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Gedankenchaos... Pferd ja oder Nein?

Diskutiere Gedankenchaos... Pferd ja oder Nein? im Pferde Allgemein Forum; Howdy an alle :-) Ich bin im Moment im toootalen Gedankenchaos und würde gern eure Meinung zu den Thema hören. Wird vermutlich ein langer Text für...

  1. Paccolino

    Paccolino Mitglied

    Howdy an alle :)
    Ich bin im Moment im toootalen Gedankenchaos und würde gern eure Meinung zu den Thema hören.
    Wird vermutlich ein langer Text für ein eigendlich kurzes Anliegen xD
    - eigenes Pferd ja oder nein

    Ich reite seid 10 Jahren. Habe viele
    verschiedene Pferde geritten, ob
    ruhig und gelassen oder sogenannte
    Buckler oder Arbeitsverweigerer.
    Wobei mir die "anspruchsvolleren"
    Pferde mehr gefallen (hatten?)
    Angefangen bin ich englisch, mitlerweile
    habe ich auf Western umgesattelt
    und stehe da auch voll hinter. Allerdings würde ich mich dennoch eher als Freizeitreiter einstufen.
    Springen liegt mir gar nicht.

    Vor 5Jahren hatte ich mir einen Hafi gekauft. Aber mehr aus Mitleid. Ich habe ihn soweit "ausgebildet" das er wieder ein liebes Pony wurde (unschöne Haltung/Vorgeschichte) wenn ihr dazu mehr wissen wollt, einfach Bescheid geben ;-)
    Allerdings merkte ich nach etwa einem 3/4Jahr das wir einfach nicht zusammen passten. Irgendwann hab ich halt immer gedacht das ich was 'besseres' haben kann. Habe andere Pferde gesehen und mir gedacht das würd mir besser gefallen. Ich mein ich hab ihn geliebt, dann gemocht und irgendwann war es leider nur noch " er ist nett". Zudem kam mir immer wieder in den Kopf das ich mir ja eigendlich nie einen Hafi kaufen wollte. Der Kauf war also unüberlegt, voreilig und aus Mitleid.
    Manchmal hab ich Heut noch ein schlechtes Gewissen, an wenigen Tagen bereue ich den Verkauf sogar. Aber ich weiß das es ihn da wo er jetzt ist sehr gut geht.

    Seid 4Jahren bin ich nun Pferdelos und hatte seid dem auch keine RB o.a.
    Ich saß nur einmal kurz zum Trockenreiten wieder auf einem Pferd.

    Nun hab ich mir gedacht, naja ich kann ja wieder mit den Reiten anfangen, mit einer RB. Allerdings ist der groooße Wunsch, die Sehnsucht schon fast unbändig groß ein eigenes zu haben. Eigene Entscheidungen treffen, reiten wann man will (wenn Pferd gesund natürlich usw)
    Jetzt wo ich wieder Pferdekontakt habe komme ich Gedanklich nicht zur Ruh.
    Finanziell ist ein Pferd möglich, nicht von Heut auf Morgen , weil meine Reserve eben nur für den Notfall ist und nicht für einen Kauf gedacht.

    Allerdings habe ich große Bedenken und Angst davor 'wieder' das "falsche" Pferd zu kaufen. Ich bin mir selbst unsicher dabei wie das Pferd sein soll.
    Tuniere würde ich nicht reiten wollen.
    Einerseits will ich etwas anspruchsvolles haben aber irgendwie mitlerweile auch einfach nur ein Verlasspferd im Gelände zum entspannten Ausreiten. Ich bin mir unsicher ob es eher richtung Tinker gehen soll oder eher richtung zB Hannoveraner usw usw. Ich bin mir bei allem unsicher. Ob überhaupt.
    Meine Freizeit ist an manchen Tagen auch recht knapp also 'muss' es ein Pferd sein was man auch mal ohne schlechtes Gewissen den ein oder anderen Tag auf der Weide lassen kann.

    An manchen Tagen, wenn ich Gassi gehe und ein Pferd sehe kommen mir sogar vor Sehnsucht Tränen in die Augen. Kein Witz. Ich träume davon.
    Aber genauso groß ist die Angst davor das es das falsche Pferd wird.
    Klar man kann ein Pferd zur Probe nehmen, das bieten aber nicht so viele an. Vor allem wenig Privatpersonen.

