1. Diese Seite verwendet Cookies. Wenn du dich weiterhin auf dieser Seite aufhältst, akzeptierst du unseren Einsatz von Cookies. Weitere Informationen

Fohlenplanung für 2019

Diskutiere Fohlenplanung für 2019 im Pferdezucht Forum; Naja das ist ja auch son Thema was man totdiskutieren kann. Manche reiten mit 3 an, andere erst mit 5. Meine sollte 3 und 4-jährig eigentlich...

  1. Bluese

    Bluese Aktives Mitglied

    Naja das ist ja auch son Thema was man totdiskutieren kann.
    Manche reiten mit 3 an, andere erst mit 5.

    Meine sollte 3 und 4-jährig eigentlich aufs Turnier und danach in die Zucht. Für die war nie der Plan, dass die mit 20 noch im Sport unterwegs ist.
    Die sollte jung ein paar Erfolge einsammeln, damit die danach keinen Sattel mehr sehen muss.
    Ich finde es nämlich nervig mit einem Pony mehrfach bei null anzufangen nach Fohlenpausen.

    Gut hat jetzt nicht geklappt wie geplant und ob ich das beim nächsten Pony genau so machen würde weiß ich noch nicht.
     
  2. ulrike twice

    ulrike twice Heidemaus

    hast du die dann nicht für dich zum reiten? bekommen sie alle bei dir jährlich fohlen?
    also ich kann die in den pausen schon normal reiten, so als wenn keine reitpause war.

    3-und 4jährig gehen ja nur die jungpferdeprüfungen. haben da käufer deiner fohlen interesse an dem, was in jungpferdeprüfungen der mutterstute war?
    ich frag deshalb, weil da bei mir die käufer noch nie nach gefragt haben. es ist ihnen eher wichtig, was die mutterstute in der jetztigen zeit macht. und wie sie sich benimmt - vor allem dann, wenn der nachkomme noch sehr jung ist.
    ist der nachkomme schon geritten, interessiert oft nicht mal das. :bahnhof:

    ich find die unterschiedlichen betrachtungen spannend, v.a. weil ich ja auch schon DRs verkauft habe.
     
    Charly K. gefällt das.
  3. Bluese

    Bluese Aktives Mitglied

    Na so viele hab ich noch nicht verkauft, dass ich dir das so ausführlich beantworten könnte :P

    Aber ich habe bisher beobachtet, dass zumindest nach der Leistungsprüfung gerne gefragt wird und grade bei jungen Stuten auch interessant ist ob die in den Reitpferdeprüfungen unterwegs war. Ob die Stute 10-jährig zwischen den Fohlen auf A-Niveau läuft ist eher uninteressant. Da interessiert es dann eher wieder ab L oder FEI.
    Wenn die Stute schon mehrere Fohlen hatte ist dann die Nachkommenleistung wieder interessanter als die der Stute.

    Das ist zumindest das was ich so beobachtet habe und von vielen Züchtern gehört habe.

    Und nein ich hab meine Ponys nicht für mich zum reiten. Ich züchte lieber als zu reiten und ich hätte auch nicht unbedingt Lust ein Pony zwischen den Fohlen wieder anzutrainieren.
    Das heisst aber im Umkehrschluss nicht unbedingt, dass die jedes Jahr ein Fohlen haben müssen. Ein paar Fohlen hintereinander können die schon haben, aber zwischendurch dürfen die auch gerne mal ne Pause haben. Nur da muss ich die dann ja nicht reiten :D
     
  4. ulrike twice

    ulrike twice Heidemaus

    wie bist du mal auf ponyzuch gekommen, wenn du se nicht gerne reitest?
    also meine persönlichen vorieben, und mit wm es mir spaß macht, sind für mich dei entscheidenden kriterien...
     
     
  5. Bluese

    Bluese Aktives Mitglied

    Na ich sag ja nicht, dass ich sie nicht gerne reite :) aber züchten macht mir eben mehr Spaß und Reitponys gefallen mir eben auch optisch besser als andere Rassen.
    Und da züchten und reiten gleichzeitig ja nicht geht reite ich eben aktuell quasi gar nicht.

