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Erfahrungen mit Kissing Spines

Diskutiere Erfahrungen mit Kissing Spines im Erkrankungen / Verletzungen des Bewegungsapparates Forum; Das ist schön zu hören!! :) Was ich immer empfehlen würde bei einem Pferd mit Rückenerkrankung ist Warmführen statt lange Schritt reiten, zB in...

  1. pjoker

    pjoker Bekanntes Mitglied

    Das ist schön zu hören!! :)
    Was ich immer empfehlen würde bei einem Pferd mit Rückenerkrankung ist Warmführen statt lange Schritt reiten, zB in Kombination mit Handarbeit und dann relativ bald anzutraben, dass er den Rücken aufwölbt und immer wieder zu Doppellonge etc zurückzukommen sobald sich auch nur das kleinste Problem zeigt. Damit sich nichts wieder rückwärts entwickelt. Lieber mal paar Tage wieder langsam tun.
     
  2. lino34

    lino34 Neues Mitglied

    Hallo liebe Mitglieder,
    Damit ihr meine momentane Situation verstehen könnt, muss ich kurz etwas ausholen. Ich bin nun seit einem 3/4 Jahr im Besitz eines 8 jährigen Wallachs. Ein tolles Pferd, war als Fohlen schon Bundeschampion und hat sich auch in Reitpferdeprüfungen gut gezeigt. Bei der Ankaufsuntersuchung (4 jährig) wurde dann ein Befund im Rücken diagnostiziert. 3 Wirbel "küssen" sich - also von Engstelle kann man eigentlich gar nicht mehr sprechen. Das Pferd hätte für eine höhere Summe den Besitzer wechseln sollen, doch durch diese niederschmetternde Diagnose platzte dieser Deal. Er wurde für "kleines Geld" an eine "freizeitmäßig orientierte" Dressur u. Springreiterin verkauft. Sie hatte ihn drei Jahre und ist ihn einfach "just for fun" ein bisschen Dressur und Springen geritten (nicht ganz optimal leider). Dann musste sie ihn aufgrund einer beruflichen Ausbildung (Zeitmangel) verkaufen und kam anschließend zu mir. Ich wusste schon genau, worauf ich mich eingelassen habe. Er war wirklich in einem schlechten Fütterungszustand und auch muskulär nicht so, wie man sich das wünschen würde. Er war beim Probereiten nicht besonders gut zu reiten, drängte weg, nahm sich stellenweise den Zügel, hob sich raus und wollte nicht nach vorne ziehen - er zeigte einfach typisches Verhalten für ein Pferd mit Rückenproblemen. Aber es waren auch gute Momente dabei und seine GGA sind einfach überragend. Trotz dieser Alarmsignale wollte ich es einfach mit ihm probieren und hab ihn gekauft. Aufgrund des schlechten Gesamtzustandes habe ich das erste Monat nur tief (mit Dreieckszügeln) longiert und ordentlich gefüttert. Eine Verbesserung war bereits nach den ersten Wochen zu sehen. Ich begann ihn dann auch ganz locker vwa zu reiten (max. 2 mal pro Woche) und dazwischen longieren und auch ab und an Freispringen, um den Rücken zu stärken. Das verlief soweit alles nach Plan und er hat sich einfach immer wohler und sicherer unterm Sattel gefühlt, entspannte immer mehr, lies sich innerlich los und begann sich muskulär umzustellen.

    Bekanntlich kommt nach jedem Hoch ein Tief (und hoffentlich auch bald wieder umgekehrt) - er war an einem Trainingstag schon direkt nach dem Aufsteigen nicht gut drauf. Zog nicht nach vorne, hob sich nur nach oben raus. Das einzige was mir in dieser Situation noch einfiel: nach vorne reiten und ihn halbwegs rund behalten: hat nicht funktioniert, so schnell konnte ich gar nicht schauen, war er hoch oben in der Luft. Was mich auch sehr eingeschüchtert hat - ich lies ihn danach nochmal am langen Zügel im Schritt durchatmen und kam dann doch noch zu einem versöhnlichen Ende. Leider hat sich das dann in den nächsten Woche immer weiter verschlimmert, das ich mir selber gesagt hab so macht das keinen Sinn. Back to the roots. Wieder tief longieren - Muskulatur weiter stäken, damit er mit dem Reitergewicht besser klar kommt und einfach noch mehr Pferd wird. Durch die gemeinsame Arbeit mit dem Pferde habe ich auch herausgefunden, dass solche "Longierphasen" ihm am meisten helfen, denn durch die Bewegung und das Dehnen in die Tiefe lockert sich die verspannte Muskulatur offensichtlich am besten.
    Leider drehen wir uns unterm Sattel noch immer etwas im Kreis und kommen nicht wirklich weiter. Er lässt sich an manchen Tag nur sehr schwer los und verkrampft sich an unvorhersehbaren Stellen, wodurch dann alles noch schlimmer wird und er dann auch relativ deutliche Abwehrreaktionen zeigt.

