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Haftung des Vereins? Sachschaden - Spezialfall

Diskutiere Haftung des Vereins? Sachschaden - Spezialfall im Versicherungsfragen Forum; Vorsicht, gefährliches Halbwissen! Ich gehe davon aus, das ein Verein seine Pferde versichert hat! Probearbeit (wenn keine Schwarzarbeit) muss...

  1. Kigali

    Kigali Sternchenreiter

    Vorsicht, gefährliches Halbwissen!
    Ich gehe davon aus, das ein Verein seine Pferde versichert hat!
    Probearbeit (wenn keine Schwarzarbeit) muss versichert sein, egal ob bereits ein schriftlicher Vertrag geschlossen wurde.
    Ob für den Schaden aufgekommen wird, keine Ahnung, wenn die Versicherung das ablehnt, muss der Pferdehalter erstmal nicht zahlen.
    Warum auch? Schließlich ist man Haftpflichtversichert, damit berechtigte Schadensansprüche beglichen werden.
    Zur Not muss das ein Gericht entscheiden.
    Würde ich einen Schadensfall meiner Versicherung melden und diese würde eine Regulierung des Schadens ablehnen, würde ich nicht zahlen, dann müssen die Rechtslage andere klären!
     
  2. Ponyhof

    Ponyhof Mitglied

    Nutron, deine Freundin soll ihren Schaden schriftlich mit Einschreiben (am besten Einwurf) bei dem Verein, dem das Pferd gehört, geltend machen.

    Ob man das dann der Versicherung meldet (weil mal angerufen heißt ja nicht, es wurde der Schadensfall gemeldet) oder nicht, kann deiner Freundin erst mal egal sein.

    Dann muss man erst mal sehen, was passiert:
    - Verein meldet den Schaden nicht, reagiert auch nicht auf das Schreibern deiner Freundin oder antwortet nur, sie sehen da keine Verpflichtung -> muss sie eben rechtliche Schritte einleiten
    - Verein meldet den Schaden, die Versicherung meldet sich - muss man sehen, wie die Versicherung reagiert

    Deine Freundin sollte halt sicher sein, das sie da nicht selbst schuld ist bzw zumindest Teilschuld weil eben ihr Rucksack irgendwo abgelegt war, wo er eigentlich Nichts zu suchen hatte. Nur weil ein andere Rucksack irgendwo liegt, muss das ja nicht heißen, das jeder Rucksack da gut, sicher und sinnvoll liegt.

    Denn wenn sie dann vor Gericht geht wegen ein Paar Kopfhörern, wehrt die Versicherung auch für ihren Kunden unberechtigte Ansprüche ab und wenn der Anspruch eben unberechtigt ist, wird das dann teurer als ein paar Kopfhörer.

    Also sie kann mal einen ordentlichen Brief aufsetzen mit der Forderung, kommt dann aber ein Absage, wäre erst mal eine Rechtsberatung sinnvoll - weil man muss auch bedenken: nicht Jeder bleibt bei der Wahrheit. Also selbst wenn deine Freundin extra gefragt hat, ob der Rucksack da sicher liegt, wer weiß ob sich die Kontaktperson daran noch erinnern will, das sie "ja" gesagt hat.

    So hält sich Einsatz (einmal Porto) und Zeitaufwand noch in Grenzen ... ich nehme ja nicht an, das sie ein Paar Highend-Kopfhörer für 500 Euro oder mehr in den Stall geschleppt hat ...
     
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  3. *FrogFace*

    *FrogFace* Frosch ohne Locken

    Ich versteh es grad wieder nicht. Pferd hat Schaden verursacht- Meldung an Haftpflicht durch Eigentümer. Diese prüft und zahlt entweder oder wehrt ab.:meld:
     
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  4. Lorelai

    Lorelai Chaos-Trulla

    Das stimmt so nicht.
    Es gibt ja durchaus auch berechtigte Ansprüche, die die Versicherung nicht abdeckt, weil falsch oder unzureichend versichert! Dann zahlt die Versicherung nicht, der Pferdehalter muss es aus eigener Tasche begleichen.
    Beispiel Gnadenbrottarif für Rentner-Pferde. Reiten ist nicht versichert. Reitet nun doch jemand auf dem Pferd, egal ob es erlaubt war oder nicht, und kommt dabei durch das Pferd zu Schaden, dann muss der Besitzer des Pferdes zahlen - und seine Versicherung nicht. Die Versicherung wird da meines Wissens nach auch keine Ansprüche abwehren etc, die heben einfach die Hände und sagen "geht uns nix an, das hast du nicht versichert, dein Problem".
     
