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Headshaking

Diskutiere Headshaking im Innere / Organische Erkrankungen Forum; Hallo Ihr, ich wollte mal fragen, ob es Headshaking auch in einer abgeschwächten Form gibt? Weil mein Pony schlägt immer während des antraben...

  1. Lysett

    Lysett Inserent

    Hallo Ihr,
    ich wollte mal fragen, ob es Headshaking auch in einer abgeschwächten Form gibt?
    Weil mein Pony schlägt immer während des antraben und des angaloppierens mit dem Kopf.
    Allerdings nur im Gelände, auf dem Platz nicht. Hier mal ein Video:
    http://www.myvideo.de/watch/3690444/Zirkuslektionen

    So sieht das aus, da macht sie es allerdings ohne Reiter auf dem Paddock.
    Sie macht es aber auch nur während der ersten 1-2 Trab- bzw Galoppschritten.

    Iwelche Schmerzen sind ausgeschlossen, wurde untersucht.
    In letzter Zeit macht sie es auch kaum noch fällt mir gerade so auf, wenn ich mal so an die letzten Ausritte zurück denke =)

    LG Julia
     
  2. Dakota

    Dakota Inserent

    jo, die bewegung ist typisch für headshaking.... es muss nicht unbedingt durch schmerzen ausgelöst sein... sondern kann durch aus eine überempfindlichkeit sein. d.h dass der trigeniusnerv im gesicht viel empfindlicher auf mücken und licht reagiert als gewöhnlich.
    ich würde mir an deiner stelle mal einen fliegenmaske und einen nasenschutz kaufen. damit wirst du es in den griff kriegen.
    ich hab meinem den gesichtsnerv abspritzen lassen, aber ich denke dass ist bei deinernoch nicht nötig
     
  3. Lysett

    Lysett Inserent

    Huhu, danke für deine schnlle Antwort, aber ist es dann nicht seltsam, dass sie es zum Beispiel nicht im Schritt macht wenn Fliegen kommen und auch nicht auf dem Platz?

    LG
     
  4. Dakota

    Dakota Inserent

    na ja es gibt bei diesem phänomen nicht wirklich eine struktur. wo man sagen kann es ist dann und dann so und so...
    man kann prinzipiell nur sagen wenn sie das ganze jahr shaken auch in der halle und auf dem platz sind es meist andere faktoren. zb. sattel passt nicht, oder reiterhand zu stark...
    tritt es aber saisonal auf ist es meist entweder eine allergie oder schuld dieses nerves. wo sie dann sehr licht, wind oder mücken und pollen empfindlich werden.
    bei den meisten pferden kann man allerdings keine genaue struktur erkennen denn manchmal sind unmerklich kleine mücken da die stören usw usw. oder wenn z.b was interessantes zu kucken da ist, kann plötzlich alles verschwinden oder wenn gearbeitet wird kann es auch sein dass sies vergessen.
    nach der ursache zu suchen ist eigentlich ein fass ohne boden zumahl die forschung in dieser richtung ziemlich im dunkeln tappt. denn nur bei etwa 3 % wird wirklich eine ursache gefunden...
    meistens hilft aber ein netz über augen und nüstern sehr gut.
     
     
  5. hafifreundin

    hafifreundin Inserent

    Mein Haflinger hat dieses problem auch, allerdings nur wenn er das winterfell verliert. haben auch tierarzt kommen lassen und der meinte das meinpony empfindlich im gesicht ist und das fell ihn dann reizt. bei meinen ist es sogar noch doller. aber jetzt ist er endlich vollkommen durch mit den fellwechsel und es hat deutlich nachgelassen. anfang april war es aber am schlimmsten, da hat er hat mit seinen kopf geschlagen, wenn er im schritt über die wiese gegangen ist. und es hat eigentlich nur geholfen sein fell so schnell wie möglich runter zubekommen. vielleicht ist es bei deinen pony auch wegen des fells. hast du sie schon länger? hatte sie es letztes jahr auch um diese zeit gemacht?

    viele grüße denise
     
  6. Lysett

    Lysett Inserent

    Hey, wir haben sie jetzt genau ein Jahr und sie hat es mit totalem Sommerfell, wie mit Winterfell und auch während des Fellwechsels gemacht.
    Manchmal mehr, manchmal weniger, manchmal paar Tage gar nicht.

