1. Diese Seite verwendet Cookies. Wenn du dich weiterhin auf dieser Seite aufhältst, akzeptierst du unseren Einsatz von Cookies. Weitere Informationen

Führprobleme

Diskutiere Führprobleme im Pferde Allgemein Forum; War mir nicht sicher, ob ich mit dem Thema hier richtig bin. Bitte im Notfall verschieben, danke. Habe mir im letzten Jahr einen 4-jährigen,...

  1. Chiara22

    Chiara22 Vorsicht- Chiara Chaos im Anmarsch!

    War mir nicht sicher, ob ich mit dem Thema hier richtig bin. Bitte im Notfall verschieben, danke.

    Habe mir im letzten Jahr einen 4-jährigen, Deutsches Reitpferd, 1,80 St., der zum damiligen Zeitpunkt erst 4 oder 5 Mal unterm Sattel war, gekauft.

    Er ist nicht mein erstes junges Pferd. Beim Vorstellen der Vorbesitzerin sah man schon, daß er keck und etwas hengstig war, was ich aufgrund meiner über 20-jährigen Erfahrung aber nicht weiter als Problem sah. Ja, denkt ihr jetzt sicherlich, wenn sie doch so viel Erfahrung hat, warum meldet sie sich denn jetz hier mit nem Problem?! Weil ich immer offen bin für neue Ideen und Wege und man ja nie genug lernen kann im Umgang mit Pferden......:1:

    Nun aber zu dem eigentlichen Problem. Vom ersten Tag an, ließ er sich nicht führen. Er hatte auch noch andere Baustellen, wie Kopfscheu, keine Hufegeben an den beschlagenen Hufen etc. Das Hauptproblem ist und bleibt das Führen. Er ist nicht bösartig, aber wenn er ein Geräusch hört oder von hinten ein Auto, Pferd oder rennendes Kind ankommt, macht er einen Galoppsprung und ist weg. Weder mit Trense noch mit anderen Tricks ist ihm da beizukommen. Ich mache seit 7 Monaten Bodenarbeit, Führtraining, habe auch mit Knotenhalfter trainiert, Osteopathin 4 mal dran gehabt, Augen nochmals kontrollieren lassen trotz Tüv, Schilddrüse, Futter umgestellt, da sein Selenwert zeitweilig sehr hoch war, etc. Ebenso übe ich mit ihm Zirkuslektionen. Er geht Freispringen, 3 Mal die Woche unterm Sattel, Longenarbeit, Ruhetag. Zur Halle führen ist kein Problem mehr, aber zur Longierhalle oder vom Paddock in den Stall ist nach wie vor Heikel. Er ist mir seit 3 Monaten nicht mehr abgehauen, aber es ist und bleibt ein Kampf. Er geht nie entspannt und locker neben mir her. Am schlimmsten sind die Türen beim Rein- oder Rausgehen; passiert es immer noch häufig, daß er losgaloppiert.

    Ich gebe ihm alle Zeit der Welt vertrauen zu fassen und bringe ihn selber raus und rein, da unsere Angestellte nur 1,60 groß und unsicher ist. Mir ist jedoch immer aufgefallen, daß wenn er abgehauen war, er nie in die Stallgasse rannte.

    Vielleicht habt ihr ja noch Ideen, die ich in sein Training einbauen kann.
    LGr und Danke Chiara
     
  2. Lorelai

    Lorelai Chaos-Trulla

    Hey Chiara!

    Hmmm.. Hört sich nicht so doll an. Ich halte es so, dass ich allen "meinen" Pferden beibringe, um mich rumzurennen, wenn was ist.
    Sprich, ich bring denen bei "wenn ich erschreck, dann dreh ich kringel um meinen Führer". Ist um einiges praktischer, als wenn die Pferde immer frei Schnauze nach vorn wegfetzen.

    Ausserdem führe ich VOR dem Pferd laufend und nicht daneben. Bzw später dann schon neben dem Pferd, aber vor allem am Anfang und bei solchen "Unsicherheiten" geh ich lieber vorneweg. Verleiht vor allem nervösen/ängstlichen Pferden eher Sicherheit, als wenn man nebendran läuft.

