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Handarbeit Und Langzügelarbeit

Diskutiere Handarbeit Und Langzügelarbeit im Bodenarbeit Forum; Ich wollte einmal Fragen, wer von euch Handarbeit mit seinem Pferd macht? Da meiner eine Zeit lang stehen musste und ich mich nicht direkt...

  1. Honigmaus

    Honigmaus Inserent

    Ich wollte einmal Fragen, wer von euch Handarbeit mit seinem Pferd macht?

    Da meiner eine Zeit lang stehen musste und ich mich nicht direkt drauf setzen wollte, habe ich damit angefangen.
    Zugegeben: Vorher hat das eine Freundin schonmal mit ihm versucht.

    Er macht da Recht gut mit und lernt auch sehr schnell.

    Hier mal ein nicht sooo tolles Video von gestern:
    [ame=http://www.youtube.com/watch?v=ir7j1uQZHf8]DSCF8776 - YouTube[/ame]


    Habt ihr noch Tips für mich?
    Traben an der Hand werde ich noch nicht machen, da er vom Ausbildungsstand her noch nicht so weit ist.

    Auf der Rechten Hand sieht es etwa genauso aus.

    Momentan übe ich Zügel aus der Hand kauen an der Hand.
    Auch Schritt-Halten-Übergänge und verschiedene Bahnfiguren (Zirkel, Volten, Ganze Bahn, Halbe Bahn, alles ohne Handwechsel).



    Was mir allerdings mehr "Spaß" macht, ist die Langzügelarbeit, da habe ich es schon mit der 3. Führpostion an der Kruppe versucht und es hat ganz gut geklappt.
    Wobei wir beide immer noch mit der 2. Potition am besten Klar kommen.
    Mir persönlich fällt die Langzügelarbeit leichter, allerdings sind wir noch nicht über Ganze Bahn und Ostereierzirkel hinaus.

    Macht diese Art der Bodenarbeit auch jemand mit seinem Pferd?
    Wenn ja, wie gestalltet er sie?
     
  2. Streunerin

    Streunerin Inserent

    Ich mache auch viel Bodenarbeit aber nicht so wie du mit Trense.. ich möchte möglichst wenig mit Zügel reiten und nicht ihn durch die Zügelarbeit an der Hand noch mehr auf die Zügel fixieren.
    Wenn es die um die Haltung des Pferdes gaht und die korrekte Biegeung empfehle ich dir den Longenkurs nach B-Teschen. Da kannst du auch mal Blackbeauty hier fragen die arbeitet danach und hat schon tolle Ergebnisse erziehlt damit bei ihrem Jungpferd.

    Du schreibst er hätte lange nichts machen können. Heist: Er ist zugeritten oder noch nicht?
    Und traben an der hand ist er vom Ausbildungsstand noch nicht so weit? Warum?
    Mein Dicker Norweger den ich als RB habe kann viel besser sehr langsam und in guter Haltung an der Hand traben als unterm Reiter.
    Grade weil er da kein zusätzliches Gewicht ausbalancieren muss sondern nur sich selbst.
     
  3. Honigmaus

    Honigmaus Inserent

    Ja, er ist schon eingeritten und A fertig, ich konnte ihn auf Grund einer Verletzung 4 Wochen nicht arbeiten/bewegen.

    Ich habe noch einen Kappzaum, auf den er nicht gut reagiert.
    Er ist sehr fein im Maul und man braucht so gut wie gar nicht mit der Hand arbeiten, damit er am Zügel geht. Minimale Paraden reichen um ihn zu stellen.

    Er ist noch nicht weit genug für die Versammlung. Vorher möchte ich ihn gerne Graderichten und den Schwung fördern.
    Die Versammlung kommt für mich als letztes dran. Versammlung heißt ja nicht nur "langsam Traben" dabei soll der Schwung erhalten bleiben, wenn der noch nicht erarbeitet ist (zumindest in meinen Augen) brauche ich damit noch nicht anfangen.


    Mit dem Langzügel wollte ich später die Seitengänge (vorerst: Schultervor bis Schulterherein) erarbeiten, an der Hand Vorhandwendungen.
    Wenn wir reiterlich in Richtung Versammlung gehen, werde ich dies auch an der Hand bzw, am Langzügel hinzu nehmen.


    Longieren mache ich mit ihm nicht. Das macht er nur an sehr wenigen Tagen gut mit, an den meisten sucht er Dinge, vor denen er sich "erschrecken" kann. Was nicht wirklich witzig ist.
    So sah das an seinen besten Tagen aus:
    [​IMG]
     
  4. Streunerin

    Streunerin Inserent

    Schau mal bei Wege zum Pferd im Internet. Der Longierkurs von der Teschen hat nichts mit normalen Longieren zu tun wo jemand in der Mitte steht und das Pferd in die Runde treibt (Einfach ausgedrückt)
    Es geht um die Biegung und Versammlung und das ganze besonders intensiv am Anfang aus direkter Nähe so wie bei dir bei der handarbeit. Später mit geringem Abstand aber der Mensch geht IMMER mit und steht nicht passiv rum.
    Ab besten mal auf der Seite anschauen.

