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Fohlen-Fred

Diskutiere Fohlen-Fred im Pferde Allgemein Forum; Hallo zusammen , da es der schon einen Jungpferde-Thread gibt, in den wir noch nicht reinpassen mit unseren Absetzern, mache ich hier einfach mal...

  1. Wuzel

    Wuzel Mitglied

    Hallo zusammen ,
    da es der schon einen Jungpferde-Thread gibt, in den wir noch nicht reinpassen mit unseren Absetzern, mache ich hier einfach mal ein neues Thema auf für alle, die jetzt gerade ihr frisch abgesetztes Fohlen oder ihren Jährling im heimischen Stall willkommen heißen.

    Wie halten ihr eure kleinen, was macht ihr mit ihnen, welche Freuden und Sorgen machen sie euch?

    Beste Grüße - Christine

    Ich erzähle einfach mal von mir und meinen "Jungs"
    Ich habe mir zwei "geholt" (Djamil und Platini) , der zweite war mehr ein Zufallskauf ;-)
    Als sie vom Gestüt kamen, in eine von mir vorher besichtigte und für gut befundene Haltung, hab ich mich tierisch gefreut! Dann kam die Ernüchterung: statt Offenstallhaltung auf 24h große Weide mit Unterstand hieß es 24h kleiner Paddock mit extrem rutschigen Matten... Selbst traben war mit Gefahr verbunden. Der Göttin sei Dank habe ich kurzfristig eine andere Unterkunft gefunden. Da sind sie zwar nachts im Stall, aber tagsüber auf einem Koppelstück, wo sie spielen und auch mal abspacken können. Den "kleinen" Umzug haben sie fast vorbildlich hinter sich gebracht, wenn man bedenkt, daß sie auf der letzten Hängerfahrt 5 Stunden stehen mußten.
    Der ersten Morgen mit freiem Auslauf wurde richtig genutzt. Klein-Platini hat sich (aufgrund mangelnder Koordination der Beine oder von Djamil geschupst) dann gleich mal das Fell von den Hinterläufen gezogen... hat aber kaum geblutet, alles im hellgrünen Bereich.

    Als nächstes bekam erst Djamil, 2 Tage später Platini eine Schnoddernase... Obwohl mir die Stallbesitzerin genau das vorausgesagt hatte, habe ich meine TÄ bemüht. Lunge ist frei, beide haben Zylexis und ACC bekommen, wird jetzt auch schon besser.
    In nächster Zeit möchte ich sie auf der Koppel korrekt halfterführig machen, so peu a peu. Beide kennen Halfter und angebunden sein, aber das Führen ist momentan eher ein hinterherziehen als führen. Wenn ich im Frühling mit den beiden Spazierengehen will, müssen sie halbwegs die (Stimm)kommandos für vorwärts,rückwärt und halten kennen, sonst komme ich mit 200kg Pferd in jeder Hand ins Schwitzen..
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 26. Okt. 2019
  2. satine

    satine Inserent

    Meiner ist im Dezember 1,5Jahre. Also etwas älter!
    Wenn du sagst, dass sie nachts in Boxen sind, musst du sie ja jeden Tag zur Weide bringen, oder?
    Das "hinterherziehen lassen" kann man mit einer langen Touchiergerte super korrigieren.
    Ansonsten verstehe ich zwei Sachen nicht:
    warum spazierengehen und warum denn auch noch mit beiden zusammen?
    Gegen ein paar Minuten ein Mal in der Woche zur Gewöhnung an Autos, etc. spricht ja nichts, aber nicht mit zwei Jungpferden an einer Hand!
    Was machst du denn, außer dumm gucken, wenn die beide Panik kriegen?
    Wenn, dann mit einem Jungpferd und einem älteren, ruhigen Pferd. Entweder, als Handpferd oder von zwei Menschen geführt.
    Auch würde ich sie getrennt voneinander auf die Weide bringen und ihnen das kurzzeitige "alleine sein" beibringen, oder wolltest du sie immer und überall zu zweit mitnehmen und sie nie trennen?

    Prinzipiell gilt bei mir: weniger ist mehr. Je weniger ich mache, desto weniger schlechte Erfahrungen können gemacht werden und je größer ist das Vertrauen.

    Meiner kann:
    von A nach B ordentlich geführt werden

    die Herde verlassen und alleine mit mir weggehen

    sich ruhig auf- und abladen lassen

    überall anfassen lassen

    beim Schmied stillstehen und mitarbeiten

    Wurmkuren ohne Drama nehmen

    angebunden einige Zeit ruhig stehen, auch wenn er mich kurze Zeit nicht sieht

    Reicht. Vollkommen!
     
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  3. ManicPreacher

    ManicPreacher Gelebte Chaostheorie

    Der kleine hier ist anderthalb. Ist jetzt gelegt wurden, hat halt schon sehr den Macker raus hängen lassen, und die Besitzerin will eh keinen Hengst mehr halten.
    Der war jetzt danach tatsächlich mal spazieren, weil die Beine angelaufen waren.
    Aber sonst geht der nicht.
    Der lässt sich brav führen, kennt Schmied und Tierarzt, ist inzwischen auch angebunden, aber erst seit er ein Jahr ist.
    Fohlen binden wir nicht an, wenn die sich doch mal rein hängen, das ist alles noch so weich im Genick bei denen...
    Kleben tut er gar nicht, der ist aber vom Grundcharakter auch eher der selbstsichere Typ.
    Bis der drei ist wird auch nicht viel dazu kommen an "können".

