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Erfahrungsaustausch verladeschwierige Pferde

Diskutiere Erfahrungsaustausch verladeschwierige Pferde im Pferde Allgemein Forum; Hi liebe Foris, Aus aktuellem Anlass dachte ich mir ich frag mal wer auch ein verladeschwieriges Pferd hat und was ihr für Versuche und...

  1. baloubienchen91

    baloubienchen91 Inserent

    Hi liebe Foris,

    Aus aktuellem Anlass dachte ich mir ich frag mal wer auch ein verladeschwieriges Pferd hat und was ihr für Versuche und Erfahrungen gemacht habt.

    Ich bin Besitzerin eines 17 jährigen Pferdes. Als ich mein Pferd vor 3 Jahren gekauft habe war es schon eine Katastrophe und nicht möglich ihn in den Hänger zu bekommen. Letztendlich mußte ich damals das Pferd vom TA sedieren lassen sonst wären wir warscheinlich immer noch nicht umgezogen. Das Sedieren würde ich nie mehr machen!!!:nah:

    Habe vor drei Jahren (drei Monate vor dem geplanten Umzug) ihn selbst versucht an den Hänger zu gewöhnen, mit Futter, seinem Lieblingspferd, mit zwei Longen hintenrum,... und nix hatte damals geklappt.:no:

    Nun möchte ich in einem halben Jahr in den Urlaub mit Pferd fahren und dachte mir wir üben das ganze mal. Damit das Pferd auch wirklich in Ruhe und ohne Angst auf den Hänger geht habe ich jemanden in unseren Stall kommen lassen zum Verladetraining.

    Spannende Sache sag ich Euch!!!Am ersten Tag hat sie zuerst vom Boden aus mit ihm gearbeitet ohne den Hänger miteinzubeziehen. Wahnsinn was man mit der richtigen Körperhaltung, Drehung der Schultern,...alles machen kann!!!Das muß ich jetzt auch lernen:smile:

    Vom Boden aus hat mein Pferd keine Angst, ich kann ganz dicht an den Hänger rangehen und er stellt auch schon mal ein Vorderbein auf die Rampe. Nur wenn er hinein soll kommt das Weiße in den Augen durch...P wie Panik bei ihm.

    Jetzt nach dem dritten Training sind wir immerhin schon so weit das er in den Hänger reingeht, ca 2 min längsten drinnen stehen bleibt und dann geht er schnell rückwärts wieder raus. Okey, ganz rein ist übertrieben, die Hinterfüße stehen noch auf der Rampe und man kann noch nicht die hintere Stange zumachen.

    Das wird bestimmt noch eine Weile dauern bis mein Dicker freiwillig und entspannt in den Hänger geht, oben die Ruhe behält und mich kostet das bestimmt auch noch jede Menge Nerven und Geld:yes::smile:
     
  2. sidocelline

    sidocelline Inserent

    Nach einer Fahrt über eine ziemlich schlechte Strasse (ohne das was Schlimmes passiert wäre) ging meine Stute auch nicht mehr auf den Hänger. Mit den Vorderhufen auf der Rampe und dann ging garnichts mehr. Sie wurde zwar nie blöd dabei, aber total stur. Kein Zentimeter mehr vorwärts.

    Wir haben dann sehr lange und mit viel geduld mit ihr geübt und haben uns als Hilfsmaßnahme das Halfter von Monty Roberts geholt. Ich weiss nicht, ob das einen bestimmten Namen hat. Jedenfalls hat das über der Nase ein zweites Band mit jeweils einen Ring am Ende. Da wird der Halfterstrick eingehakt. Das Pferd wird ganz normal an oder auf den Hänger geführt und dabei ausgiebig gelobt. Sobald das Pferd rückwärts geht, zieht der Riemen über der Nase sich zu. Man soll kurz dagegen halten, damit das Pferd merkt, dass es unangenehm wird, wenn es rückwärts vom Hänger wegdrängt. Dann soll man aber sofort nachgeben und das Pferd runtergehen lassen. Und dann wieder einen neuen Versuch starten.

    Wir haben bestimmt bald ein halbes Jahr geübt. Wichtig ist viiiel Geduld und jeden kleinsten positiven Schritt ausgiebig loben. Und nicht aufgeben, auch wenns nur langsam vorwärts geht oder auch mal einen Schritt zurück.

