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Galoppade verbessern

Diskutiere Galoppade verbessern im Allgemein Forum; Hallo liebe Pferdefreunde. Ich suche ein paar qualifizierte Tipps für folgendes Problem: Ich habe eine 15-jährige Reitbeteiligung, die bis vor...

  1. Sternscheeen

    Sternscheeen Neues Mitglied

    Hallo liebe Pferdefreunde.

    Ich suche ein paar qualifizierte Tipps für folgendes Problem:
    Ich habe eine 15-jährige Reitbeteiligung, die bis vor einem Jahr nur Freizeit geritten wurde (d.h. fast nur Gelände). Hat aber wohl trotzdem eine gute Grundausbildung erhalten, an die er sich nur erinnern muss.
    Ich selbst mache auch viel auf dem Platz mit ihm, die Abwechslung gefällt ihm auch deutlich spürbar. Er ist ein sehr fleißiger und lernt sehr gerne dazu. Im Moment reite nur ich ihn (ca. 2-3 Mal die Woche, sonst Bodenarbeit und Longe), da die Besitzerin zu beschäftigt ist.
    Am Anfang hatte er natürlich Probleme mit Stellung und Biegung, welche sich aber sehr schnell gelegt haben und auch sonstige Hilfen hat er wahnsinnig schnell kapiert (deswegen denke ich, dass er eine ganz gute Grundausbildung genossen hat). Dummerweise ist das aber nur im Schritt und Trab der Fall.
    Er geht wirklich sehr schön an die Hand, ist sehr leicht im Maul und auch wunderbar am Schenkel. Vor kurzem haben wir mit Schenkelweichen etc. begonnen und das macht er auch sehr schön.

    Einziges Riesenproblem: Der Galopp .... Anfangs wollte er auf dem Platz nicht mal angaloppieren. Nach einiger Longenarbeit (ohne Ausbinder, da er eigentlich in schöner Selbsthaltung läuft) hat das aber funktioniert.
    Schon an der Longe ist er immer ziemlich "flach" und ziemlich schnell gerannt, mit Ausbindern hat er allerdings angefangen, mit der Vorhand aus dem Takt zu kommen und ist dann ehr "Traloppt".
    Beim Galoppieren unterm Reiter ist es allerdings noch wesentlich schlimmer. Am Anfang hab ich ihn nur im leichten Sitz galoppiert, damit er sich mal daran gewohnt (Im Gelände gings ja immer nur geradeaus, was anderes kannte er einfach nicht, außer von der Longe). Als ich dann jedoch versucht habe, ihn auch mal auf dem Zirkel zu galoppieren, fingen die Probleme schon an. Sobald er nicht fast nur geradeaus galoppieren konnte, hat er immer wieder Taktfehler gemacht (obwohls an der Longe funktioniert) oder ist durch die "Rennerei" einfach nicht auf den Zirkel zu bekommen. Versuche ich, ihn langsamer zu bekommen, fängt der "Tralopp" wieder an. Dasselbe, wenn ich versuche, ihn nicht im leichten Sitz zu galoppieren sondern ganz normal, auch auf der ganzen Bahn. An die Hand geht er natürlich kein bisschen.
    Auch im Gelände auf gerader Strecke lässt er sich nicht langsamer oder ich sage jetzt mal "versammelter" galoppieren, sondern entweder flach + rennen oder "Tralopp".

    Hat jemand einen guten Rat, wie ich dieses Problem in den Griff bekommen könnte? Kann es einfach sein, dass es noch länger dauert, bis er sich unterm Reiter besser versammeln kann? Welche Lektionen eignen sich besonders gut, um eine Verbesserung zu erreichen?

    Vielen Dank schon im Voraus,
    Sternscheeen
     
  2. ManicPreacher

    ManicPreacher Gelebte Chaostheorie

    Vom versammeln seid ihr noch ganz weit entfernt. Das Pferd ist steif und ohne jede Balance unter dem Reiter, der muss erstmal gymnastiziert werden, das Galopp Problem gibt sich dann auch.

    per Handy unterwegs.... komische Worte nicht auszuschließen...:-/
     
  3. treuerhusar

    treuerhusar Gesperrt

    Es ist zwar nicht Dein Pferd, aber da würde ich durchaus einmal den Tierarzt konsultieren.
    Du solltest die Besi darauf ansprechen.
    Denn es könnten verschiedene medizinische Ursachen vorliegen.
    Bevor Du anfängst, das Pferd “richtig“ zu arbeiten, sollte das ausgeschlossen sein.

