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fohlen großziehen erfahrungen?

Diskutiere fohlen großziehen erfahrungen? im Pferdezucht Forum; hallo ich spiele schon länger mit dem gedanken das ich mir ein pferd kaufe ich habe mir gedacht erst in 2-3 jahren jetzt ist es so das in...

  1. Laura1804

    Laura1804 Neues Mitglied

    hallo

    ich spiele schon länger mit dem gedanken das ich mir ein pferd kaufe ich habe mir gedacht erst in 2-3 jahren

    jetzt ist es so das in unseren stall 2 pferde nächstes jahr fohlen bekommen
    ich habe mir gedacht ob ich mir ein fohlen abkaufe und es aber mit hilfe der besitzerin großziehe

    jetzt wollte ich mal fragen was käme da alles auf mich zu?

    ich möchte gerne das mein pferd so gut wie nur mich kennt und nicht ständig andere leute oben gesessen sind

    ist es sehr schwierig mit hilfe ein fohlen großziehen

    oder ist es besser schon ein gerittenes pferd zu kaufen?


    wer hat schon erfahrung damit fohlen groß zu ziehen

    GELDMÄßIG?
    ZEITMÄßIG?

    ich danke euch
     
  2. Mabel

    Mabel Gesperrt

    Also ich finde Deine Gründe grenzwertig.
    Der Sinn darin, sich ein eigenes Fohlen groß zu ziehen sollten sicher nicht sein, sie damit auf sich fixieren zu wollen.

    Eigentlich macht man das um sicher zu gehen, daß das eigene Tier die beste Aufzucht bekommt und man genau weiß wie die Jugend war.

    Um erste Erfahrungen zu sammeln ist ein erwachsenes Pferd für Dich sicher die bessere Wahl.
     
  3. Piri-Sunny

    Piri-Sunny Neues Mitglied

    Hallo Laura,

    ich selber habe zwar keine Erfahrung, aber ich habe meine Schwester dabei beobachten können, wie sie ein Fohlen groß gezogen hat.

    Das ist viel Arbeit und kostet auch eine menge Geld.
    Und Geduld. Unendlich viel Geduld.
    Erstmal muss natürlich das Fohlen-ABC beigebracht werden. das heißt geführt werden beibringen, Hufe geben, geputzt werden...
    Dann sollten die Aufzuchtbedinungen stimmen. Ein Fohlen/Jährling/Jungpferd sollte mit gleichaltrigen in einer Herde stehen, damit es Sozialkontakt lernt.
    Danach kommt dann das Arbeiten. Ab dreijährig etwa beginnt man mit gewöhnung an Trense und Sattel, beginnt zu longieren. Und ab da wird es sicher teuer. Ausbilden sollte man nicht alleine machen, wenn man es noch nie gemacht hat.
    Da sollte man sich einen qualifizierten Reitlehrer zur Seite holen. Man sollte da besser nicht alleine herumexperimentieren.

    Es ist viel Arbeitsaufwand und auch kostenaufwendig.
    Man lässt Blut, Schweiß und Tränen.

    Darüber musst du dir im klaren sein.
    Ich würde selber kein Fohlen kaufen. Allein das Risiko, dass diese Fohlen eventuell nie reitbar werden KÖNNTE, würd ich persönlich nicht eingehen.
    Dazu kommt noch die lange Wartezeit, in der man hauptsächlich bezahlt, aber nicht wirklich mit dem Tier arbeiten kann. Außerdem würde ich mir das selber trotz langjähriger Reiterfahrung und gutem RL an meiner Seite nicht zutrauen.

    Ich würde mir ein junges Pferd mit solider Grundausbildung kaufen.

    LG
    Sunny

    Edit: Ich bin seit über 10 Jahren Pferdebesitzer und würde es nicht machen. Als erstes eigenes denke ich sollte man eher ein ausgebildetes Pferd kaufen.
     
