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Eure Erfahrungen mit Arbeitsteilung im Pferdestall?

Diskutiere Eure Erfahrungen mit Arbeitsteilung im Pferdestall? im Haltung und Pflege Forum; Hallo, was habt ihr für Erfahrungen mit selbstversorgerstallgemeinschaften bzw. Gemeinschaftlicher Haltung mit Mistdienst, füttern usw. In...

  1. Gromit

    Gromit Punktetierbändiger

    Hallo,
    was habt ihr für Erfahrungen mit selbstversorgerstallgemeinschaften bzw. Gemeinschaftlicher Haltung mit Mistdienst, füttern usw. In Offenställen gemacht?
    klappt die Zusammenarbeit? Seid ihr zufrieden? Wie organisiert ihr euch?

    Ich bin gerade dabei meine 2 Pferde nur noch alleine zu halten, weil es in einer 4er Gruppe von den Leuten her irgendwie nie passt. Die meisten fangen vielversprechend an, sind irgendwann aber einfach nur noch bequem und machen gerade das allernötigste, bzw. Manchmal noch nicht mal das.

    ein paar Beispiele:

    heunetze füllen ist zu anstrengend
    wasserbottiche reinigen ist zu anstrengend
    weidezaun wird durch falsches einhängen lahmgelegt, kein Interesse daran sich zu merken wie ein Zaun funktioniert
    putzplatz wird nicht gekehrt
    pferdeäpfel werden nur als Haufen gemistet, vertrampelte Äpfel kann man liegen lassen
    nasse stellen einstreu sollen andere entfernen
    schneeräumen im Winter sollen andere machen
    pferde werden aus versehen vom Stall weggesperrt, kein Heu und wasser
    stalltor wird offen gelassen, haben die Kinder vergessen...
    gefährliche kleinteile, für Pferde verschluckbar,werden wiederholt im Stall liegen gelassen
    futter wird trotz Hinweis offen in der sattelkammer liegen gelassen- mäuseplage
    Termine werden nicht eingehalten
    sonderarbeit wie koppelpflege, zaunreparaturen kann man nicht machen, weil zu anstrengend und zeitintensiv


    Die meisten Leute freuen sich über den günstigen Preis und den tollen Stall. Im Vorgespräch wird genau besprochen was alles wie zu erledigen ist, welche Sonderarbeiten anfallen usw.
    Nur nach einiger zeit hält sich kaum noch einer an die Absprachen...

    Wie läuft es bei euch?
     
  2. Steady

    Steady Nur echt mit dem Q!

    Guten Morgen,

    ich habe bisher noch keine so schlechten Erfahrungen damit gemacht.
    Die Zusammenarbeit in dem Offenstall, in dem mein langjähriges RB-Pferd stand, funktionierte gut bzw. es hatte einfach auch zu funktionieren, da die Pferde in dem Offenstall u.a. für die Therapie genutzt wurden, sprich, wir hatten unter der Woche immer die integrativen Kinder- und Erwachsenengruppen und die intensiver zu betreuenden Einzelpersonen mit den Eltern da.

    Jeder (ob nun Besitzer oder RB), hatte einen bzw. 2 feste Tage in der Woche, an dem man "Stalldienst" hatte.
    Inbegriffen waren:

    -Abäppeln / den Unterstand fegen
    - Wasserstand kontrollieren (gegebenenfalls die vordere Wanne auffüllen und dem SB melden, dass der Wasserwagen neu befüllt werden muss)
    - Falls das Heu leer war: Heunetz entfernen und in den Schrank legen, ebenfalls dem SB bescheid sagen / Falls gerade ein neuer Ballen gebracht wurde: Heunetz darüber spannen/befestigen
    - Im Sommer: Die angeschlossene Weide abäppeln / Brennnesseln ausrupfen (war jedoch kein Muss)
    - Futterzubereitung und Fütterung der Pferde (dazu hatten wir einen Futterplan, Änderungen wurden darin schriftlich festgehalten bzw. telefonisch abgeklärt)

    Für größere Aufgaben wie:

    -"Frühjahrsputz"
    -Stallrenovierung
    - Wiese umstecken
    etc.

    haben wir uns immer alle gemeinsam bzw. 2 bis 3 Personen getroffen und gewerkelt.

    Es war körperlich gut zu ackern, dafür musste ich zu der Zeit aber auch keinen Cent bezahlen.

