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Gefährliches Pferd

Diskutiere Gefährliches Pferd im Pferde Allgemein Forum; Ich setz mich seit ein paar Tagen mit dem Thema auseinander, was man für Möglichkeiten mit einem gefährlichen Pferd hat. Kurz zusammengefasst: 6...

  1. Kröti

    Kröti Bekanntes Mitglied

    Ich setz mich seit ein paar Tagen mit dem Thema auseinander, was man für Möglichkeiten mit einem gefährlichen Pferd hat.

    Kurz zusammengefasst: 6 jähriges Englisches Vollblut, seit 3 1/2 Jahren bei mir. Damals griff sie an. Beißen, steigen, treten mit gezielter Verletzungsabsicht.
    Verschleiß von drei Bereitern, nicht sonderlich viel gebracht, außer tausende Euros verschwendet und Bereiter, die sich nie wieder auf dieses Pferd setzen wollen.
    Manchmal lässt sie sich reiten, manchmal setzt sie mich direkt wieder in den Sand.
    Sie greift mich nicht an, ich darf so gut wie alles bei ihr, aber sie ist eine tickende Zeitbombe. Fremde Menschen, die auf die zugehen, werden immer noch angegriffen, wenn sie nicht ausweichen kann.

    Vor allem wegen ihr stehen beide Pferde am Haus, Pension ist zu gefährlich.
    Manchmal kommen trotzdem die Gedanken, was wenn es mal nicht mehr geht? Man ein Kind hat, was sie angreifen will? Kinder findet sie immer blöd.
    Gesundheitlich oder finanziell an die Grenzen kommt?

    Der böse Gedankengang: Vielleicht wär einschläfern in dem Fall die verantwortungsvollste Lösung? :bahnhof:
     
  2. *FrogFace*

    *FrogFace* Frosch ohne Locken

    Kopf ab. Ganz einfach. Ein solches Pferd abgeben finde ich verantwortungslos und unfair. Sowohl für das Pferd als auch für die Menschen.
     
    Torin, Habiba, Lagonda und 9 anderen gefällt das.
  3. Kigali

    Kigali Sternchenreiter

    Ich sehe das wie Frog!
    Wäre das mein Pferd, würde ich sie behalten, so lange es eben geht / ich die Verantwortung übernehmen kann.
    Könnte ich das nicht mehr, würde das Pferd seinen letzten Weg gehen.
     
  4. Princess of Diamond

    Princess of Diamond Bekanntes Mitglied

    Und in so einem Fall darf auch ein Nicht-Schlachtpferd geschlachtet oder eingeschläfert werden denn das ist ein vernünftiger Grund.
     
    GilianCo gefällt das.
     
  5. PAweide

    PAweide Inserent

    Ich hatte auch so eine. Ich kam mit klar, und niemals hätte ich sie einfach so zum Schlachter gebracht. Sie war aber gut reitbar und bis auf viel Temperament beim Reiten berechenbar. Also so 1-2 mal pro Jahr kam es zu Problemen, mal Bocken , mal unkontrolliert davon stürmen.

    Dann wurde ich schwanger, Pferde (meine Stute und die meines Mannes) wechselten zu einem Landwirt mit 24 h Offenstall.
    Durch die fehlende reiterliche Bewegung wurde die zuvor nicht richtig erkannte COB schlimmer, und als meine Tochter ein Jahr alt war musste ich die Stute erlösen lassen.
    War besser so, dass sie weg war, bevor C. laufen konnte. Mit Kind wäre ein Pferd, das alle Menschen angriff einfach unverantwortlich gewesen.

    Wenn du irgendwann wirklich Kinder haben möchtest, und sie dann noch lebt, dann solltest du schauen, dass du jemanden hast, der mit den Problemen klar kommt, oder du musst den endgültigen letzten Weg fürs Pferd nehmen.
     
  6. Schokokeks

    Schokokeks Aktives Mitglied

    Solange wie es gefahrlos vertretbar ist laufen lassen und nutzen.
    Ab dem Moment wo es nicht kalkulierbares Risiko ist warum auch immer - Kopf ab.
    Und zwar pronto.
     
