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Führen eines Jährlings

Diskutiere Führen eines Jährlings im Allgemein Forum; hallo :-) ich habe seit kurzer zeit ein problem beim führen meines jährlings. er ist ein wallach und 1 jahr und 9 monate alt. im winter ist...

  1. Kim90

    Kim90 Neues Mitglied

    hallo :)

    ich habe seit kurzer zeit ein problem beim führen meines jährlings. er ist ein wallach und 1 jahr und 9 monate alt.

    im winter ist er immer etwas ungezogener. ich führe ihn im winter immer mit der longe, da ich ihn mit dem strick nicht halten kann, sollte er versuchen wegzulaufen. das habe ich ihn jetzt schon abgewöhnt. er probiert es noch manchmal, wenn er aber merkt ich lasse nicht aus, hört er sofort auf.
    aber: er muss immer die longe in den mund nehmen und schnappt nach mir. vor allem wenn ich vor ihm gehe, will er mir in die schulter beißen und wird hinter mir immer größer. ich habe keine angst vor ihm aber das ist so nervig :no: leckerlis bekommt er auch nie aus der hand

    ich denke, ich weiß was das problem ist: im winter ist er halt nicht so oft auf der koppel wie im sommer aber ich schau schon dass er jeden tag ein raus kann, nur eben nicht so oft wie im sommer.
    außerdem verhält er sich beim führen als würde ihm langweilig sein
    ich versuche immer, alles abwechslungsreich zu gestalten aber ja...
    im sommer ist er für ein fast 2-jähriges pferd schon sehr sehr brav nur im winter halt :1:
    ich weiß, dass es nicht (nur) seine schuld ist aber was kann ich anders & besser machen? :mask:

    danke schonmal ;) KIM
     
  2. Streunerin

    Streunerin Inserent

    Das Pferde in der kalten Jahreszeit einfach n bissel spinniger sind ist normal denke ich.


    Mit dem Alter ist er ja noch ein Kind und schnell gelangweilt oder überfordert. Die Grenze ist machmal echt fließend in dem Alter.

    Zu oft würde ich in dem alter eh nichts mit ihm machen. Viel Freilauf mit gleichaltrigen wo er sich austoben kann und 1-2 mal die Woche ein wenig Putzen und führen und kuscheln reicht da völlig. Der Ernst des Lebens beginnt noch früh genug für den Kleinen.

    Dennoch würde ich sowas wie schnappen nicht hinnehmen. Du musst ihm deutlich klarmachen das sowas nicht läuft. Mit einem klaren und lauten NEIN oder einem kräftigeren Zupfen am Halfterstrick kannst du bei vielen Pferden das schon abgewöhnen. Klar nicht beim ersten Mal aber nach ein paar Mal schon.

    Bleiben die Fragen: :1:

    Wie oft "arbeitest" du denn mit ihm? Und was machst du?
    Wie wird er gehalten? Wie viel Weide, hat er gleichaltrige zum Spielen?
    Wie reagierst du denn bisher auf so ein Verhalten?
    Wie lange hast du ihn schon?
    Wie gut kennst du dich mit dem Umgang mit jungen Pferden aus?
    Hast du jemanden der Erfahrung hat der dich unterstützen könnte?
     
  3. kraeg

    kraeg Inserent

    Hallo Kim90,

    ein Pferd zu führen erscheint vielen Menschen - selbst Pferdemenschen - eine der einfachsten Übungen der Welt zu sein; bis sie einmal an ein Pferd geraten, das die Frage nach "wer führt und wer folgt" stellt. Spätestens dann macht man sich Gedanken zu dem Thema und sucht nach Antworten.

    Unter Mühelos ein Pferd führen können ist für Reiter enorm wichtig | Problempferdhilfe habe ich einmal kurz und bündig zusammengefasst, was alles hinter dem Pferd führen steckt.

    Ich hoffe, dass dir meine Erfahrungen nützlich sind.
     
  4. Kim90

    Kim90 Neues Mitglied

    1) in der woche 2-3 mal. führen, an der longe schritt gehen (soll ich das auch schon machen? er war nämlich im sommer in nem anderen stall eingestellt und da haben die uns gesagt, sind gute bekannte, man kann schon anfangen aber nur eben schritt?), manchmal stelle ich einfach nur schachteln auf oder über eine am boden liegende stange führen..
    2) zurzeit leider nur mit seiner Mutter (hat aber bei anderen gleichaltrigen gelernt sich unterzuordnen) jeden tag auslauf
    3) meistens werde ich dann böse. aber ohne gewalt! ich ziehe nur fest an der longe, ich verwende keine gerte. meistens ein NEIN
    4) ich kenn ihn seit geburt
    5) mit jungen pferden nicht so gut aber
    6) ich hab die unterstützung von bekannten. die sagen das ist eben so wenn er nicht viel auslauf hat aber ich bin eben perfektionist und möchte dass er ziemlich brav geht ;)

    danke für die antwort :1:
     
    Zuletzt bearbeitet: 25. Dez. 2010
     
  5. Chiara22

    Chiara22 Vorsicht- Chiara Chaos im Anmarsch!

