1. Diese Seite verwendet Cookies. Wenn du dich weiterhin auf dieser Seite aufhältst, akzeptierst du unseren Einsatz von Cookies. Weitere Informationen

Gouge / Chambon ??

Diskutiere Gouge / Chambon ?? im Ausrüstung Forum; Hi was würdet ihr mir für meine rica und mich eher empfelen? ein gouge oder chambon? (also wenn ich das richtig verstanden habe, dann ist der...

  1. LiSA.*

    LiSA.* Inserent

    Hi

    was würdet ihr mir für meine rica und mich eher empfelen? ein gouge oder chambon? (also wenn ich das richtig verstanden habe, dann ist der unterschied,dass einmal die schnüre direkt ins gebiss eingeschnallt werden und einmal unten/bzw. durchs gebiss und dann wieder an den schnüren oder?)
    ich hoffe ihr könnt mir helfen.

    Lg
     
  2. RioNegro

    RioNegro Klugscheißer mit Herz Mitarbeiter

    blöde Frage: was willst du denn machen? wann willst du es einsetzen? welches Ziel?

    Das Chambon wird ja eigentlich nur zum Longieren verwendet. Das Gouge eigentlich auch. Gibt aber ein sogenanntes geführtes Gouge, welches zum Reiten gedacht ist.
    Beim Gouge sollen die Maulwinkel des Pferdes etwas mehr entlastet sein als beim Chambon. Beim Chambon wird der Maulwinkel mitunter sehr stark nach oben gezogen! So dass das Gebiss sehr unangenehm gegen die Backenzähne drücken kann!

    Beide Hilfszügel sind nicht ganz ohne (nicht umsonst sieht man sie eigentlich kaum noch in der Anwendung!). Sie wirken auch im Maul anders, als man das eigentlich normalerweise möchte.
    Normale Hilfen im Maul wirken auf den Unterkiefer des Pferdes. Diese beiden Hilfszügel wirken aber, einer mehr, der andere etwas (!) weniger, senkrecht nach oben. Also auf Backenzähne (sehr schmerzhaft!) und auf Maulspalte!
    Erschrickt sich das Pferd bzw wehrt es sich deutlich kann es zu schlimmen und unschönen Verletzungen an der Maulspalte kommen!!! Was sehr unangenehm und schmerzhaft ist! Und ein Pferd auch echt "versauen" kann!!!

    Zudem unterstützen beide Hilfszügel ja nicht den Lerneffekt "Nachgeben bei Druck auf Unterkiefer" (was ja sein sollte; so wirkt ja der Zügel!). Statt dessen üben beide Hilfszügel Druck aus auf Genick und Maulspalte!
    Nicht jedes Pferd toleriert das "wehrlos"!!!

    Es gibt sicher manches Pferd, dass ganz gut auch mit diesen Hilfszügeln läuft. Es kommt halt, wie gesagt, auch bißchen drauf an, was für Probleme du/dein Pferd hast und wie das Ziel ist. Und natürlich auch aufs Pferd selbst.

    Der Unterschied:
    Chambon wird, wie du es ja geschrieben hast, direkt ins Gebiss eingeschnallt. Dadurch ist die Wirkung besonders deutlich senkrecht nach oben.
    Das Gouge wird statt dessen durch das Gebiss hindurch und zurück zum Ausgangspunkt (also dort, wo der Stoßzügel eingeschnallt wird) geführt wird. Dadurch wird der reine Zug nach oben etwas abgefangen. Aber nicht komplett vermieden!
     
