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Halbe Paraden !?

Diskutiere Halbe Paraden !? im Allgemein Forum; Hallo Leute, Erstmal hi, ich bin neu hier und hoffe ihr könnt mir vllt. weiterhelfen! Was für Hilfen muss ich genau geben wenn ich...

  1. Sine

    Sine Neues Mitglied

    Hallo Leute,

    Erstmal hi, ich bin neu hier und hoffe ihr könnt mir vllt. weiterhelfen!

    Was für Hilfen muss ich genau geben wenn ich Wendungen Reite?
    Z.b. wechsel v. ganze Bahn zu Zirkel.
    Muss ich dann nur auf dem Inneren Zügel die h. Parade geben oder auf beiden???

    Ich hab das bis jetzt immer so gemacht:
    Vor der Wendung äußeres Bein etwas nachhinten und nur mit dem inneren Treiben, der innere Zügel etwas Annehmen und ebenfalls zu Einleitung auf dem inneren Zügel die h. Parade!?

    Darauf folgt gleich meine nächste Frage:
    Wenn ich z.b. Schlangenlinie durch die Ganze Bahn Reite...
    Mein Reitlehrer sagt immer "jetzt umsitzen"
    Bin da aber jedesmal überfordert.
    Wie mach ich das? Einfach gewicht auf die andere Seite verlagern und h. Parade, gleiche Hilfen wie oben nur auf der anderen Seite?

    Man ist das schwer zu Bescheiben!!!

    LG Sine
     
  2. Dani_N

    Dani_N Inserent

    Hallo Sine, mal schauen ob ich dir weiter helfen kann...

    Also die Halbe Parade ist erstmal dazu da, dein Pferd aufmerksam zu machen, ihm quasi zu signalisieren: "Achtung jetzt kommt was neues!". Die halbe Parade besteht aus 3 Schritten: Gewicht ("schwer machen", tief einatmen), Bein (vorwärtstreiben), Zügel (annehmen und nachgeben am inneren Zügel). Das Ganze sollte auch in dieser Reihenfolge erfolgen.

    Wenn du nun in die Wendung reitest, bereitest du dein Pferd durch eine halbe Parade darauf vor. Dann stellst du dein Pferd nach innen ein, dein äußerer Schenkel liegt verwahrend ca. eine Hand breit hinter dem Gurt. Du wendest dein Pferd quasi über den äußeren Zügel ab, d.h. Innenstellung (Nachgeben nicht vergessen!), äußerer Zügel liegt am Hals und ... alles schwer zu erklären... drückt quasi den Hals ein wenig in die Richtung in die du willst. Du begrenzt dein Pferd durch den äußeren Zügel und den äußeren Schenkel und verhinderst so ein ausbrechen über die Schulter. In Perfektion geritten könntest du deinen inneren Zügel komplett wegschmeißen, dein Pferd würde sich allein über den äußeren Zügel führen lassen ohne seine Stellung und Aufrichtung zu verlieren. Ach ja, dein innerer Schenkel treibt, bzw. biegt dein Pferd!

    Bei den Schlangenlinien ist es so, dass du dein Pferd im Mittelpunkt umstellst in die neue Innenstellung. Du selber musst - es folgt ja quasi wieder eine Wendung - dein Pferd wieder mit dem äußeren Bein und dem äußeren Zügel begrenzen. Denke das wird er vielleicht mit "umsitzen" meinen!

    hoffe ich konnte dir etwas helfen... LG und gutes Gelingen!
     
    Zuletzt bearbeitet: 15. Juli 2008
  3. RioNegro

    RioNegro Klugscheißer mit Herz Mitarbeiter

    Schließe mich Dani an.
    Möchte nur noch folgendes hinzufügen:
    Die benötigte Gewichtsverlagerung des Reiters erreicht man mit wenig Aufwand und effektiv durch ein "lang-Denken" des inneren Beines und ein zurücknehmen des äußeren Beines aus der Hüfte raus.
    Du kannst das im Halten oder besser noch im Schritt ausprobieren: Aus den Steigbügeln raus. Bein in natürlicher Haltung "hängen" lassen. Ein Bein mal aus der Hüfte raus (also ohne dass sich die Knickung des Knies oder so verändert) paar cm nach hinten. Und dann nachfühlen, wie sich das anfühlt. Wo dein Gewicht jetzt ist. Du wirst merken, dass der andere Sitzbeinhöcker deutlich mehr belastet ist, als die Seite, auf der du das Bein zurück hast.
    Oberkörper dabei schön gestreckt lassen. Und schon haben wir das weit verbreitete Problem, in der inneren Hüfte einzuknicken auch gleich mit behoben :yes::1:

    Mit Umsitzen (ich geh mal aus, dass du nicht grad Leichttrabst???) meint sie vielleicht, das alte äußere Bein vor, das neue äußere Bein zurück zu bringen. So dass sich dein Gewicht anders verlagert. Du sozusagen umsitzt.

    Und immer bedenken. Zum Umstellen hast du 1 Pferdelänge lang Zeit. Also aus der Stellung gerade machen. Und nach der Pferdelänge die Stellung in die neue Richtung.