    Der steht aktuell mit einem Wallach zusammen, bis vor ein paar Wochen stand sein Bruder noch dabei.
    Durch die Kastration kann er jetzt in ein paar Wochen zu den Stuten, in einer richtigen Aufzucht war der nie.

    Nachts hat er Offenstall mit Auslauf dran, Tags ist die Weide offen, Futter gibt es drei mal täglich in ausreichender Menge.

    Menschen kennt er vor allem vom Stall und Weide misten, und dabei fallen immer krauleinheiten ab, und auch kleine Erziehungssachen.

    Bisher waren alle Fohlen so freundlich und zugewandt.


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    Zuletzt bearbeitet: 26. Okt. 2019
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  4. aquarell

    aquarell Inserent

    Unsere Fohlen mußten schon als Saugfohlen am Halfter laufen, wenn wir sie zur Koppel gebraucht haben oder umweiden mußten. Wir wohnen an einer Landstraße mit erlaubten T 60, aber das kan man oft vergessen.
    Auf der Weide wurden sie wie die Stuten und Wallache behandelt, also gestreichelt, mal die Beine hochgenommen, evtl. mal übergeputzt. TA und Hufschmied kein Problem. Angebunden wurden sie auch nicht.
    Als Absetzer bis zum ein Einreiten hat sich für die eigentlich nichts geändert. Evtl. habe ich mal den einen oder anderen an die Hand zur Halle geführt um ihn dort laufen zu lassen.

    Spaziren gegangen bin ich dmals mit meinem Hengst als der 2j wurde, weil wir ihn aus der Hengstherde nach hause geholt hatten und er schon mal wegen einer evtl. Körung einiges sehen sollte. Auch durfte er vermehrt in einer Halle frai laufen.

    An sonsten lasse ich die "Kinder" Pferde sein. Die werden nicht extra bespaßt.

    Es kommt mir heute oft so vor, daß man seine Jungpferde, Absetzer auch schon so behandelt wie Kinder, die einen volle Terminkalender haben, weil die Eltern nur das Beste wollen.
     
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  5. ManicPreacher

    ManicPreacher Gelebte Chaostheorie

    Mit meiner alten bin ich spazieren gegangen, da war die etwa anderthalb.
    Hat der auf keinen Fall geschadet, die hat so eben schon mal alles gesehen, als Reitpferd war die nie Schreckhaft im Gelände, kannte die ja alles schon.
    Aber auch das war nicht jeden Tag, sondern vielleicht zwei oder drei mal in der woche.
    Ich glaube davon profitieren die schon sehr da schon mal viel gesehen zu haben.

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  6. Farooq

    Farooq Erbsianerin

    faro ging notgedrungener massen auch als handpferd mit ins gelände...als er 1 jahr war, nie lange....aber halt mal naus....weil seine mutti platzarbeit hasste......da musst halt mal naus....hilft ja ned. geschadet wirds ihm ned haben?:bahnhof:
     
  7. Gromit

    Gromit Punktetierbändiger

    Ich glaube ich war mit meinem bevor er 3 war, exakt einmal spazieren. Eine Miteinstellerin hat mich dazu überredet, weil sie meinte ich mache zu wenig mit dem Pferd. Der stand 24h draußen mit einem anderen in dem Alter und älteren Wallachen. Ich hab den selten rausgenommen, der war auch total unkompliziert im Umgang. Bis heute hat der sich noch nie losgerissen oder Druck aufs Halfter/ führstrick gebracht.
    Den konnte ich ohne Probleme satteln, der hatte einfach so ein grundvertrauen und war immer neugierig und wollte gefallen, wenn man ihn dann mal geholt hat.
     
  8. Wuzel

    Wuzel Mitglied

    Danke erstmal für die konstruktive Kritik und für eure Beiträge. Und nein, ich möchte keine Helikoptermama werden:capitulate:, auch wenns ehrlich gesagt schwer fällt...

    Sie wohnen in einem größeren Reitstall mit Fohlenaufzucht und werden morgens raus und abends reingebracht. Daß das Personal, daß das erledigt, nicht auch noch die Ausbildung übernehmen kann, versteht sich für mich von selbst. Deshalb erstmal üben auf der Koppel :)
    Angebundenen sein ohne Sichtkontrolle hat sich durch die Transporte ergeben, man darf halt auch bei jungen Pferden nicht im Hänger mitfahren.

    Ich würde mich freuen, wenn noch mehr Leute von ihren Fohlen berichten - die können doch nicht alle an der Nordsee sein? ;.-))
     
  9. satine

    satine Inserent

    Angebunden auf dem Hänger kannst du nicht mit angebunden sein auf der Stallgasse oder in der Box vergleichen. Auf dem Hänger sind die Pferde mit balancieren beschäftigt. Im Stall nicht. Aber das nur am Rande.

    Ich würde an deiner Stelle das Führen direkt auf der täglich zu bewältigenden Strecke üben. Einen rausholen, zum Stall bringen, 3/4 Leckerlies in der Krippe fressen lassen und, wenn er sich nicht aufregt, gleich wieder rausbringen. Den nächsten holen und das selbe Programm fahren.
    Damit beseitigst du gleich mehrere Probleme: führen, trennen, alleine sein, dir folgen und sich auf dich als Konstante verlassen lernen.

    Das sind übrigens nur gut gemeinte Tipps, die sich aus der Erfahrung ergeben haben. Du kannst das natürlich halten wie du möchtest!
     
  10. Wuzel

    Wuzel Mitglied

    Danke satine, bin für alle Ratschläge offen und dankbar , sind halt meine ersten Fohlen und das ist trotz 20 Jahre Pferde am Haus aufregend :)
     
Thema: Fohlen-Fred