    Ich würd bei deinem Nervi (den meinst du doch, oder? *g*) mit Führtraining in der Halle anfangen. Ob du ihn hinter oder neben dir laufen lässt, bleibt dir überlassen (manche fühlen sich ja unwohl, wenn ein Pferd hinter ihnen läuft, dann hat das natürlich wenig Sinn, denn dann strahlst du als "Führer" auch keine Sicherheit aufs Pferd aus).
    Dann in der Halle beabsichtigt "Schrecksituationen" herstellen, von denen du vorher weißt, dass sie kommen. So kannst du schnell reagieren und das Pferd in einen Kreis um dich rumlenken - wie beim Longieren im Prinzip.
    Sprich du führst, ein Helfer macht irgendwas "böses" (meinetwegen wedelt er mit Plastikplanen an der Bande rum, während du da vorbeiläufst), und du schickst im gleichen Moment das Pferd in einen Kreis um dich rum. Ich pass anfangs den Moment ab, BEVOR das Pferd merkt was los ist und sich erschrickt, so dass das Pferd schon im Kreis läuft bevor es "abgeht".
    Hat bisher immer funktioniert.
    Wenn er gar zu heftig ist, ist es Anfangs vllt geschickter, ne längere Longe zu nehmen, da kannst ihn vllt besser "bei dir behalten", als mit einem kurzen Strick, bzw die Longe "flutscht" nicht so schnell davon. *g*

    Irgendwann kapieren die Pferde "erschrecken = im Kreis um die Führperson rum"...
    Ging bisher bei mir immer recht schnell, egal wie komisch, heftig oder ängstlich das Pferd war. Meist sind die ganz froh drüber, wenn sie in "Fluchtsituationen" eine klare Regelung haben, an die sie sich halten können.

    Ist halt einfach praktisch wenn man dann mal "draussen" unterwegs ist, weil die Pferde dann eben auch nicht mehr einfach davonrennen, sondern um einen rum im Kreis. So sind sie wenigstens "haltbar".

    Ausserdem würd ich mit dem "Anti-Schreck-Training" machen und ihn an alle möglichen und unmöglichen Dinge gewöhnen, ihn möglichst oft erschrecken (hört sich jetzt doof an *lach*), damit er sich einfach daran gewöhnt.
     
    Zuletzt bearbeitet: 22. Feb. 2009
  3. Chiara22

    Chiara22 Vorsicht- Chiara Chaos im Anmarsch!

    Lorelei, vielen lieben Dank für Deine schnelle Antwort und die Tips. Ja, wenn er in der Halle oder von der Longierhalle zum Stall mit mir geht, habe ich komischerweise immer eine Chance ihn um mich herum mit Longe und Trense, anders führe ich ihn schon gar nicht mehr, herum zu bekommen. Auch wenn der Riese neben mir her tänzelt, nehme ich ihn rum. Zur Not lege ich die andere, frei Hand an das Ende des Halses, Schulteransatz um ihn besser herum zu bekommen.
    Nur, was ich vergessen habe zu erwähnen, ist, wir müssen vom Paddock aus einen schmalen, steilen Abhang herunter und wenn ich nicht aufpasse, macht er nur einen einziegen Galoppsprung an mir vorbei aus dem Schritt, ist dann weit vor mir und dann habe ich die Chance vertan, ihn noch herum zu bekommen. Wir standen auch schon Quer auf dem Hügel, was gefährlich ist, den links und rechts fällt er steil ab. Einen andern Weg habe ich leider nicht zur Verfügung. Und wie gesagt, in der Tür habe ich auch noch keine Lösung....da ist er im Vorteil.
    Beim Führen in der Halle, ist s mittlerweile egal was ihn erschreckt, er bleibt bei mir. Trotzdem werde ich die Führposition noch mal überprüfen und besser kontrollieren. Bisher war er auf gleicher höhe, blieb er hinten, holte ich ihn mehr nach vorne. Das werde ich mal bleiben lassen. Danke, werde berichten:spinny:
    LGr Chiara
     
  4. Raketenerna

    Raketenerna Die geballte soziale Inkompetenz

    Mit den Türen wäre es denkbar das dein überdimensioniertes Pferd einfach Platzangst hat? Bzw. vielleicht aufgrund seiner Größe und unachtsamem Führen mal sehr unglücklich im Türrahmen hängengeblieben ist (Bauch und Hüftknochen!) und aufgrunddessen möglichst schnell dadurch will?

    Bei meiner war das wegen ihrer "Überbreite" der Fall, die Lösung war das Pferd grade vor die Türöffnung zu stellen und nur grade durchtreten zu lassen und darauf bauen das das Stallpersonal der Bitte auch nachkommt.

