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Hat sie Schmerzen oder stimmt die Chemie einfach nicht?

Diskutiere Hat sie Schmerzen oder stimmt die Chemie einfach nicht? im Pferdeflüsterer Forum; Hallo ihr Lieben, vorab: Falls es dieses Thema schon gibt, entschuldigt bitte. Ich habe über die Suchfunktion nichts finden können. Zum...

  1. Hanni121

    Hanni121 Neues Mitglied

    Hallo ihr Lieben,

    vorab: Falls es dieses Thema schon gibt, entschuldigt bitte. Ich habe über die Suchfunktion nichts finden können.

    Zum Thema: Ich bin ein wenig unglücklich mit meinem Pferd. Ich glaube, die Chemie zwischen uns stimmt nicht. Ich habe sie seit April, wir haben viel Bodenarbeit gemacht, wobei sie jedoch nicht richtig arbeitswillig war. Mittlerweile ist sie richtig ziegig bei der Bodenarbeit, legt oft die Ohren an und hat ein verkrampftes Maul usw. Dies könnte jedoch auch auf Schmerzen zurückzuführen sein. Sie hatte einen Beckenschiefstand und verrenkte Halswirbel. Ich ließ eine Osteopathin kommen, die sie wieder "mobilisiert" hat. Seitdem ist eine Woche vergangen, in der ich sie nicht bewegen sollte und dies auch nicht getan hab. Gestern war es dann alles andere als toll, sie war wirklich total grantig.... :-(

    Man muss jedoch auch ihre Vorgeschichte berücksichtigen. Sie wurde mit ihren 9 Jahren viel rumgereicht und hatte, glaube ich, nie eine richtige Bezugsperson. Sie ist auch kein kuscheliger Typ, klebt extrem an ihren Artgenossen (allein ins Gelände geht nicht) und hat mich anfangs extrem getestet. Mittlerweile würde ich schon sagen, dass sie mich als "Leitstute" akzeptiert hat, aber ich hätte einfach so gern ein Pferd, welches "mich mag". Hört sich doof an, ich weiß, aber ich habe einfach das Gefühl, dass sie mich richtig,richtig sch.... findet. Bei anderen Pferden im Stall ist es ganz anders, die sind alle artig und kuschelig und meine ist immer nur grantig. Habt ihr Ideen, woran das liegen könnte, ob es sich ändert mit der Zeit, was ihr machen würdet an meiner Stelle? Vielleicht habt ihr darüber hinaus auch ein paar Tipps, wie ich ihr die Arbeit angenehm gestalten kann, sodass sie motiviert ist, mitzumachen? (Ich lobe immer überschwänglich, wenn sie was richtig macht, wenn ich aber Leckerlies dabei hab, will sie die ganze Zeit an meine Tasche und ich muss wieder die "Böse" sein, indem ich mich in dieser Situation durchsetze...)

    Ich habe sogar schon überlegt, sie wieder zu verkaufen, aber ich fänd das ihr ggü. irgendwie unfair, da ich schon gern ihre Bezugsperson wollen würde und sie ja auch schon Vertrauen zu mir aufgebaut hat und sie ich nicht einfach weggeben will, weil sie "nicht funktioniert"....

    Bin für jede Antwort dankbar!

    LG
     
  2. Tanjabla

    Tanjabla Inserent

    Handelt es sich um das selbe pferd wie in deinem anderen thema?
     
  3. Hanni121

    Hanni121 Neues Mitglied

    Ja, ich hab "nur" eins. ;-)
     
  4. Tanjabla

    Tanjabla Inserent

    Ich nehme an, dann hast du schon abklären lassen inwieweit es mit dem damaligen befund zusammen hängen kann?!
     
     
  5. ulrike twice

    ulrike twice Heidemaus

    du schreibst, dass du es geschafft hast, dich bei ihr durchzusetzen, also dass du jetzt quasi ihre leitstute bist.
    hast du denn auch genügend wissen über technik im reiten udn am boden, um ihr zu vermitteln, was du von ihr möchtest?

    ich lese bei den "alternativen" pferdebesitzern in letzter zeit beinahe nur noch, dass sie dominanz erreichen wollen. dass es darum geht, auch - wie du schreibst - das mit dem angeblichen "testen" des pferdes ist da eine schiene.