    Wie seid ihr euch sicher gewesen das es euer Pferd ist? Hattet ihr schonmal Fehlkäufe usw? Ich will ja kein Pferd zum Wanderpokal machen.

    Das ist wahrscheinlich alles pillepalle. Pferd zur Probe kaufen und fertig. Aber selbst dann kann es doch sein das es mir zum Ende der Probezeit noch gefällt und ein halbes Jahr später merk ich die Chemie passt nicht?! Verkaufen, neues - gleiches Theater? Bin ich vielleicht einfach ungeeignet mich auf ein einziges Pferd auf dessen Lebenszeit einzustellen?

    RB wäre auch ne möglichkeit. Aber jedesmal wenn ich auf einem RB Pferd sitze vergrößert sich die Sehnsucht nach dem eigenen... stück für stück immer mehr...

    Wie würdet ihr vorgehen? Geht es einen vielleicht ähnlich?


    Lg Paccolino
     
  2. Wanderreiter

    Wanderreiter Inserent

    Naja, auch mit einem"anspruchsvollen" Pferd kann man gemütlich ausreiten...
    Du möchtest ein vielseitiges Pferd haben, daß in Westerndisziplinen und dressurmäßig geritten qerden kann. Wie groß darf es sein? Eher klein und kompakt, oder muskulös wie ein Quarter, zierlich wie ein Araber? Welcher Typ sagt dir am meisten zu?
    Auf welches Pferd paßt ein Westernsattel am besten? Auch hier gibt es große Unterschiede, der Körperbau muß einigermaßen stimmen.
    Mach dir doch erst einmal Gedanken in dieser Richtung.
    Ich kann z.B. sagen, daß mir die kleinen Kompakten gut gefallen, mit einer gewissen Leichtfüßigkeit. Daher kommt z.B. kein Tinker in Frage, die sind mir auch vom Kopf her zu grob.
    So hat jeder gewisse Vorstellungen.
    Dann verschiedene Pferde ansehen, probereiten, evtl. auch mehrmals, falls möglich.
     
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  3. Charda

    Charda Profi Vollpfosten

    Ich reite Leidenschaftlich gerne Dressur und gehe selbst auch Turniere.
    Und trotzdem überlege ich mir oft, ob das nächste Pferd nicht doch ein Haflinger wird, mit dem man mal Dressur reiten kann aber sonst hauptsächlich ins Gelände und vor allem: Den man auch mal getrost ein zwei mehr Tage Pferd sein lassen kann.

    Ich glaube die Sache mit den Fehlkäufen... Ich bin da nicht so. Ich kann tatsächlich in jedem Pferd was finden, was mir gefällt und mich darauf stützen. Aber vermutlich deswegen, weil ich immer zu den Pferden komm wie die Jungfrau zum Kind. Finanziell konnte ich mir noch nie "Mein" Pferd leisten oder kaufen und zeitlich hätte ich auch nie Mein Pferd aufbauen können, war ja immer eines da um das man sich kümmern muss.

    Ich glaube man kann hier seine Zweifel anbringen oder dir Mut zu sprechen. Letzten Endes weißt nur du es selbst ob du möchtest oder nicht. Nicht nur wegen der finanziellen Belastung, das muss einem ja vorab klar sein, sondern auch wegen dem eigenen Seelenwohl. Schreibs dir auf nen Zettel und fühl mal wie es sich anfühlt. "Mein Pferd"

    Ich würde vrmtl mittlerweile eher zur RB Tendieren wenn ich mal keines Mehr habe :mx10:

    Und die Sache mit dem Sicher gehen ist schwer. Ich glaube, man muss sich erst mal notieren was man sich vorstellt. Und dann viel Zeit und Geduld mitbringen. VIele Pferde ansehen aber nicht alles. Und dann immer jemand mit Sachverstand mitnehmen. Mein Bauch ist stärker als Mein Kopf! Ein Riesen Problem. Drum muss ich mir immer meine Freundin X Mitnehmen. Ihr Kopf ist stärker als mein Bauch ;) Und sie hat einfach sehr viel Pferdeverstand!

    Ich wünsche Dir alles Gute!
    (und ja natürlich! Kauf n Pferd wenn du eins möchtest!!!)
     