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  5. Kigali

    Kigali Sternchenreiter

    Deshalb habe ich geschrieben, man ist Haftpflichtversichert, damit berechtigte Ansprüche beglichen werden.

    Hier geht es um einen Sachschaden, den ein Pferd bei einem Probearbeitstag verursacht hat.
    Ich bin kein Versicherungsfutzi :bae: könnte mir aber vorstellen, das eventuell auch eine Betriebshaftpflicht greift.
    Angenommen es wäre mein Pferd, das in einem Reitstall eingestellt ist, ich würde den Schaden meiner Versicherung melden und mich dann entspannt zurück lehnen.
    Zahlen die nicht, warum auch immer, würde ich, bis die Rechtslage geklärt ist, nicht zahlen.
     
  6. Ponyhof

    Ponyhof Mitglied

    Das ist aber das Problem des Vereins. Die Geschädigte muss eigentlich lediglich erst mal dem Verein eine Forderung zukommen lassen. Eben am besten nachweislich, also schriftlich, nicht nur Kontaktperson X anrufen.
    Klar kann das reichen, reicht aber hier ja offenbar nicht.

    Ob der das dann seiner Versicherung meldet (was natürlich sinnvoll wäre) oder eben nicht, kann ja der Geschädigte nicht entscheiden. Der muss eben entscheiden, wie er weiter vor geht je nachdem, was der Verein jetzt tut.
     
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  7. ulrike twice

    ulrike twice Heidemaus

    genau so. wenn man den schaden ersetzt haben möchte muss man so handeln.

    allerdings wurde ich ganz nachdenklich. früher (ich vor 40 jahren) hätte man sich geärgert und man hätte geheult. die schönen kopfhörer sind kaputt gegangen. man hätte sich über sich selbst geärgert, warum man sie mit zum stall geschleppt hat und dort auf den boden gelegt hat.
    heute tut man was man möchte und bekommt es trotzdem ersetzt, zumindest dann, wenn man sich energisch darum kümmert. bezahlen tun es alle versicherungsnehmer mit.
     
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  8. aquarell

    aquarell Inserent

    Oh, ich hatte mal einen ähnlichen Fall mit einer Schulpraktikantin. Sie durfte ihren Rucksack ins Assi- Zimmer legen. Dort saß auch mein Hund, der recht gut im Auffinden von Speisen war. :)
    Die Praktikantin hatte ich mehrmals gefragt, ob sie auch nichts Essbares im Rucksack hätte, weil mein Hund das finden wird. Sie verneinte immer wieder (nachgeguckt hatte sie auch nicht).
    Und abends hatte dann mein Hund den Rucksack mit den Zähnen geöffnet und dabei den RV beschädigt und etwas vom Stoff.
    Jetzt war das Gejaule groß, ihr ach so toller Rucksack und ja, da war was Essbares drinnen gewesen.
    (klar hatte mein Hund ja auch gefunden)
    Für mich war eigentlich klar, Pech gehabt. Die Ansage war ja deutlich gewesen.
    Ihre Mutter hatte dann Streß gemacht. Letztlich habe ich den Rucksack zum Teil ersetzt (da schon älter und gut benutzt) und den alten Rucksack einbehalten.
     
  9. Ponyhof

    Ponyhof Mitglied

    Ulrike - das ist ja das schöne, wenn der Verein es der Versicherung meldet: die kümmert sich im Zweifel eben auch darum, das die Forderung abgewehrt wird, wenn sie unberechtigt ist.

    Mir erschließt sich auch nicht, warum man teure Kopfhörer in den Stall schleppt und dann den Rucksack damit drin einfach für die Pferde zugänglich ablegt. Das können ja 100 Leute mit ihrem Rucksack so machen ... muss ja trotzdem nicht sinnvoll sein.

    Wenn ich schon so doof bin ... mein Pech. Ich gehe mal nicht davon aus, das die Kontaktperson mehr gesagt hat als: ich lasse meinen Rucksack auch immer hier liegen. Also freie Entscheidung, ob man das auch tut.

    Als richtig empfände ich: Pech gehabt, weil doof gewesen.
     
  10. Askja

    Askja Bekanntes Mitglied

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