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Erstes eigenes Pferd

Diskutiere Erstes eigenes Pferd im Pferde Allgemein Forum; Hallo miteinander! Es gab keine Überkategorie in die meine Frage wirklich reinpasst, am ehesten noch diese hier. Bitte verzeiht mir also, wenn...

  1. AussieSam

    AussieSam Neues Mitglied

    Hallo miteinander!

    Es gab keine Überkategorie in die meine Frage wirklich reinpasst, am ehesten noch diese hier. Bitte verzeiht mir also, wenn mein Beitrag hier falsch ist :wink:

    Ich habe ein „Luxusproblem“ zu dem ich im Moment einfach keine richtige Lösung weiß, und hoffe, dass ich durch viele Meinungen und Erfahrungsberichte zumindest eine Tendenz feststellen kann.

    Es geht darum, dass ich mir nun wirklich endlich den lange gehegten und wirklich gut überlegten Wunsch vom eigenen Pferd erfüllen möchte. Dass es ein Haflinger werden wird ist schon lange klar, und auch wenn ich am Anfang noch ganz klar dazu tendiert habe mir eine Stute zu kaufen, habe ich meine Einstellung nun mittlerweile geändert und es soll ein Wallach werden.

    Nun habe ich mehr oder weniger 2 Pferde zur Auswahl, auch wenn das bedeutet dass der Teil, auf den ich mich unter anderem am Meisten gefreut habe (Anzeigen durchforsten, viele Pferde anschauen, Probereiten) ausfällt, bin ich mit meiner Auswahl dennoch zufrieden.

    Es geht darum, dass ich mich immer mehr und mehr in mein Lieblingsschulpferd (ca. 7 Jahre alt) verliebt habe und immer öfter mit dem Gedanken spiele, ihn auch wirklich zu kaufen. Auch von vielen meiner Mitreiterinnen werde ich immer wieder gefragt wann ich ihn denn nun endlich kaufe, denn man sieht dass wir total ineinander verliebt sind und passen wohl auch gut zusammen.
    Der Nachteil hierbei ist, dass ich eine der wenigen bin, die ihn wirklich gerne mag, denn er hat schon einen ausgeprägten Haflingersturkopf und hat diesen durch die ständig wechselnden, verschieden starken Reiter auch perfektioniert. Das heißt, ich kaufe auf jeden Fall kein perfekt erzogenes Pony. Auf der anderen Seite aber habe ich einfach das Gefühl, dass er eine wirkliche Freude daran hätte, eine eigene Bezugsperson zu haben, und auch mehr Beschäftigt zu werden (er ist sehr geschickt und sucht sich ständig selber Beschäftigungen, ich könnte mir vorstellen dass auch Zirkuslektionen und Bodenarbeit genau sein Ding wären). Die Frage ist hierbei noch, ob er denn auch „turnierambitioniert“ ist, denn es wäre schon mein Plan, mit meinem Pony auch mal Turniere zu gehen. Ich weiß nur, dass jemand auch schonmal die Lizenzprüfung auf ihm reiten wollte, das heißt bis Lizenzniveau ist er mindestens ausgebildet.

    Das zweite Pferd dass zur Auswahl steht, ist eine Nachzucht meiner Chefin. Der Junghengst steht im Moment in der Junghengsteherde in Ebbs und wird eventuell als Hengst zur Körung ausgesucht. Wenn nicht, dann wäre er zu haben und meine Chefin natürlich froh, wenn er einen guten Platz bekäme. Weitere Vorteile wären, dass es ein Pferd zum selber formen wäre, da er noch komplett roh ist, und auch die sehr gute Abstammung, die genau in die Richtung geht, in die ich auch möchte, würde für den Junghengst sprechen (Wäre ca. ab Februar evt. zu haben, dann vermutlich ca. 3 Jahre alt).
    Die Nachteile hierbei sind, dass er vermutlich wirklich komplett roh wäre, da er bisher nur in der Herde stand und sich vermutlich kaum jemand viel damit beschäftigt hat. Die Kosten, die mit Beritt, Komplettanschaffung der Ausrüstung etc. noch dazukommen würden, sind dazu nicht ganz kalkulierbar. Und bis man einen 3-jährigen mal so weit hat dass man damit auch mal ein paar Turniere gehen kann, dauert auch nochmal eine Weile. Ein weiterer Punkt, der nicht ganz zu vernachlässigen ist, ist meine Chefin – Sie ist keine einfache Persönlichkeit, und ob ich diese jahrelange Verbindung, die dadurch entsteht eingehen möchte, weiß ich auch noch nicht so ganz.