  4. Kigali

    Kigali Sternchenreiter

    Ein Fohlen groß ziehen, ist etwas tolles, wenn man:
    a – die Möglichkeiten hat (artgerechte Aufzucht)
    b – das nötige Kleingeld hat (Fohlen sind nicht viel günstiger als Reitpferde)
    c – man das Risiko eingehen möchte (jede Aufzucht ist mit einem Risiko verbunden! Man weiß NIE was aus dem Fohlen wird)
    d - für ein Pferd zahlen möchte, OHNE etwas davon (einen Nutzen) zu haben.
    c- man das Können oder das Geld hat, das Jungpferd ausbilden zu lassen.

    UND, ganz WICHTIG, man bereit ist, für die Macken, die man selbst ins Pferd eingebaut hat, gerade zu stehen.

    SORRY, das ich das so knallhart schreibe, aber das...

    liest sich wie ein „klein Mädchen Wendytraum“
    Ein Pferd sollte sich generell von jedem Menschen händeln lassen. Tut es das nicht, ist irgendwo irgendetwas schief gelaufen.
    Spinne den Gedanken doch mal weiter, was wenn du das Pferd, aus welchen Gründen auch immer, abgeben musst?
    Was wenn das Pferd in einem Reitstall steht?
    Was, wenn das Pferd krank wird, vielleicht in eine Klinik muss?

    Das arme Tier, wenn es nur dich kennt.....
     
    Zuletzt bearbeitet: 4. Sep. 2013
     
  5. Pamina123

    Pamina123 Neues Mitglied

    Huhu, ich habe ein Pferd (Shire Horse) aus 2011, kennen gelernt kurz nach seiner Geburt mit einem schlechten Start ins Leben (Waise, die Mutterstute starb als er 3 Monate alt war), mit 5 Monaten zog er dann zu mir. Heute ist er 2 Jahre und gut 4 Monate alt. Er ist mein zweites pferd, das erste ist eine mittlerweile Rentnerstute, körperlich und seelisch versaut durch den Vorbesitzer.
    Sie konnte viel nachholen, aber nicht alles. Und genau das war der Grund, wieso ich kein Pferd mehr wollte, die schon unter dem Einfluss anderer Menschen gestanden haben.

    Was ich bisher durch mein Jungpferd gelernt habe:

    Es kostet sehr viele Nerven. Noch nicht mal unbedingt das Tier selber, sondern das drumherum.
    Alleine mit nem ordentlichen Aufzuchtstall fängts schon an. Das ist noch viel schwerer zu finden als ein guter Stall für ein Reitpferd, weil das Thema Aufzucht meist sehr stiefmütterlich behandelt und als Billig-Haltung angesehen wird.

    Es kostet schweineviel Geld... Ich zahle momentan 355€ monatlich dafür, dass ich weiß es geht ihm endlich gut und er hat ein schönes Zuhause.

    Man hat harte Phasen, nervlich, wenn das Tier die Welt kennen lernt, auch in Bezug auf die Einschätzung von möglichen Gefahren. Das können die Muckels ja nicht immer von Natur aus.

    Es gibt extrem unterschiedliche Einstellungen anderer Menschen in Bezug darauf, was man ihrer Meinung nach mit einem Fohlen machen sollte.
    Wahlweise nur weide, gar nicht anrühren, nur fohlen-ABC, regelmäßig Bodenarbeit etc. pp., manche sind sogar der Meinung Fohlen gehören schon longiert... Auch das nervt, muss man ausblenden können.

    Die erziehung stellt einen immer mal vor Herausforderungen, aber es macht Spaß. Ist aber durchaus mal anstrengend.

    Der Absprung zwischen "oh mein süßes kleines Fohlen, guck mal wie süß er schnusselt" zu "Oha er wird langsam frech und braucht grenzen" ist gar nicht so leicht. Man sieht das heranwachsende, austestende Jungpferd oft noch mit den rosa-Herzchen-Augen als unschuldiges baby an. Großer Fehler der schnel nach hinten losgeht.

    Man kann lange lange Zeit nicht reiten... Das ist ein durchaus ein wichtiger Kritikpunkt, wenn man keine anderen reitbaren Pferde hat.

