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Haftpflicht bei Reitunfall mit RB

Diskutiere Haftpflicht bei Reitunfall mit RB im Versicherungsfragen Forum; Das Geld fliesst, solltet Ihr im Fragebogen tunlichst gar nicht erwähnen. Diesen Ratschlag hast Du jetzt nicht ernsthaft gegeben? Ich weiß ja...

  1. Smigel

    Smigel KvD- Klugscheißer vom Dienst


    Diesen Ratschlag hast Du jetzt nicht ernsthaft gegeben? Ich weiß ja nicht, wie Versicherungsbetrug (bzw. allein schon der Versuch dazu) bei Euch geahndet wird - aber bei uns ist der Verlust des kompletten Versicherungsschutzes bis hin zu Freiheitsstrafen angesagt. Das kann so RICHTIG teuer werden.


    Ich finde Deine Einstellung als Arbeitgeber jetzt nicht so wirklich prickelnd. Ist aber nur meine Meinung. Ja, es ist ärgerlich, aber bitte: es ist doch deren Freiheit, das zu tun? Unfälle können immer passieren. Das ist halt Dein Risiko als Arbeitergeberin!


    NATÜRLICH kann derjenige was dafür! Derjenige hat den Selbstbehalt doch FREIWILLIG eingebaut! Wenn ich in meiner PHV eine SB von 300 € habe - dann ist das doch MEIN Bier! ICH habe dadurch doch auch eine Beitragsersparnis?!? Wo ist denn da das Problem, wenn ICH im Schadenfall für MEINE EIGENE Entscheidung die Konsequenzen trage?!?



    LG


    Dennis
     
  2. minida

    minida Aktives Mitglied

    Ja, das stimmt schon, was du sagst. Aber schlussendlich bin ich runter geflogen, weil ich auf dem Pferd "gepennt" hab. Ich war am Warmreiten in der Halle, Zügel lang. Pferdchen war knackig und frisch. Draussen ist ein Zug an der Halle vorbeigebraust, und im selben Moment ging knirschend die Hallentür auf. Pferdchen nahm das zum Anlass, um zu Bocken. Und irgendwann konnte ich mich nicht mehr halten und bin dann eben geflogen. Wäre ich vielleicht etwas konzentrierter und schneller in der Reaktion gewesen, hätte ich ihn etwas mehr beschäftigt, wäre es vielleicht nicht passiert.

    Aber ich werd trotzdem nicht schlau. Ich habe etwas gegooglet und über Fälle gelesen, wo sich die Reiterin (die RB) bei einem Sturz verletzt hat und dem Pferd nichts passiert ist. Also genau so wie bei mir. Und da steht überall, dass anstands- und kommentarlos die Unfallversicherung die Kosten übernommen hat. Also nichts mit Haftpflicht der PB.

    Aber als ich mir vor 2 Jahren bei einer ehemaligen Reitbeteiligung beim auf's Pferd aufsteigen (ja, das kriegt man tatsächlich hin...) den Fuss gebrochen habe, musste ich zuerst das Unfallformular der Unfallversicherung ausfüllen, danach kam dann noch ein Schreiben, wo sie die Haftpflichtversicherung der Besitzerin angegeben haben wollten.
    Und als eine Freundin von mir von ihrer RB gestürzt ist, hatte sie eine Hirnerschütterung (dem Hü ist nichts passiert) und da hat auch die Haftpflicht der PB die Kosten übernommen.

    Klar kann ich mir jetzt sagen, das mich das nicht kümmert, dass das die Versicherungen untereinander ausmachen werden usw. - aber ich würde das halt echt gerne wissen, wie und warum das so abläuft. Wann die Unfallversicherung zahlt und wann nicht.
    Vielleicht könnte ich Infos bei meiner Haftpflichtversicherung erhalten, die wissen sicher, wie das geregelt ist.

    Versicherungsbetrug wird hier wohl ähnlich schwer gehandhabt, könnte ich mir vorstellen. Ich weiss es aber nicht genau.

    Aber ich mag mich daran erinnern, dass in diesen Formularen nirgends danach gefragt wird, ob für das Reiten bezahlt wird oder nicht. Also wenn die das nicht wissen wollen, wird es irgendwie keine Rolle spielen, nehme ich an? :bahnhof:
     
  3. Nico

    Nico Bekanntes Mitglied

    smigel, ein Unkostenbeitrag ist genau das, was der Name sagt. Wir Pferdeleute wissen, was gemeint ist.
    Es ist kein Entgeld für erbrachte Leistung. Und somit nicht Einkommensrelevant. Also nicht an die grosse Glocke hängen.

    Meine Fürsorgepflicht den Mitarbeitern gegenüber nehme ich äusserst ernst.
    Aber sorry, wenn ich einer übergewichtigen, 40-jährigen Frau nach so einer Blödheit nicht tröstend das Köpfchen tätschle und flauschig bin.
    Und kein Mitleid habe mit einer PB, welche zwei unsportliche Frauen direkt auf Ponys setzt und in den Busch abrauscht.
    Auch ein Arbeitnehmer steht in der Pflicht, Sorge zu seiner Gesundheit zu tragen.

