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Hengstverhalten nach Kastration

Diskutiere Hengstverhalten nach Kastration im Pferde Allgemein Forum; Hallo ihr Lieben, ich habe vor zwei Monaten meinen Hengst legen lassen, der auch gedeckt hat. Er wird nächstes Jahr zehn. Da ich noch nie einen...

  1. Saskia

    Saskia Mitglied

    Hallo ihr Lieben,

    ich habe vor zwei Monaten meinen Hengst legen lassen, der auch gedeckt hat. Er wird nächstes Jahr zehn. Da ich noch nie einen Hengst habe legen lassen, habe ich keine Erfahrung damit, wann sich das Verhalten ändern sollte. Leider ist bisher noch überhaupt keine positive Verhaltensänderung eingetreten. Sogar eher im Gegenteil. Er hat noch mehr Power wie als Hengst. Zwei Monate ist keine Zeit, das ist mir klar. Aber dass ich noch überhaupt nichts merke, macht mit etwas stutzig. Was habt ihr für Erfahrungen mit spätgelegten gemacht, bis sich am Verhalten was geändert hat? Freu mich auf Antworten....
     
  2. ManicPreacher

    ManicPreacher Gelebte Chaostheorie

    Das kann sein das sich am Verhalten nichts ändert, bis auf die Tatsache das er nicht mehr Zeugungsfähig ist.
    Gerade wenn der schon gedeckt hat.
    Meiner wurde mit 7 gelegt. Abgesehen davon das es Natürlich alles etwas entspannter wurde hat der sich nicht großartig verändert.
     
  3. Zitrone

    Zitrone Inserent

    10 Jahre eingefleischtes Verhalten lässt sich durch zwei kleine Schnitte nicht so ohne weiteres auslöschen.
    Ich bin da bei MP, es kann sein, dass sich da nichts ändert.
     
  4. Saskia

    Saskia Mitglied

    ok, dann bin ich mal gespannt, ob sich nach ein paar Monaten was ändert. Ansonsten habe ich Pech. Hab noch was im Internet gefunden. Das man bei älteren Hengste, die kastriert wurden, das Alter * 2 rechnet und das die Anzahl der Monate ist, bis sich das Verhalten ändert.
     
     
  5. ulrike twice

    ulrike twice Heidemaus

    also im normalfall lass ich alle hengste bis 5jährig kastrieren.
    im herbst 2013 haben wir aber unseren dundrum kastrieren lassen und der war da 10. er war mit unser hauptdeckehengst (unsere decken auf der weide).
    wir haben ihn legen lassen, weil wir ihn immer verkaufen wollten und alle interessenten vor seinem geschlecht zurückschreckten. udn weil er - im gegensatz zu unseren anderen hengsten - aggressiv und zerstörerisch beißend auf unsere anderen hengste losging. das fanden wir zu gefährlich, seinen vater hat er einmal fast gekillt. zu stuten war er immer schon lieb, außer sie rochen geil und wollten immer noch nicht stehen, dann hat er die auch gebissen. er war aber schon immer dabei, wenn seine fohlen geboren wurden und so - also sein sonstiges verhalten war sonst normal und vorbildhaft.
    beim reiten hat er geguckt, wann der reiter fehler machte und dem reiter diese fehler gezeigt. nun hat ihn aber auch immer wieder ein unerfahrenes mädchen geritten und dies vor abschluss der grundausbildung, udn ich denke, das war ein fehler von uns.

    nun ist er seit einem jahr wallach.
    bis zum sommer war er noch komisch (und schlummernd aggressiv wirkend) zu den pferden auf die er vorher aggressiv reagierte. da hatten die mal einen biss von ihm abbekommen, aber eben nicht mehr ohne ende. er steht aber seit beginn der weidesaison mit allen ponys zusmmen in einer gemischten herde und tötet auch keine wilden jungen wallache! er genießt die große herde in vollen zügen und ist sichtlich relaxter als vorher.

    beim reiten wirkt er mittlerweile wie ein plüschteddy. ich denke, bis er zum total-teddy mutierte verging so was wie ein halbes jahr.

    woher hat deiner so viel "power"? also mehr power haben unsere hengste nicht als die wallache sie haben. wie wird deiner gehalten?
     