    Das Thema ist leider sehr komplex, ich danke jedem, der sich diesen ganzen Text durchgelesen hat :applaus:
    und freue mich über jede Meinung und jeden Erfahrungsbericht!

    Vielen Dank!
     
  2. Frau Horst

    Frau Horst Bekanntes Mitglied

    Ich würde zum Schulpferd tendieren. Den kennst du in seiner "gesetzten" Form und scheinst auch jetzt, da man von schlechtesten Voraussetzungen ausgehen kann, mit ihm klar. Es wird mit dem wahrscheinlich eher besser werden. Der ist auch noch jung genug mit seinen 7 Jahren, da habt ihr alles noch vor euch. Er hat eine Grundausbildung, bei der du ansetzen kannst. Das ist eine gute Basis, um langsam und motiviert neues zu erarbeiten oder bekanntes zu verbessern.

    Haflinger sind sportlich eh begrenzt, das gilt also sowohl für den ersten, als auch für den zweiten (es ist doch auch ein Hafi, oder?). Das macht turniersportlich nicht wirklich einen Unterschied. Vielleicht ist das Schulpferd ein unentdecktes Talent, vielleicht wird der Junghengst der Kracher, vielleicht ist es aber auch umgekehrt. Bei beiden würde ich nicht auf die ganz große Karriere setzen, dafür ist das die falsche Rasse.

    Der Gedanke, ein Pferd selbst zu formen, steht oft als Anfang einer großen Enttäuschung. Guter Wille reicht da nämlich nicht. Wenn du direkt Beritt mit einplanst, gehst du also davon aus, Hilfe zu brauchen. Dann formt eh der Bereiter, also ein fremder wie beim Schulpferd. Und die Frage ist nicht, wie lange dauert es, BIS dein Pferd Turniere läuft, sondern davor steht erst mal, OB es überhaupt so weit geht. Ich würde generell niemandem als erstes Pferd zu einem rohen raten, der nicht schon vorher mit rohen Pferden zu tun hatte. Für Jungpferde braucht es Erfahrung mit genau diesen, mit "normalen" Pferden umzugehen hat damit wenig zu tun.
     
  3. Mahivo

    Mahivo Bekanntes Mitglied

    Hallo AussieSam,

    das ist natürlich keine ganz einfache Entscheidung :)
    ich würde beim Erst-Pferd tatsächlich zu einem bereits gerittenen tendieren. Ein Pferd kostet zum einen viel Geld bis es alt genug ist geritten zu werden, zum anderen weiß man nicht ob und wie sich das Pferd später überhaupt reiten lässt. Dann wären da auch noch solche Fragen wie wer reitet das Pferd an, musst du es dafür weggeben etc.
    Vielleicht darfst du mit dem Schulpony ja mal eine kleine Turnierprüfung reiten? Dann kannst du gucken wie er das macht :)
    Fraglich wäre auch, ob das Schulpony noch zu verkaufen ist wenn der Junghengst doch gekört wird.

    Letztendlich kannst das nur du entscheiden :) aber mir wäre ein bereits gerittenes Pferd lieber.

    Schöne Grüße
     
    Jasistime und Barrie gefällt das.
  4. AussieSam

    AussieSam Neues Mitglied

    Ihr sprecht gerade genau das an das mir im Moment auch durch den Kopf geht - Bis auf eine kleine Ergänzung, die ich vergessen habe zu erwähnen - ich komme aus Österreich, besser gesagt Tirol, also dem Land des Haflingers - eigene Haflingerprüfingen bzw. andere Haflinger auf Turnieren sind hier ganz und gar nicht unüblich, also sind die Voraussetzungen hier schon gegeben. S*** Springen hatte ich sowieso nicht vor :wink:
    Aber ja, ihr sprecht ansonsten Genau meine Gedanken an!
     