    Minida, nochmal: die Krankenhaus-Rechnung wird das UVG Deines Arbeitgebers übernehmen. Das ist ein sogenannter Bagatell-Unfall.
    Ohne Arbeitgeber kommt die Krankenkasse, die zahlt (Schüler, Nicht-Erwerbstätige)
    Eine Unfallversicherung ist verpflichtet, sich bei einem Nichtbetriebs-Unfall beim Tierhalter zu melden. Eine reine Formsache.
    Die Pferdebesitzern hat DIR ja nicht einen Schaden zugefügt.
    Haftpflicht soll Schäden decken, die der Versicherungsnehmer einem anderen zufügt. Schon aus dieser Begrifflichkeit geht hervor, dass sie nicht wird zahlen müssen.
    Ein Missgeschick halt, ein klassischer Fall für das UVG.
     
    Zuletzt bearbeitet: 4. Feb. 2018
  4. minida

    minida Aktives Mitglied

    Sorry, ich steh gerade echt auf dem Schlauch :cry:

    Das bedeutet also, dass die Haftpflicht von der PB gar nicht zahlen muss, sondern der Unfall von der Unfallversicherung übernommen wird und es nur darum geht, dass das die sich bei ihr nur melden?

    Ich hab das vorhin nämlich so verstanden, dass die Unfallversicherung das an die Haftpflichtversicherung weitergibt, und diese dann zahlen muss.
     
     
  5. Nico

    Nico Bekanntes Mitglied

    Sag mal, bist Du sicher, dass Du nicht auf den Kopf gefallen bist beim Unfall?:knuddel:

    Ich versuche Dir schon die ganze Zeit zu erklären, dass die PB nicht zahlen muss!
    Jetzt machst Du Dich völlig unbegründet verrückt!!
    Ein harmloses Missgeschick ist passiert, niemand wird zur Rechenschaft gezogen werden.
    Es resultiert keine Arbeitsunfähigkeit. Dein Arbeitgeber wird das Bagatell-Formular ausfüllen.
    Die Rechnung vom Krankenhaus geht an den Versicherer, wird anstandslos bezahlt werden.
    Fertig.
     
  6. minida

    minida Aktives Mitglied

    Okay, dann ist ja gut. Ja vielleicht mache ich mich unnötig verrückt jetzt, ich weiss es nicht. :bloed:
     
  7. Lorelai

    Lorelai Chaos-Trulla

    Blöde frage zwischenrein, sorry dafür. Aber bin neugierig.
    Ist man immer automatisch über den Arbeitgeber unfall-versichert in seiner Freizeit?
    Oder muss da der ag zusätzlich irgendwas abgeschlossen haben, dass das so ist?
    Für was hat man dann noch ne private Unfallversicherung? Die dürfte dann ja - außer vllt bei selbstständigen - in jedem Fall völlig unnütz sein?
    Oder ist das nur in der Schweiz so?

    Und zu Minida - ich musste bei Reitunfällen auch immer zettelwerk ausfüllen für meine Krankenkasse. War zwar jedesmal mein eigenes pferd, also passiert da weiter gar nix dann, aber ausgefüllt haben wollten die diese berichte trotzdem immer. Muss also nicht zwingend irgendwas bedeuten, dass die dich das haben ausfüllen lassen.
     
  8. minida

    minida Aktives Mitglied

    In der Schweiz ist man unfallversichert vom arbeitgeber, wenn man mehr als 8 h die Woche arbeitet, glaube ich. Also arbeitlose und schüler müssen sich über die krankenkasse extra versichern lassen. Wie das bei selbständig erwerbenden aussieht, weiss ich nicht, aber da ist das wohl auch über die KK. Aber die, die mehr als 8 h arbeiten pro woche und angestellt sind, brauchen dann keine private unfallversicherung.

    Ich hatte ein durcheinander mit der Unfallversicherung und der Haftpflicht, weil eine Freundin von mir, die ist mal von ihrer RB gestürzt, und die PB meint dann zu ihr, dass sie der versicherung sagen soll, dass das Pferd ihr gehört, weil sie meinte, dass ihre Haftpflicht schwierig tut und sie dann viel Geld selber zahlen müsste. Aber meine Freundin hat natürlich korrekte Angaben gemacht, wäre ja sonst Versicherungsbetrug.
    Deswegen dachte ich, dass die Haftpflicht zahlt (sie hatte eine Hirnerschütterung, dem Pferdchen ist nichts passiert...)
     
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  9. Smigel

    Smigel KvD- Klugscheißer vom Dienst


    Na, wenn Du das meinst. ICH berate lieber korrekt und rechtlich sicher. Man kann aber so machen wie von Dir angeraten. Ist dann halt kacke, aber man kann es machen. :autsch:

    BTW: Nicht ich hänge was an die große Glocke. Ist auch nicht nötig, weil das der Gesetzgeber bereits tat.

    Zum Sachverhalt selbst: Ich kann Dich grundsätzlich verstehen. Deine Formulierungen kommen nur etwas hart rüber.



    ACHTUNG - hier wird über einen Fall gesprochen, der IN DER SCHWEIZ erfolgte! Für uns in D gilt: NEIN, der Schutz der gesetzl. Unfallversicherung endet grundsätzlich, sobald man die Wege von und zur Arbeit auch nur um einen Zentimeter verlässt!
     
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  10. In Deutschland zahlt meines Wissens die gesetzliche Unfallversicherung, die vom AG bezahlt wird, nur für Unfälle bei der Arbeit bzw. auf dem direkten Weg dorthin und auf dem direkten Weg von der Arbeit nach Hause.

    Edit: Smigel war schneller.
     
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