    Hm, ich finde das alles etwas suboptimal.

    In einer Herde mit gleichaltrigen könnte er sich genug austoben und auch mal Dampf ablassen.

    Im Alter von nicht mal 2 Jahren an der Longe laufen lassen, auch wenn es nur Schritt ist würde ich z.B. gar nicht machen.

    Laß ihn Jungspund sein, Sozialverhalten erlernen, und seine Jugendzeit genießen. Ich würde in dem Maße, auch wenn es 2-3 Mal die Woche sind, nicht eingreifen.

    Ebenso finde ich die derzeitige Haltungsform nicht wirklich passend. Finde gemischte Herden oder eben mit einer gleichaltrigen Herdenzusammenstellung besser als nur mit seiner Mutter.

    Laß ihn einfach noch ein bissel in Ruhe, die Grundsachen beherrscht er doch wie Hufe geben, putzen, Schmied, führen. An der Longe würde ich ein noch nicht 2 jährigen im Notfall aus Krankheitsgründen auf Anraten des Doc´s vielleicht gehen lassen. Aber ansonsten ein dickes NEIN. Auch im Schritt ist das eine sehr einseitige Belastung da im Kreis. Die Wachstumsfugen haben sich noch nicht geschlossen und Du möchtest doch noch länger etwas von Deinem Pferdchen haben.

    Das würde ich lieber etwas in eine Schublade packen. Jungspunde haben doch den Babybonus. Es sind nun mal Pferde und keine Fahrräder.

    Schnappt er, ein scharfes Nein, auch mal aufstampfen mit dem Fuß und zur Not mal mit dem Longenende vor die Brust. Konsequenz ist das Zauberwort. Nur hier kommt auch sein derzeitiger Übermut und die Kraft durch das Wetter hinzu. Würde er in einer größeren Herde stehen, würde er es dort auslassen und nicht an Dir.
     
  6. Osaka

    Osaka Inserent

    Mit Jungpferden muss man viel Geduld haben. Immer und immer wieder sagen, dass es so nicht geht.Es kommt öfters vor, dass Jungpferde halt immer und immer wieder austesten und können dabei auch echt hartnäckig sein. Genauso hartnäckig musst Du dann auch sein. Ich muss meiner Maus heute noch ab und an Massregeln. Halt, Stop. Entweder vernünftig laufen oder gar nicht.Aber dann hört sie auch. :biggrin:
    Man muss aufpassen, dass man Jungpferde nicht zu doll bestraft, weil das Vertrauen sonst flöten geht. Konsequenz ist hier das Zauberwort.Und man darf sich auch widerum nicht veräppeln lassen.
    Ab 2 J lernen Jungpferde bei mir auch schon die Trense kennen, weil es nur mit Halfter im Gelände einfach zu gefährlich ist.Trense ist auf der Schau neuerdings auch ab 2 J Pflicht. Muss wohl schon einiges passiert sein mit den Jungspunden... Deswegen haben wir das auch mal geübt.Konnten dann aber wegen irgendwas nicht hin.
    Junge Pferde sind nunmal so. Und das lange Stehen ist auch kontraproduktiv. Wie wäre es, wenn Du das Jungpferd vor dem Spazieren gehen auf dem Reitplatz oder Paddock toben läßt, wenn es lange gestanden hat?
    Rückwärtsrichten hilft dem Gehorsam auch oftmals auf die Sprünge.:1:

    P.S. Longieren würde ich auch auf keinen Fall, weil das aufs innere Bein geht. Selbst mit einem 3-jährigen wär ich da noch vorsichtig. Und dann nicht öfter als einmal in der Woche.
    Die Überschrift hat mich da etwas irritiert. Da ging es nur ums Führen.
    Huch, jetzt ist mir da noch Beitrag dazwischen gekommen. Hab ich so lange getippt? Da steht ja eigendlich schon alles drin. Naja egal, doppelt hält besser.-)
     
    Zuletzt bearbeitet: 25. Dez. 2010
  7. Kim90

    Kim90 Neues Mitglied

    danke ;) das mit dem longieren habe ich nur hingeschrieben als antwort auf die frage was ich mit ihm mache ;)

    ich weiß dass es viiiiel besser wäre, würde er mit gleichaltrigen in einer herde sein. im sommer war er in einem anderen stall und da hatte er die. ich wollte ihn länger dort lassen aber die chefin vom stall meinte das muss nicht sein, er kann sozialverhalten auch mit seiner mutter weiterhin lernen. ist genau so wie bei einzelkindern, die sind auch nicht gestört weil sie alleine sind

    ging mir voll gegen den strich :bad:

    außerdem bin ich erst 19 und meine mutter hat die verantwortung und das sagen über die pferde. sie meint wir haben die stute nur zugelassen, dass sie nicht alleine ist also nach hause mit ihm... obwohl man mit der stute auch viel besser arbeiten kann, da sie ihn nicht hören kann und nicht nur auf ihn konzentriert ist

    ach, das ist alles nicht so leicht :mask: leider ...