    Bei meiner jetzigen RB gibt es auch "Paddockdienst", jeder hat wieder seinen festen Tag in der Woche.
    Aufgaben hier sind:

    - Wasser auffüllen
    - Paddock abäppeln
    - Heu für den nächsten Tag in die Raufe füllen (haben nur so eine etwas kleinere, "kastenförmige")

    Das funktioniert auch ganz gut.
    Wer an seinem "Paddockdienst"-Tag mal nicht kann, muss das vorher abklären und wer aus der Reihe tanzt und "herum schludert", wird darauf hingewiesen und muss, falls es überhaupt nicht funktioniert, eben den Paddock wechseln.
    Wir sind da eine sehr "penible" kleine Paddockgemeinschaft, teilweise gibt es aber auch echte "Chaoten", die ihren Paddock selten bis gar nicht abäppeln und kein Heu dort zufüttern wollen bzw. einfach zu gemütlich sind, was ich dann schon sehr grenzwertig finde, da die Pferde schließlich den ganzen Tag über dort stehen und abends in der Box hauen sie sich dann die Kutte voll und das Ende vom Lied ist ja jedem bekannt.

    Die SB stellt für die Paddocks allerdings auch kein Heu mehr zur Verfügung, weil wohl zu verschwenderisch damit umgegangen wurde bzw. die Pferde über die Hälfte zertrampelt haben, deswegen müssen die Pferdebesitzer der Paddockgruppen theoretisch selbst zusammenlegen (bei uns waren das um die 20 Euro für jeden Pferdebesitzer, RB's ausgeschlossen) und sich selbst welches kaufen, das mit der Lagerung auf dem Hof ist dann nicht das Problem.

    Also, ich hatte bisher wohl ziemlich Glück, wie es scheint.
    In so einer kleinen Gruppe hätte ich auch eher vermutet, dass da vielleicht einer mal aus der Reihe tanzt, aber dass sich dann alle mit der Zeit so gehen lassen und es ihnen scheinbar egal ist, ob ihre Pferde dann eben mal im Dreck stehen bleiben oder irgendwann im losen Zaun hängen, ist mir unbegreiflich bzw. die Tatsache, dass einem somit auch die Pferde der anderen "schnuppe" sind.

    Pferdehaltung ist auch Teamarbeit.

    Es sei denn, man hat das Glück und das Geld dazu, sein eigenes Projekt aufziehen zu können.
    Zwar lädt man sich die ganze Arbeit somit selbst auf, aber man kann dafür auf Eigenverantwortung schalten und walten, wie man "lustig" ist und zieht niemand anderen mit in die Misere oder wird von jemand anderem hinein gezogen, wenn mal etwas nicht rund läuft.


    Muss noch hinzufügen, dass in der Offenstallgemeinschaft auch viel selbstständig gemacht wurde, also, dass der Putzplatz nach dem Benutzen gefegt und dass alles ordentlich hinterlassen wurde. Da musste nie jemand sagen: "Hier, wär' es mal möglich, dass...", oder "Kannst du vielleicht mal bitte..."

    Auf meinem jetzigen Hof, der ja um einiges größer ist, geht es schon chaotischer zu und natürlich gibt es hier und da auch mal mehr Reibereien.
    Was ich aber sehr positiv finde, sind unsere "verstreuten", kleinen Stalltrakte, vor allem die beiden hinteren Paddockställe sind richtig schön ruhig, sauber und angenehm.
    Im Hauptstall ("Durchgangsstall") wäre mir zu viel Trubel.

    Den 6er-Stall, in dem meine RB steht, nennen wir liebevoll den "V.I.P.-Stall".
    Wir sind überwiegend "Geländegurken" und es passt von der Konstellation her richtig gut.
    Die Leute sind da, ähnlich wie bei Josy, auch sehr bemüht, dass es untereinander funktioniert und passt und wir den Frieden in unserer "kleinen Stallwelt" wahren, wenn schon draußen auf dem Hof ab und zu mal der kleine Krieg tobt.
     
    Zuletzt bearbeitet: 15. Feb. 2013
  3. Josy

    Josy "Mein Name ist Else. Ich bin Hypochonder." Mitarbeiter

    Hi,

    ich steh ja auch in einer Haltergemeinschaft. Bei uns läuft es so ab: jeder hat unter der Woche einen festen Abend und oder Mittag, an dem er Stalldienst hat. Wochenende wechseln wir uns alle ab, das heißt jeder trägt sich in den Kalender ein, wann er Zeit hat. Stalldienst beinhaltet bei uns folgendes:

    Mittag:
    Halle (also quasi Stall *g*) und Paddock abäppeln, Heu füttern. Das war's. Klingt wenig, ist aber eine schön zeitaufwendige Beschäftigung bei 12 Pferden.