    Auf meine 3-jährige werde ich mich wohl jetzt mal draufsetzen (bin ja auch neugierig wies sich von oben so anfühlt) und für die Freundin, bei der meine Ponys stehen, noch eine 3-jährige kurz anreiten. Aber dauerhaft 3,4,5 mal die Woche zu reiten ist eben nicht das was mir Spaß macht. Da guck ich mir die Ponys lieber auf der Wiese an oder erfreue mich daran wenn sie unter anderen Reitern gut aussehen.
     
    Raven242 gefällt das.
  6. Frau Horst

    Frau Horst Bekanntes Mitglied

    Ich bin auch öfter mit den finanziellen Gründen konfrontiert. Der Markt ist voll Konkurrenz. Jedes Jahr zählt, mit jedem sinkt der Preis. So viele schreien nach späterem Anreiten, aber bezahlen will es niemand.

    Es gibt aber unabhängig davon auch Studien darüber, dass im Wachstum leicht belastete Pferde gesünder und robuster sind als unbelastete. Belastung kann nicht nur zerstören, sondern auch stärken.
    Man fängt auch nicht erst mit dem Abijahrgang mit Sport an, das wird langsam in der Grundschule eingeführt. Und bekanntlich sind Zivilisationskrankheiten wie Überfettung, Rehe usw. das größere Problem als Überlastung. Beispielsweise ist eine halbe Stunde am Tag einen Reiter von 50-80kg zu tragen nichts im Vergleich zu 100kg Übergewicht 24h lang. Ebenso kann ein Pferd sich ganz hervorragend kaputtstehen. Box-Weide-Haltung, am besten ohne gleichaltriges Junggemüse, macht für ungerittene Pferde wenig Sinn, weil die dann nie auf das tägliche Pensum an Bewegung kommen. Es gibt schon viele Möglichkeiten, sein Jungpferd zu zerstören, ohne dass man quälend trainiert, sondern es liebevoll kaputthegt.
     
    Zuletzt bearbeitet: 15. Juli 2018
  7. ManicPreacher

    ManicPreacher Gelebte Chaostheorie

    Das ist Whataboutism.... besser Reitergewicht mal ne Stunde als Lebenslang Übergewicht schleppen.
    Aber ein Argument ist das nicht.

    Davon ab, ein Pferd ist auch mit vier noch lange nicht ausgewachsen.
    Dann müsste man schon bis ca 7 Jährig warten.

    Gründe wurden ja hier auch genannt.
    Geld, weil Zeit ist Geld, und jedes verlorene Jahr kostet Geld, und die Tatsache daß ein dreijähriger eben noch schneller zu beeindrucken ist als ein vier- oder fünfjähriger.
    Also quasi die "Angst" das ein Mental gefestigteres Jungpferd nicht so gut mit macht wie der dreijährige.
    Der Leistungsgedanke, also das dreijährige ihren Körper belasten müssen damit der später überhaupt Leistung bringen kann...
    Mag vielleicht auf Pferde zutreffen die in der Box groß gezogen werden.
    Bei Pferden die draussen laufen und sich da selbst belasten dürfte dieses Jahr nicht ins Gewicht fallen.

    Bin da, wie gesagt, kein Freund mehr von.
    Da habe ich seitdem Shali angeritten wurde (und die wurde tatsächlich vor über 20 Jahren mit drei angeritten) eigentlich immer anders erlebt.
    Bis auf wenige Ausnahmen waren die Pferde die mit vier angeritten wurden dann die, die ihren Job gemacht haben, weil sie vom Kopf so weit waren.
    Bei den Ausnahmen hätte auch dreijährig nichts geändert, da stimmten andere Sachen schon nicht.
    Hier sind in den letzten fünf Jahren zwei Jungponys erst bewusst mit vier verkauft worden.
    Der eine war ein Clown, da saß dann acht Wochen später einer drauf, die zweite war nach sechs Wochen und mit achtjährigem Kind nach sechs Wochen schon im Gelände mit Mutti dabei.
    Der erste Turnierstart mit dem Kind (der ist nicht Erwähnenswert weil die Anforderungen fürs Pony in einer Führzügel hoch wären, aber die Atmosphäre auf so einem Turnier für ein grad angerittenes Pferd dürfte schon interessant sein) war dann nach zehn Wochen im neuen zu Hause.

