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Fütterung bei Mauke - Kleie? Hafer? Gerste?

Diskutiere Fütterung bei Mauke - Kleie? Hafer? Gerste? im Pferdefütterung Forum; Hallo! Bin wieder mal lästig, aber momentan geht bei uns alles drunter und drüber und mir wird von allen Seiten etwas anderes geraten. Kurz zum...

  1. Aurora_1990

    Aurora_1990 Inserent

    Hallo! Bin wieder mal lästig, aber momentan geht bei uns alles drunter und drüber und mir wird von allen Seiten etwas anderes geraten.

    Kurz zum Stand der Dinge:
    5jähriger WB Wallach (4 weiße Füße) leidet seit er bei mir ist (Juli) an Mauke und Raspe an allen 4 Füßen. 1. TA-Besuch: 3 Cortison Spritzen. Danach explodierte die Mauke regelrecht, die Stellen wurden größer und er bekommt immer wieder neue Stellen dazu. Seitdem wasche ich die Füße jeden Tag mit Kernseife und Betaisodonna und schmiere Vaselinsalicyl drauf (wirkt einfach am besten). Bekomme die Stellen langsam in den Griff, die Krustenbildung und die Risse werde immer weniger und darunter ist "neue" Haut zu sehen, zwar gerötet aber es wachsen schon wieder ein paar Härchen.

    Eine neuere Stelle am Röhrbein - seit vorgestern Röhrbein geschwollen. Gestern war TAda - Diagnose Phlegmone, aber kein Fieber und lahmt auch nicht. Wieder Spritze (entzündungshemmend) und habe ein Pulver bekommen, dass die Schwellung schneller abklingen lassen soll. Gut bewegen soll ich ihn mit gut bandagiertem Bein.

    TA fragte mich wegen der Fütterung: bekommt eine kleine Handvoll haferfreies Müsli und einen halben Messbecher Mineralfutter vom selben Hersteller. Bekam er beim Vorbesitzer auch, dort hatte er keine Mauke.

    TA rät dazu, reine Kleie zu füttern, wenn es nicht darum geht, dem Pferd Energie zuzuführen. Und zwar mit ein bisschen Wasser. Falls doch mal mehr Energie benötigt wird, den reinen Hafer dazu. Da die Zusatzstoffe in den Müslis gerade für solche Pferde die Probleme mit dem Stoffwechsel haben, schlecht sein sollen.

    Hab mich über die Kleie etwas informiert, soll sich ja nicht besonders eignen für die Pferdefütterung, da zu hoher Phosphorgehalt und abführender Wirkung. Aber da er eh nicht mehr wie eine Hand voll bekommen soll - würde sich das wirklich negativ auswirken? Lt. einer Einstellerin ja. Einstellerin würde entweder Hafer oder Gerste füttern. Sie füttert Gerste (gequetscht) da die Energie langsamer freigegeben wird als beim Hafer.

    Jetzt lese ich aber immer wieder dass bei Mauke eine eiweißarme Fütterung von Vorteil ist. Haben Hafer und Gerste nicht sehr viel Eiweiß? Ich habe auch gehört, dass Gerste für den Darm nicht gut sein soll und zb Rehe begünstigt.

    Ich würde schon gerne weg von dem Mischfutter und den ganzen Zusätzen. Aber langsam weiß ich echt nicht mehr weiter, jeder erzählt mir was anderes.


    Bin momentan eher für Hafer (plus gutem Mineralfutter), aber da hab ich einfach ein bisschen Respekt davor. Bei uns im Stall füttert auch niemand Hafer.
    Und in welcher Form sollte der verfüttert werden? Von wo bezieht ihr euren Hafer?

    Es geht bei meinem Pferd nicht darum, dass ihm viel Energie durchs Futter zugeführt werden soll. Er wird 6-7 mal die Woche nur leicht gearbeitet, entweder 30-45 min Longenarbeit (2-3), 60 min leichte Dressurarbeit (2) Ansonsten Bodenarbeit, Ausritte oder Spaziergänge.
    Er soll einfach etwas bekommen, dass er halt nicht zuschauen muss und ihm gleichzeitig gut tut, vor allem in Hinsicht auf seine Mauke.
     
  2. blue sky

    blue sky Inserent

    Wenn es nur darum geht, dass er auch was bekommt wenn die anderen was bekommen, würde ich Heucobs geben. Ist Mineralfutter denn nötig? Dann würde ich welches in Leckerliform geben, dann kann man auch die Heucobs weglassen.
    Würde aber wohl jetzt erstmal alles weglassen und nur ein klein wenig Heucobs geben.
     
  3. Aurora_1990

    Aurora_1990 Inserent

    An Heucobs habe ich auch schon gedacht.
    Mineralfutter gebe ich eigentlich nur, weil er es immer schon bekam.

    TA meinte auch, dass ein reines Freizeitpferd eigentlich nicht mehr als gutes Heu brauchen würde....
     
  4. treuerhusar

    treuerhusar Gesperrt

    Es wäre sicherlich sinnvoll, erst einmal die Ursache für den Befall mit Mauke herauszufinden.
    Das Pferd war bei identischer Fütterung beim Vorbesitzer frei von Mauke.
    Was also hat sich geändert?

    Unabhängig von den Aussagen des Tierarztes, würde mich da jetzt erst einmal interessieren, wie das Pferd aufgestallt ist.
    Denn die Bodenverhältnisse bzw. die Einstreu können deutlichen Einfluß auf einen Befall mit Mauke verursachen.