    PAweide gefällt das.
  7. Kigali

    Kigali Sternchenreiter

    Leider spreche ich aus Erfahrung:sad:, unsere damalige Stute war unberechenbar, trat gezielt nach Menschen, wir haben sie nach Hause geholt, weil wir nicht verantworten konnten, das fremde Menschen verletzt werden.
    Trotz Sedierung (so dass sie kaum noch stehen konnte) trat sie nach dem Schmied / TA, traf sie nicht, zog sie, sobald jemand nah genug war, nach.
    Einzig vor meinem Mann hatte sie Respekt. Irgendwann beim Hufe auskratzen trat sie von hinten nach vorne, mein Mann hatte unfassbares Glück, sie traf nicht richtig, er hatte "nur" eine Platzwunde am Kopf, eine Gehirnerschütterung und Abschürfungen im Gesicht, nach 3 Tage KH, 1 Woche Diskussionen, viele Gespräche mit Profis, (Bereiter, TA, Schmied) habe ich mich durchgesetzt.
    Die Stute wurde von unserem TA, der die Problematik kannte, eingeschläfert.
    Weil keiner wusste, warum die Stute so war, wie sie war, haben wir sie untersuchen lassen, ohne Befund.
     
  8. NaBravo

    NaBravo Bekanntes Mitglied

    Mit dieser Frage habe ich mich vor ein paar Jahren auch befaßt - als meine aus der Klinik kam war sie ja auch nicht gerade ungefährlich. Hat sich im Laufe der Jahre GsD gebessert. Aber ich denke, wenn die mal in falsche Hände kommt ist das alles wieder da (gibt schon Hinweise in die Richtung). Und auch ich hätte/würde mich für "Kopf ab" entscheiden.
     
  9. Mirage

    Mirage Bekanntes Mitglied

    Wie kann es zu der Situation kommen, dass ein fremder Mensch sie so in die Ecke drängt, das sie nicht flüchten kann und soviel Angst hat, dass sie einen Angriff als einzige Möglichkeit sieht, sich aus dieser Situation heraus zu retten?

    Ist jetzt keine Kritik, sondern eine ernstgemeinte Frage. Ich habe mir nämlich selber damals so ein Pferd gekauft und die stand immer in Vollpension und steht da heute noch. Draußen sowieso kein Thema, da wird sie nicht bedrängt, weil die Möglichkeit dazu gar nicht besteht, sie kann gehen und tut das auch, ein Fremder könnte sie auf der Koppel sowieso nicht berühren, ist auch ok so. Und in der Box wurde der SB damals bei Stallwechselantritt im Vorfeld bereits darüber informiert, was man tunlichst unterlassen sollte, wie die Box auf keinen Fall mit einem Gegenstand (Eimer, Mistgabel, Besen o. ä.) betreten, war kein Thema, da bis heute die Box mit keinem Gegenstand betreten wird. Im Gegenteil, der SB stand abends sogar die ersten Wochen regelmäßig vor ihrer Box und sprach mit ihr um ihr die Möglichkeit zu geben, ihn kennenzulernen. Heute kann auch ein Fremder mit Gegenständen in die Box gehen, die würde nicht mehr angreifen, da sie über die Jahrzehnte das Vertrauen in die Menschen zurückbekommen hat. War nur die ersten Jahre kritisch, wird eigentlich von Jahr zu Jahr besser, wenn die ihre Vergangenheit hinter sich lassen.

    Aber um auf Deine Frage zurückzukommen: Niemals abgeben, lieber töten wenn es nicht mehr geht. Allerdings einschläfern fraglich ist, ob der Tierarzt das überhaupt tun würde.
     
  10. Princess of Diamond

    Princess of Diamond Bekanntes Mitglied

    Ich stand auch schon vor der Frage und meine TÄ hätte eingeschläfert. Ist kein Unterschied zu einem Hund der auf Menschen losgeht.
     
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