  4. Weltenwanderer

    Weltenwanderer Isiphiler Workophobiker

    Ich glaube nicht wirklich, dass die Chemie sich negativ verändern kann. Die Chemie ist ja die Persönlichkeit des Pferdes und Bindung - die entwickelt sich zwar aber eigentlich löst sich Bindung nicht auf sondern verstärkt.
    Ich bin nicht so der Verfechter - gesehen und das ist das Einzige wahre Pferd für mich - Theorie; oder das richtige Pferd ist mir nicht begegnet. Ich taste mich da ran und lande bei einem "wir könnten zusammenpassen" oder "mag ich gar nicht".
    Meines Erachtens kannst du über längere Zeit höchstens herausfinden, dass das Pferd deinen Reitzwecken nicht (mehr) entspricht - das ist für mich dann aber nicht "Chemie stimmt nicht".
    Das lässt sich vermeiden, in dem man sich eben vorher sehr klar macht, was man reiten möchte und dann ein Pferd kauft, dass diese Fähigkeiten beim Kauf beweisbar zeigt.
    Jungpferde sind halt eher ungeeignet dazu.
    Wenn du in drei Jahren aufwachst und feststellst, in Zukunft Mächtigkeitsspringen gehen zu wollen, wird das Pferd nicht mehr passen - aber bei erwachsenen Personen sind solche Sprünge in den Interessen eher selten.
     
    Frau Horst, Paccolino und kaawa gefällt das.
     
  5. Lafayette

    Lafayette Inserent

    Ich hab ne isistute... Eine der Rassen mit denen ich im Leben noch nichts zu tun hatte.
    Wie sie bei uns auf dem Hof ankam, zusammen mit ihrem Kumpel hab ich die Besitzer gefragt, was man bitte mit diesen komischen kleinen fellkugeln anfangen kann?

    Heute gehört sie mir, eine Entscheidung die in wenigen Stunden auf einem Geburtstag, zwischen Schnitzel und Cola getroffen wurde. Sie ist nicht im Ansatz das, was ich mir immer für mich vorgestellt hatte. Eigendlich ist sie das totale Gegenteil und ich hab mich mehr als 1x gefragt, was ich mir dabei gedacht habe aber dann guckt sie mich an, drückt ihre kleine nase an meinen arm und ich liebe sie trotzdem. Sie hat ihre Qualitäten und Eigenschaften die wirklich sehr liebenswert sind.

    Würd ich das noch mal so machen?
    Vom Kopf her: für nichts in der welt.
    Vom bauch: vermutlich doch wieder.

    Schau Dich in ruhe um. Überleg dir gut was zu dir passen könnte. Leg dich nicht auf solche Nichtigkeiten wie die Farbe fest. Das schönste lackschwarze pferd bringt nichts, wenns nen vollarsch ist.

    Der Rest wurde schon geschrieben.
    Wünsche dir viel Erfolg auf deiner Suche.
     
  6. Butterblume :))

    Butterblume :)) Inserent

    Bei meinem ersten Pferd dachte ich auch sie wäre mein Pferd. Zuhause kamen wir dann gar nicht zurecht und nach ein paar Wochen ging sie zurück an ihre Vorbesitzer die sie dann auch behalten haben. Ich weiß nicht inwieweit man das "zählen" kann, ich war da 10 Jahre alt. Beim nächsten Pferd war ich mit irgendwie schon sicher. Es war jetzt nicht so eine kitschige "Liebe auf den ersten Blick" aber ich wusste schon, dass sie mein Pferd war und obwohl sie weitaus anspruchsvoller ist wie das erste Pferd hab ich keinen Tag gezweifelt...;)
    Beim dritten wars ein riesengroßer Zufall, mehr Glück als Verstand und mehr die Idee meiner Mutter und zum Glück hat es gepasst würd ich mal sagen :)

    Ich würde dir auch raten viele Pferde auszuprobieren vielleicht auch mehrfach wenn das möglich ist und vielleicht bist du dir bei einem sicherer. Und wenn nicht geht die Welt nicht unter. Solang man das Pferd gesund und nicht zu alt verkauft macht man in der Regel kein Wanderpokal daraus.
    Vielleicht findest du ja auch ein Pferd zur Verfügung ggf mit kaufmöglichkeit? Da könntest du über längeren Zeitraum testen, ob es dein Pferd ist!
     