    Abends:
    Halle und Paddock abäppeln (das ist ja nicht mehr so viel Mist, da ja Mittags ordentlich gemacht wurde) + Boxen sauber machen (da stehen die Pferde nur drin wenn jemand in der Halle reitet und zum Kraftfutter fressen), Heu und Kraftfutter geben, die Katzen füttern, "Stallgasse"/Sattelkammer fegen.
    Plus natürlich kleine Sonderaufgaben, reparieren wenn was kaputt ist und so weiter. Aber dafür braucht's keinen Stalldienst, das macht jeder wenn er "Handlungsbedarf" sieht.

    Für größere Aufgaben (wie von Steady genannt) treffen wir uns auch immer alle gemeinschaftlich und dann packen alle gemeinsam an. Dafür gibt's danach auch immer Kuchen ;-) und gemütliches Beisammensein.

    Ich muss echt sagen, dass unsere Stallgemeinschaft super funktioniert. Keiner ist sich zu schade für irgendwelche Aufgaben oder ist zu faul, jeder fasst da an wo er Arbeit sieht, ob er nun Stalldienst hat oder nicht.
    Wenn einer mal keine Zeit hat oder krank ist, findet sich auch sofort jemand der für ihn übernimmt, bei uns wäscht einfach eine Hand die andere. Wir sind eine super Gemeinschaft, sowohl persönlich als auch reiterlich alle auf einer Wellenlänge. Ich gerate ins Schwärmen ;-) Ich stand bisher in noch keinem Stall, in dem alles so gut funktioniert hat. Unsere Chefin sucht sich aber auch seeeehr genau aus, wen sie uns in den Stall holt, wenn ein Platz frei ist. Beziehungsweise entscheidet sie das nicht mal alleine, sondern holt sich immer unsere Meinung dazu ein.
    Man kann sagen, wir funktionieren einfach miteinander :)

    LG!
     
  4. Kigali

    Kigali Sternchenreiter

    Da wir mit den üblichen Haltungsbedingungen in hiesigen Ställen mehr oder weniger unzufrieden waren, haben wir uns, mit Freunden, im Sep. 2011 eine kleine Anlage gepachtet.
    Diese Anlage war ein typischer 80 ger Jahre Boxenknast :(
    Alles andere als schön und pferdefreundlich :( Mit viel Phantasie konnten wir uns aber vorstellen, aus den Gegebenheiten einen „Traumstall“ zu basteln ;)
    Im August 2011, einen Monat, bevor unsere Pferde einziehen sollten, begannen wir mit den Umbauarbeiten.
    Das wichtigste war, das die Pferde vernünftig leben können, es wurden Wände eingerissen, Paddocks gebaut und Zäune gezogen. Ich werde das tagelange reinigen der vorhandenen Boxen nie vergessen :( Gut das wir Krankenschwestern im Team hatten, die haben immer für genügend Mundschütze gesorgt :(
    Wir verbrachten alle unseren Jahresurlaub in „unserem Stall“ und was wir alle zwischenzeitlich immer wieder in Frage stellten, haben wir geschafft!
    Ende August 11 konnten unsere Pferde einziehen, aus dem Boxenknast war inzwischen Paddockboxen entstanden, die Weiden und Gruppenpaddocks waren eingezäunt bzw. angelegt.

    Und damit sind wir beim Thema :(
    Da wir 15 Boxen haben, der harte Kern aber „nur“ mit 7 Pferden einzog, wir Grundkosten (Pacht, Strom, Wasser etc.) von ca 1500 € hatten, mussten Einstaller her.
    Schnell hatten wir alle Boxen vermietet und sogar eine Warteliste anlegen müssen.
    Unser Konzept war und ist es bis heute, das Wichtigste sind die Pferde, sie müssen auf der DBT (DBT Horse Ranch so heißt unser Stall ) leben. EINER FÜR ALLE und ALLE FÜR EINEN!!!!

