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Euer Training

Diskutiere Euer Training im Westernreiten Forum; Hallo ihr lieben :), Ich wollte euch mal fragen was für Übungen und Trainingseinheiten ihr grade macht :) Zb Seitengänge, damit die Hinterhand...

  1. Marli99

    Marli99 Inserent

    Hallo ihr lieben :),
    Ich wollte euch mal fragen was für Übungen und Trainingseinheiten ihr grade macht :)
    Zb Seitengänge, damit die Hinterhand mehr aktiviert wird oder so :)
    Ich brauch nämluch iwie nal wieder neue Übungen :)
    Lg
     
  2. ulrike twice

    ulrike twice Heidemaus

    ich hab defintiv winterpause.
     
  3. Gromit

    Gromit Punktetierbändiger

    Ich wusste gar nicht dass du western reitest, Ulrike...
    Oder kommt nach der Winterpause die Sommerpause usw.?
     
  4. treuerhusar

    treuerhusar Gesperrt

    Ich würde verstärkt an den Dingen arbeiten, bei denen bisher Schwierigkeiten aufgetreten sind.
    Dafür braucht es aber keiner neuen Übungen.
     
  5. Machtnix

    Machtnix Inserent

    Momentan arbeite ich mit meiner Working Cowhorse / Reining Stute an:
    * Seitwärts im Trab und Galopp, sowohl als Schenkelweichen als auch als Traversale.
    * Kruppe herein in korrekter Haltung, ohne Zügeleinwirkung.
    * Außenstellung auf 10m Volten im Galopp.
    * Galopp-Galopp Übergänge (zulegen, einfangen) ohne Zügeleinwirkung.
    * Spin - noch ist das eine HH Wendung aber sauber gelaufen geht über Geschwindigkeit.
    * Fliegende Wechsel (da tut sie sich superschwer, sie hatte schon immer Probleme dabei und läuft auch frei an der Longe lieber Runde um Runde im Kreuzgalopp als umzuspringen). Da sie sich dabei leider gern aufregt, werden die Wechsel nicht zu viel geübt. Hier also Ruhe vor Gelingen.
    * Zur Motivation Stoppen aus dem Trab (mehr gibt der Hallenboden nicht her), sie stoppt super und liebt das.
    * Beginn Umstellung auf Bit und einhändiges Reiten.
    * Reiten in fremder Umgebung.
    Eine normale Trainingseinheit beginnt immer mit 10 Min. Schritt. Hierbei frage ich schonmal den Schenkelgehorsam und Gehorsam auf Sitzhilfen ab indem ich durch gebogene Linien oder Turns die Hand wechsle oder nur abwende. Keine Zügelhilfen.
    Danach folgt das Kruppe herein auf beiden Händen.
    Antraben und locker und ruhig 2-3 Runden auf jeder Hand einfach traben lassen. Danach vorwärts.
    Anschließend Arbeit auf gebogenen Linien, erst in Biegung und Stellung, dann in Außenstellung und Abstellung.
    Gegen Ende fließen die ersten Übungen zum Seitwärts mit ein.
    Danach gehts dann über längere Strecken (ca. 7-15m) seitwärts.
    Das ist eigentlich immer gleich.
    Anschließend Galopparbeit oder Trailtraining.
    Das Thema des Tages entscheidet sich, wenn ich weiß, wie sie so drauf ist.
    Zur Verbesserung der Koordination und des Gleichgewichts baue ich verschiedene Trailhindernisse und viele Stangen auf. Dabei liebe ich Kombinationshindernisse und Stangenmikado.
    Nach meiner Erfahrung ist Trail für Reiningpferde optimal als Ausgleichsdisziplin. Sie müssen nur einige Sonderkommandos zusätzlich lernen (z.B. die Box vs. Spin, das Rückwärts L vs. schnell Rückwärts).
    Ich reite die Stute ca. 3-4x wöchentlich, da auch eine RB reitet. Zusätzlich mache ich viel Bodenarbeit, da die Stute sehr rangnieder, schreckhaft, ein wenig stur und ängstlich (bis hin zur sehr starken Widersetzlichkeit) ist.
    Die Stute braucht extrem viel Zeit. Sie lernt langsam aber was sie dann einmal gut kann sitzt auch und sie macht das dann gern und mit viel Engagement. Fühlt sie sich überfordert, macht sie komplett zu oder wird superhektisch. Daher benötigt sie sehr viel mehr Zeit als andere Pferde.
    Am Boden ist sie recht gut konditioniert (vor dem Anreiten 6 Monate Bodenarbeit). Das Projekt Plane ist fast abgeschlossen. Es fehlt nur noch das Nachlaufen hinter der Plane im Freilauf und das ruhige Stehen bei heftigem Planeschütteln. Das nächste Projekt ist, den Fussball zu kicken. Bevor die eher ängstliche Stute ans Rind oder auf Turniere kommt, soll sie lernen, dass eigentlich gruselige Dinge vor ihr weichen.

