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FohlenABC

Diskutiere FohlenABC im Pferde Allgemein Forum; Hallo! Angeregt durch ein anderes Forum, wo von einem Fohlen schon so viel verlangt wird, hab ich mein Buch über die Grunderziehung eines...

  1. La Paz

    La Paz Inserent

    Hallo!

    Angeregt durch ein anderes Forum, wo von einem Fohlen schon so viel verlangt wird, hab ich mein Buch über die Grunderziehung eines Fohlens genauer unter die Lupe genommen. Es waren schon vorher Sachen da die mir aufgefallen sind beim lesen, dass ich das absolut nicht Fohlengerecht finde. Und mir sträubt es auch die Haare, wenn ich seh, was dort schon mit einem Jährling gemacht, geschweige denn was das Fohlen tun muss.
    In dem Buch zum Beispiel wird viel auf dem Zirkel und an der Longe gearbeitet. Galopp ist raus genommen, da sagen sie dass es auf die Beine geht. Aber Schritt und Trab darf es. Es steht zwar vorne drin nur 2 bis 3 mal die Woche und nur höchstens 30 Minuten, aber trotzdem wie bitte kann ich verlangen, das ein Fohlen auf den Zirkel geht, das mein Fohlen Seitengänge macht und das mein Jährling mit Sattel und Trense durch die Gegend hüpft. Selbst Schrecktraining finde ich für einen Absetzer zu viel. Klar soll es möglichst viel sehen, aber es hat ja erst noch viel Reitze aus der Umgebung. Schrecktraining würde ich frühestens mit 1 machen, wenn net sogar bis 2 warten.

    Nun stellt sich mir die Frage, wobei ich klare Definitionen für mich habe was meine Kleine können muss, was gehört nun wirklich zum Fohlen ABC. Was muss bei euch ein Fohlen können bis es 1 Jahr alt ist? Was muss es ab 1 Jahr können und was ab 2 Jahre?
     
  2. RioNegro

    RioNegro Klugscheißer mit Herz Mitarbeiter

    ich bin mir nicht sicher, ob man das sooo klar definieren kann...

    Für meine Begriffe ist es mir zum Teil auch too much. Ich finde schon, dass ein Fohlen Fohlen sein dürfen muss!

    Mein Fohlen muss sich im 1.Jahr bereits überall von mir anfassen lassen. Auch Halfter drauf. Runter. Und sowas.
    Es darf auch ruhig schon wissen, wer der Chef ist.
    Also macht`s Dinge, die es nicht darf (z.B. zwicken oder so), dann reagiere ich auch entsprechend. Also "Nein!" und Nase weg tun.

    Auch bißchen Führen, vielleicht Hufe geben, mir weichen, wenn ich das fordere und solche Dinge.

    Aber longieren in dem Alter würde ich gar nicht!

    Zum Schreck-Training. Naja, da kommt`s halt drauf an, wie. Und wie intensiv.

    Ich find schon, dass man dem Fohlen schon manches zeigen kann bzw Situationen, die sich einem bieten, entsprechend nutzen sollte.
    Aber so richtiges Training, ich denk, dafür ist mit 1 1/2 bis 3 Jahren noch Zeit genug (und hört ja quasi nie mehr auf :wink:)

    Ansonsten find ich`s in der ersten Jahren (besonders im 1.) viel viel wichtiger, dass das Fohlen möglichst viel mit Artgenossen an der frischen Luft, also auf der Koppel, sein darf! Am besten schöne große Koppel-Flächen.
    Das wirkt sich auf jeden Fall positiver auf Körper und Psyche des heranwachsenden Pferdes aus, als allzu viel Training mit weniger Koppel und Artgenossen...!
     
    Zuletzt bearbeitet: 17. Jan. 2009
  3. Hazira

    Hazira offizielle ironische Forums-Klobürste

    hey

    meiner ist jetzt 1,5

    bis 1 jahr konnte er
    - sich führen lassen
    - auf den hänger gehen
    - hufe geben (allerdings nicht besonders gut nur kurz ;) )
    - kein beißen kein treten (bis auf ausnahmen)

    dann hab ich ihn einige male für 30 mins als handpferd mitgenommen
    ihn chippen lassen, den hufschmied dran gelassen, anbinden geübt.
    außerdem hab ich ihn laufen lassen auf dem reitplatz, bin 1 mal über eine plane gegangen und hab ihm eine übern rücken gelegt und ihm als er zu neugierig war eine abschwitzdecke drüber geworfen... was ihn nicht besonders interessiert hat.
    jetzt ist er wie gesagt 1,5 und steht wieder nur mit kumpels herum.
    bis auf wenige ausnahmen wird auch im moment nichts mit ihm gemacht.
    wozu auch? er kann ja alles was er im moment können muss?


    das argument die pferde schon so früh zu satteln z.b. ist das argument:
    was sie von klein auf kennen, das macht später nicht mehr so viel streß.
    halte ich aber nichts von!
     
    Zuletzt bearbeitet: 17. Jan. 2009
  4. OneEleven

    OneEleven Inserent

    So seh ich es auch!

    Ich finde ein Fohlen sollte den täglichen Umgang kennen, Halfter und evtl anbinden und Hufe geben. Mehr muss ein Fohlen meiner Meinung nach nicht können. Wenn es sich jetzt gerade ergibt, dann kann man ihm auch das ein oder andere zeigen, aber es nun mit Eindrücken gezielt zu erschlagen, davon halte ich nichts!