    Ich habe auch das schrittweise durchgehen geübt, bis ich auch in der Türöffnung anhalten konnte und vor- wie zurücktreten lassen entspannt funktionierte. Hat seine Zeit gedauert aber lieber so, als irgendwann mal zwischen Pferd und Rahmen zu kleben.

    Vielleicht altenativ auch mal bei einem Westerntrainer vorbeischauen? In dieser Sparte legt man ja sehr viel Wert auf Kontrolle und Mitarbeit des Pferdes vom Boden aus. Das könnte dir vielleicht ganz neue Anregungen und Lösungen eröffnen.
     
  5. Piennie

    Piennie Inserent

    Vielleicht mal mit Führpferd arbeiten. Ich führ bei schwierigen/ gefährlichen Strecken meine jungen Pferde zunächst hinter einem ruhigen erfahrenen Tier her. Später darf dann das Jungpferd vornweg und das Andere hinterher, irgendwann ist das zweite Pferd überflüssig.
     
  6. Chiara22

    Chiara22 Vorsicht- Chiara Chaos im Anmarsch!

    Bin völlig überrascht, daß gleich so viele Ideen kommen. Schööön und nochmlas Danke!
    @ Raketenerna: Auf die Idee bin ich noch nicht gekommen, da er immer anstandslos auf den Hänger geht und das Training mitmacht. Aber das ihm der Durchgang zu eng sein könnte, ist ein prima Ansatz, den ich auch umsetzen werde. Denn die Probleme treten ja auch oft bei Großen Pferden und Verladen, Platzproblemen im Hänger auf.DANKE!!! Ja, mit einer Westerntrainerin habe ich schon, kurzfristig zusammengerabeitet, da ich vorher mit meinen anderen Pferden Bodenkurse belegt habe. Leider fanden wir nicht den richtigen Ansatz zusammen. GHP und Dualaktivierung wird bei uns noch angeboten, aber leider verbessert es die Führsituation noch nicht wirklich gut. Nur die allgemeine Schreckhaftigkeit sinkt. Wie gesagt, ich verliere ihn nicht mehr, würde aber behaupten, ich bin nicht annähernd der Herr der Lage. Er probiert ja nach wie vor, mich in brenzligen Situationen zu verlassen.

    @Pienie
    Bis vor einem Monat ging er zusammen mit seiner besten Freundin auf den Winterpaddock. Er kannte sie schon vom Sommer auf der Weide. Jetzt ist sie Momentan krank und darf nicht raus. Leider hat es ihn nicht interessiert, ob wir mit ihr, hinter ihr, neben ihr zu den dichten Paddocks, oder der weit entfernteren Weide gehen, er haute ab.:confused2: Dadurch bekam sie oft Probleme, ihr Pferd zu halten.
    Bei meinem 2 Jährigen machen wir es genauso. Sie werden immer nur zu 2 rausgebracht. Da gibt s keinerlei Probleme. Den konnten wir auch schon als Jährling von den anderen trennen und üben. Er ruht allerdings auch mehr in sich und wir haben ihn schon mit 6 Wochen gekauft und konnten vieles früh üben.
     
  7. Lorelai

    Lorelai Chaos-Trulla

    Hmm... Ansonsten, wenn wirklich alles Schrecktraining und sonstiges keinerlei Früchte zeigen (zumindest beim Weg zur Koppel nicht), würd ich auf jeden Fall in der nächsten Zeit zum Raus- und Reinführen ne Führkette draufmachen. Einfach immer zusätzlich zum normalen Führstrick draufpacken, am Führstrick führen und die Kette "in Ruh lassen" - aber dann im Notfall was haben, mit dem man eventuell doch noch besser Kontrolle übers Pferd bekommt.
    Ich mag die Dinger zwar nicht, aber wenn das wirklich so schlimm ist, dann ists mit der Kette vllt wenigstens etwas "sicherer"..

    Ansonsten find ich auch den Ansatz von Raketenerna gut: Die "Türdurchgänge" gezielt üben. Immer wieder durch die Tür, vorwärts, rückwärts, aber immer schön gerade, damit er sich nirgends anhaut. In der Türe stehen bleiben usw. Vllt hilft das auch noch was...
     
  8. RioNegro

    RioNegro Klugscheißer mit Herz Mitarbeiter

    hast ja schon einige sehr gute Ideen bekommen...

    Ich würde es denk ich so machen:
    Erstmal, in Anlehnung an die Führübungen nach Tellington, dem Pferd in der Halle (oder wo`s sich`s halt sicher fühlt) beibringen, immer genau 1 Schritt zu gehen. Auf dein Kommando.