    Ihre jüngere Halbschwester ist völlig anders. Sie lernt superschnell und ist sehr einfach zu motivieren. Sie wird noch nicht geritten, trägt aber schon einen Longiergurt oder einen leichten Anreitsattel (erst 1x und das erstmal ohne Gurtung, also nur locker draufgelegt). Da sie ein eher neugieriges Pferd ist und nach 1 Monat Bodenarbeit ihr Grundvertrauen zum Menschen schon super ist, beginne ich mit ihr sie auch in unbekannten Orten, ohne Sichtkontakt zu anderen Pferden, zu bespaßen. Sie macht gut mit. Da mir auch hier langsam die Ideen ausgehen (ich will sie noch nicht anreiten) lernt sie derzeit das Kommando 'Touch' (etwas mit der Nase berühren) und den Fussball zu kicken.
    Das nächste große Projekt mit ihr wird sein, dass sie mich von oben akzeptiert, denn das ist das Einzige, was sie nicht mag. Kaum bin ich in einer erhöhten Stellung, mag sie sich nicht seitlich zu mir stellen. Diese Arbeit hat jedoch noch etwas Zeit, zuvor werden noch verschiedene Dinge auf ihrem Rücken platziert.
    Vermutlich bin ich auch bei ihr nicht der erste Mensch, der aufsteigt, denn sie zeigt, dass sie Dinge von oben völlig locker (ohne Halfter) und ruhig akzeptiert, wenn ich neben ihr stehe.
     
  6. Marli99

    Marli99 Inserent

    Das ist sehr interessant und hilfreich :) danke!
     
  7. Machtnix

    Machtnix Inserent

    Danke Marli

    So, wir haben etwas Neues.
    Aus aktuellem Anlass haben wir das Trainingsprogramm geändert. Sie soll ja langsam auf Bit umgestellt werden. Daher haben wir das Rückenanheben mit gleichzeitigem Halssenken vorgezogen.
    Der Rücken wird über den Sporen angehoben, ohne dass das Pferd schneller oder gar klemmig wird. Dieses erfordert eine differenzierte Hilfengebung für vorwärts und Rücken anheben. Das Pferd soll also nicht auf den Sporen gesetzt werden und mit permanent angehobenen Rücken und angespannter Bauchmuskulatur laufen, sondern in Pferfektion auf lockeres Antippen (das passiert bei gutem Sitz durch die Schwerkraft von allein) mit schwingendem Rücken die HH gut untersetzen. Die Stute ist ja sehr lang und hatte beim Anreiten einen enormen Unterhals.
    Das Kopfsenken im Stand auf Schenkeldruck beherrscht die Stute ja schon lange.
    Das Problem dabei ist, dass viele Pferde dann gern fudeln und auf Schenkeldruck zwar den Hals senken, den Rücken aber nicht anheben.
    Hieran wird momentan nur extrem gearbeitet.
    Die Stute hat noch 2 RB's. Normalerweise hat jedes Pferd nur eine RB allerdings ging es hier nicht anders und wird auch noch für mind. 6 Monate so bleiben. Beide RB's müssen sich natürlich mit umstellen und benötigen noch viel Hilfe.
    Nach jedem Reiten der RB reite ich die Stute nochmal kurz nach. Bei mir fundktioniert das auch schon super. Nur am Anfang ist sie noch etwas unruhig, nach ca. 20 Min. läuft sie im Schritt und Trab super. Wenn ich nach der RB reite, läuft sie von Anfang an gut.
    Der Galopp benötigt noch etwas Arbeit, nach ca. 10-15 Min galopparbeit (ich galoppiere normalerweise ca. 30-45 Min. durch) läuft sie aber fast perfekt. Es fehlt nur noch etwas an der Feineinstellung, was später in Angriff genommen wird.

