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Genehmigungsverfahren für Bau eigener Koppel mit Stall

Diskutiere Genehmigungsverfahren für Bau eigener Koppel mit Stall im Haltung und Pflege Forum; Hallo zusammen, meine Frau und ich, wir kommen aus Oberbayern, würden uns gerne 2 eigene Pferde kaufen und auf einem privaten Grund ca. 900qm am...

  1. Thomas B

    Thomas B Neues Mitglied

    Hallo zusammen,

    meine Frau und ich, wir kommen aus Oberbayern, würden uns gerne 2 eigene Pferde kaufen und auf einem privaten Grund ca. 900qm am Ortsende halten. Meine Frau reitet seit Jahren, dh. wir haben Erfahrung mit Pferden. Gegenüber von dem Grundstück liegen Felder meines Onkels, die wir früher oder später als Auslauf nutzen dürfen.

    Nun mein Anliegen.
    Was sind die Vorraussetzungen um eine Genehmigung zu bekommen, damit wir auf dem privaten Grund (nicht landwirtschaftlich) eine Koppel mit einem Stall / Offenstallhaltung errichten dürfen.
    Wie müssen wir hier vorgehen, damit wir eine Chance haben dies genehmigt zu bekommen?
    Wir haben nun schon oft gehört, dass dies sehr schwierig ist. Ich konnte aber nicht wirklich brauchbare Infos finden.
    Hat jemand hier Erfahrung damit bzw. dies schon selbst genehmigt bekommen?

    Wäre cool wenn wir hier sinnvolle Hilfe bekommen würen.
    Danke

    Grüße Thomas
     
  2. Princess of Diamond

    Princess of Diamond Bekanntes Mitglied

    Ist das Wohngebiet oder was anderes?
     
  3. Thomas B

    Thomas B Neues Mitglied

    Nein, kein Wohngebiet.
    Es liegt am Ortsende ein Feld neben einem Bach mit teilweise Weiden drauf, wird aber nicht landwirtschaftlich
    genutzt bzw. ist kein landwirtschaftlicher Grund.
     
  4. Princess of Diamond

    Princess of Diamond Bekanntes Mitglied

    Aber was dann?
     
     
  5. Fjordi

    Fjordi Bekanntes Mitglied

    Vielleicht mal ganz allgemein, warum das so schwierig ist und wie man sich der Lösung nähert. Du musst zwei Fragen auseinander halten. Zunächst die Frage nach der Bauplanungsrechlichen Zulässigkeit: Gehört das Grundstück zum Außenbereich (Fall A) oder noch zum Innenbereich (Fall B)?
    Fall B: nächste Frage wäre ob es einen Bebauungsplan gibt? Wenn ja, welches Gebiet der BauNVO wird darin ausgewiesen? Ist es ein einfacher oder qualifizierter Bebauungsplan (§30 Abs. 1 oder Abs. 2 BauGB) ? Wenn nein, wie sieht die Umgebungsbebauung aus, die Bebauung richtet sich nach §34 BauGB (ggfs. Ist das vorliegen eines faktischen Baugebiete zu prüfen, 34 Abs. 2 BauGB). So wie du das beschreibst, ist Fall A wahrscheinlicher.

    Zu A: im Außenbereich richtet sich die Zulässigkeit nach §35 BauGB. Der Außenbereich ist grundsätzlich von Bebauung frei zu halten, daher ist es schwierig dort etwas genehmigt zu bekommen, vor allem, wenn man sich als Nicht Landwirt nicht auf die Privilegierung in 35 Abs. 1 BauGB berufen kann. Daneben ist fraglich, ob etwa Vorgaben des Landschaftsschutz zu beachten sind. Diese stehen selbst einem privilegierten Vorhaben oft entgehen. Die Voraussetzungen für nicht privilegierte Vorhaben sind noch strenger, 35 Abs. 2

    Also alles schwierig. Am besten gehst du zum örtlichen Bauamt und lässt dir zunächst die Pläne zeigen. In der Regel sind die ganz nett und werden zu deinem Vorhaben etwas sagen.
    Falls du eine negative Einschätzung bekommst, kannst du diese von einem Anwalt prüfen lassen. Am besten jemand mit Erfahrung im öffentlichen Baurecht. Das wird dann Kosten verursachen, die sich eventuell nicht auszahlen, weil ihr trotzdem nach Rechtslage keine Baugenehmigung bekommt bzw. bekommen könnt.

    Die bauordnungsrechtliche Zulässigkeit, einfach ausgedrückt wie hoch, wie breit in welchem Abstand gebaut werden darf, ist ebenfalls zu prüfen. Das würde ich zunächst vernachlässigen. Wenn es soweit ist, kann ein Architekt die weiterhelfen.
     
    Fräulein Maja, Barrie, Lorelai und 4 anderen gefällt das.
  6. Barrie

    Barrie Inserent

    Wir sind zwar in Bawü - das ist überall ein wenig anders - aber bei Freunden von uns hat sich eine gewisse penetranz ausgezahlt. d.h. nicht gleich aufgeben, wenn die erst mal Nein sagen sondern nachhaken und dran bleiben.
    Barrie
     
  7. Wanderreiter

    Wanderreiter Inserent

    Man kann eine Bauvoranfrage stellen, das Flurstück und die Bebauungspläne schildern. Die Bauvoranfrage wird möglicherweise 50€ kosten, aber dann weißt du es sicher.
     
  8. NaBravo

    NaBravo Bekanntes Mitglied

    Wenn es Nachbarn gibt - mit denen sprechen, ob Pferdehaltung ok wäre. Schriftlich geben lassen. Fliegende Bauten (Weidezelt, fahrbare Weidehütte) sind meist (!nicht überall!) baugenehmigungsfrei. Hier hatten/haben schon Leute mitten im Baugebiet Ponys in der Garage und dem Garten.

    Vielleicht das Grundstück an einen Landwirt verpachten, der dann Stall und Co. draufbaut. Dann Pachtvertrag beenden und man nutzt halt die Gebäude. Haben hier einige mit ihren Weiden so gemacht, weil die nix bauen durften.

    Aber grundsätzlich würde ich vermutlich mal bei der Gemeinde/Bürgermeister nachfragen, ob ich da Pferde halten dürfte oder ob was dagegen spricht.
     
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