    Heißt, bei uns verdient keiner an dem Stall, wir stehen alle zum Selbstkostenpreis dort. Dafür müssen wir ALLE dafür sorgen, das die Anlage gepflegt ist, die weiteren Umbaumaßnahmen müssen von allen erledigt werden, wenn Heu und Stroh geliefert wird, müssen alle mit anpacken.
    Für die Versorgung der Pferde sind ALLE mitverantwortlich.
    Unser „Chef“ (einer musste den Pachtvertrag unterschreiben) füttert die Pferde jeden Morgen zwischen 4 u. 6 Uhr und bringt sie dann sofort auf die Weiden. Am Wochenende und an Feiertagen wird der Fütterungsdienst auf die „Einstaller“ verteilt.
    Mit dieser Regelung hat es bis heute keinerlei Probleme gegeben.
    Da wir alle berufstätig sind, haben wir eine Misterin eingestellt. Wer also möchte, kann sein Pferd misten lassen.
    Irgendwo mussten wir eine Regelung finden, also wurde gemeinsam beschlossen, das für jedes Pferd monatlich ein Ballen Heu (ca 8 – 10 kg täglich) u. ein Ballen Stroh zur Verfügung steht.
    Leider klappte das schon zu Anfang nicht wirklich :( Schon im Dez. 11 (die Pferde standen also gerade 3 Monate auf der DBT) hatten wir 4 Ballen Heu mehr gebraucht als gerechnet. Wir hatten zwei Einstaller, die ihre Pferde im wahrsten Sinne des Wortes mit Heu einstreuten. Generell kein Problem, wenn das Extra Heu auch gezahlt wird.
    Gemeinsam beschlossen wir, das die Misterin, die Heunetze und Bags (für morgens) füllt. Wer mehr als 8 – 10 KG Heu haben möchte, muss es separat bezahlen.
    Mit dieser Lösung sind wir bis heute gut gefahren. Fast jeder hat ein Extraheubag vor seiner Box stehen.
    Im Jan. 12 fingen die ersten Probleme an. Die Tränken froren ein, es musste Wasser geschleppt werden. Blöd nur, das sich das einige einen dummen angehen ließen. Plötzlich wurde auch nicht mehr gefegt, es war schließlich kalt und man wollte nach Hause. Die Paddocks wurden nicht mehr abgeäppelt und die Halle nachdem man sein Pferd hat laufen lassen, abziehen...nö, das kann wer anders machen :(
    Wir hielten die erste Stallversammlung ab, man gelobte Besserung.... leider ohne nennenswerten Erfolg :(
    Wir sind ein Selbstversorgerstall, alle müssen mit ran, wer das nicht möchte, muss leider gehen, so haben wir uns von 3 Einstallern getrennt.
    Die neuen Einstaller haben wir uns sehr genau angesehen, haben ihnen ihre Pflichten genau erklärt und es klappt super!
    Letztes jahr haben wir den Reithallenboden erneuert, einen neuen Reitplatz angelegt und unser Roundpen gebaut. Alle gemeinsam!!!
    Jeder achtet auf jeden!!! Jeder ist in gewisser Weise für jedes Pferd mitverantwortlich.
    Seit 4 Wochen geht die Grippewelle durch unseren Stall, so gut wie jeder war mittlerweile krank, das war und ist nie ein Problem. Dann werden die Pferde des anderen mitversorgt.Und das ohne jemanden explizit darum zu bitten.
    Bei uns hat der letzte, der geht, den „Hut auf“ heißt, man schaut noch mal kurz nach jedem Pferd.

    Ich weiß nicht, ob es erlaubt ist, wenn nicht bitte löschen ;)
    Hier DBT Horse Ranch Westernstall - aus liebe zum Pferd kann man sich, wenn man mag, unseren Stall ansehen :)
     