  3. Katrin

    Katrin Inserent

    Was ich noch hinzufügen möchte, ist, dass beide HZ keine Begrenzung nach aussen haben, also das Pferd sehr schnell über die Schulter ausfallen kann. Dadurch stellt sich das Pferd zwar nach innen (Longe), driftet aber mit der Schulter schön nach aussen.
    Beide HZ würd ich in Verbindung mit einem Ausbinder, Laufferzügel oder Dreieckszügel verwenden, so verschnallt, dass das Pferd lernt, nach unten nachzugeben und auf Dauer den Dreieckszügel, Laufferzügel oder Ausbinder akzeptiert und ausschlieslich damit longiert werden kann. Das heisst, dass ein Pferd, dass ungerne mit oben genannten HZ longiert werden will, mit einem Chambon oder Gogue longiert werden kann, um den Weg in die Tiefe zu finden, dann aber einen der oben genannten HZ einschnallen, ausreichend lang umd dann im Laufe der Zeit immer kürzer zu werden, bis der Dreiecker/Lauffer/Ausbinder die richtige Länge hat um das Gogue/Chambon wegzulassen.
    Aber auch hier langsam mit dem Gogue/Chambon lang eingestellt nutzen um langsam an die richtige Länge ranzuführen.

    Ich gehe jetzt davon aus, dass dein Pferd ein Problem mit HZ hat, sonst würdest du nicht nach einem Gogue oder Chmabon fragen müssen.

    Wenn, dann würd ich eher das Chambon nutzen, da bei dem Gogue gerade beim longieren die Nase nicht vorgelassen werden kann, also das Pferd dazu neigt, die Nase nach hinten zu nehmen, wenn es sehr tief kommt. Beim Chambon hast du das Problem nicht. Dagegen kann das Gogue eher besser zum reiten verwendet werden (wobei ich beide HZ nicht für´s reiten verwenden würde), weil da der Reiter für sorgt, dass das Pferd eh nicht zu tief kommen kann und damit das Risiko des hinter der Senkrechten gehen durch en HZ nicht mehr gegeben ist (sofern man reiterlch gut drauf ist, sollte man bei so einem HZ aber sein, sonser doch eher andere HZ nehmen.)

    Liebe Grüße
     
  4. getmohr

    getmohr ************

    sehe es so wie Katrin udn würd wenn ein Gogue verwenden un dann am besten in Kambination mit Dreiecks oder laufferzügel. Habs bei meiner eigenen Stute anfangs genau so gemacht und kam sehr gut damit klar, benutze inzwiswchen ausschließlich Dreieckszügel zum longieren und komme damit sehr gut zurecht.

    Das Gogue solltest du aber nur verwenden, wenn du erfahren im Umgang mit der Longe und dem Longieren bist oder entsprechende Hilfe hast, da es, wie gesagt, auch für das Pferd sehr unangenehm wirken kann.
     
     
  5. LiSA.*

    LiSA.* Inserent

    ok schonmal danke für eure antworten..

    hmm also das wirft ja jetzt wieder ein GANZ anderes licht auf die beiden HZ wie erwartet..

    Also erklärung:

    Ich habe in letzter zeit immer öfter gelesen (internet,bücher, ...), dass das gouge/chambon nach dem dreieckszügel verwedet werden soll, da die beiden die hilfen noch verfeinern und so schließlich auch dem pferd den weg in die tiefe zeigen (auch beim reiten ..:err:)
    Mein pferd wird zZ nur mit dreieckszügeln geritten, damit sie wieder oberhalsmuskeln aufbaut, unterhalsmuskeln abbaut und langsman wieder daran erinnert wird, dass es sich viel angenehmer läuft, wenn man den kopf unten hat.
    (siehe thread "Hirschhals?!" o.ä.)
    ->ich hab meine rica aus dem reitbetrieb geholt, in dem sie ca. 6jahre lang mit HOCH erhobenem kopf durch die gegend gestaxt war :no:

    mit dem dreieckern läuft sie inzwischen scho sehr gut (hängen eig. immer durch), auch wenn ich sie langsam soo lang schnalle, dass sie eig. wieder den kopf hochnehmen könnte (geht dann immer noch so wie mit eng verschnallten..->kopf unten solang sie etwas drin hat), wenn ich ihn aber raus tue, dann merkt sie anscheinend "ooh ich kann wieder in meine gewohnte haltung" und der kopf ist oben, wie eeh und je :frown:

    also nach eurer berschreibung lass ich das mit gouge/chambon doch lieber,
    aber habt ihr sonst irgend einen tipp für mich??