    Heute geht unser Pferd wieder ganz vertrauensvoll hinter uns auf den Hänger und bleibt stehen, so dass man ungefährdet die Stange einhängen und die Klappe schliessen kann. Aber es hat lange gedauert, das Vertrauen wieder herzustellen und ich bin mir sehr sicher, dass sie nicht hinter jemand anderes auf den Hänger gehen würde.
     
  3. Krambambuli

    Krambambuli Inserent

    Hallo,, habe auch ein den Umständen entsprechend verladeschwieriges Pferd!!
    Also, muß er allein mit Trennwand auf den Hänger geht er gar nicht drauf ,nimmt man die Trennwand ganz raus geht er gut rauf.(Ist ein Platzangst Problem)
    Wenn es wieder rausgeht muß man ihn auf den Hänger umdrehen noch bevor
    die Rampe unten ist (denn er kann sonst wie ein Kattapult rückwärts runter
    schießen!!) Fährt seine Lieblingstute mit geht er auch ohne zu zögern rauf
    (da ist aber die Trennwand drin) beim Fahren steht er immer wie ne Eins.
    Nur beim runtergehen ist es dann wieder schlimm umdrehen geht ja dann nicht
    also muß man ihn dann mit irgendwas ablenken damit er ruhig stehen bleibt um hinten ganz leise die Rampe und die Sicherheitsstange lösen und auch dann kann
    er immer noch sehr schnell runter laufen. (Platzangst bei ihm)
    Hoffe ich konnte es gut erklären!! Achja wir hatten auch schon ein Hänger mit
    zusätzlicher Vorderrampe ausgeliehen da war das Ausladen nie ein Problem
    viele Grüße Simone
     
  4. getmohr

    getmohr ************

    Hab ein ähnliches Problem mit meiner Stute, lässt sich easy einladen und fährt auch absolut ruhig mit, aber beim ausladen drängelt sie gegen die hintere Stange und schießt dann wie der Blitz rückwärts aus dem Hänger. Wäre da für Tipps dankbar!!
     
  5. Texas

    Texas Inserent

    hey,

    ich hatte oder habe auch ein verladeschwieriges pferd.wir haben das so angefangen das der hänger beim training auf dem platz stand und das pferd immer am training pause machen durfte.dann haben wir ihn immer um den hänger herumgeführt,der kreis wurde immer enger gemacht bis er vor der rampe stand.an der rampe hat es dann ewig gedauert,viel ruhe gedult leckerli und i-wann ist er drin.am besten noch ein kumpel zum training holen der gern in den hänger geht.und wenn er dann drinn ist klappe mal zu und fressen lassen.und das ganze natürlich mehrmals wiederholen.
    er ist schon oft mit hänger gefahren aber manchmal hat er so vasen da denkt man er hätt noch nie einen hänger gesehen.wollte es jetzt mal so ausprobieren das ich ihn jede woche einmal reinstelle,das über ein längeren zeitraum.da wir nicht oft mit hänger fahren,denke ich das die zeit abstände zwischen unseren hänger touren einfach zu gross sind.
    hab bis jetzt alles mit ihm geschafft und hoffe das wir das problem jetzt endlich mal überwinden.hab nämlich kein bock mehr wenn eine hänger fahrt ansteht erst wieder ne woche training mit hänger zu machen.was soll ich erst machen wenn er mal in die klinik muss,kann ja dann nicht erst ne woche üben:1:
     
  6. Furina

    Furina Inserent

    Meine ging immer scho schwer in den Hänger. Longe oder andere Hilfsmittel haben nur zu gebrochenen Kniescheiben anderer geführt aber keinen Erfolg. Nachdem wir dann zwei Stunden auf nem Turnier im strömenden Regen versucht haben sie zu verladen und sie einfach nicht reinging haben wir ihr nen Pulli über den Kopf und zack ging die rein, als wäre nichts gewesen.
    Seitdem nur noch mit Pulli. Da mögen jetzt viele argumentieren "das ist doch viel zu gefährlich"... ich sag nur: das muss man gesehen haben. Ich führ das Pferd und auf Kommando "ACHTUNG" weiß sie, dass es die Rampe hochgeht und hebt ihre Beine etwas höher. Gestolpert ist sie bisher noch nie und es is die stressfreieste Methode, die mir zur Verfügung steht.
    Ich hab tagelang geübt, stundenlang ohne Erfolg. Mit Pulli geht sie sofort rein. Und wie Texas schon sagt: Wie soll ich sie denn - wenn se in die Klinik muss und zwar schnell - sonst in nen Hänger bekommen, wenn se nicht freiwillig mitgeht...
    Zwingend empfehlen würd ich diese Variante aber keinem bzw. ich wills nicht als non-plus-ultra hinstellen. Jedes Pferd hat andere Knöpfe, die anders gedrückt werden müssen!
     
