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Friesen beim Händler gekauft - Erfahrung -

Diskutiere Friesen beim Händler gekauft - Erfahrung - im Pferderassen Forum; Leider muss ich von einer sehr schlechten Erfahrung schreiben. Eine Warnung an alle Pferdefreunde da draußen schicken. Macht bloss eine große...

  1. N.Storm

    N.Storm Neues Mitglied

    Leider muss ich von einer sehr schlechten Erfahrung schreiben. Eine Warnung an alle Pferdefreunde da draußen schicken. Macht bloss eine große Ankaufsuntersuchung mit Röntgenbildern. Am besten mit einem Tierarzt, den ihr ausgesucht habt.

    Die anfängliche Freude ist verflogen. Es sind 6 Wochen vergangen, seit ich einen Friesen Wallach beim *Name entfernt* gekauft habe.
    Eine Zeit voll Hoffen und Bangen liegt hinter mir.
    Ich wurde die letzen Wochen von dem Team des *Name entfernt* hingehalten. Immer wieder vertröstet. Man gab mir das Gefühl, es würde sich schon regeln. Am Ende tritt bittere Ernüchterung ein.
    Nun droht man mir mit Unterlassungsklage, wenn ich hier von dem Vorgang berichte. Einen Anwalt solle ich mir besorgen und man würde alles vor Gericht klären.
    Dabei ist der Sachverhalt glasklar und der Befund eindeutig.
    Hier nun in Stichpunkten, was vorgefallen ist:
    Ende November 2018 haben wir einen Friesen Wallach besichtigt und eine kleine AKU noch am selben Abend vom Tierarzt des Hofes machen lassen. Das Pferd machte eine guten Eindruck. Aufbau Rückenmuskulatur, Hufschmied und eine Zahnbehandlung wurden uns empfohlen. Nichts wildes im Grunde.
    Wir kauften das Pferd ohne Bluttest und ohne Röntgenbilder. Ein Fehler, den wir später bereuen würden.
    Der Wallach wurde verladen und fuhr mit uns in den hohen Norden.
    Er war und ist ein sehr freundlicher und liebevoller Wallach. Ein echter Herzensbrecher. Jeder im neuen Stall verliebte sich sofort in diesen feinen Jungen.
    Erst bauten wir Vertrauen auf. In der Halle alles kennenlernen. Kein Problem. Nun wurde nach ein paar Tagen mit dem Longieren angefangen.
    Unser Wallach ist 12 Jahre. Entspanntes Pferd, Anfängergeeignet und Geländesicher. So sagte man uns.
    Aber bei uns zeigte er nach kurzer Zeit eine Lahmheit auf der rechten vorderen Seite. Es wurde schlimmer und schlimmer. So schlimm, das wir den Beritt und die Arbeit an der Longe einstellen mussten.
    Die Hufe (er hatte 4 Eisen) wurden vom Hufschmied gemacht. Neue Eisen ließen wir erstmal weg. Er lief etwas besser, aber lahmte immer noch.
    Der Tierarzt machte eine große Ankaufsuntersuchung mit Röntgenbildern. Hier zeigte sich nun das echte Problem.
    Auf der rechten Seite hat sich ein Chip vom Knorpel gelöst. Zudem ist die Knochensubstanz der Gleichbeine seltsam straffiert. Ein Befund, der unsere Welt einstürzen lässt.
    Natürlich halten wir die ganze Zeit Kontakt zum Hof in *Ort entfernt*. Man gibt sich verständnisvoll, aber die Feiertage und Urlaub lassen das Problem ersteinmal warten.
    In Absprache mit unserem Tierarzt und nach Rücksprache mit dem *Name entfernt* , bekommt der Friese Schmerzmittel und einen Entzündungshemmer. Er wird erst gar nicht und dann behutsam bewegt.
    Er lahmt weiter :(
    Der Rötgenbefund an den Beinen ist deutlich. Die Erkrankung definitiv älter als die paar Wochen, die er bei uns ist.
    Beim Friesenhof in *Ort entfernt* sagt man uns, dass das Pferd noch nicht lange im Besitz des Hofes war und man sich selber beim Vorbesitzer erkundigen würde. Er lief ja immer gut, so die Aussage. Aber wir finden eine Lösung.
    Das hoffen wir mehrere Wochen und fragen immer wieder nach. Bitten um eine konkrete Aussage. Man vertröstet uns und bittet um Geduld. Leider passiert nicht viel. Es ist Urlaubszeit.
    Bilder aus Thailand kann man posten und sehr kurze angebundene Nachrichten über Whatsapp schreiben. Ein persönliches Gespräch umgeht man mit Ausreden. Wir warten weiter.
    Selbst der Tierarzt aus *Ort entfernt*, der die Ankaufsuntersuchung gemacht hat, rät uns zur Rückgabe des Pferdes.
    Wir bieten dem Hof in *Ort entfernt* einen Kompromiss an. Weil wir eine gütliche Einigung erreichen wollen.
    Unser Angebot: wir übernehmen alle Nebenkosten. Transport, Hufschmied, Tierarzt, etc.
    Wir möchten nur das Pferd zurück geben, da wir ihn nicht reiten können. Er lahmt immer noch.
    Ob eine Therapie das langfristig beheben kann, ist ungewiss.
    Wir bitten um Rücknahme und kündigen den Rücktransport an. Unsere Nerven sind am Ende. Es schmerzt.
    Die Antwort vom *Name entfernt* per Whatsapp: Sie können die Sache gern Ihrem Anwalt übergeben und alles kann gerichtlich geklärt werden.
    DAS ist sehr traurig!