    Besser wär`s, wenn RL das vor Ort erklären würden... :yes:
     
    Katrin gefällt das.
  4. Sine

    Sine Neues Mitglied

    Hallo Ihr,

    Vielen vielen Dank für eure Antwort.
    Damit kann ich auf jedenfall was anfangen.
    Hoffe ich kann es nächste Reitstunde auch umsetzen.

    Aber wie sagt man so schön...
    Übung macht den Meister!

    Schöner Abend noch!
    LG Sine
     
     
  5. Tamara

    Tamara Inserent

    Erstmal Antworten, dann zur Frage

    Nicht nur.
    Eine halbe Parade wird gegeben, um das Pferd in eine niedrigere Gangart zu bringen, um das Gangmaß zu verkürzen,, versammlung und halten während des Ganges zu verbessern, die Haltung wiederzugewinnen (wenn sich das Pferd zb rausgehoben hat) und das Pferd ruhiger zu machen, damit es nicht zu flott wird.

    Das stimmt nicht, denn damit würde die Zügelhilfe alleine gegeben werden und eine Zügelhilfe muß immer zusammen mit einer Gewichts-, Kreuz- oder Schenkelhilfe gegeben werden.
    Die treibende Hilfe ist immer vorherrschend (Schenkel), nach der annehmenden/durchaltenden Zügelhilfe kommt bei gewünschter Reaktion sofort eine nachgebende Zügelhilfe.
    also ich weiß ja nicht, wie du eine Ecke reitest. Eine Ecke korrekt geritten ist eine viertelvolte.Dabei stelle ich mein Pferd nicht nach innen und lege verwahrend den Schenkel zurück, denn durch die Biegung an sich passiert das sowiso.Auch liegt der äußere zügel sowiso immer am Hals- wo sollte der denn auch sonst liegen?

    Aber wenn ich jetzt eine Ecke reite, dann habe ich doch die Bande, die begrenzt doch automatisch.
    Wenn ich jetzt durch die ganze oder halbe Bahn wechsle oder durch die Mitte der Bahn, dann muß ich das Pferd doch auch gerade halten, aber trotzdem außen begrenzen.
    Nein, mit umsitzen ist wahrscheinlich im Trab gemeint, das beim leichttraben auf der Mittellinie umgessesen werden soll.
    Das Pferd wird in der Schlangenlinie auch nicht umgestellt, es wird in der Wendung eingestellt und dann gerade auf die andere Seite geritten, mit einleitung der neuen Wendung umgestellt.
     
  6. RioNegro

    RioNegro Klugscheißer mit Herz Mitarbeiter

    Also die Bande ist nicht dafür gedacht, dass du damit eine automatische Begrenzung hast.
    Dafür hast du deine äußeren Hilfen, also äußerer Zügel, äußerer Schenkel, beides verwahrend.

    Zur Kontrolle einfach mal konsequent auf dem 2. oder 3. Hufschlag reiten. Oder auf einem größeren Platz. Aber dennoch korrekte Ecken...!

    Ich denke, Dani weiß schon, dass das ganze harmonisch zusammenspielen muss. Ich denke, dass sie damit nur ausdrücken wollte, dass eine halbe Parade deutlich mehr ist, als ein Annehmen und Nachgeben am Zügel.
    Korrekter Weise muss klar gesagt werden, dass alle Hilfen zusammen gehören und aufeinander abgestimmt sein sollten.

    Ich geb dir völlig recht, dass halbe Paraden weitaus häufiger benötigt werden, als nur zum Aufmerksam machen.

    Wenn`s aber erstmal darum geht, zu erklären, welcher Zügel beim Abwenden angenommen werden sollte, können halt manchmal zu viele Infos auf einmal sehr verwirrend wirken... Auch wenn du grundsätzlich natürlich auf jeden Fall Recht hast!


    Aber wenn du dein Pferd nicht nach innen stellst, woher bekommst du denn die Biegung???
    Versteh ich jetzt nicht so genau.

    Du sagst ja ganz richtig, dass eine Ecke eine viertel Volte ist. Aber da muss ich doch auch stellen und biegen. Oder nicht?

    Wenn alles korrekt geritten ist, kann ich spätestens nach der Hälfte der Ecke meinen inneren Zügel soweit wieder nachgeben, dass er quasi durchhängt. Äußerer Zügel führt. Äußeres Bein aus der Hüfte raus nach hinten, damit hast du eine optimale Gewichtsverlagerung ohne aus dem SItz zu kommen. Innerer Schenkel treibt.
    Und dann schon wieder ans "Gerade" nach der Ecke denken...

    Nochmal zurück zu "Wie wende ich auf den Zirkel ab":
    Richtung Zirkel denken (dadurch verändert sich schon die Körperrichtung!), äußere begrenzende Hilfen (Schenkel, wie oben beschrieben; und Zügel), Gewicht auf inneren Sitzknochen (wie oben beschrieben)
    Innen treiben. innen annehmen, nachgeben. Bis gewünschte Stellung und Biegung erreicht.