  7. baloubienchen91

    baloubienchen91 Inserent

    Hi,

    ich bin total glücklich. Nach dem vierten Verladetraining stand mein Pferd auf dem Hänger. Wir haben mehrere Versuche gebraucht, weil er immernoch nicht weit genug drinnen stand, und sowie er gemerkt hat das die Stange an seinem Hinterbein ist, ist er wieder rückwärts raus. Viermal war er dann weit genung drinnen und ich konnte die Stange zumachen.:smile:

    Hatte totale Angst was dann passiert wenn er merkt er kommt nicht raus, doch ich war positiv überrascht. Er blieb einfach stehen, testet mit dem Po mehrmals die Stange und blieb sonst einfach relativ ruhig. :spinny:

    Zm Schluß des vierten Trainings stand er dann oben, mit Stange drinnen, wir sind rausgegangen und er hat sich zum ersten Mal richtig für den Hänger interessiert und ihn untersucht, geguckt, geschuppert,...:yes:

    Und dann kam das Highlight,...ich hätte es besser wissen müssen. Mein Pferd scharrt nie mit den Hufen, es sei denn er hat ein Bedürfnis. Als er anfing zu scharren dachten wir er hat keine Lust mehr und will raus (was ja auch irgendwie stimmte) wir sagen von draußen klar und deutlich nein...er sollte aufhören zu scharren,...und keine 30 sec später machte es pppppsssssssss, da hat mein Pferd doch tatsächlich auf dem Hänger seine Blase entleert. Das war ein super Teich,... macht Spaß das dann sauber zu machen!:1:

    Habe mich aber total gefreut, denn dafür muß man ja richtig entspannt sein, haben ihn ausführlich gelobt und dann auch aufgehört für den Tag.:wink:

    Nun geht es nächste Woche weiter, dann muß noch die Klappe zu, wir müssen noch fahren üben, woanders auf- und abladen üben,...:err:

    Bin total happy!!!
     
  8. Bella20

    Bella20 Neues Mitglied

    Also ich habe auch ein verladeschwieriges Pferd und in jedem eurer Beiträge erkenne ich einwenig mein Pferd wieder.

    Bei meinem Pferd ist das Problem am Anfang der Turniersaison geht er prima auf den Hänger, zwar bleibt er kurz auf der Klappe stehen, aber dann ruckzuck ist er oben. Tja nun fahren wir aber gut alle 14 Tage zum Turnier und es wird von Turnier zu Turnier immer schlimmer. Er steht ganz stur auf der Klappe, Ohren nach hinten (aber nicht böswillig dabei) und rührt sich keinen Zentimeter. Tja ab einem gewissen Punkt könnte man da echt die Nerven verlieren, aber ich versuche immer ruhig zu bleiben.

    Als dieses Jahr dann die Turniere wieder losgingen, dachte ich mir, bevor er uns wieder so veräppelt, übe ich lieber. Also habe ich es erst mit einem anderen Pferd zusammen versucht, dann einzeln. Und es klappte eigentlich ganz gut!

    Mein Fehler war auch immer, dass ich ihm in die Augen geschaut habe, am besten ist, man geht vor schaut zum Boden oder auf seine Schulter und "zieht " ab und zu leicht am Strick.... So das er weiß, er muss weiter. Vorher beim Verladen hatte ich ja immer jemanden bei, der dann hinten die Stange zumacht und als mein Pferd dann mal wieder stur stehen blieb, schnalzte derjenige von hinten und ich natürlich auch von vorn, und da merkte ich auch, dass das meinem Pferd nicht so recht gefiehl.

