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Erfahrungen mit HIT Ställen

Diskutiere Erfahrungen mit HIT Ställen im Haltung und Pflege Forum; Hallo, es würde mich sehr interessieren, ob jemand Erfahrungen mit einem HIT Stall , insbesondere mit der Eingewöhnung gemacht hat. Aktuell steht...

  1. Baccini

    Baccini Aktives Mitglied

    Hallo,
    es würde mich sehr interessieren, ob jemand Erfahrungen mit einem HIT Stall , insbesondere mit der Eingewöhnung gemacht hat.
    Aktuell steht unser Wallach in einer Paddockbox mit täglichem Weidegang in der Herde. Seinen Paddock liebt er, nutzt ihn auch bevorzugt bei Wind, Regen und Schnee...
    Aktuell gibt es Pläne, Teile unseres Stalles in einen HIT Stall umzuwandeln. Generell finde ich das Konzept fantastisch und theoretisch sehr pferdefreundlich. Jetzt gibt es zwischen Theorie und Praxis aber häufig Zwischentöne...Er ist auch bereits 17 Jahre alt und kennt bisher weder ein Offenstallkonzept noch eine Fütterung in Kleinportionen, auch würde keine Integration in einen bestehenden Stall erfolgen sondern alle wären Neulinge-Pferde, Besitzer und Stallbetreiber.
    Hat schon mal jemand eine Umgewöhnung mit erlebt? Mit welcher Zeit kann man rechnen, bis die Pferde das System “verstanden” haben? Oder hat sogar jemand die Erfahrung gemacht, dass eine Integration gescheitert ist? Und falls ja, warum?
    LG Baccini
     
  2. Lorelai

    Lorelai Chaos-Trulla

    Nicht HIT, sondern Schauer, aber die Marke der Automaten dürfte bei deiner Frage ja egal sein. ;)

    Meine Ponys stehen in einem Aktivstall mit solchen Automaten. Heißt, Kraftfutter in kleinen Portionen über den ganzen Tag verteilt, Heu zwar in Raufen, aber um zu denen zu gelangen, müssen sie ebenfalls durch Automaten durch und diese per Chip selbst bedienen (sie müssen in unserem Fall den Kopf/Hals an eine bestimmte Stelle halten, damit der Chip ausgelesen werden kann. Gibt auch Systeme, wo die Chips an den Vorderbeinen befestigt sind, dann müssen eben diese an eine bestimmte Stelle gestellt werden).

    Bezüglich der Dauer, bis das System von den Pferden verstanden wird: Das ist mega unterschiedlich. Ich hab bei uns am Stall mittlerweile schon mehrere Integrationen miterlebt, unter anderem eben auch meine beiden. Meine waren beide sehr schnell, unter einer Woche, bis sie die Automaten selbstständig gelaufen sind.
    Problem eins ist immer, gehen die überhaupt rein in die Automaten. Die Fälle, bei denen das Anlernen lange gedauert haben (wir hatten auch schon welche, die Monate gebraucht haben), war immer der Automat selber das Problem, sprich die hatten da Schiss und sind gar nicht erst rein gegangen, nicht mal wenn der Besitzer voraus lief.
    Bei allen anderen wars - je nach Intelligenz der Pferde - so im Schnitt eine bis zwei Wochen, bis das System verstanden wurde und die selbstständig laufen konnten.
    Da ja aus den Automaten Futter rauskommt, haben die das in der Regel schnell drin und gehen dann auch gerne rein.
    Gescheitert ist bei uns noch keine Integration, zumindest nicht wegen der Automaten. Wenn dann lag es daran, dass es Probleme mit der Herde an sich gab. War aber auch nur ein einziges einmal bisher.
    Aber, es wurde den Pferden auch immer die Zeit gegeben, die sie gebraucht haben. Wie gesagt, wir hatten schon welche, da zog sich das über Monate, weil sie absolut nicht in die Automaten zu bekommen waren. Wenn das mal geklärt ist, dann gehts in der Regel sehr schnell.

    Bezüglich des Alters deines Pferdes würd ich mir da auch keine Gedanken machen, zumindest nicht, was die Automaten angeht. Wir haben ein paar Rentner dabei, kein Unterschied zum Rest was das angeht. Wenn dann hätt ich eher Sorge, mit dem Offenstallkonzept und der Herde an sich, unabhängig vom HIT-System.
     