    Mit drei hätten beide noch nicht die reife gehabt den Job so gelassen zu machen.

    Als nachvollziehbarer Grund bleibt für mich da eigentlich nur das Geld. Und das es eben "alle so machen" wegen dem Geld.




    Gesendet von meinem Pixel mit Tapatalk
     
    Charly K. und GilianCo gefällt das.
  8. Frau Horst

    Frau Horst Bekanntes Mitglied

    Zwischen Arbeit und der Figur des Pferdes besteht also kein Zusammenhang... Na dann... Von lebenslang war nie die Rede, es geht um Belastung im Wachstum.

    Und du vergleichst Äpfel und Birnen. Die Beindicke eines Arabers haben unsere ja schon bei der Geburt. Bei so kleinen Pferdchen wüsste ich auch nicht, was wann angebracht ist.
     
    Zuletzt bearbeitet: 15. Juli 2018
  9. ManicPreacher

    ManicPreacher Gelebte Chaostheorie

    Ich habe es noch mal auseinander genommen und zitiert, vielleicht wird es dann klarer was ich sagen will.

    Ein Pferd ist, wie gesagt, erst mit etwa sieben Jahren wirklich ausgewachsen.
    Man hat also lange genug Zeit sein im Wachstum stehendes Pferd zu belasten und den Körper an die Belastung zu gewöhnen. Dieser Logik nach kann man gar nicht früh genug anfangen ein Pferd zu belasten.
    Sport und Sport.
    Natürlich könnte auch ein Kind das mit einer Sportart erst später anfängt normale Leistungen in seiner Sportart bringen. Zumindest wenn es sich vorher so bewegt hat wie Kinder sich bewegen sollten.
    Beim Pferd ist man dann wohl bei einer Aufzucht in der es zum laufen und spielen auf verschiedenen Böden animiert wird.
    Das ist "Grundsport", und der sorgt dafür daß ein Pferd belastbar wird.
    Ob ein Pferd belastbar wird oder nicht hängt eher mit seiner Aufzucht zusammen.
    Welche Pferde werden denn Fett?
    Ich habe noch keins im Wachstum erlebt das ohne das es der Halter darauf angelegt hätte (indem er zugefüttert hat) so Übergewicht gehabt hätte.
    Die stecken das ins wachsen. Die Gefahr Fett zu werden ohne Zutun besteht ab dem Zeitpunkt an dem das Jungpferd nicht mehr in Höhe wächst oder auslegt in die Breite.
    Da ist ein zweieinhalb- oder dreijähriger aber noch nicht angelangt.
    Und doch, natürlich sagst du da "besser reiten als 100 Kilo Übergewicht 24 Stunden am Tag.
    Und ne halbe Stunde schonend reiten sollte solchem (100 Kilo zu viel sind schon ne Nummer) entgegenwirken?
    Ja, kann es. Das Pferd bleibt bei so einer Haltung aber nicht gesünder wenn es geritten wird.
    Also der Durchschnitt, Ausreißer hat man ja immer wieder mal.

    Das ist Ablenkung durch Hinweise auf andere Missstände.
    Weil: ein Pferd gehört nicht Fett gefüttert, ein Pferd gehört in eine Haltung in der es sich ausreichend selbst bewegen kann.