    Die hinteren Slidingeisen wurden jetzt entfernt, da Schnee droht. Daher verzichte ich auf weiteres Stopptraining.
    Das Drehen funktioniert mittlerweile besser. Langsam aber sauberer. Die Geschwindigkeit kommt erst hinzu wenn sie perfekt sauber dreht. Die Geschwindigkeit konnte ich mittlerweile leicht erhöhen und sie bleibt schön von allein im Takt.

    Das Anhalten funktioniert mittlerweile super. Sowohl nur auf das Wort ohne weitere Hilfen, als auch nur über Sitz und Schenkel.

    Da jede Hilfe wie ein Telefon für das Pferd ist, arbeite ich jede Hilfe erst einzeln, bevor ich sie kombiniere.

    Mittlerweile läuft sie sehr schön der Hand nach. Zügel vor - Gas, Zügel zurück - langsamer, Zügel runter - 0 Porsition, Neckreining.
    Das alles funktioniert am komplett durchhängendem Zügel, meist ohne weitere Hilfen.
    Auch am Schenkel ist sie gut. Klopfen - Gas, Sporen - Rücken hoch, Schenkel hinten - Verschieben der HH, Schenkel vorne - Verschieben der VH (meist Turn), Schenkel in Normallage - Arbeit am Rücken und der seitlichen Bauchmuskulatur.
    Bei unruhiger Schenkellage oder zu heftigen Hilfen ohne Gefühl, kickt sie noch manchmal. Das darf sie auch. Nicht nur das Pferd soll feiner in seinen Reaktionen werden, sondern auch der Reiter muss feine Hilfen geben. Da sie nur nicht angemessener Schenkelhilfe kickt, ist das nicht schlimm. Die Korrektur besteht dann aus Truns oder Verschieben der Kruppe ohne Sporeneinsatz um ihr das Vertrauen zum Schenkel wiederzugeben - Korrektur des Reiters.
     
  8. Charly K.

    Charly K. ...ich bin doch nicht kreativ.


    Hallo Machtnix,

    könntest Du das (für mich nicht-Westernler) nochmal genauer erklären?
    Für mich liest sich das so, als würden die Sporen "bei gutem Sitz" bei jedem Pferde-Schritt dasPferd antippen?


    Und ich dachte, Quarter seien als Sprinter gezogen, nicht als Steher...
    Wie alt ist die Stute nochmal?


    Danke & lG,
    Charly
     
  9. Machtnix

    Machtnix Inserent

    Bei Allround gerittenen Pferden wird allgemein der Schenkel nicht weggenommen, sondern liegt locker am Pferd. Fast so wie beim Englischreiten auch. Dieses betrifft vor allen Dingen die Disziplinen HMS (Horsemanship), Pleasure und Trail.
    Der Schenkel liegt also mit Kontakt am Pferd. Durch die Fänder (Bügelriemen), die ja sehr breit sind, wird für das Pferd die Schenkelhilfe ruhiger. Der beim Englischreiten am Pferdelaib reibende Schenkel (Schenkel = Wade, nicht Absatz oder Sporen) fehlt für das Westernpferd. Durch die Auf- und Abbewegung des locker schwingenden Rückens federt auch der Schenkel des Reiters auf und ab. Das ist ja in jeder Reitweise so. Allein durch diese Bewegung lässt es sich bei lockerem und ausbalancierten Sitz nicht verhindern, dass der Sporen leicht das Pferd touchiert. Der Westernsporen sitzt ja sehr viel lockerer als ein fester Englischsporen. Dieses leichte Antippen sollte im Idealfall genügen, so wie eben auch das Reiben des Schenkels.