    völlig ins hintertreffen gerät dabei, dass man dem pferd sagen muss, WAS es überhaupt tun muss!
    die leute stehen vor dem pferd oder sitzen oben drauf - und geben kaum korrekte und konkrete hilfen! hingegen gibt es strafe bzw die enttäuschung ist groß, wenn die pferd nicht das tun, was die leute sich denken (ohne es vermittelt zu haben). das pferd muss also "riechen", was es tun soll...

    ich weiß nicht, wie es bei dir ist, aber könnte dies zutreffen?

    schreibst du hier.
    nun ist es natürlich einfacher, ein pferd im gelände zu reiten, wenn es das von sich aus tun möchte bzw wenn es das schon kennt. wenn es neu ist, muss man es beibringen.
    kannst du das?
    also das pferd an die hilfen stellen und korrekt treiben?

    nun ist das pferd ja aber auch eh "neu" - und du solltest dir zeit lassen!
    vielleicht ist es ja kaum geritten worden und dir ist nicht bewusst, dass du es erst vermitteln musst, weil du bislang nur ausgebildete pferde geritten bist

    ________________
    edit: ach so! das ist das pferd mit dem kaputten gleichbein?
     
  6. Hanni121

    Hanni121 Neues Mitglied

    Huhu, Danke für eure Antworten.

    Also ich denke schon, dass meine Hilfen größtenteils korrekt sind. Ich nehme auch immer mal wieder Bodenarbeits-Stunden bei meiner Reitlehrerin. Wenn ich mal eine Hilfe nicht korrekt gebe, zeigt mir meine Stute das schon sehr deutlich und dann merke ich auch sofort "ups, mein Fehler, sorry..." (Sie ist sehr sensibel und insofern ein echter Traum, aber das macht die Bodenarbeit mit ihr halt auch so anspruchsvoll, weil man sehr, sehr exakt sein muss.)

    Ich mache viel nach Parelli, aber kombiniere das auch mit anderen Grundsätzen. Sie ist ja auch sehr aufmerksam bei der Bodenarbeit, aber eben sehr ziegig. Im Schritt ist es noch alles gut, aber sobald ich sie an der Hand (ich gehe hierbei auf Schulterhöhe) antraben möchte (Hilfengebung auf der ersten Stufe hier: Spannung aufbauen und einatmen, das reicht meistens schon aus), trabt sie zwar an, aber zeigt mir deutlich durch ihre Körpersprache, dass ihr das gar nicht passt. Wenn ich sie dann schicken möchte und um mich rumzirkeln lassen möchte, macht sie das auch nur widerwillig. Das macht so natürlich keinen Spaß und ich möchte ihr ja auch nicht wehtun bzw. sie arbeiten, wenn sie Schmerzen hat. Ich kann nur nicht unterscheiden, ob sie Schmerzen hat, ob sie "einfach nicht will" oder ob sie mich vielleicht doch nicht akzeptiert & "testet"?

    Mit dem Befund hat es nichts zu tun, denke ich. Ich habe das bisher nicht abklären lassen, weil es m.E. dafür keine Anhaltspunkte gab. Sie lahmt nicht o.Ä. Ich könnte natürlich einen TA holen und ihm von ihrem Verhalten erzählen, ob der dann irgendwas am Bein rumdoktern wird, weiß ich nicht. Aber ich finde, das liegt eher fern. Ich hätte es wie gesagt, eher auf Schmerzen im Rücken (aufgrund des Beckenschiefstands, der nun behoben wurde) zurückgeführt, wobei sie ja auch schon vorher nicht sehr arbeitswillig war.

    Meine Stute (sie hießt übrigens Chay) soll im Schulunterricht früher gegangen sein... Und sie soll bis A ausgebildet sein. Ansätze sind auch da. Ich habe auch nicht immer auf ausgebildeten Pferden gesessen. Tatsächlich habe ich schon zwei Pferde eingeritten und bin in der Lage, ein Pferd an die Hilfen zu stellen und es korrekt zu treiben. Es ist auch nicht so, dass sie gar nicht ins Gelände geht. In Begleitung eines anderen Pferdes oder eben auch in Begleitung eines Drahtesels :) geht sie mit mir ins Gelände. Sie ist auch beim Spazierengehen im Gelände super artig. Der Hinweis, dass sie allein nicht ins Gelände geht, sollte nur ihre Unsicherheit deutlich machen und wie sehr sie an ihren Artgenossen klebt. Ich bin kein ängstlicher Reiter und ich bin auch der Meinung, dass ich ihr schon Sicherheit vermitteln kann, allerdings wohl nicht genügend, als dass sie allein mit mir ins Gelände geht. Sie hat in ihrer Vergangenheit offensichtlich gelernt, sich der Arbeit durch rückwärtsgehen zu entziehen. Anfangs hat sie das auch auf dem Platz bei mir versucht, allerdings macht sie das jetzt nicht mehr, seitdem sie damit nicht durchgekommen ist. Ich muss aber auch ehrlicherweise sagen, dass wir seit dem Stallwechsel noch keinen Versuch unternommen haben, allein ins Gelände zu gehen. Ich wollte es langsam angehen lassen und erstmal viel mit ihr spazieren gehen.
     