    Nein, ich vergleiche keine Äpfel mit Birnen.
    Der Röhrbeinumfang hat damit recht wenig zu tun.
    Es werden ja genug Araber, Reitponys usw. ganz klassisch mit drei angeritten, nicht nur die Warmblutrassen.
    Und wenn du noch mal nachliest, die Gründe die für mich gegen eine anreiten mit drei sprechen, die habe ich oben genannt.
    Mir geht es dabei vor allem um die geistige Reife des Pferdes.
    Die aber, wie man hier ja auch schon lesen konnte, etwas ist was von manchen gar nicht erwünscht ist.
    Überspitzt gesagt, das Pferd soll ruhig unreif sein, weil man sich erhofft das es dann beim anreiten besser mit macht als später, wenn es da schon gefestigter ist.
    Das ist nur absolut entgegen meiner Erfahrung, das ein Pferd mit vier oder fünf da schwieriger ist.
    Die sind gefestigter, ja, und wenn sie meinen man wird unfair, dann zeigen die das Selbstbewusster.

    Unterm Strich bleibt für mich da einfach nur "leichter händelbar beim anreiten" und "Zeit ist Geld".

    Ansonsten sehe ich bei einer Artgemäßen Haltung keinen Vorteil.

    Das Pony einer Bekannten hat auch das anreiten mit anderthalb überlebt, ohne Folgeschäden.
    Hat für mich halt trotzdem keine Berechtigung.

    Gesendet von meinem Pixel mit Tapatalk
     
  10. Frau Horst

    Frau Horst Bekanntes Mitglied

    Ich finde, auch psychisch steckt ein Pferd besser weg, langsam an die Arbeit gewöhnt zu werden. Was Hänschen nicht lernt und so. Neue Situationen werden immer schwieriger zu verkraften, je länger eine Sache immer gleich geblieben ist. Für ein früh gearbeitetes Pferd ist es selbstverständlich, ggf. täglich zu arbeiten. Ein Pferd mit 5,6,7 Jahren stellt alles in Frage. Das ist nicht nur für den Reiter, sondern eigentlich sogar mehr für das Pferd schwierig. Mit unfair hat das nicht zwingend zu tun. Ein ungerittenes Pferd weiß nicht mal, ob nicht steigen und bocken erwünscht und gradeauslaufen falsch ist. Die wissen gar nichts. Ob sie sich trotzdem was sagen lassen wollen, ist schlicht Glückssache.

    Und was die Haltung angeht, in der Praxis eben schwierig. Die Weiden mit den Jüngeren bringen durch die Gruppendynamik ausreichend Bewegung, müssen vom Gras aber zu gehaltvoll sein, um eben die mehr wachsenden 1-3jährigen zu versorgen. Da werden viele ab 4 schon pummelig.
    Stellt man auf eine magerere Weide, hat man die Jährlinge rippig.
    Nimmt man die jüngeren raus, wird so eine Gruppe schnell energiesparender, Bewegung fehlt unabhängig vom Futter.
    Das Pferd hat als Haustier nicht immer genügend Anreize, sich ausreichend zu bewegen. Bei Weidehaltung kann das natürlich tausendmal gutgehen. Unter Belastung kann aber eben dies auch genauso mal der Grund für Krankheiten sein wie zu frühe und zu viel Belastung.
     
Die Seite wird geladen...

Fohlenplanung für 2019 - Ähnliche Themen

Sattel für sehr kurzen Rücken
Sattel für sehr kurzen Rücken im Forum Ausrüstung
Gründe für warmen Huf
Gründe für warmen Huf im Forum Erkrankungen / Verletzungen des Bewegungsapparates
Ursachen für Wunde im Maul
Ursachen für Wunde im Maul im Forum Sonstiges
Ab wann wird ein Guru gefährlich fürs Pferd?
Ab wann wird ein Guru gefährlich fürs Pferd? im Forum Pferde Allgemein
Welche Pferderasse ist für das erste eigene Pferd am besten geeignet?
Welche Pferderasse ist für das erste eigene Pferd am besten geeignet? im Forum Pferderassen
Thema: Fohlenplanung für 2019