    Die deutliche Reaktion auf Kortison lässt aber auch auf eine allergische Reaktion schließen.
    Auch das gilt es, abzuklären.
    Dabei kann dieses Krankheitsbild in ungünstigen Fällen durchaus durch z.B. eine verwendete Holzschutzfarbe ausgelöst werden. Sei es nun im Stall, oder, ganz blöd, an den Zaunpfählen.

    Wurde ein Blutbild gemacht?
    Wenn nicht, würde ich derzeit unter allen Umständen davon absehen, zusätzlich Mineralfutter in das Pferd zu füttern. Dadurch verändert sich die Zusammensetzung der Ausscheidungen (Kot und Urin), wodurch es wiederum zur Reizung der Haut in der Fesselbeuge kommen kann. Was dann den erneuten Befall mit Mauke begünstigt.

    Ach, die Kleie wird nicht "mit etwas Wasser" verabreicht.
    Die Kleie muß in heißem Wasser aufquellen. In soviel Wasser, daß ein zähflüssiger Brei entsteht.
    Bei trockener Kleie droht eine Schlundverstopfung und/oder eine Kolik.
     
     
  5. C&J

    C&J Inserent

    Dein Problem klingt etwas wie mein Problem mit meinem Jungpferd. Bei ihr kämpfe ich seit einem Jahr mit (wiederkehrender) Mauke, seit 6 Monaten mit schlechten Leberwerten (waren vorher eventuell nur nicht bekannt:reflect:). http://www.reitsportforum.de/innere.../27454-ursachen-fuer-erhoehte-leberwerte.html

    Meine Empfehlung: ausschließlich Heu füttern ohne irgendwas dazu. Danach kann man langsam austesten, was das Pferd verträgt.

    Bei uns hat jetzt tatsächlich der Stallwechsel Anfang Oktober geholfen (ich werde wohl nie herausfinden, was sie auf der Wiese nicht vertragen hat). Die Mauke ist ohne weitere Behandlung zurückgegangen. Am Sonntag konnte ich alle noch im Fell hängenden Krusten mit Wasser abweichen (habe ich schon einmal Anfang Oktober gemacht, häufiger als 1x die Woche kann ich nicht empfehlen), darunter kam frische gesunde Haut zum Vorschein. Eine Mauke die innerlich verursacht wird (Darmprobleme, Vergiftung, ...) kannst du niemals mit Salben o. ä. kurieren.

    Ansonsten hat sie lediglich noch ein Zink-Präparat und ein Antitoxin bekommen. Dies wollte ich ihr als Kur für 4 Wochen füttern, nach 3,5 Wochen hat sie dieses Futter nicht mehr angerüht. Auch okay... Wichtig ist, sowas immer nur in kurzen Intervallen zu geben, da bspw. Zink die Aufnahme anderer Mineralien blockieren/ reduzieren kann.

    Falls dein Wallach unbedingt etwas im Trog braucht (Fütterung der anderen Pferde, usw.), dann greife doch zu Heucobs (die werden bei mir jetzt auch als Leckerlis verwendet). Mineralien würde ich dann Kur-mäßig ergänzen, je nachdem was eine Heuanalyse ergibt (bei uns z. B. nachweislich zu wenig Zink, Mangan und Eisen).
     
  6. Aurora_1990

    Aurora_1990 Inserent

    Also er stand vorher auf Stroh, war zwar viel draußen hatte aber keine Paddockbox. Bei uns wird mit Sägespänen eingestreut und er hat 24h Zugang auf seinen Paddock. Der TA vermutet auch, dass er auf diese Umstellung mit Mauke reagiert.

    Seine Box besteht aus Schaltafeln, die sind mit so etwas gelbem beschichtet. Andere Pferde haben die auch, die reagieren aber nicht. Meine RL meinte vielleicht auch, dass er durch das Knabbern an den Teilen schädliche Stoffe aufnimmt, die das auslösen. Kann man da was draufsprühen dass er da nicht mehr knabbert?

    Blutbild wurde nicht gemacht.

    Ok interessant. Sie hat jetzt gemeint man brauch da kein heißes Wasser...
     
  7. blue sky

    blue sky Inserent

    Ja, es gibt so ein Anti-bite-Spray, das schmeckt ganz eklig.
    ist der Paddock matschig? hast du die Möglichkeit mal eine andere Einstreu auszuprobieren?
     
  8. Aurora_1990

    Aurora_1990 Inserent

    Ok, das Spray werde ich mal probieren.

    Ja der Paddock ist leider total matschig. In den letzten Monaten kann ich die Tage an einer Hand abzählen wo der trocken war. Es hat so viel geregnet und jetzt hats auch noch geschneit, der Schnee schmilzt mittlerweile wieder und jetzt ists wieder matschig. :-( Hab schon überlegt, den gar nicht mehr auf den Paddock zu lassen. Aber er soll sich ja dran gewöhnen.. ich weiß auch nicht.

    Leider habe ich keine Möglichkeit, eine andere Einstreu zu probieren. Der SB wehrt sich dagegen.
     
  9. blue sky

    blue sky Inserent

    stand er denn vorher auch schon viel im Matsch? steht er jetzt viel draußen? sind seine Fesseln dauerhaft naß/dreckig?
    kannst du den Paddock vllt etwas befestigen, Paddockplatten oder so?
     
  10. C&J

    C&J Inserent

    Die Nässe an sich greift die Haut ja noch nicht an (ein Pferd mit intaktem Immunsystem hält das zumindest aus). Die Bakterien im Matsch können die Haut jedoch massiv schädigen. Wird der Paddock denn regelmäßig (mindestens 1x täglich) abgeäppelt?
     
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