  6. treuerhusar

    treuerhusar Gesperrt

    Mich würde eher interessieren, aus welchem Grund der Hengst gelegt wurde.

    Sicherlich ist es richtig, daß Hengste aggressiver sind, als Wallache und Stuten.
    Es ist auch richtig, daß Hengste mit den Jahren böse, ja sogar auch unberechenbar werden können.

    Nur, wenn ich mir einen älteren Hengst kaufe, dann habe ich mich auch bewusst dafür entschieden.
    Das bedeutet, daß bestimmte Haltungsformen von vorne herein Ausscheiden.
    Das bedeutet auch, daß ich im Umgang mit dem Pferd sehr viel konsequenter sein muß.

    Womit wir dann wieder bei meiner Ausgangsfrage angekommen sind.
    Auch wenn dieses Wort nicht gerne gehört wird, aber Dominanzprobleme lassen sich nun einmal nicht mit dem Skalpell beheben.
    Das Zauberwort in einem solchen Fall heißt "Erziehung", das zweite "Konsequenz".
     
  7. ManicPreacher

    ManicPreacher Gelebte Chaostheorie

    Ich sags mal so: Man hat sich für das Individuum entschieden. Nicht für das Geschlecht. ;)
    und da kann es gute Gründe geben weshalb man dann kastrieren lässt.
    Meiner war auch als Hengst Artig (die Probleme die er gemacht hat waren nicht aufs Geschlecht zurück zu führen), aber dem Pferd wäre in einem Pensionsstall eine gute und Artgemäße Haltung verwehrt geblieben.
     
  8. silke170

    silke170 Hetzjagdgeschädigt

    Sie hat ihn ja nicht letztes Jahr als Hengst gekauft, sondern schon länger, und sich die Kastration scheinbar gut überlegt. Also mangelnde Erziehung sollte man ihr dann auch nicht vorwerfen.
     
  9. Saskia

    Saskia Mitglied

    Danke Silke170. Bevor wir wieder in ein völlig falsches Thema rutschen.....Ich habe meinen Hengst schon von Fohlenalter an und er ist sehr gut erzogen und weder Beißer noch Schläger......Nun gut, beim einen geht es schneller von der Verhaltensänderung, beim anderen langsamer, beim noch anderen ändert sich gar nichts. Mehr wie abwarten kann ich hier nicht. Eine Garantie hat man sicherlich nie...
     
    Zuletzt bearbeitet: 8. Dez. 2014
  10. treuerhusar

    treuerhusar Gesperrt

    Manic,

    genau da setzt es bei mir aus:
    Wenn ich einen Hengst kaufe, dann bewusst.
    Das aber heißt, daß ich mir bereits Gedanken bezüglich einer artgerechten Unterbringung gemacht habe.
    In meinen Augen ist es ein absolutes "No Go", erst einen Hengst zu erwerben um ihn dann legen zu lassen, weil sich dann die Unterbringung leichter mit den eigenen Idealen vereinbaren lässt.

    Außerdem, die zwei Handvoll organischen Gewebes machen einen nicht unerheblichen Teil des Individuums aus.

    Dabei schließe ich ja gar nicht aus, daß es gute Argumente gibt, auch einen älteren Hengst legen zu lassen.

    Nur habe ich es in den letzten Jahren auch schon oft genug erlebt, daß erst ein Hengst gekauft wurde, man damit nicht zurecht kam, dann folgte die Kastration, nur um festzustellen, daß man anschließend immer noch nicht mit dem Pferd klar kam.
     
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