    Es stimmt, Quarters sind Sprinter. Ein Steher ist ein Pferd, das fast Maximaltempo über einen längeren Zeitraum halten kann und dann für den Endsprint noch genug Kraft hat.
    Man sollte allerdings bedenken, dass auch Westernreiter nicht permanent im vollen Tempo durch die Bahn hechten. Reining gezogene Pferde, sind auf Galopp selektv gezüchtet. Sie sind zudem entsprechend bemuskelt. Das was ein solches Pferd (meine sind im Foundationtyp gezogen, also im alten Typ mit viel Muskulatur, wenig Luft unterm Bauch und gutem Fundament) ungeritten an Muskulatur mitbringt, schafft ein S Dressur oder Springpferd nie.
    Der Galoppsprung ist (wie alle Gänge des Pferdes) viel flacher und schwungloser als bei einem Warmblut und ganz anders als bei einem Barockpferd. Die Pferde werden weder bergauf, noch bergab geritten, sondern in der Waage. Das eben erfordert auch, dass der Rücken gut schwingt und die Hüfte unter den Schwerpunkt abgekippt wird. Der Kraftaufwand, den das Westernpferd allein vom Bewegungsablauf benötigt, ist also sehr viel geringer.
    Ein trainiertes Pferd ist durchaus in der Lage mal eine Stunde locker durchzugaloppieren ohne gleich völlig fertig zu sein.
    Es gibt sogar Reiningtrainer, die nur Schritt und Galopp reiten und auf Trab völlig verzichten (was ich persönlich nicht gut finde, denn alle GGA sollten bei einem Pferd gleichgut trainiert werden, allerdings leiden die Pferde nicht darunter und werden dadurch auch nicht kaputt geritten.).
    Die Stute, über die ich hier geschrieben habe, ist 6 Jahre alt. Sie zeigte schon früh - vor dem Anreiten- dass sie den Galopp absolut bevorzugt und löst sich in dieser Gangart am Besten. Galoppiert sie, schnaubt sie sofort ab und ist danach wunderbar locker.
    Dieses habe ich bei allen meinen Reining gezogenen Pferden. Es brauchte bei der Stute schon Einiges an Arbeit, bis sie lernte, sich auch im Trab zu lösen.

    Zur Verdeutlichung hier mal ein Bild von unserem damals 7-jährigen Hengst. Er ist zu dem Zeitpunkt nicht voll auftrainiert, wurde aber regelmäßig geritten.
    DSC_4114 (640x425).jpg
    Schau mal allein die Bemuskelung der Beine an. Hier steckt Kraft pur. Bei einem solchen Pferd bekommt man nicht jede Muskelgruppe durch 10 Min. Trab aufgewärmt und locker.

    Hier mal ein Bild meines damalig 8-jährigen Turnierpferdes. Die Muskulatur der Brust, Ober- und Unterarm ist deutlich zu erkennen.
    Mini Wiese Galopp 2012 (640x427).jpg
    Auch auf dem Bild ist sie nicht voll auftrainiert, sondern wurde 4x wöchentlich auf ca. 60-70% geritten.

    Und noch Bilder.
    Das ist eine Stute. Einmal 3-jährig und roh, dann mit 9 Jahren und tragend bei ihren gymnastischen Übungen, wenn das Fohlen mal wieder Quatsch machte - sie war aufgrund eines TA Fehlers nie reitbar.
    P1140026 (640x479).jpg P1010115.jpg


    Vielleicht hilft das, diese Pferde ein wenig besser einzuschätzen. Ich freue mich immer, wenn Jemand Interesse an dieser Rasse zeigt und wirklich mal nachfragt.
     
  10. Marli99

    Marli99 Inserent

    Wenn man bei euch so mitliest merkt man erst wie wenig ahnung man eigentlich hat
     
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