    Charly K. gefällt das.
  3. Baccini

    Baccini Aktives Mitglied

    Danke schonmal☺️ob Schauer oder Hit, das ist egal, da hast du recht.
    Wegen der Herde mache ich mir keine großen Gedanken, es ist ja eine bereits bestehende und bekannte Herde die unter den aktuellen Bedingungen gut miteinander funktioniert. Natürlich verschiebt sich da nochmal das ein oder andere, aber prinzipiell kennen sich ja alle schon und die echten Pappenheimer haben schon signalisiert, dass sie das Konzept für ihre (teilweise doch sehr dominanten Pferde) wenig geeignet halten.
    Die Futterroutine am Automaten, va das Passieren der Schleusen um auf die Weide zu kommen, ist ehr der Punkt, worüber ich so etwas grübele. Das ist aber sicher erlernbar, das Leben im Offenstall dann vielleicht ehr der limitierende Faktor.
     
  4. Lorelai

    Lorelai Chaos-Trulla

    Ich denke, ihr müsst es einfach ausprobieren.
    Ich glaub aber, dass die technische Sache dahinter, also dass die Pferde lernen müssen, die Schleusen und Automaten zu bedienen, nicht so ein großes Problem sein wird. Wenn die Herde sich eh schon kennt, dann ists ja umso besser. :)
    Die allermeisten neuen Pferde, die zu uns kommen, haben das innerhalb von ein paar Tagen halbwegs raus, wie das mitm Automat funktioniert und laufen wie gesagt nach ein-zwei Wochen selbstständig.
    Wie wollt ihr denn die Umstellung bewerkstelligen? Ist das dann ein komplett neues Areal, auf das die Pferde zu Beginn nur stundenweise kommen, bis sie die Automaten etc kapiert haben?
    Man muss ja auch während der Umgewöhnung gewährleisten, dass alle genug Fressen und Saufen.
    Bei uns kommen Neue anfangs wirklich nur stundenweise mit dazu und gehen ansonsten in die Box, damit sie da Fressen und Saufen können.
    Tunlichst vermeiden würde ich ein Abschalten/außer Kraft setzen der Automaten zwischendurch, sowie manuelles "Umparken" der Pferde, indem man die Schleusen umgeht. Sprich, wenns über eine Schleuse auf die Koppel geht, dann auch wirklich ausschließlich über die Schleuse auf die Koppel lassen, nicht anders drauf bringen.
    Gabs hier auch schon, dass Besitzer es gut meinten und ihre Pferde während der Eingewöhnung auch mal an den Automaten vorbei irgendwie in die Heubereiche/auf die Koppel gebracht haben. Das ist meiner Erfahrung nach ganz schlecht, weil die Pferde dann eher drauf warten, dass ein Mensch kommt und sie umstellt - und sich nicht an den Automaten dran trauen. So quasi "wenn mich in zwei Stunden eh ein Mensch zur Koppel bringt, dann brauch ich mich nicht mit der Schleuse beschäftigen". Da fehlt dann die Motivation und das verzögert alles.
    Man muss denen schon die Chance geben, sich damit auseinanderzusetzen.

    Was auch viel hilft, ist wirklich mehrmals am Tag üben. Immer mal wieder für ne halbe Stunde, rein in den Automat, fressen lassen, wieder raus. Durch die Schleuse, wieder zurück.
    Ich bin mit meinen die ersten Tage zig mal alle Wege abgelaufen, immer und immer wieder im Kreis. Ist langweilig und nervig, aber bringt viel, weil Routine reinkommt.

    Was das System an sich angeht: Ich bin absolut überzeugt davon. Ich liebe es. So, wie es bei uns umgesetzt ist, find ich das eigentlich fast optimal. Man kann alles begrenzen (Kraftfutter, Heu, Wiese), oder in großen Mengen fressen lassen, was für unsere Oldies wichtig ist.
    So klappt es auch tatsächlich mit ganz unterschiedlichen Pferden in einer Herde, die alle andere Bedürfnisse haben. Wäre so bunt gemischt wie bei uns in einem normalen Offenstall nicht möglich, weil die alle ganz verschiedene Futtermengen brauchen und natürlich auch in der Rangordnung unterschiedlich sind. Wir haben sehr leichtfuttrige dabei, normale, und eher zu dünne. Wir haben ne sehr ranghohe Jungsgruppe, die aber ganz wunderbar mit den schwächeren Mitgliedern der Herde funktionieren, weil es mehrere Bereiche gibt und die Niedrigeren sich ein bisschen separieren können, wenns ihnen zu bunt wird.
     