    ich hoffe auf antworten

    Lg
     
  6. getmohr

    getmohr ************

    ah okay, es geht die also ums reiten, nicht ums longieren. da würd ich evtl mal probieren was passiert, wenn du nur ein martingal verwendest. wenn du den Eindruck hast, dein Pferd läuft in ordentlicher Haltung schon allein, weil du einen Hilfszügel verschnallt hast, kannst du das mal probieren. Das Martingal begrenzt nur leicht nach oben hin, du hast aber mehr Möglichkeit aktiver dein Pferfd an den Zügel und in die korrekte Haltung zu reiten. Wenn das nicht reicht und sie den Kopf wieder hochnimmt, dann solltest du weiterhin mit Dreieckszügeln üben, aber beispielsweise immer am Anfang einer reitstunde schauen, ob du es auch schaffst sie selbständig an den Zügel zu reiten.
    Acvh so, hast du einen RL, der dein Pferd ggf mitreitet? Du solltest auch ggf von ihm/ihr mal kritisch überprüfen lassen, ob dein Pferd sich nicht gerade wegen der Dreieckszügel raushebt.
     
  7. RioNegro

    RioNegro Klugscheißer mit Herz Mitarbeiter

    hm, auf jeden Fall scheinst du schon auf einem ganz guten Weg zu sein!
    Hauptsächlich denk ich, dass du so weiter machen solltest.
    Es dauert halt auch eine ganze Zeit, ein Pferd umzutrainieren! Das ist weit schwieriger und aufwendiger, als ein junges, unverdorbenes Pferd aufzutrainieren. Das solltest du auf jeden Fall im Hinterkopf behalten!

    Dann solltest du weiterhin dran arbeiten, dich auch selbst soweit zu verbessern, dass du auch ohne Hilfszügel mehr Sicherheit und Routine bekommst. So dass du dir leichter tust, dein Pferd sicher durch`s Genick zu reiten. Alles, was Lockerheit, Losgelassenheit, Rückentätigkeit etc. trainiert, ist dafür bestens geeignet.
    Du also auch bei einem Pferd, das erstmal den Kopf hoch nimmt, noch durch kommst und es wieder rund bekommst. Ohne dann etwa ins Ziehen mit der Hand zu kommen oder sowas.

    Solang das aber noch nicht wirklich klappt, würde ich lieber weiterhin mit Dreieckszügeln arbeiten! Gerade weil es ja bei Euch beiden sehr wichtig ist, dass dein Pferd entsprechend in richtiger Haltung trainiert werden muss.

    Ein Tipp: Oftmals klappt`s gut, wenn man die Dreieckszügel anfangs wie gewohnt einschnallt. Damit auch ganz normal reitet. Viel lösen. Bis du ein richtig gutes Gefühl hast. Und dann die HZ raus machen.
    Anfangs evtl nur noch paar Minuten weiter reiten. So dass du auf jeden Fall "gut" abschließen kannst. Dann Schluss machen.
    Das kannst du ja dann immer weiter ausdehnen und steigern, indem du die HZ schon früher raus machst!

    Achtung:
    bei manchen Pferden sollte man dringend darauf achten, dass die das raus machen des HZ gar nicht groß mitbekommen!!! :1:
    Da ist ein bißchen tricksen und Fingerspitzengefühl nötig! Also am besten Zügel aufgenommen lassen. Da gar nichts weiter verändern.
    Und die HZ möglichst unbemerkt aufmachen und dann einfach um Hals befestigen oder sowas.

    Das musst bißchen ausprobieren, wie`s gut klappt. Funktionieren tut`s jedenfalls!
    Denn manch einer macht sonst Feierabend, nur weil die Dinger raus kommen... :laugh: einfach aus Gewohnheit.
     
  8. Katrin

    Katrin Inserent

    Ich finde das sehr gut, was Rio Negro geschrieben hat. So würd ich das auch versuchen.