    aber danke trotzdem ;)
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 25. Dez. 2010
  8. Osaka

    Osaka Inserent

    Hm, ja. Dann kannst Du ja nix dafür. Die Mama läßt sich meistens von ihren Fohlen viel zu viel gefallen. Dann kann es schon sein, dass das Fohlen nicht richtig lernt sich unterzuordnen. Dann muss man das alles mit der Erziehung ausbügeln und hat es viel schwerer. In der großen Herde lernen die Fohlen besser sich unterzuordnen und man hat weniger Arbeit.
    Fohlen gehören eigendlich auch mit gleichaltrigen zusammen und Bewegung ist das A und O.
    Da kann man leider wohl nix machen, weil Du das nicht alleine bestimmen kannst. Schade.
     
  9. Kim90

    Kim90 Neues Mitglied

    genau das ist das problem :/
    ich weiß dass ich es dadurch schwerer hab... aber jetzt hab ich ja ein paar tips bekommen ;) ich glaub ich sollte es zurzeit nicht so ernst nehmen wenn er mal ungezogen ist. ist eben im winter so.
    nur ich hab dann ein schlechtes gewissen wenn ich mal nichts mit ihm mache. mach ich sowieso nicht jeden tag aber wenn ich ihn nur 1x in der woche führe oder putze, kommt mir das wenig vor. jetzt weiß ich, dass muss nicht sein :)

    Danke :)
     
  10. Osaka

    Osaka Inserent

    Gern geschehen.-)

    Ungezogen ist vielleicht der falsche Ausdruck. Eher Unerzogen. Fohlen müssen es erst lernen, was sie dürfen und was nicht. Da sind sie alle gleich und meinen das ja nicht böse. Sie wissen es nur nicht besser.Das nicht ernst zu nehmen wäre nicht gut.Beißen und treten, anrempeln und beim Führen überholen sind alles Respektlosigkeiten, wo man auf jeden Fall reagieren muss.
    Ein schlechtes Gewissen habe ich auch, wenn ich mal weniger Zeit für Osaka habe. Und das ist auch ganz normal. Wenn man ein Tier hat, muss man sich auch drum kümmern. Bei Jungpferden sollte man eben besonders drauf achten, dass man sie nicht überfordert.
    Als Osaka noch ein Jährling war, bin ich jeden zweiten Tag hingefahren, hab sie aus der Herde geholt und auf Anraten des TA zugefüttert, weil sie trotz 4 ha Weideland sehr klapperig gewesen ist. Ich bin dann jedes mal den Feldweg hoch und runter gelaufen mit ihr. Das hat nur 5 Minuten gedauert und war genau angepasst auf die kurze Konzentrationsfähigkeit eines Fohlens.Auf der Weide ab ich spielerisch Hufe geben, frei auf der Weide geübt und wenn die anderen Pferde ganz weit weg waren und es nicht mitbekommen haben, hat sie auch schonmal heimlich ein Leckerli dafür bekommen. Der Hufschmied hat es mir gedankt. Ich hab sie auch mal auf der Weide an einem Baum angebunden und geputzt.Das Sprühgeräusch hat sie kennengelernt, von der Mähnen und Schweiflotion. Das kam mir dann zugute, als sie sich mal verletzt hatte und sie keine Angst mehr vom CTC-Spray hatte. Genauso, wie eine Decke kennenlernen, und die mal 5 minuten drauf machen. Wenn sie mal krank werden und sie eine brauchen. Das sind alles so Kleinigkeiten, die man spielerisch erlernen kann, ohne das es ein Fohlen überfordert. Auf der Weide haben wir für die Zuchtschau geübt usw.
    Immer wenn Osaka mich gesehen hat, ist sie alleine aus ihrer Herde rausgaloppiert, zu mir hin. Das war schon eine ganz besondere Bindung, die ich nicht missen möchte. Und die hat sich wirklich gefreut.
    Klar brauchen Fohlen noch nicht allzu viel können. Aber es ist nicht gesagt, dass sie nur auf der Weide rumgammeln müssen. Auch wenn es nicht schadet. Und grade wenn sie nachts im Stall stehen müssen, freuen die sich, wenn man sie mal 5 Minuten rumführt.Is ja auch dann langweilig in der Box. Länger können die sich sowieso noch nicht konzentrieren.Und schlecht ist es nicht, wenn die Gelenksflüssigkeit angeregt wird. Aber diese Kleinigkeiten bringen schon ganz viel und sie lernen Vertrauen aufzubauen und auch mal mitzukommen ohne aus Angst zu kleben.:1:
     
    Zuletzt bearbeitet: 26. Dez. 2010
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