    Hab es jetzt gerade bei der Stute aus Amerika gesehen. Die kannte bis vor 8 Wochen NICHTS. Lediglich Halfter, aber ohne anbinden und Hufe geben bzw Schmied. Aber sonst nix. Nichtmal Box... Während der Quarantäne haben sie sie dann an ne Box gewöhnen müssen (kein Mensch weiß, wie sie in den Hänger ging, der sie zur Quarantänestation brachte) und ihr das anbinden beigebracht. Die Stute ist jetzt 2 Jahre alt und ich habe sie als total unerschrockenes und freundliches Pferd kennengelernt! Man bedenke: Wir haben sie auf einem Flughafenparkplatz verladen, auf dem es vor LKW´s, Staplern, Autos und Lärm nur so wimmelte. Das hat sie nicht die Bohne interessiert!

    Longieren würde ich frühstens mit 2,5! Davor kann man spazierengehen oder dem Pferd eben ein paar Dinge zeigen, die zu seinem Alltag gehören werden, aber alles eben mit Maß und Ziel. Mal Sattel und vielleicht ne Decke drauf ist auch ok. Aber eben nicht richtig arbeiten.
     
  5. La Paz

    La Paz Inserent

    @Hazira
    Wann hat deiner das erste mal den Schmied gesehen? Hab auch darüber mich mit jemanden unterhalten heute? Diese sagte mit 1jährig wäre das okay.

    Sehe es aber genauso wie ihr. Viel Koppel mit Artgenossen als zu viel Arbeit.
     
  6. Hazira

    Hazira offizielle ironische Forums-Klobürste

    der schmied war immer da wenn die anderen pferde im stall dran waren und hat draufgeschaut.
    meinte aber da müsse nichts gemacht werden.
    effektiv das 1. mal ausgeschnitten wurde er im sommer mit etwas über 1 jahr.
    seitdem gar nicht mehr, ist aber auch nicht nötig...

    ich vertrau da meinem schmied durchaus der da alle 8-10 wochen draufschaut und sagt es muss nicht.
     
  7. La Paz

    La Paz Inserent

    Achso. Ja hatte meinen Schmied ja gestern da. Der sagte auch sie muss nicht. Also immer mit drauf schauen lassen ist dann wohl wirklich das beste.
     
  8. Aniele

    Aniele Inserent

    hi,

    mich wundert es dass bei euch der schmied erst so spät dran geht. bei uns war er da als unser kleiner 3 monate alt war und da hat er nur ein bisschen gefeilt. und dann war er regelmäßig wie alle anderen auch dran nie viel aber immer ein bisschen.

    ansonsten geht er mit meinem vater spazieren, so 2-3 die woche 20 minuten. übern hof stückchen durch den wald und all sowas. er kennt hänger und wir sind mit ihm zusammen schon in die führanlage gegangen aber er ist nicht alleine gelaufen. er gibt regelmäßig hufe, wird geputzt und betüdelt. er steht im offenstall mit 4 weiteren hengstabsetzern. und da wird er auch bleiben solange wie es geht und ich denke sobald er 2 ist wird ein bisschen mehr gemacht in richtung einfahren und longieren.

    vielleicht hat das mit dem sattel was mit dieser imprintmethode zutun?? kenn mich da nicht so aus hab das nur mal aufgeschnappt.
     
  9. Texas

    Texas Inserent

    ey,

    ich sehe das genau so wie RioNegro.ich finde aber auch manche dinge sollten nicht zu spät kommen .....ich habe meinen damals mit 11/2 gekauft er hatte ein stockm.von 1,60 und war garnicht erzogen und wenn nur negativ,er leiss sich gard mal halfter drauf legen.der schmied und arzt kammen nur schwer an ihn ran.....
     
  10. Piennie

    Piennie Inserent

    Das mit dem Schmied ist so eine Sache, es gibt Fohlen die schon nach wenigen Wochen ein erster Schmiedbesuch nötig wird und andere die durchaus erst als Jährlinge einen sehen müssen. Unsere haben meist als Absetzer ihren ersten Schmiedbesuch dann sollte meiner Meinung nach die Sache mit den Hufegeben wenigstens Ansatzweise funktionieren. Wir stellen unsere Pferde dem Schmied vor und der entscheidet ob und was gemacht wird.
    Halfterführigkeit lernen unsere Fohlen ziemlich früh sie laufen zeitig an der Kutsche oder beim Reiten neben der Mutter her. Desweiteren lernen sie Angefasst zu werden und sich Einfangen zulassen. Meist lassen wir sie als Absetzer einige Male freilaufen/ freispringen (nicht hoch) um die Manier zu prüfen (Anhaltspunkt für neue Verpaarungen).
    Sonst dürfen sie bis sie reichlich 2 sind ohne große Behelligung ihr Leben verbringen. Dann werden sie langsam auf das Einfahren vorbereitet. Ab ca. 2,5 gehen sie gelegentlich im Geschirr (Nachbarpferd macht noch die Hauptarbeit, ist mehr so ein mitlaufen), Geritten wird mit ca. 3,5. Natürlich muss man das von Pferd zu Pferd abwägen.
     
Thema: FohlenABC