    Und zwar mit Hilfe einer Gerte, die du als Hilfe vor seiner Nase führen kannst.
    Zum Halten kommt das Stimmkommando "Halt" oder ähnliches. Dabei wird die Gerte ruhig ein Stück vor der Nase des Pferdes nach oben und wieder nach unten geführt (als ob du eine Wand vor seiner Nase markieren willst). Reicht das nicht, ein kurzer Tipp auf die Brust als Zeichen "Stop". Und selbst auch stehen bleiben.
    Gerte bleibt als "Bremse" vor der Nase des Pferdes (ohne Berührung; später ist das meist nicht mehr nötig)

    Zum Losgehen Stimmkomando. Gerte wird in Bewegungsrichtung nach vorwärts-Abwärts geführt (um die Vorwärtsbewegung vorzumachen...)

    Dann schon wieder Halt.
    Würde natürlich anfangs immer einige Schritte machen lassen. Aber dann soweit steigern, dass er wirklich auf dein Kommando immer nur genau 1 Schritt macht. Bzw genau hört, was du willst.
    Und gegebenenfalls sogar in der Schrittstellung wie eine Statue stehen bleibst.

    So, hat er das drauf, kannst du das auch auf dem "schwierigen" Weg fordern.
    Dafür natürlich viel Zeit lassen.

    Was auch echt wichtig ist, dass er den Kopf runter nimmt!!!

    Und wenn du ihn mit etwas Futter in der Hand ablenkst bzw den Kopf nach unten holst.

    Man kann auch, im Halten, den Kopf am Halfter und Backenstück der Trense links und rechts nehmen und dann den Kopf sehr sanft paar cm nach links und wieder nach rechts "schaukeln". Immer wieder. Dabei sehr sanften Druck auf`s Genick. Die meisten Pferde folgen dem recht schnell.
    So erreichst du, dass er dir erstmal überhaupt wieder zuhört!!!

    Mit Kopf oben hört und sieht er dich nicht mehr! (zumindest achtet er nicht mehr auf dich!)

    Entscheidend ist halt, dass du ihn dazu bringst, auf DICH zu achten, zu schauen, zu hören. Und auf NICHTS anderes!

    Fordere seine Aufmerksamkeit ein. Laß nicht zu, dass er dich ignoriert -und genau das tut er ja.

    Andererseits hast du ja schon viel erreicht. Mußt halt noch bißchen weiter arbeiten... ;-)
     
    Zuletzt bearbeitet: 23. Feb. 2009
  9. Charly K.

    Charly K. ...ich bin doch nicht kreativ.

    Hallo Chiara,

    von Lore, Raketenerna und RioNegro hast Du ja schon ganz viele Tips bekommen - die ich ähnlich sehe / umsetze. :1:
    Besonders das Üben "in Türen" und das "andere" Führen würde ich vermehrt versuchen.


    Zusätzlich sind mir noch ein paar Fragen durch den Kopf geschossen *sorry*:
    * Könnte es sein, daß er ein Klopphengst ist und dadurch (oder auch sonst!) ein Hormon-"Problem" hat?
    * Ist es WIRKLICH Angst, die in davonhechten läßt - oder vielleicht MITTLERWEILE in MANCHEN Situationen einfach "Masche"?

    Und:
    * Wie fühlst Du Dich mittlerweile beim Führen? Bist Du überhaupt noch entspannt - oder gehst Du bereits mit Vorahnungen und Sorge an die Sache heran? (Das wäre ja nur verständlich! - Überträgt sich eben allerdings auch leicht auf einen "Nervi" :wink:. )


    Ich würde ihn in den nächsten Wochen wirklich nur noch (AUSSCHLIEßLICH!!!) in der "Rangniedriger folgt Chef"-Position führen - das heißt, er hat gefälligst mit Sicherheitsabstand hinter Dir zu laufen - ganz egal, was kommen mag!
    Versucht er zu überholen oder neben Dir zu gehen - wird er bestimmt und unverzüglich wieder auf seinen Platz verwiesen!

    Ich habe ein wenig die Vermutung, daß bei ihm zwar Angst, aber auch das hengstige Temperament und eben die unzähligen Erfahrungen, daß er mit einem Hechtsprung nach vorn frei kommt, durchaus zusammenspielen.
    Er sollte sich JETZT - so schwer und streßvoll es für ihn sein mag - daran gewöhnen, daß er auch in Schreckenssituationen zunächst bei Dir Schutz suchen MUß, und er eben mit anderen Hintergedanken ("Dominanz", bei Überforderung Flucht, "austesten",...) einfach nicht mehr durchkommt!