    Wenn dein Pferd sehr feinfühig ist und du dementsprechend auch die Hilfen vom Boden gibst hört sich das auch schon anders an. Kenne ja dich und dein Pferd und deine methoden nicht, daher bin ich da anfangs immer sehr skeptisch :1:
    Habe schon leute gesehen die mit dieser Art von Handarbeit das Pferd total Zügelabhängig gemacht haben. Daher meine bedenken.
     
     
  5. RioNegro

    RioNegro Klugscheißer mit Herz Mitarbeiter

    Hm, wenn ich mir das so durchlese, könnte die Boden- und Longenarbeit nach der akademischen Reitkunst (also Bent Branderup) was für dich sein!

    Dort gehts um wirklich effektive Arbeit mit dem Pferd. Auch und vor allem, um die wirklich passende und notwendige Muskulatur fürs Reiten aufzubauen.
    Um entsprechend zu gymnastizieren. Etc.

    Branderup achtet auch sehr intensiv drauf, dass die Übungen nicht einfach nur ausgeführt werden. Sondern eben wirklich die Bewegungen kommen, die auch Sinn machen.
    Dabei arbeitet er sehr viel mit Schulterherein, Travers, Renvers, etc.

    Meinem tut das offenbar sehr gut! Und es scheint ihm sogar direkt Spass zu machen!
     
  6. Streunerin

    Streunerin Inserent

    Jap Rio da geb ich dir recht. Bin ich spontan gar nicht drauf gekommen. Aber wenn ich so vergleiche im Geiste: soo unterschiedlich ist Bent und Teschen auch nich. Aber Die Arbeit von Bent ist noch weiterführender :yes:
     
  7. RioNegro

    RioNegro Klugscheißer mit Herz Mitarbeiter

    Ich hab mir ja vor kurzem tatsächlich den Bodenarbeitskurs gegönnt... diesen Onlinekurs...
    Das ist Bodenarbeit + Longenarbeit.
    Mit kleinen "Lerneinheiten" per Video.

    Klar, das ist nicht alles neu, was man da hört. Aber trotzdem hatte ich immer wieder so diesen Aha-Effekt. Bei Kleinigkeiten. Details.
    Dieses "warum genau so". Bzw wie ists richtig. Was ist falsch bzw evtl zu viel.

    Ja, ich finde Branderup auch weiterführender. Wie du so schön sagst. Feiner abgestimmt. Und vom Training her intensiver.

    Und ich bin beeindruckt, wie leicht das in der Umsetzung am Pferd ist.

    Also so zumindest mein Empfinden. Rio macht da richtig gut mit!
     
  8. Honigmaus

    Honigmaus Inserent

    @ Streunerin:
    So habe ich auch angefangen ihn zu longieren, aber sobald ich 2-3m weit weg war, hat er sich wieder Dinge zum "Erschrecken" gesucht...
    Daher habe ich das Longieren irgendwann an den Nagel gehangen und mache es wirklich nur selten.
    Wenn er mir Zeigt, dass ihm das zu langweilig, doof oder sonstwas ist, muss ich das ja nicht zwingend machen.



    Ja, die akademische Reitkunst nach Bent Branderup finde ich schon seit ein paar Jahren interessant, nur leider sind die Bücher arg teuer.



    Ich kenne viele Reiter, die nach der Legerete arbeiten, was nichts für mich ist.
    Zumindest diese Reiter packen sehr früh eine Kandare ans Pferd, weils damit ja besser läuft (bzw. es einfacher für den Reiter ist).
    Direkt am Anfang der Ausbildung wird die "Versammlung" reingebracht, obwohl Pferdchen noch gar nicht ausbalanciert oder gradegerichtet ist oder Schwung entwickelt hat.
     
  9. Leo

    Leo . Mitarbeiter

    Dann hast Du bisher nur schlechte Vertreter dieser Reitweise kennen gelernt.
    Ob ich früh mit versammelnden (nicht versammelten) Lektionen anfangen kann, hängt denke ich immer vom Pferd ab und dem was es von sich aus anbietet aufgrund seines Exterieurs.
     
  10. RioNegro

    RioNegro Klugscheißer mit Herz Mitarbeiter

    Ja, das seh ich genauso wie Leo.

    Meiner Meinung nach wird in der "modernen" Reiterei/Pferdeausbildung derzeit entweder zu schnell vorne zu eng gemacht. Was ja mit Versammlung rein gar nix zu tun hat.
    Oder eben zu lange mit anstrengenderen, versammelnden Lektionen gewartet. Also im Extrem nur noch v/a geritten...

    Wenn das Pferd sinnvoll und systematisch gymnastiziert und trainiert/ gekräftigt wird - dann kann man grad an der Hand schon recht früh auch mit eher versammelnden Lektionen anfangen.
    Wenn es das Pferd tragen kann.

    Und genau das braucht doch das spätere Reitpferd auch!
    Nämlich Muskeln, die trainiert genug sind, um Pferd + Reiter effektiv tragen zu können.

    Wichtig ist halt, das in eher kurzen Arbeitseinheiten zu tun. Nicht über längeren Zeitraum.
    Was ja auch sinnvoll für die Motivation ist.
     
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