  7. ulrike twice

    ulrike twice Heidemaus

    wenn du nach parelli arbeitest, mag ich dir dabei nicht weiterhelfen.
    es ist mehr ider weniger klar, dass es einem klassisch ausgebildeten pferd null spaß macht nach parelli zu arbeiten.
    zu klein die zirkel, zu viel druck, zu sehr bemüht, das pferd devot zu machen.
    nicht zu vergesssen, dass sie eben nicht mehr gymnastiziert wird sondern im engen kreis auf der vorderhand rennen soll, bis der druck endlich weggeht.
    von einem klassich ausgebildeten dressurpferd wird erwartet, dass es nach der ausbildungsskala ausgebildet wird, das hat es gelernt.

    wie du siehst, ich mag diese trainingsmethode gar nicht,
    eine trainerin habe ich mal bei mir vom hof gejagt, so sehr tat mit das pony leid.

    dir muss klar sein, dass du es vermutlich gegenteilig zu allem bisher gelernten arbeitest!

    ein dressurpferd darf udn soll in aller regel unmut zeigen, es wehrt sich dann gegen seinen reiter/ausbilder, wenn der was falsch macht. nahc klassicher lehre machst du jetzt für dein pferd so ziemlich alles falsch.

    da sie auch ohne anderes pferd ins gelände mit dir geht, zeigt dir doch das deutlich: du reitst sie nicht richtig! du musst deine hilfengebung anpassen.
    dann hat das nichts mit kleben zu tun sondern du machst da irgendetwas falsch
     
    Zuletzt bearbeitet: 21. Nov. 2013
  8. Hanni121

    Hanni121 Neues Mitglied

    Das ist ein interessanter Ansatz, so hatte ich das noch gar nicht gesehen. Wobei ich mir auch nicht ganz sicher bin, ob sie tatsächlich nach der Ausbildungsskala ausgebildet worden ist, wir üben nämlich gerade erstmal das v/a, sind also diesbezüglich gaaaanz am Anfang. Ich könnte mir vorstellen, dass sie früher (vllt. ja im Unterricht) viel mit Hilfszügeln geritten wurde...

    Jedenfalls liegt mein Hauptaugenmerk nicht darauf, sie devot zu machen. Ich finde die Ansätze (z.B. "wer bewegt wen") geeignet, um die grundsätzliche Rangordnung zu definieren und ich bin davon überzeugt, dass uns Parelli in dieser Hinsicht schon sehr geholfen hat.

    Du meinst also, dass sie ziegig ist, weil sie diese Art der Arbeit nicht kennt bzw. weil diese Art Bodenarbeit nicht im Einklang mit der klassischen Dressurreiterei ist? Ich arbeite ja wie gesagt nicht nur nach Parelli, sondern bin ich bemüht, sie vom Boden aus zu gymnastizieren ("Gymnastizierende Arbeit an der Hand" heißt das Buch, glaube ich). Aber auch hier ist ihr Verhalten ähnlich....
     
  9. ulrike twice

    ulrike twice Heidemaus

    gut, dass du meinen "anit-parelli-ausbruch" nicht zu übel nimmst. dake hierfür! :)


    das ist mit parelli unvereinbar nach meiner ansicht!
    parelli will einen tiefen hals, aber da er sich eben nicht bewegt, und die HH nicht aktiviert sondern vorne das pferd tief werden lässt, wird es nicht zu einem klassischen V/A kommen!
     
  10. Hanni121

    Hanni121 Neues Mitglied

    klar, kein problem. jeder hat seine meinung! :)

    nee, ich meinte auch primär im reitunterricht von oben... ja, auch da kann nicht jedes pferd v/a laufen... :-(

    und vom boden aus versuche ich das v/a im roundpen zu trainieren, bisher aber leider nicht sehr erfolgreich..
     
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