    Ein Tierarzt deswegen, da eine vernünftige Diagnostik betrieben werden muß. Dazu gehören auch Röntgenbilder aller vier Gliedmaßen.
     
    Zuletzt bearbeitet: 3. Feb. 2014
  4. ulrike twice

    ulrike twice Heidemaus

    auch hier fänd ich es sehr hilfteich, ein video sehen zu können. ne minute reicht da ja schon.
     
  5. Sternscheeen

    Sternscheeen Neues Mitglied

    @ManicPreacher: Mir ist schon klar, dass das mir richtiger Versammlung nichts zu tun hat. Aber Versammlung wird als der Zustand definiert in dem "das Pferd vermehrt mit der Hinterhand sein eigenes und das Gewicht des Reiters aufnimmt". Und das ist bei so einer flachen Galoppade eben überhaupt nicht der Fall. Ich fand es nur hilfreich, es so zu beschreiben.
    Da der Takt ja am Anfang der Ausbildungsskala steht und die Versammlung am Ende, ist es vollkommen klar, dass zuerst der Takt stimmen muss, was er ja eben nicht mehr tut, sobald ich das Tempo zurücknehme.
    Dem mit der vermehrten Gymnastizierung kann ich zustimmen, vielleicht braucht es einfach wirklich noch mehr Zeit ...

    @treuerhusar: Tierarzt war bereits da, da das Pferd vor mir kaum bis überhaupt nicht geritten wurde, ließen wir ihn zuerst mal durchchecken. Hat nur über ein bisschen Übergewicht gemeckert. Darauf wurde das Futter umgestellt und seitdem wird es kontinuierlich besser.

    @ulrike twice: Das mit dem Video ist eine gute Idee, ich bin nur meistens alleine beim Reiten, d.h. es kann ein bisschen dauern, bis ich das auf die Reihe bekomme ;) Da wir nur einen Reitplatz haben, hängt es im Moment immer davon ab, ob der Boden gefroren ist, ob ich überhaupt dort arbeiten kann oder ihm die nötige Bewegung im Gelände zukommen lassen muss. Aber ich tu was ich kann.

    Hat sonst noch jemand einen Tipp?
     
  6. ManicPreacher

    ManicPreacher Gelebte Chaostheorie

    Sternscheen, der rettet sich halt nach vorne weil erhinten keine Last aufnehmen kann. Der Motor schiebt nur.
    Bei der Vorgeschichte würde ich da nicht zwingend an ein Medizinisches Problem denken.
     
  7. Charda

    Charda Profi Vollpfosten

    Ich würde ihne hauptsächlich Übergänge arbeiten lassen. Galopp auf gerader Strecke und dann nur zwei drei Sprünge und wieder durchparieren. Also das Glaoppieren prinzipiell erst mal nicht so wirklcih fordern sondern mehr das Anspringen. Weißt du wie ich das meine?!

    Wie klappen denn die halben Paraden allgemein?! Kannst du ihn im Trab z.B. übergänge reiten?! Das würde ich auch sehr viel machen. Deutlich Schwung holen und deutlich Tempo rausnehmen. Dabei natürlich schon darauf achten, dass die HH mehr Last aufnimmt, denn darum soll es ja gehen. Die Übung geht auch schon im Schritt... ;)
    Ganze Paraden udn Übertreten lassen sind auch gut um das Hinterbein etwas mehr unter den Schwerpunkt zu bekommen, dass er das erst mal zu lässt. Und dann würde ich definitiv im Gelände versuchen auf gerader Strecke zu galoppieren. Die Longenarbeit würde ich auch weiterhin machen. Meine Stute war damals 11 al sich mit ihr begann. Sie stolperte bereits im Trab über Ihre Beine. durch longenarbeit (Mit dreieckszügeln) kamen wir dann endlcih an das Ziel unterm Reiter gerade zu gehen. Ich habe auch begonnen mit 3-4 Sprüngen. Dann wieder Trab, ruhig traben lassen udn wieder Galopp.