    Aber wie gesagt es ist nur während den ersten paar Trab bzw Galoppsprüngen.

    Im Galopp eigentlich schon seit ein paar Monaten gar nicht mehr, nur noch manchmal beim antraben.

    LG Julia
     
    Zuletzt bearbeitet: 29. Mai 2008
  7. Dakota

    Dakota Inserent

    puh.. also da habt ihr beiden noch glück... aber ich kann euch nur den rat geben, nehmts net auf die leichte schulter. tut gleich was dagegen solange es noch so ein bisschen ist. was einmal im kopf ist geht ganz schwer wieder raus
    bei meinem ging es jahrelang auch nur um ein bisschen.Nur damals wusste man noch viel weniger über dieses thema. also wurde es jahrelang auf mücken und sonst was geschoben...
    bis es dieses jahr so schlimm wurde dass er uns beinahe in teufelsküche gebracht hätte. er hat ne halbe stunde lang die nase auf dem boden gescheuert und mit BEIDEN ! vorderfüssen nach dem kopf getreten dass wir beinahe auf dem asphalt gelandet wären. dann half nur noch nerv totspritzen.
    es hat aber fast 2 monate gedauert bis er gerafft hatte dass da nix mehr ist-:frown:
     
  8. GilianCo

    GilianCo Langzügelbespaßer

    Also, der N. Trigeminus hängt da immer mit drin, und das Problem bei einem Headshaker ist, daß man selbst wenn man eine Allergie als Auslöser findet, das schütteln nie ganz abstellen kann. (es sei denn, man geht an den Nerv direkt).

    Bei meinem ist auch eine allergie der Grund für das schütteln. Und daß sie das nur im Trab und Galopp machen, ist von daher verständlich, daß da die Schleimhäute vermehrt durchblutet werden, und dadurch diese natürlich auch besser "arbeiten".

    Stimmt, häufig kann man die Ursache gar nicht finden. Aber häufig kann man die Trigger Faktoren einschränken, und diese Netze helfen in sehr vielen Fällen. (und Headshaker reagieren auch dann im Sommer gern auf Fliegen, wenn das Allergen gar nicht mehr "vorhanden" ist. )

    @Dakota, habt ihr denn da auch eine Neurektomie gemacht, oder spritzt ihr das regelmäßig ab?
     
  9. ICB

    ICB Neues Mitglied

    @Julia
    vorweg, ich hoffe, das HS ist bei Deiner Stute weiterhin auf dem "Rückzug"!!

    Es gibt Fälle, in denen das HS für eine Weile oder auch Jahre weniger stark ausgeprägt ist, Fakt ist jedoch, es ist eine progessive neuralgische Erkrankung des T Nerven. Es sind aber auch Fälle bekannt, bei denen es genauso plötzlich wieder verschwand, wie es kam; die Annahme besteht, daß bei diesen, meist idiophatischen HS Pferden, ein oder mehrere Stressoren plötzlich wegfielen.

    Folgendes auch an @GilianCo: Die Forschung berichtet, das aufgrund des "warm werden" des Pferdes oder bei schnelleren Bewegungen wie Trab etc. Adern im Bereich des Nerven stärker durchblutet werden, anschwellen und an irgendeiner Stelle auf den Nerven drücken, somit Fehlimpulse an das Gehirn geleitet werden, die sich als Resultat durch nicken zeigen. Daher sieht man bei manchen Pferden das HS nur in schnellerer Gangart als Schritt. Ebenso sieht man es bei diesen Pferden auch, wenn sie sich aufregen. Hat nichts mit den Schleimhäuten zu tun, obiges wurde nachgewiesen.