    Nochmal auf das Chambon zurückzukommen: Hast du jemanden, der sich wirklich, undich meine Wirklich! gut mit longieren und HZ auskennt? Vielleicht wäre es paralleel garnicht so schlecht, deine Stute mit Chambon und Dreieckern zu longieren. Allerdings würd ich das nur mit jemandem machen, der Ahnung davon hat, sonst lieber nur mit Dreieckern longieren. Und generell würd ich 2 mal die Woche longieren bei ihr, nur aufpassen, dass du nicht zu lange longierst erstmal. Das tut ihr aber sicht sehr gut. Stangen sind auch eine sehr gute Sache bei solchen Problemen, nur als Tipp am Rande :1:

    Liebe grüße
     
  9. LiSA.*

    LiSA.* Inserent

    Hi, also vielen dank für die antworten

    @getmohr:
    Ich bin gerade im urlaub und in den 2 wochen ist sie bei meiner dressurRLin im 'beritt' gewesen..also sie ist bei ihr im stall gestanden und wurde nur von ihr geritten.
    -wie meinst du das rausheben?

    @RioNegro:
    das ist ja das problem..meine RLin dachte auch, dass wir den dreiecker mal am ende der std rausschnallen sollen, aber ab da war der kopf wieder oben :wub:
    jaa das mit dem schnellrausschnallen klappt glaub ich schon besser bei ihr, denn als ich mal mit dem ausbindern geritten bin hab ich sie am ende der std auch schnell rausgeschnallt (geht ja schnell mit den snaps) da war sie auch wieder schneller unten..aber wie soll ich denn die dreieckszügel schnell rausbekommen? das dauert ja soo lange und da merkt sie dann anscheinend, dass die jetzt drausn sin.
    Meint ihr ich könnte in die dreieckszügel auch solche snaps einbauen? Da könnte man dann schneller rausschnallen oder?

    @katrin:
    ich könnte schon welche in meinem stall fragen, ob sie mir longieren, aber 1. glaub ich nicht,dass die es wirklich gut können (auch wenn sie mal nen kurs besucht haben) und 2. weis wahrscheinlich keiner was nen chambon is :twitcy:


    Naja aber trotzdem danke an euch

    Lg
     
  10. RioNegro

    RioNegro Klugscheißer mit Herz Mitarbeiter

    Eine Bekannte von mir, sie hat immer bei mir Reitunterricht genommen, als ich mir in meiner "armen Studentenzeit" damit bißchen was zuverdient hab, hatte auch so einen Kandidaten!

    Lief wunderbar. Hat den HZ auch eigentlich nicht mehr gebraucht. Und er hat gemerkt, dass er ihn raus bekommt -zack! Kopf hoch!

    Deswegen sag ich auch, dass du selbst daran arbeiten musst, mit deinen Hilfen bißchen geschickter noch zu werden. Damit dein Pferdchen damit gar nicht durchkommt!
    Denn bei dem Wallach war`s z.B. so, dass, wenn ich mich drauf gesetzt hab, ich schön vorsichtig die Zügel aufgenommen hab. Schön nachtreiben. Und der Kopf war unten. Pferdchen ist marschiert.

    Ist Nina wieder aufgestiegen -Kopf hoch! Der wenn hätte grinsen und pfeifen können, hätte er das gemacht...! :1:

    Wir haben es aber geschafft, die HZ so raus zu bekommen, dass er es nicht gemerkt hat. Durch Ablenkung. Und viel Fingerspitzengefühl.

    Wobei ich die Idee, einfach Haken rein zu machen oder sowas weitaus geschickter finde! :laugh::yes:
    Würd ich an deiner Stelle mal probieren!
    Achte aber drauf, dass das alles dann nicht irgendwo klemmt oder so. Sondern dass der HZ problemlos durchlaufen kann. Und auch der Haken am Gebiss nicht irgendwie festhängt.
     
Die Seite wird geladen...

Gouge / Chambon ?? - Ähnliche Themen

Gogue oder chambon?
Gogue oder chambon? im Forum Bodenarbeit
Chambon oder Gogue sinnvoll?
Chambon oder Gogue sinnvoll? im Forum Dressur
Thema: Gouge / Chambon ??