    Aber: Ich würde es jederzeit wieder machen, weil mein Kleiner einfach ein wahrer Engel ist, mutig, aufgeschlossen, menschenbezogen.
    Er hat ein absolut unerschütterliches Urvertrauen in mich und die restliche Welt, geht mit mir überall hin, genau so wünsche ich mir mein Traumpferd.
    Je älter er wird, desto perfekter wird er für mich. Und alleine dieses Gefühl des Stolzes über seinen verliebten Blick, wenn ich ihn rufe
    entschädigt für alle anderen anstrengenden Dinge.

    Aber man braucht in jedem Falle selber ausreichend Erfahrung und muss sich und sein Pferd realistisch einschätzen können.
    Das Projekt Jungpferd kann gewaltig nach hinten losgehen, wenn man sich selber überschätzt. Hilfe von anderen ist zwar gut,
    ersetzt aber nicht die eigene Erfahrung und Persönlichkeit. Es bringt dir nichts, wenn dein pferd die Person, die dir hilft respektiert, und dir trotzdem
    auf der Nase herum tanzt weil du ihm keine Kontinuität und Sicherheit vermitteln kannst. Insbesondere Hengste brauchen da SEHR strikte, klare Regeln.
    Die durchaus auch mal sehr kurz und knapp durchgesetzt werden müssen, um sie unmittelbar in ihre Schranken zu weisen bei Fehlverhalten.
    LG Sonja
     
  6. cern

    cern Inserent

    vor längerer Zeit hatte ich ein Fohlen von meiner Stute. Ungeplant. Die Kleine war ein Kuckucksei. Beide standen in einem großen Offenstall, in einer 10köpfigen gemischten Herde, die ziemlich bunt war. Ponyjährlinge, Shetty und WB und etliche Ponies gleicher Größe meiner Stute. Im Nachhinein war ich sehr froh, dass dort viele Menschen herumliefen, alle mein Fohlen begrabbelten (war das einzige in dem Jahr) und sie alles vom Traktor bis zum Dackel kennenlernen konnte. Sie war sehr menschenbezogen auf alle Menschen, sehr nervenstark und machte niemals Probleme. Sie lernte alles mehr spielerisch und nebenbei. Keine große Arbeit, keine großen Kosten, keine Tränen, keinen Nervenverschleiß. Zureiten war so was von easy. Es hat mich selbst gewundert. Mit 5 war sie schon so freundlich und einfach nebenher so gut erzogen, dass sie sogar blutigste Anfänger durch die Landschaft trug.
    Du kannst Glück haben oder nicht. Niemand steckt in dem Fohlen drin. Mit Pech hast du einen rabiaten Wüstling und sogar mit Hilfe Riesenprobleme.
    Auf jeden Fall bin ich bis heute heilfroh, dass es meinen Pferden immer sch....egal war, wer sie versorgt.
    Als einziger Reiter ist es von Vorteil, dass man sich nach Jahren einzigartig kennt und versteht. Aber nicht im Umgang. Es gibt Pferdebesitzer, die finden nichtmal mehr eine Urlaubsvertretung, weil die Pferde außer den Besitzern niemanden an sich heran lassen. Seeeehr ungünstig.
     
    Zuletzt bearbeitet: 5. Sep. 2013
  7. treuerhusar

    treuerhusar Gesperrt

    Ich weiss gar nicht, warum der Umgang mit Hengsten immer als so schwierig beschrieben wird.
    Da gibt es doch nur zwei Regeln, die man befolgen muss:
    1. Ich bin Chef!
    2. Ende der Diskussion!

    Fohlen wachsen von ganz alleine auf.
    Dazu brauchen sie den Menschen nicht.
    Will man aber spaeter ein Reitpferd haben, so kann ein gelegentlicher Umgang mit dem Jungspund nicht schaden.
    Welchen Umfang diese Beschaeftigung mit dem betreffenden Pferd fordert, ist individuell verschieden.
    Allerdings gilt eigentlich immer:
    Weniger ist mehr!
    Gerade bei sehr jungen Pferden laeuft man sonst Gefahr, diese schnell zu ueberfordern. Psychisch. Aber auch Physisch.