    Während der Fellwechsel ist das Immunsystem besonders beansprucht und somit schwächer und anfälliger, dazu Hormonänderungen aufgrund des Klimas. Das kann ein sehr krankes Pferd mit HS Symptomen dastellen.

    @Dakota

    Es ist nicht gesagt, daß man das HS bei jedem Pferd, das gereizt auf Fliegen reagiert, mit einer Maske "in den Griff" kriegen kann. Nicht mal die Fransen über den Nüstern, die den 2. Ast des Nerven beherbergen, zeigen bei jedem Pferd das gleiche Resultat. Die durch die ständige Berührung der Fransen ausgelöste Überstimulierung des Nervens führt zu einem Taubheitssignal im Gehirn, ergo kein HS Symptom, ABER manch anderes Pferd wird ganz kirre dadurch und die Symptome verstärken sich.

    Zitat :man kann prinzipiell nur sagen wenn sie das ganze jahr shaken auch in der halle und auf dem platz sind es meist andere faktoren. zb. sattel passt nicht, oder reiterhand zu stark...
    Stimmt nicht, die sog. idiopathischen HS Pferde shaken das ganze Jahr, Ursache meist unbekannt; Auslöser so viele, daß eine Schädigung des Nerven herbeigeführt wurde., unabhängig von Licht und Temperatur. ZB kann ein Serotoninmangel der Auslöser sein ( Serotonin auch 5-Hydroxytryptamin - Neurotransmitter - fungiert als Botenstoff für Nervenreize). Ein Mangel führt zB. zur Entstehung von Depressionen.
    Beim sog. seasonalen "spielt" ein Hormon (Melatonin) eine Rolle, das mit der steigenden Temperatur abgebaut werden.
    Beim 3. Typ, dem photischen hängt es mit der Stärke der Sonnenbestrahlung zusammen. Vergleichbar mit der der beim Menschen bekannten "Sonnenallergie", was nichts mit Allergie zu tu hat, sondern auch eine Überreizung des T. Nerven ist, das Niesen und Blinzeln bis hin zu Migräne Anfällen.

    Wenn Pferde bei Untersuchungen oder bei Interessantem in ihrer Umgebung mal nicht shaken, oder auch wenn sie in der Arbeit stärker versammelt werden, hat das nichts damit zu tun, das sie es vergessen, sondern die neue Stimulierung (in den genannten Beispielen äußere Einflüsse /Ablenkung) des Gehirns übertrifft die Stimulierung des Nerven. Vergleichbar: Kind hat Hunger u. quengelt. Freund kommt unerwartet zum spielen. Kind hat immer noch Hunger, aber die Freude und Erwartung des Spiels übertrifft das 1. Gefühl, den Hunger.

    Die Forschung tappt schon lange nicht mehr im Dunkeln, es sind über 70 Ursachen bekannt; aber Du hast schon recht, nach Ursachen zu suchen, ist quälend und langwierig (u teuer). Aber ein PB sollte schon die "normale HS Untersuchung" durchführen lassen, denn nur im Ausschlußverfahren kann man evtl. Schäden am Skelett oder Muskelapperat lokalisieren oder durch Spiegelungen und Blut U, die evtl. zum HS führten. Des weiteren rate ich dringend zu Tests der viralen und bakt. Erkrankungen, Herpes, Borna und Lyme Borreliose lösen es auch aus.
    Das sollte man dem Pferd schuldig sein, denn diese Krankheit ist oder kann so schrecklich werden, daß zB Menschen Suizid begehen. Pferde hingegen können das natürlich nicht, aber es gibt genügend, die sich den Kopf mit im Versuch den Reiz und auch Schmerz anschlagen oder die Nüstern so lange reiben, bis das Blut fließt. In 7 Jahren HS Pferde Therapie schon gesehen, und nicht nur bei einem Pferd.