     
  5. Gromit

    Gromit Punktetierbändiger

    Hi,
    danke für eure Antworten. Ich denke es liegt an den ausgangsbedingungen. Im Prinzip sind wir alle Einsteller dort, jeder zahlt den gleichen günstigen Preis. Im Preis enthalten ist 2x tägl. Heu füttern vom Stallbetreiber. Um misten, Reparaturen und koppeln muss man sich selbst kümmern. Die Stellplätze werden von ihm vergeben. Er achtet zwar darauf passende Pferde in den Gruppen zu haben ( Größe, alter, Geschlecht), aber vergisst vorab gerne mal zu erwähnen, dass nicht nur selbst gemistet sondern auch alle anderen anfallenden arbeiten erledigt werden müssen... Die meisten Leute informieren sich ja vor der Zusage noch bei mir, wie es wirklich am Stall zugeht, wie der stalldienst aufgeteilt wird usw. So dass sie schon wissen worauf sie sich einlassen.
    Aber die Bereitschaft auch etwas zu tun ist schon sehr gering. Und wenn sie etwas helfen, erwarten sie dass alle anderen das gleiche genauso lange tun, damit es bloß gerecht ist! Ist ein Zaun zu reparieren oder Schnee zu Räumen, hackschnitzel zu streuen etc. Muss das vorher mit allen abgesprochen werden, damit jeder weiß, wer was geleistet hat. Zur Not verletzen sich die Pferde eben im kaputten Zaun, aber ohne Absprache wird nichts angefasst! Man könnte ja mehr machen wie jemand anderes ohne dass es angerechnet wird.
    mit der letzten verbliebenen stallpartnerin hab ich jetzt vereinbart, dass ich die Tränken immer reinige und Heunetze stopfe und aufhänge, alle extraarbeiten mache, weil es einfach zu anstrengend ist mit ihr über jedes bisschen zu diskutieren. Ihr ist grundsätzlich alles zu anstrengend und sie macht es nicht. Wenn man sie darum bittet, diskutiert sie oder streitet ab jemals gewusst zu haben, dass diese Dinge auch erledigt werden müssen... Sie kann Dinge auch nicht spontan erledigen ( Sachen die 5 min dauern) sondern muss das einplanen und kann es erst in einer Woche zb. Machen.
    Wie sie krank war, hab ich ihr mit der stallarbeit geholfen, so dass sie zb. Nur noch die Schubkarre zum Mist fahren musste. Ich hab wenn ich da war, schon mal alles soweit erledigt wie es ging. Jetzt hab ich ja seit einigen Wochen einen Bänderriss und sie macht nichts extra. Wenn sie keinen Dienst hat nimmt sie auch keinen Besen in die Hand, sonst kommt sie ja nicht zum reiten und wird schmutzig in ihren reitklamotten.
    bei anderen beschwert sie sich, dass sie mich nie am Stall sieht. Sie arbeitet halbtags und ist mittags um 2 Uhr bis 4 Uhr da. Ich arbeite voll und kann deswegen frühestens um 5 Uhr am Stall sein. Ich hab ihr schon mehrmals gesagt, dass ich nicht frei machen kann um sie anzutreffen und sie doch mal später kommen soll, damit wir uns ab und zu sehen. Das möchte sie aber nicht und es ist ja auch nicht normal erst so spät zu kommen.
    Lustigerweise haben fast alle bei uns am Stall ihre Pferde irgendwann alleine gestellt, weil es einfach mit den Leuten nie funktionierte. Es ist so schade, weil die Pferde sich zu 95% immer gut verstehen. Wir könnten so tolle Gruppen haben, aber es klappt einfach nicht auf Dauer.
    Wenn ich irgendwann mal nur noch ein Pferd habe, muss es in einen teuren Hit aktivstall in Vollpension. Ansonsten schaffe ich das nicht mehr.
    In unserer Gegend sammeln sich anscheinend solche nicht-teamfähigen Pferdebesitzer.
    lg
     
  6. michel

    michel Neues Mitglied

    Hallo Gromit!

    Das ist der Grund warum ich seit Jahren mit meinem Vierbeinern alleine stehe!!!

    Es gibt da eine kleine Stall-Geschichte über 4 Einsteller die denNamen Jeder, Jemand, Irgendjemand und Niemand tragen.
    Ich glaube diese Geschichte hat das Leben geschrieben
    J

    Es ging darum eine wichtige Arbeit im Stall zu erledigen

    und Jeder war sich sicher,

    das sich Jemand drum kümmert.
    Irgendjemand hätte es tun können,


    aber Niemand tat es.
    Jemand wurde wütend,


    weil es Jeder’s Arbeit war.
    Jeder dachte sich,
    Irgendjemand könnte es machen,
    aber Niemand wusste,
    das Jeder es nicht tun würde.

    Schließlich beschuldigte
    Jeder,
    Jemand
    , weil
    Niemand tat,
    was Irgendjemand hätte tun können.

    Verstanden J? Wenn nicht dann noch mal “gaaanz“ langsam von vorne anfangen......

    Lg michel
     
    Zuletzt bearbeitet: 17. Feb. 2013
  7. Gromit

    Gromit Punktetierbändiger

    Gute Geschichte!
    Heute wollte sie mit mir ausmachen, dass wir die Pferde in 2 Wochen auf die Weide lassen zum anweiden...
    ja, blöd nur dass da gerade nichts ist und auch später nichts sein wird, wenn wir das machen.
     
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