    Habe mich dann entschlossen, es mal alleine zu versuchen. Hab mir den Hänger auf eine kleine Wiese auf unserer Anlage sellen lassen und es ganz alleine versucht. Erst bin ich so mit dem Pferd gelaufen, wichtig , finde ich jedenfalls, immer den Kopf gesenkt halten und möglichst nicht in die Augen des Pferdes schauen. Er ist mir überall hin gefolgt, der Strick hing ssehr locker.... bin dann richtung klappe vom Hänger gegangen und und dachte mir: ohne zu stoppen gehst du da jetzt rauf! Er blieb wirklich nur 2 Sekunden auf der Klappe stehen, schaute kurz und dann kam er hinterher. Habe mir auch angewöhnt, wenn ich auf dem Hänger bin und er versucht wieder seine Sturheit durchzusetzen, dann nehme ich ein Stückchen Brot und halte dieses recht weit unten, so dass er nicht in die Versuchung kommt, nach vorne durch die "Fenster" zu schauen. Das heißt, ich bücke mich ein wenig und so nimmt er den Kopf runter und kommt hinterher.

    Ihr werdet es kaum glauben, aber als ich es ein paar Tage später nochmal geübt habe, stand ich so am Rand der Klappe und unterhielt mich mit jemanden. Mein Pferd stand vor der Klappe, er sollte gar nichts machen und auf einmal geht der an mir vorbei und stand auf dem Hänger. Also so gelacht habe ich in meinem ganzen Leben noch nicht!:laugh:

    Tja wichtig ist natürlich, das man immer weiter übt, denn nur weil das Pferd es einmal oder zweimal gut macht, heisst es noch lange nicht das es beim nächsten mal wieder so ist!:wink:
     
  9. Kommt auch immer drauf an, ob die Pferde wirklich Angst haben oder nur bockig sind. Wir haben einen, der geht nur auf den Hänger, wenn man ihn jeden Fuß vorsetzt und hinten noch zusätzlich stützt.Auf den LKW geht er problemlos.
    Dann haben wir einen, der hat einfach keinen Bock, aber wenn man von hinten mit der Gerte droht, geht er rauf.
    Manche gehen lieber, wenn bereits ein Pferd oben steht, manche lieber, wenn die Trennwand beiseite ist. Die meisten gehen lieber auf einen LKW, weil der geräumiger ist und man als Mensch seitlich neben dem Pferd bleiben kann und nicht den Weg versperrt.
    Manche lassen sich mit Longe oder verschränkten Armen unterm Hintern verladen, andere mit einem beherzten Klaps mit der Gerte.
    Wichtig ist immer, dass man selber nicht zögert oder dem Pferd den Weg versperrt. Und dann muß man halt herausfinden, mit welcher Variante das Pferd sich am Besten verladen lässt.
    Normalerweise wird das Verladen mit mehr Routine immer leichter. Wird es - wie im o.g. Fall - schwieriger, dann würde ich behaupten, dass das Pferd "sauer" ist. Also Verladen mit etwas Negativem verbindet und darauf keine Lust mehr hat. Man sollte also auch immer darauf achten, dass die Pferde Verladen mit Positivem und nicht negativem verbinden.
     
  10. baloubienchen91

    baloubienchen91 Inserent

    Neues vom Verladetraining:

    wir hatten jetzt unser 6tes Training. Ich habe vorher schon 20 min selbst Bodenarbeit mit ihm gemacht, dann haben wir den Hänger geholt und nach keinen 5 min stand das Pferd auf dem Hänger, Stange zu, Klappe zu und wir sind ein kleines Stück gefahren.:spinny:

    Da man nicht direkt an der Weide abladen kann mußten wir am Ende der angrenzenden Staße abladen, er stand ganz ruhig auf dem Hänger, hat brav gewartet, ist ganz langsam rückwärts runtergegeangen, stand noch ein Weilchen auf der Rampe und dann durfte er auf die Weide.

    Ein tolles Gefühl ein Pferd zu haben was nicht mehr so viel Angst vor dem Hänger hat und ohne Gewalt und andere Tricks rauf geht. Nun müssen wir noch daran arbeiten das man ihn alleine hochschicken kann (bisher ist einer vorweg gegangen), denn was macht man wenn man alleine verladen muß?

    EIn Glück das mein Pferd so gerne frißt, jetzt hat er gelernt das es oben was leckeres gibt und man die paar Meter zur Weide auch fahren kann satt zu laufen.:1:

    Kann aber nur jedem raten die Beine immer einzupacken. Hätte ich das nicht gemacht wären schon zwei Eisen ab und ein Bein abgeschürft!

    Lg Baloubienchen
     
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