    Zum Umstellen:
    ERstmal bist ja noch in eine Richtung gebogen. Dann ganz bewußt Pferd gerade machen (1 Pferdelänge), naja, und dann halt das ganze Spiel in die andere Richtung :1:

    schreib das jetzt nicht alles nochmal:twitcy:
     
  7. LiSA.*

    LiSA.* Inserent

    also ich diskutier jetzt da mid den h.paraden lieber nicht mit, weil 1. mach ich das alles eig. automatisch und 2. kann man ich sowas sowiso nicht erklären..

    zum umsitzen noch:
    bei uns ist umsitzen einmal aussitzen, sodass du wieder am richtigen fuß leichttrabst. also nach dem hufschlag (nach der ecke) einmal (also dass du aufstehst, wenn die dann äußere schulter vor geht.. -du stellst das pferd ja dann auch so, wie wenn du dia hand gewechselt hättest) und ja dann kurz vorm erreichen vom hufschlag (also vor der ecke) wird das pferd wieder umgestellt und du musst wieder umsitzen.

    so ists bei uns..das ist aber von reitbetrieb zu reitbetrieb unterschiedlich..ô.ó

    Lg
     
  8. Dani_N

    Dani_N Inserent

    Danke RioNegro, ich denke wir und auch unsere Sine wissen was gemeint ist. :wink: Die Kommentare von Tamara mag ich nicht kommentieren, gehe absolut mit RioNegro konform!
     
  9. Sine

    Sine Neues Mitglied

    Halli hallo,

    Puhh das waren jetzt viele Informationen auf einmal! :confused2::smile:
    Aber da bin ich froh drum. Muss es jetzt nur versuchen umzusetzen.

    Das man alle Hilfen zusammen gibt ist klar. Allerdings gar nicht so einfach.
    Gerade beim Schlangenlinien Reiten… ich komm da als gar nicht mit!

    „Du begrenzt dein Pferd durch den äußeren Zügel und den äußeren Schenkel…, in Perfektion geritten könntest du deinen inneren Zügel komplett wegschmeißen, dein Pferd würde sich alleine über den äußeren Zügel führen lassen …“

    Äußerer Schenkel ist handbreit hinten, und verwahrend, der äußere Zügel liegt ja am Pferdehals an und hat „verbindung“ zum Pferdemaul. Also nicht durchgehängt auch nicht angenommen.
    Aber ich führe doch mit dem inneren Zügel, nicht mit dem äußeren????
    Weil ich nehme ja den inneren an, und biege das Pferd mit dem treibenden inneren schenkel und verlagere das Gewicht nach innen!?

    Dann noch mal zurück zu den Paraden…
    Eine Ganze Parade ist doch dafür da das Pferd zum Halten zu bringen.
    (natürlich wieder im zusammen Spiel mit den anderen Hilfen)
    Beide Zügel annehmen, Sitz schwer machen – Kreuzanspannen u. zurück lehnen und beide Schenkel Verwahrend zurück!?
    Erst wenn das Pferd steht Zügel nachgeben.

    Halbe Paraden sind wie schon gesagt zum Aufmerksam machen, Gangmaß zu verkürzen usw.

    ah, jetzt ist mir noch was ein gefallen!
    Wenn ich durch die ganze Bahn Reite, also Geradeaus muss ich ja auch die Hilfen geben? Also äußerer Schenkel verwahrend etwas zurück und mit innerem Treiben. Und bei Reiten von Kurven, Zirkel usw. h. Parade, Zügel, Schenkel, Gewichtshilfe!

    Echt kompliziert....


    Liebe grüße Sine
     
  10. Tamara

    Tamara Inserent

    Wenn du es so machst wie hier beschrieben, dann führst du mit dem inneren.
    Wenn du es so machst, wie es korrekterweise in der Reitlehre vorgesehen ist, dann führt immer der äußere Zügel, außer bei bestimmten Lektionen wie zB außengalopp.

    Gewicht nach innen verlagern würde ich nicht, ich würde vermehrt den inneren Steigbügel austreten,das aber nur in der Wendung, nicht auf der Geraden .
    Warum zurück lehnen?
    Im Idealfall sitzen und einfach an Halten denken, schultern zurück, ausatmen, dabei die durchhaltende zügelhilfe geben.
    Schenkel treiben in die ganze Parade, sind als am Gurt und nicht verwahrend.
    Weil auf jede annehmende/durchaltende zügelhilfe folgt eine nachgebende.
    Das Pferd soll aber dabei gestellt bleiben und sich nicht gleich freimachen.

    siehe oben- gewichtsverlagerung und begrenzender äußerer Schenkel nur in
    der Wendung,auf der geraden soll das Pferd zwischen den Schenkeln sein.
    Ich empfehle dir das Buch "Richtlinien für Reiten und Fahren, Bd.1, Grundausbildung für Reiter und Pferd", kostet 12,80€ und da steht alles drin.
    Bei deinen speziellen Problemen ist das Buch "Reitersitz und Reiterhilfen: Korrekt sitzen, gefühlvoll einwirken" von Isabelle von Neumann-Cosel glaub ich das richtige.
    Da findest du die korrekten Erklärungen.
     
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