    Manchen Pferden fällt es auch leichter aus dem Schritt den Sprung in den Galopp zu finden. Das musst du aber rausfinden. Anderen fällt es leichter aus einem flotteren Trab in den Galopp zu finden.... Da ist dann dein Gespür gefragt.
     
  8. treuerhusar

    treuerhusar Gesperrt

    Hat der Tierarzt auch geröntgt?
    Weil, ich hatte da mal ein Pferd übernommen, das ähnliche Probleme hatte.
    Der hatte auf jedem Bein mindestens zwei Befunde.
    Die Diagnose des Tierarztes in Kurzform:
    “Der Rücken ist in Ordnung und Spat hat er nicht!“

    Dennoch habe ich dieses Pferd arbeiten können.
    Ja sogar recht weit ausbilden können.
    Aber es musste immer auf die bestehenden Beeinträchtigungen Rücksicht genommen werden.
     
  9. Sternscheeen

    Sternscheeen Neues Mitglied

    @Charda: Gute Idee, das mit dem häufigen Anspringen lassen. Da ist er ja dann gezwungen erst mal mehr unterzuspringen. Werde das auf alle Fälle in die Arbeit einbauen.
    Halbe Paraden nimmt er gut an, nur mit Zügeleinwirkung noch nicht so gut. Soll heißen, dass man ihn mit Gewicht und Schenkel sehr gut regulieren kann, aber mit dem Zügel wirklich sehr fein sein muss, da er sich sonst gerne mal aufrollt, auch bei gut nachtreibendem Schenkel. Aber daran arbeiten wir auch. Im Trab sind Tempowechsel kein Problem, Trabtritte verlängern und wieder deutlich zurücknehmen funktioniert sehr gut. Im Schritt trabt er öfter mal an, wenn er einfach nur mehr vorwärts gehen soll, aber wenn man die Übung öfter wiederholt, dann klappt das auch.
    Ganze Paraden sind noch nicht perfekt, er "stolpert" manchmal eher so in den Stand, vielleicht bin ich da etwas zu hektisch in der Hilfengebung. Ich werde definitiv daran arbeiten.
    Vermehrte Schritt - Galopp - Übergänge sind bestimmt auch eine gute Idee, auch wenn die noch nicht immer klappen. Aus dem Trab springt er eigentlich ganz nett an, auch ohne zuvor schneller zu werden.
    Danke für die guten Tipps auf alle Fälle!

    @treuerhusar: Geröntgt worden ist er nicht, weil dazu eigentlich kein Grund bestand. Er läuft ja an sich sauber und beschwerdefrei. Hat auch keine Probleme mit den Hufen. Das ist natürlich auch nicht meine Entscheidung, sondern die der Besitzerin. Ich denke nicht, dass sie ihn röntgen lässt, nur weil er keinen einwandfreien Galopp zeigt, das ist ja vor Allem auch eine Geldfrage ...
    Röntgen kommt vielleicht eher zu einem späteren Zeitpunkt in Frage, wenn sich kontinuierlich trotz ganz gezielter Arbeit garnichts verbessert.

    Noch mehr Ideen zu guten Lektionen/Übungen?
     
  10. treuerhusar

    treuerhusar Gesperrt

    Gut, da es nicht Dein Pferd ist, sind Dir da Grenzen gesetzt.
    Aber die Aussage, daß röntgen nicht nötig sei, da dazu keine Veranlassung bestehen würde, verärgert mich da schon. Schließlich fehlt da ja eine von drei Grundgangarten.
    Das wäre für mich Grund genug für eine entsprechende Diagnostik.

    Von oben nach unten, sprich von Schädigungen an der Wirbelsäule bis hin zu Veränderungen an der Hufrolle ist da so gut wie alles möglich. Auch ohne daß sich Lahmheiten oder Entzündungen zeigen.
    Bevor Du anfängst, dieses Pferd vermehrt zu gymnastizieren, sollte das unbedingt abgeklärt werden.
    Denn sonst besteht die Gefahr, daß Du dem Pferd noch zusätzlich erheblichen Schaden zufügen könntest.
     
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