    Natürlich habe ich schon mit verschiedenen Tierärzten die aktuelle Lage besprochen und auch teilweise schon gehandelt.

    .) Zähne wurden gemacht
    .) Pferd wurde vollständig geröntgt, um andere Probleme ausschließen zu können (es liegt wirklich "nur" dieser Befund im Rücken vor - sonst 1er TÜV) -> laut TA ist diese Form von Kissing Spines eine reine Management-Sache
    .) Sattel wurde angepasst und von verschiedenen Pferdeleuten überprüft
    .) Haltung und Fütterung wurden optimiert (täglicher Koppelgang, Führanlage, Aquatrainer, Paddockbox)
    .) Chiropraktische und physiotherapeutische Behandlungen

    Mir wurde empfohlen in weiter aufzubauen und über diese "Spannungsmomente" -wo er kurz mal bockt, steigt oder mit dem Kopf umherschleudert- drüberzureiten und das (so gut es geht) zu ignorieren. Grundsätzlich finde ich ja auch, dass dem Pferd nur durch angepasstes Training geholfen werden kann. ABER ich muss auch sagen, dass es mir auch teilweise etwas zu gefährlich wird.
    Pferd beginnt zu blockieren -> ich erhöhe etwas den Druck, um aus der Situation herauszukommen -> Pferd steigt = unangenehme Situation

    Wenn ich das Pferd jetzt einfach stehen lasse, ist natürlich auch keinem geholfen. Denn wer rastet, der rostet und durch die schwindende Muskulatur wird er selbst als Koppelpferd Schmerzen bekommen - das ist soweit klar. Somit muss ich einfach eine Lösung für Pferd und Reiter finden, die funktionieren kann.

    Aus veterinärtechnischem Standpunkt gäbe es -laut meinen TÄ- verschiedene "klassische" Optionen: Rücken spritzen lassen; wochenweise mit Schmerzmitteln arbeiten; Magnetfelddecken; Kräuter (Ingwer, Teufelskralle), ...

    Also ihr seht diesbezüglich stehen uns noch ein paar Türen offen und letztlich muss ICH mich entscheiden und festlegen, wie wir weiter vorgehen. Aber ihr würdet mir wahnsinnig helfen, wenn ihr mir Tipps/Ideen/Anregungen mitgeben könntet. Vielleicht habt ihr ja schon ähnliche Situationen erlebt? Was hat bei euch geholfen? Was sind eure Erfahrungen zu diesem Thema?

    Freue mich über jeden einzelnen Beitrag! Vielen Dank im Voraus!
     
  3. Charly K.

    Charly K. ...ich bin doch nicht kreativ. Mitarbeiter

    @lino34:
    3 Beiträge unter Deinem gab es das Thema erst vor wenigen Wochen und Tagen.
    Ich hab mal zusammengeführt - vielleicht magst Du mal nachlesen. ;)


    LG, Charly
     
    pjoker gefällt das.
  4. Mirage

    Mirage Bekanntes Mitglied

    Hallo Lino, interessant wäre noch, von welchen Zeiträumen wir seit dem Kauf über positiven Aufbau bis hin zum umschlagen ins negative haben.

    Mein erster Gedankenansatz nach dem Lesen wäre die Frage, wie oft der Sattler zur Kontrolle kommt, da bei einem Pferd mit so einem Befund besonders strikt der Sattel im Auge behalten werden muss, d. h. spätestens alle 3 Monate eine Sattelkontrolle durch den Fachmann stattfinden muss während des muskulären Aufbau´s, später kann man die Intervalle ausdehnen, aber am Anfang verändern die sich sehr flott in relativ kurzer Zeit, ergo muss da der Sattel öfters wirklich geprüft und ggf. direkt wieder angepasst werden.

    Mein zweiter Gedankenansatz wäre der Punkt, wie oft das sich ja als sehr positiv herausgestellte Longieren ohne Reiten stattfand und wie oft dann mit Hinzunahme des Reitens. Und wie lange die Reiteinheiten zu Beginn waren und wie sie jetzt sind.

    Denn eine zuerst super positive Entwicklung und dann umschlagen ins Negative zeugt davon (sofern der Sattel wirklich unter strenger Kontrolle ist), dass ab einem gewissen Punkt etwas vermehrt hinzu kam, was eben noch zu früh war und somit den Rückschlag verursachte.
     
    Lorelai gefällt das.
     
  5. Schokokeks

    Schokokeks Bekanntes Mitglied

    Ich habe wirklich gute Erfahrungen mit anspritzen gemacht und dann aber auch richtig arbeiten.
    Viel Stangen und Cavaletti Arbeit. Gymnastik springen...
     
  6. Melli130

    Melli130 Fuchsfurminator

    Stangen, Stangen, Stangen.
    Aber erhöht.
    Das tut dem Rücken richtig gut.
    Viel bergauf und bergab.
    Nur die Arbeitsphase reiten, warm und trocken führen.
    Ich vermisse ein wenig die Abwechslung.
    Ein bisschen viel Longe für meinen Geschmack.
    Geht ihr ins Gelände?
     
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