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  7. Lynne

    Lynne Bekanntes Mitglied

    Bei beiden Pferden bei mir war es: gesehen und sicher gewesen.
    Bei ersten Blick wusste ich, das will ich.
    Und bei beiden habe ich nie wieder groß dran bezweifelt.
    Uberleg Dir nur vorher wie viel ein bisschen Dressur ist und schau genau ob dieses Pferd das locker wegsteckt, auch von kopf her,mal ein paar Tage stehen zu lassen.

    Einer Bekannten ist nämlich genau das passiert. Warmblut gekauft (Null auf die Abstammung geachtet) und dann festgestellt das der gearbeitet werden muss und das auch will! Konnte sie nicht leisten täglich. Nun hat sie nen Ticker. Die steckt das locker weg mal zu stehen.

    Gesendet von meinem GT-N7000 mit Tapatalk
     
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  8. Chichi

    Chichi Bekanntes Mitglied

    Ich glaube nicht unbedingt daran, dass es nur ein bestimmtes besonderes Pferd für einen gibt, mit dem alles perfekt passt. Ich glaube es passt mit vielen, man muss sich nur auf das Pferd ein bisschen einstellen und (eigentlich wie bei der Partnerwahl :-D ) , sich irgendwann mal entscheiden, sonst hetzt man von einem zum anderen, immer wieder passt was nicht und am Ende steht man alleine da:wink:
    Auch wenn alles noch so perfekt scheint, bleibt doch immer ein Restrisiko, dass es mit dem Pferd mal schwierig wird, die Interessen sich verschieben etc. Aber das ist halt die Sache wenn man sich für ein Lebewesen entscheidet, das ist nix statisches oder etwas was man auf ewig abschätzen kann.
    Wenn du dir nicht sicher bist, dass dich doch mal der Ehrgeiz packt, dann hol dir eine Westernrasse. Muss ja nicht das superduper Turnierpferd sein, aber dann hast du was, das für die Disziplin gezüchtet ist und die Voraussetzungen mitbringt da was zu reißen. Immer nur dabei sein ist ja auch blöd :) Und fürs Gelände sind die genauso geeignet, Westernsattel passt auf den Rücken, keine lange Sucherei in der Hinsicht.
    Vom Gemüt her sind die doch auch alle ganz angenehm, sag ich jetzt einfach mal total verallgemeinernd, bitte nicht hauen!
    Es ist halt immer möglich mit einem Pferd, was zu machen was unter seinen Möglichkeiten liegt, aber umgekehrt funktioniert das nicht.
     
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  9. Wanderreiter

    Wanderreiter Inserent

    @Chichi
    Ich hau' dich nicht, aaaber Appaloosas sind schon wieder eine Klasse für sich.
    Ne Bekannte hat sich vor Jahren einen Quarter gekauft, nur leicht angeritten, eine Seele von Pferd. Da stimme ich dir zu, sehr angenehm.
     
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  10. kaawa

    kaawa Bekanntes Mitglied

    Ich glaube auch nicht daran. Meiner Meinung nach ist die viel bemühte unpassende Chemie lediglich eine Umschreibung für XY passt meinen Ansprüchen/Erwartungen nicht (mehr - oder hat von Anfang an noch nie gepasst).

    Je genauer du dir vor dem Kauf darüber im Klaren bist, was du von (d)einem Pferd erwartest, für welche Zwecke du es "nutzen" möchtest, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass du langfristig damit glücklich wirst. Je nach gewünschter "Nutzung" und auch Haltung des Pferdes, eignen sich bestimmte Rassen besonders gut für diesen Zweck und andere Rassen nicht so gut bis überhaupt nicht. Darüber solltest du dich vorher informieren. So kannst du die Auswahl schon mal ganz gut eingrenzen, bevor du überhaupt mit der Suche anfängst. Alter, Geschlecht, Ausbildungsstand sind dann weitere Auswahlkriterien, die u. U. Einfluss darauf haben, wie glücklich du mit deinem Pferd wirst. Wenn du das alles wohl durchdacht hast, hast du gute Chancen ein Pferd zu finden, das gut zu dir passt und dir lange Jahre ein treuer Freizeitkumpel ist.
     
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