     
  5. nasowas

    nasowas Bekanntes Mitglied

    Ich würde auch eher für das ältere Pferd tendieren, das jüngere ist doch "die Katze im Sack " auch gesundheitlich und wie er unterm Sattel wird weiss noch keiner und den älteren magst du ja sehr . Also wo ist der große Vorteil am Jungen?
    Das selber formen ist sau schwer, gerade wenn man keine Jungpferdeerfahrung hat und auch noch nie ein Pferd hatte (ich spreche aus Erfahrung denn ich habe diesen Fehler gemacht auch wenn ich dann viel Glück hatte und mir geholfen wurde). Die Wahrscheinlichkeit, dass du es selber nicht gut hinbekommst ist leider hoch, nicht weil du blöd bist oder so, sondern einfach mangels Erfahrung.

    Also ich würde klar das Schulpferd empfehlen!
     
    Jasistime, Princess of Diamond und Barrie gefällt das.
  6. Zitrone

    Zitrone Inserent

    Ich würde auch zum Schulpferd tendieren, bei dem anderen kaufst du wie nasowas schon schrieb, die Katze im Sack und weiß nicht, wie der sich mal entwickelt. Was das Zubehör beim Schuli angeht, so bist du da nicht raus, falls du für den Sachen mitbekommst. Vielleicht ist es bei euch anders, aber meist bekommen die Schulpferde nicht das beste und passende Zubehör. Soll heißen, wenn du da die Trense und den Sattel mitbekommst, muss es nicht heißen, dass das auch passt. Also solltest du auch bei dem Schuli noch Geld für die Neuanschaffung von Zubehör mit einplanen.

    Bei dem Jungen wäre bei mir auch der Punkt, dass der von deiner Chefin kommt ein Ausschlusskriterium. Bei der Arbeit ist sie jetzt schon deine Chefin und demnächst dann auch noch in deiner Freizeit? Das wäre mir dann doch zuviel.:wink:
     
    Jasistime gefällt das.
  7. ManicPreacher

    ManicPreacher Gelebte Chaostheorie

    Ich würde zum ersten tendieren, vermutlich ersparst du dir damit viel.
    7 ist ja nun noch kein Alter.
     
  8. Barrie

    Barrie Inserent

    ..ich seh es genau wie die anderen auch: nimm das Schulpferd. Der wird mit Sicherheit feiner.
    Und an allem anderen kann man arbeiten - und das lohnt sich.
    Zu dem 3jährigen: dazu würde ich in deinem Fall als erstem Pferd sogar abraten, das ist völlig unkalkulierbar, was da auch dich zu kommt.
    Und ein 7jähriger Wallach ist grad ausgewachsen - da geht noch viel an positiver Entwicklung..
    Barrie
     
  9. Otterchen

    Otterchen Bekanntes Mitglied

    Ich würde dir auch zum 7-jährigen raten.
    Dadurch, dass du ihn schon kennst und auch weißt, wie er sich unter dem Sattel verhält, bietet er dir sicher viele Vorteile gegenüber dem 3-jährigen. Bei dem jüngeren könnte es ja auch sein, dass er doch zur Körung geht und evtl gar nicht verkauft wird.
    Wenn du den älteren trotz seines Sturkopfes sehr magst, spricht das doch sehr für ihn. Beim jüngeren würdest du erst nach dem Kauf erfahren, wie er so tickt. Für mich liest es sich auch so, als wärst du in den älteren verliebt. Der jüngere müsste erst noch dein Herz erobern und vielleicht ist er vom Charakter gar nicht das Pferd, das zu dir passt.
     
  10. Käfertrulla

    Käfertrulla Inserent

    Ich würde Dir ebenfalls zum Schulpferd raten. Allerdings würde ich Dir genauso raten, dieses auch außerhalb des regulären Schulbetriebes auszuprobieren. Schulpferde sind oft fest in ihrem System drin und da klappt es wunderbar, aus diesem System draußen, können die aber ganz anders ticken.
     
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