 10 min Schritt überschreitet er ja auf der Weide sowieso schon.
     
  6. Wanderreiter

    Wanderreiter Inserent

    Ich kann nur zustimmen: Mein Pferd hatte ich auch zunächst auf dem Paddock abgetrennt laufen lassen. Dann bin ich aber zu dem Schluß gekommen, das ruhiges Wandern über die Weide nicht schädlich ist. Ich habe meinem Pferd allerdings auch mehrere Monate über den Winter nicht gearbeitet.
    Fazit: Eine voll ausgeheilte Fesselträgerentzündung und normale Belastbarkeit!
     
  7. treuerhusar

    treuerhusar Gesperrt

    Ulrike, ich habe leider mehr als nur genug Erfahrungen mit Sehnenverletzungen sammeln müssen. Wichtig ist, daß erst einmal die Entzündung ausgeheilt wird. Darum geht es, wenn der TA zunächst Boxenruhe verordnet.

    Ist diese Abgeklungen, wird der TA kontrollierte Bewegung anordnen.
    Wie die zu bewerkstelligen ist, überlässt er dann dem jeweiligen PB. Wobei natürlich auch das Ausmaß der Sehnenverletzung zu berücksichtigen ist.
    Ich hatte nirgendwo geschrieben, daß Pferd während der gesamten Heilungsphase stehen zu lassen.
    Absolute Boxenruhe wird auch nur dann gehen, wenn das betreffende Pferd dabei nicht alleine im Stall zurückbleibt. Dann ist klar, warum dieses den Stall zerlegen wird.

    Ist es aus organisatorischen Gründen nicht möglich, daß dem verletzten Pferd Gesellschaft geleistet wird, dann muß eine andere Lösung her.
    Aber die Entzündung muß erst einmal zu Stillstand kommen bzw. abklingen.
    Sonst sind weitere Komplikationen vorgegeben.
     
  8. GilianCo

    GilianCo Langzügelbespaßer

    DA hast Du natürlich komplett recht - meist stellt aber schon die erste Phase für Pferde, die sonst immer draußen stehen, ein Problem dar insofern, als das diese Pferde durchaus auch nach einem Monat Boxenruhe "schon" total unausgelastet sind, und man dann die Möglichkeit, den Rest des Schadens auf der Weide auszukurieren meist gar nicht mehr hat, weil das Pferd nach vier Wochen des rumstehens auf der Weide dann sicher nicht im Schritt herumwandern wird, sondern eher dafür sorgen wird, das die gerade abgeklungene Entzündung wieder aufflammt.

    Das "auf der Weide auskurieren" ist immer auch ein Risiko, das sollte man nicht schmälern. Aber ich habe (nicht nur bei meinem eigenen Pferd, den ich damals beinahe hätte einschläfern lassen) schon viele Pferde gesehen, die sogar sehr korrekt medizinisch über Monate nur in der Box standen, alles genauso gemacht wurde, wie es medizinisch sinnvoll ist, die letzten Ultraschalluntersuchungen super waren - man kommt irgendwann an den Punkt, wo das Pferd auch wieder raus "muß" (für mich ein muss... gell?) - und unzählige Pferde haben sich in der Situation dann die Sehne quasi direkt beim ersten Weidegang wieder kaputt gemacht.

    Ich bin bei meinem letzten FT Schaden am Pferd teilweise gerade in Foren böse angegangen worden, weil ich gezwungenermaßen (weil das Pferd im Schritt nicht lahmfrei war, kam mit dem dritten Schaden auf drei Beinen von der Weide am ersten Tag des anweidens) das Pferd erst in der Box gehalten habe, bis es im Schritt lahmfrei war, und es dann sediert auf die Weide gestellt habe (in eine seit Jahren in der Konstellation bestehenden Herde, also keine vorprogrammierte Keilerei oder sonstwas) - hat bei uns wunderbar funktioniert, nachdem mein Pferd wieder wach war, war er ja schon ein paar Stunden auf der Weide, und da war das lostoben gar nicht mehr so interessant. Das ich allerdings so irre war, ein sediertes Pferd auf die Weide zu stellen, hab ich mir nicht nur einmal vorhalten lassen müssen.
     
  9. Charda

    Charda Profi Vollpfosten

    naja, TH. Ich denke ihr redet gerade aneinander vorbei. Nach deinem Ersten Post war ich nämlich auch bei UT. Allein Schon, weil ich mich leider mit Sehnenverletzungen auch auskenne. Aber du hast in beiden Posts Recht - wie UT. Nach der Abgeklungenen Entzündung - in Boxenhaft - sollte die Heilung unter Bewegung stattfinden. Ich finde es dabei nach wie vor am Besten, wenn sich das Pferd so Selbstständig wie möglich bewegen kann. Also Offenstall oder 24h Weide. Kommt aber schon auch auf den Charakter und die Herde an. Wenn da eben "Spinner" und Renner sind, hat das vrmtl nicht sooo viel Sinn für die HEilung.

    Meiner wusste zum Glück genau, wo es Aua macht und teilte sich seine Bewegung sehr gut ein. Lediglcih ab einem gewissen Punkt wurde der HErr übermütig udn Bockte über die Weide wenn er seine 5 Minuten hatte. Völlig ohne Zugabe von KraFu. Einfach nur, weil er es bis dahin gewohnt war, tägliche Bewegung zu bekommen. Da mir persönlcih das ganze zu Heiß wurde, habe ich begonnen morgens und Abends Kopfarbeit zu machen. kleinere Führübungen. Spielchen auf der Weide. Eben nur, dass er etwas Beschäftigt ist. Das hat aber ganz ehrlich überhaupt nichts zu den 5 Minuten Bocksalven geholfen. Die hat er wohl einfach gebraucht.... Geschadet hat es ihm persönlich nichts. Die Heilung hat fast ein Jahr gedauert. Jetzt können wir wieder täglich "arbeiten".
     
  10. jessy__x3_

    jessy__x3_ Mitglied

    Meiner war niemals alleine nur er ist es einfach nicht gewohnt in einer Box zu stehen wenn er 356 Tage im Jahr im Offenstall steht. Aber da wir das Ok vom Tieratz bekommen habe würde ich es nichtmehr anders machen er fühlt sich beim Chef wohl und es gibt kein gerenne oder sonstiges. Ich hab ihn allerlei Kraftfutter entzogen. Am besten ist eine ruhige Herde ohne Jungtiere die rumrennen und versuche ihn Köpflich zu beschäftigen.
     
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