    Zitat: was einmal im kopf ist geht ganz schwer wieder raus
    Was meinst Du denn damit? Verhaltensstörung?

    Nerv totspritzen, wie geht denn das? Man kann nur eine Neurektomie des Nervus infraorbitalis vornehmen, die wir normal sterblichen uns kaum leisten können, desweiteren führt es zu unvorhersehbaren Reaktionen. Selbst beim Menschen wir es nur als allerletzter Ausweg durchgeführt.
    Ihr nehmt warscheinlich eine Sedierung vor, die mittels Injektion oder Tabletten erreicht wird. Nebenwirkungen sind in den meisten Fällen zu beobachten. ZB wird Cyproheptadine angeandt - manipulation der Botenstoffe im Gehirn (anticholinerge, antiserotonin und antihistamin)

    Allergien sind Resultate eines schwachen Immunsystems, das wissen wir ja alle durch die Erorschung des Menschen und seine allerg. Probleme. Beim Pferd ebenso. Man ist sich bis heute im unklaren, ob nun zuerst eine Allergie da war, deren Spitze der Erkrankung das Immunsystem so sehr geschwächt hat, daß die Nerven leiden oder ob das HS den Körper so sehr schwächt, daß er nun empfänglicher für andere Erkrankungen des Immunsystems ist.

    Zitat es hat aber fast 2 monate gedauert bis er gerafft hatte dass da nix mehr ist-
    Dein TA hätte oder sollte Dich im Nachhinein besser informieren, was da im Gehirn passiert, wenn Sedative oder eine Therapie mit Cyproheptadine oder Carbamazepine angewandt werden - nämlich, daß die Eingewöhnungszeit von ca. 2 bis 3 Wochen aber auch bis zu 3 Monaten dauern kann, bis eine positive Wirkung erzielt wird, keine Symptome mehr zu sehen sind.

    Als Abschluß möchte ich noch sagen, daß alles was an chem. Medikamenten und Hilfsmittel wie Netze etc angewandt wird, die Erkrankung nicht heilt, sondern unterdrückt. Erfolge mit anderen Therapien sind nachgewiesen.

    Wer mehr wissen will, mag hier lesen: www.headshaker.eu Habe viel Info in den letzten 5 Jahren zusammengetragen, zB die bekannten Ursachen, Diagnosestellung, Behandlungsoptionen.

    Gruß, ICB
     
  10. Dakota

    Dakota Inserent

    Das Ding ist ganz einfach dass das hier sich Otto normal verbraucher befinden
    die gerne ihrem pferd mit dem problem head shaking weiterhelfen würden.


    Das sogenannte wunderzeugs nennt sich Lokalanesthäsie in den trigeniusnerv. und kostet unbezahlbare 30 euro.
    das wende ich an da ich mich leider von der ursachenforschung hin zur symtombekämpfung gewendet habe.
    was mir auch westentlich logischer erscheint, da ich weder sonnenlicht, pollen, mücken , noch eine dagewesene herpesinfektion abstellen kann..... und mein pferd will ich auch ungern seinen lebensherbst in einer klinik zur ursachenforschung ,die mir warscheinlich relativ wenig weiterhilft, verbringen lassen. zumahl ich auch die dazu erforderlichen mengen an geld leider nicht zur verfügung hätte.
    von daher bin ich der meinung, solang das pferd keine symtome sind alle glücklich egal auf welche weise. was in der humanmedizin nicht machbar ist wird leider auch nicht in der pferdemedizin machbar sein....

    klar, wäre es sinnvoller nach ursachen zu forschen..... aber dinge wie netz oder fransen oder lokalänesthäsie können weiterhelfen dem pferd und seinem menschen wieder ein erträgliches leben zu liefern ohne dabei privatinsolvenz anzumelden.
    ich freue mich für jeden der eine ursache gefunden hat aber es ist leider der sehr seltene fall und somit wesentlich realistischer die symtome erstmals zu bekämpfen.
     
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