    Nutze Handschuhe, ein Knotenhalfter oder Kappzaum, einen Bodenarbeitsseil (mindestens 4 Meter) oder eine Longe, und - als Verlängerung Deines Armes - eine Gerte.
    Dann trainiere zunächst die "Basics": Es wird IMMER mit ca. 1 Meter Abstand hinter Dir gegangen, er muß sich auch mit diesem Abstand wenden und mit diesem Abstand stoppen und anhalten, sowie sich rückwärtsrichten lassen (ohne, daß Du ihn berühren oder nähertreten mußt) - OHNE näher zu kommen!
    Tut er DAS dennoch, wird er ganz strikt wieder nach hinten geschickt.
    Er DARF Deinen "Intim- und Sicherheitsbereich" NICHT "verletzen"! Auch nicht aus Angst!!!
    Danach setze ihn und Dich langsam gesteigert wieder den angsteinflößenden Reizen aus - und er MUß hinter Dir gehen!
    (Natürlich kannst Du dieses Training mit Schrecktraining und Vertrauensübungen ergänzen. :1: )


    Ich bin hier ein wenig zwiegespalten - für Angst kann das Herden-, Lauf- und Fluchttier Pferd ja nichts.
    ABER: Führen lassen ist überlebenswichtig in der heutigen Pferdehaltung, und ein Pferd, was sich nicht annähernd einschätzbar & "sicher" führen läßt (und das ja nun schon über 7 Monate!) stellt eine Gefahr dar für sich, seinen Menschen und andere!


    So, vielleicht kannst Du aus meinem Text auch noch etwas "herausziehen" - obwohl ich denke, daß Du ja sicher Vieles auch schon selbst umsetzt, das ist mir klar. :1:


    Ganz liebe Grüße,
    Charly
     
  10. Franziska

    Franziska ...die mit dem Lebensmittelgeschäft

    Zu dem mit den Türen möchte ich auch noch etwas sagen.
    Als ich mein Pferd einmal durch eine Doppeltüre geführt habe, ist, gerade als wir durch sind, die eine Seite von der Türe durch den Wind zugeschlagen worden und hat ihn getroffen. Seit dem geht er gar nicht mehr gut durch Türen. Er ist erst davor stehen geblieben und dann durchgerannt. Man hatte da echt keine Chance.
    Ich hab dann mit viel Ruhe und auch Belohnung geübt, ihn in der Türe stehen zu lassen, rückwärts durchzugehen, einfach alles, dass er merkt, es passiert nichts. Zudem habe ich die Türen immer soweit aufgemacht, wie es nur ging. Dadurch hatte er dann gut Platz und ist auch besser durchgegangen. Und ich habe geschaut, dass Türen nicht mehr zuschlagen können, also bei Wind hab ich einen Stein davor gelegt und solche Dinge. Das war vor vielleicht 3-4 Jahren. Er geht immernoch nicht perfekt durch Türen, man merkt, dass er sich anspannt und schneller läuft. Aber er rennt nicht mehr los.
    Ich weiß nicht, warum meiner den Schlag von der Türe so schlimm fand. Er war nicht stark, da hat sicher jeder Schlag eines anderen Pferdes mehr weh getan. Aber vielleicht liegt es daran, dass sich einfach nicht erklären kann, warum das passiert ist und woran er erkennen kann, wann es passiert.
    Es muss ja nicht sein, dass es sowas war, aber es zeigt, dass es auch Pferde gibt, die sehr lange brauchen um irgendein Erlebnis, das vielleicht noch nicht einmal schlimm war, zu überwinden. Vielleicht gehört deiner ja auch zu der Sorte.
    Da musst du halt irgendwie abschätzen können, ob es wirklich Angst ist, oder er nur mit dir spielt, bzw. sich das einfach angewöhnt hat.
    Achja, und ihm war dabei sehr wichtig, dass er hinter mir laufen durfte. Er wollte gar nicht neben mich. Hat sich praktisch freiwillig untergeordnet. Weil ich führe im Normalfall so, dass er neben mir läuft.
    LG
     
Die Seite wird geladen...

Führprobleme - Ähnliche Themen

Führprobleme bei anderen Leuten
Führprobleme bei anderen Leuten im Forum Haltung und Pflege
Thema: Führprobleme