    Skylina und Charly K. gefällt das.
  5. Baccini

    Baccini Aktives Mitglied

    Wie das genau laufen wird bzw laufen soll, ist mir selbst noch nicht so ganz klar. Va, weil ein ganzer Stall umgestellt werden soll. Ich bin aber sicher, dafür gibt es Konzepte.
    Für unseren kann ich mir das generell sehr gut vorstellen, ich denke auch die Pferde profitieren sehr. Mich hat va einfach interessiert, wie lange solche Eingewöhnungen dauern können.
    Ich gehe davon aus, das wir als Besitzer auch anfangs die Wege mit ablaufen müssen und die Stallbesitzer das ebenfalls mit den Pferden “einüben”. Durch die Chips ist dann ja auch gut nachvollziehbar, wieviel schon gefressen wurde und wo ggf noch nachgefüttert oder gezielt an den Automaten ran geführt werden muss. Die Weiden werden andere sein als aktuell, aber prinzipiell ist es ein bereits bestehendes Areal mit Stallgebäuden, das umkonzipiert wird.
    Wenn das so kommt wie geplant wird das sicher super!
     
  6. Skylina

    Skylina Bekanntes Mitglied

    Ich kann mich Lore da eigentlich nur anschließen - das Konzept an sich ist super. Meine Pferde stehen seit fast acht Jahren in einem Stall mit Schauerautomaten. Was bei uns zwar geplant, dann aber nicht umgesetzt wurde, war die automatengesteuerte Weide. Hier wird von Frühling bis Winter der Weidezugang aufgemacht, die Pferde können alle gemeinsam gehen und haben aber immer den Zugang zum Aktivstall.
    Heu und Kraftfutter gibt's in den Stationen und zu bestimmten Zeiten geht's dann halt in den all-you-can-eat-Bereich. Und das ist der größte Vorteil für mich persönlich im Moment - mein altes Pony kann da z.b. immer rein, egal wann er den Automaten betritt, er darf im im Anschluss immer an die Raufe . Meine *räusper* etwas dickliche Stute kann pro Stunde 10 Minuten Heu fressen und geht aktuell zweimal pro Tag in den Heubereich.
    Sie können im gleichen Stall stehen, obwohl sie ganz unterschiedliche Bedürfnisse haben was das Futter angeht.
    Eingewöhnung - bei meinen absolut problemlos, sie haben es schnell verstanden. Wir hatten bisher selten Pferde, die länger als zwei Wochen benötigt haben, um das System zu verstehen. Manche muss man öfter mal noch reinstellen in die Automaten die erste Zeit, aber das wird für die Pferde irgendwann auch Routine. Wir haben auch zwei die nur in den Kraftfutterautomaten gehen, die werden dann von da in den Heubereich geleitet... Gar nicht kapiert hat es tatsächlich noch keiner.
    Damals, als ich den Stall anschaute, war er noch gar nicht gebaut, nur geplant. Neuland für die Stallbesitzer, die bereits vorhandenen Einsteller und natürlich für die Pferde. Klar, anfangs muss man gucken, wie alles am besten klappt, inzwischen läuft es:) ich hab's jedenfalls nicht bereut.
    Aber ich hatte anfangs auch am meisten Schiss vor den Automaten, wär jetzt nur eins nicht rein, hatte ich mit beiden wieder ausziehen können. Und klar bin ich da im tiefsten Winter mehrfach täglich gestanden und das Mal zwei, zum üben. Das reingehen war nicht so schlimm, eher das stehen bleiben und fressen. Aber das hat sich gelegt mit der Zeit:)
    Mein Pony was damals übrigens schon 23, der hat's auch noch gelernt:)
     
    Lorelai gefällt das.
  7. Baccini

    Baccini Aktives Mitglied

    Das klingt super! Und ist auch ehrlich gesagt genau das, was ich hören wollte:biggrin:
     
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Thema: Erfahrungen mit HIT Ställen