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Diskutiere -> Halsring <- im Westernreiten Forum; Hallo :) Ich bin heute das erste mal mit Halsring geritten, habe dann nach ein paar Runden die Trense abgemacht und war hellauf begeistert. Er...

  1. Berry :D

    Berry :D Inserent

    Hallo :)
    Ich bin heute das erste mal mit Halsring geritten, habe dann nach ein paar Runden die Trense abgemacht und war hellauf begeistert. Er ist ganz anders gelaufen als mit gebiss-
    Mein Pferd ist so schön gelaufen wie noch nie, er hat den Kopf runter genommen (was er mit Trense nur selten macht) und gekaut, sogar die Unterlippe ließ er ganz entspannt locker :)
    Nun habe ich mir überlegt mal einen eigenen Halsring zuzulegen und wollte mal fragen ob ihr da eine bestimmte Marke bevorzugt ;)
    Und ob ihr noch ein paar Tipps habt in Sachen Halsring reiten :)
    Glg Berry :D
     
  2. Machtnix

    Machtnix Inserent

    Eine besondere Marke braucht man nicht. Ein Halsring ist normalerweise aus Lassoseil. Dieses ist relativ steif und gibt die Signale daher recht ganau an das Pferd wieder.
    Ich reite alle meine Pferde auch ohne Kopfstück, wenn sie so weit sind, dass die Übungen sitzen. Dieses Ohne-Kopfstück-Reiten dient bei mir der Kontrolle.
    Dafür brauche ich keinen Halsring. Ich nehme einfach das Kopfstück runter und die Zügel unten um den Hals. Das reicht.

    Läuft ein Pferd ohne Kopfstück besser als mit Kopfstück, stimmt entweder etwas in der Ausbildung nicht oder der Reiter macht Zügelfehler und stört das Pferd.
    Oft kommt so eine Verbesserung daher, weil dem Pferd die Zügelhilfe fehlt und sich das Pferd somit mehr auf die anderen Hilfen des Reiters konzentriert. Der Ausbildungspunkt 'Nachgiebigkeit' (3. Punkt der Ausbildungsskala) ist bei diesen Pferden jedoch nicht erreicht.
    Wird ein solches Pferd dann über einen längeren Zeitraum ohne Kopfstück geritten, zeigen sich deutliche Mängel, da das Pferd sich an das Fehlen der Zügelhilfe gewöhnt. Das eigentliche Problem -fehlende Nachgiebigkeit- kann damit jedoch nicht gelöst werden.
    Sollte das Problem nicht an der Ausbildung des Pferdes liegen, sondern an den Zügelhilfen des Reiters, lässt sich auch dieses Problem nicht durch Vermeidungstaktik lösen.

    Mit einem solchen Pferd würde ich am Ausbildungspunkt 'Nachgiebigkeit' arbeiten und gleichzeitig immer mal ohne Kopfstück reiten - zur Motivation und Kontrolle.
    Lediglich schon sehr gute Trailpferde lassen sch mit Halsring in kleinen Fehlern korrigieren.

    Ein Reiten ohne Kopfstück sollte immer erst erfolgen, wenn das Pferd sich selber trägt, die Schultern oben lässt und sich mit dieser neuen Freiheit auch arbeiten lässt.
     
  3. noccona

    noccona Neues Mitglied

    Sehr gute Antwort Machtnix, ich nutze ebenfalls gerne den Halsring um einfach mal zu kontrollieren und um zu sehen wo ich beim reiten *heimlich* mogle. Manches wird einem ja so garnicht bewusst und man macht immer wieder den selben fehler...
    Bei mir ist es zum Beispiel das ich extrem zum Babysitten neige, das Pferd selber fehler machen zu lassen ist für mich schwer. Mit Halsring oder auch mit Halfter und einem Strick (bei meinem Jungpferd traue ich mich noch nicht ganz ohne) sehe ich dann wo meine Fehler sind.
    Es ist eine tolle Art der Kontrolle und das Feeling ein gut gerittenes Pferd frei ohne alles dirigieren zu können ist für mich unbeschreiblich.
    Natürlich sollte man immer berücksichtigen das man nur abfragt was das Pferd auch wirklich kann, da es sonst schnell zu Kommunikations Problemen kommen kann.

    Wie kommst du aber darauf das man nur sehr gute Trail Pferde mit Halsring korrigieren kann?
     
  4. Fifrapa

    Fifrapa Inserent

    Sorry, aber wenn Dein Pferd den Kopp nicht runter nimmt, liegt das nicht daran, dass er eine Trense/Halsring/was auch immer trägt, sondern am Reiter.
     
  5. Machtnix

    Machtnix Inserent

    @noccona
    Vielen Trailreitern fehlt es an Geschick und die Pferde haben sich angewöhnt sich vom Reiter quasi durch die Bahn tragen zu lassen (so nenn ich gern das, was du als Babysitten bezeichnest). Diese Pferde kann man so wieder sensibler machen. Man nimmt ihnen einfach eine Hilfe.
    Die Reiter können so lernen geschickt über Sitz und Blick zu reiten.
    Pferde, die einfach losgehen (z.B. Brücke mit enger vorgelegter Stange, enge Schrittstangen...) und sich dadurch Fehler einheimsen, dass sie einfach selber taxieren und selber entscheiden, wie sie treten, können mit Halsring hervorragend auf geschickte Hilfen eingestellt werden.
    Pferde, die zwar ihren Job gut kennen, jedoch oft noch Umweltorientiert sind und sich darauf verlassen, dass der Reiter sie schon durch Zügel- und Schenkelhilfen korrigiert, können ihre Konzentrationszeit verlängern.
    Pferde, die im Trail übertrainiert sind und nur noch interessenlos und stumpf die Hindernisse abspulen und wie Automaten auf die entsprechenden Hilfen reagieren, werden oft durch die neue Mehrverantwortung lockerer und wieder interessiert an der Aufgabe.

    Um ein Trailpferd mit Halsring zu verbessern braucht es also immer schon ein sicheres Pferd.
    Beim vernünftigen Halsringreiten sollte das Pferd immer eine gewisse Mindestausbildung und Mindestrittigkeit haben.
     
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