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    Name und Ort wurden entfernt, solche Details bitte per PN beim Threadersteller erfragen.
    McBeal - Moderation
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 9. Jan. 2019
  2. Askja

    Askja Bekanntes Mitglied

    Was wollt ihr denn? Zurück geben weil kaputt?
    Du hast ohne AKU bzw Bilder gekauft.
    Du musst den Verkäufern nachweisen, dass sie den Befund vorher kannten. Ansonsten sehe ich schwarz.
    Kann ja sein das er immer Beschwerdefrei war, Chips machen nicht immer Probleme. Eben erst wenn sie sich lösen was jetzt bei euch der Fall ist.
     
  3. terrorschaf

    terrorschaf Bekanntes Mitglied

    Muss man nachweisen dass er es kannte?
    Es scheint ja ein gewerblicher zu sein. Dann liegt die beweislast im ersten halben jahr beim vk , dass das pferd mangelfrei war. Ob er es wusste oder nicht ist unerheblich.
    Hast du dem Verkäufer die rontgenbilder plus schriftliche Aussage vom ta geschickt?
    Dir wird nichts anderes übrig bleiben, als einen Anwalt auf zu suchen. Schade. Das wird viel Geld und Tränen kosten.
     
    melisse gefällt das.
  4. Elchhexe

    Elchhexe Bekanntes Mitglied

    Wieso muss der VK das gewusst haben?
    Tritt innerhalb des ersten halben Jahrs ein Mangel auf, gilt die Beweislastumkehr. Der VK muss also beweisen, dass bei Gefahrübergang kein Mangel vorlag.
    Dafür braucht es weder Kenntnis des VK, noch arglistige Täuschung.
    Was ich aber an Deinem Beitrag nicht verstehe, N.Storm, was möchtest Du mit Deinem Beitrag hier im Forum erreichen?
    Wenn der VK das Pferd nicht freiwillig zurück nimmt, such einen guten Fachmann auf.
    Solche Dinge passieren halt. Da muss der VK nichts für können und ich kann gut verstehen, dass er wünscht, dass Du nicht seinen Ruf schädigst.
     
    GilianCo gefällt das.
     
  5. Frau Horst

    Frau Horst Bekanntes Mitglied

    Nur interessehalber - wurde eine Beugeprobe in der AKU gemacht?
     
  6. Askja

    Askja Bekanntes Mitglied

    Ah stimmt. Ich lag falsch. Hatte nicht über das Gewerbliche nachgedacht
     
  7. N.Storm

    N.Storm Neues Mitglied

    Ich will nicht den Ruf des Händlers schädigen, sondern ganz deutlich auf das Problem hinweisen, was entstehen kann, wenn man sich auf die Zusagen verlässt. Wir hatten einen guten ersten Eindruck. Das der Händler das Pferd noch nicht lange hat, erfuhren wir erst später. Was die Aussage: bei uns wurde er immer ohne Probleme geritten auch relativiert.
    Natürlich kann man uns unterstellen, wir wären blauäugig an die Sache gegangen. Und ja, wir haben uns auf unser Bauchgefühl verlassen. Die Stimmung war gut, das Pferd super lieb. Da haben wir gekauft.
    Aber als die Probleme offensichtlich wurden und wir um eine Rückgabe nicht mehr herum kamen, da zeigte sich plötzlich ein anderes Gesicht. Wir sind in einer sehr belastenden Situation. Die letzten 7 Wochen waren voll Bangen und Hoffen.
    Das Angebot von uns ist mehr als gut. Einfach, weil wir auch ein Ende der Geschichte erreichen müssen.
    Wie wir nun vom Händler behandelt werden und wie man mit uns spricht. Das ist der springende Punkt, vor dem man ganz allgemein warnen muss.
    Wer ein Pferd bei einem Händler kauft, soll unsere Erfahrung sensibilisiert werden.

    Genau das ist das Problem. :( Bis zu dem Zeitpunkt, an dem wir die Rückgabe angekündigt haben, war man sehr verständnisvoll. Wir dachten wirklich, dass der Händler professionell reagiert. Bilder und Befund hat er direkt bekommen. Wir haben nichts mit dem Pferd gemacht, ohne es vorher dem Verkäufer zu sagen.
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 9. Jan. 2019
  8. nasowas

    nasowas Bekanntes Mitglied

    Dass der Händler nicht zurücknimmt und rumzickt finde ich daneben und unprofessionell. Gute Händler nehmen zurück , fertig.

    Der Rest, na ja das ist "normal" finde ich. Wenn es keine Bilder gibt weiss der Verkäufer auch nicht immer ob das was an den Knochen ist, woher auch! Wenn man keine Bilder bei Kauf machen lässt ist das eben das Risiko.
    Das muss kein Betrug sein, kann aber.
    Dafür gibt es ja eben das "Rückgabegedöns" bei Gewerblichen.

    Bestätigt aber wieder mein Reden: große AKU und zwar IMMER
     
    Strumpftierpferd und N.Storm gefällt das.
  9. N.Storm

    N.Storm Neues Mitglied

    Ja, da war er unauffällig. Allerdings haben wir keine Blutprobe entnommen, so dass wir nicht wissen, ob schon Medikamente gegeben wurden. Mit dem Wissen von heute, muss man das auf jeden Fall machen.
     
  10. Elchhexe

    Elchhexe Bekanntes Mitglied

    Dann sei froh, dass Du nicht mit Gewährleistungsausschluß von Privat gekauft hast.
    Ausserdem muss der Händler nicht zurück nehmen, wenn Du ihm nicht die Gelegenheit gibst, nachzubessern.
    Aber das sind Fragen, die Du mit einem Anwalt klären solltest und nicht hier.

    Davon ab sehe ich kein Fehlverhalten des Händlers. Er konnte ja kaum ins Pferd reingucken, ob es einen Chip hat. Wenn er dort nicht lahmte, woher sollte er davon wissen?
     
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