    Grundsaetzlich wuerde ich dem Endverbraucher davon abraten, sich ein Fohlen zu kaufen.
    Wie sich das Pferd entwickeln wird, vermag niemand vorauszusagen. Die Abstammung kannnlediglich gewisse Tendenzen aufzeigen, die mehr oder minder treffend bestaetigt werden. Das war es aber dann auch schon.

    Fohlen sind erst einmal alle niedlich.
    Wohin die sich aber entwickeln werden ....

    Ich wuerde jedoch nicht sagen, dass ich nie ein Fohlen kaufen wuerde.
    Wenn man selber zuechtet, dann kann es sein, dass man da auch einmal einen Spielkameraden fuer das einzige Fohlen aus einem Jahrgang braucht.
    Das habe ich auch schon gemacht.
    Eigentlich ein nettes Pferdchen.
    Sogar deutlich besser als erwartet.
    Aber ....
    Den Namen "Mephisto" hat er sich ganz ehrlich verdient .... !
    Das war im Endefekt dann auch so ein "Einmann- Pferd"-
    Der brauchte mich nur zu sehen, dann war es das liebste Pferd im Stall.
    Das haben wir allerdings auch mehr als einmal ausdiskutiert.
    Wehe aber, wenn ich nicht da war ....
     
    Zuletzt bearbeitet: 5. Sep. 2013
  8. Pamina123

    Pamina123 Neues Mitglied

    Wobei wichtige Grunderziehung dann aber nicht zuverlässig sitzt,
    wenn ein Pferd sich daneben benimmt, nur weil der Besitzer mal nicht da ist.
    So sollte es eigentlich ja nicht sein, wenn alles richtig läuft. :embarrassed:
    Schwierig finde ich den Umgang mit Hengsten nicht, und meine Kernaussage stimmt mit deiner überein, treuerhusar.
     
  9. ulrike twice

    ulrike twice Heidemaus

    dazu fällt mir was ein:
    ein junges pferd weiß noch nciht, was "sich daneben benehmen ist" und was nicht!
    man muss ihm gut und schlecht beibringen!

    so sehr sehr viele, die zwar reiten, aber nicht jungpferdeaufziehen glernt haben, sind entsetzt über das rüpelige verhalten ihres jungen pferdes....das ist dann erstmal nicht "sich daneben benehmen" - das ist dann zuerst: ich bin ein kleines wildes spielding, ich will die welt erobern!

    je kleiner die weiden, je geringer die kungtiere, je weniger platz pro pferd, je weniger verstreute ältere tiere dazwischen, je mehr box, je mehr unerfahrener mensch, "desto mehr wild".ein jährling ist halt niemand, der alleine angebunden auf dem putzplatz stehen mag!
    da kommen aber unerfahrene aber auf die idee - denn viele sagen "so gehört sich das, was hänschen nicht lernt lernt hans nimmermehr!"
    und so kommt es zu bolzereien auf dem putzplatz, weil man sich nicht an einen züchter mit der aufzucht gewandt hat.

    was wirklich notwendige grunderziehung ist, überschätzen viele
    ein langjähriger größerer züchter sollte da helfen können.

    ich würde meine jungtiere nicht zwischen mehreren privathaltern großziehen wollen!
    da sind viel zu viele bei, die fehler machen können. wie zum beispiel unsicherheit zeigen, die shcnell zur angst wird...
     
  10. treuerhusar

    treuerhusar Gesperrt

    Auch wird das mit dem "Fohlen- ABC" völlig überbewertet.
    Zumindest was den Umfang angeht.
    Es genügt doch, wenn sich das junge Pferd anfassen und das Halfter anlegen lässt.
    Es genügt, wenn es sich von A nach B führen lässt.
    Es genügt, wenn es sich die Beine hochheben lässt.
    Wenn es dann noch gelernt hat, das Bürste und Wasserschlauch keine pferdefressende Ungeheuer sind, dann ist es doch gut.
    Mit einem solchen "Ausbildungsstand" kommt man gut über die ersten 2- 3 Jahre.
    Da genügt auch gelegentliche Wiederholung, damit das zuverlässig sitzt.
    Tägliche Putzorgien und Spaziergänge sind da wirklich übertrieben.
     
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