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Herdenhaltung obwohl "pferdeunverträglich"?

Diskutiere Herdenhaltung obwohl "pferdeunverträglich"? im Haltung und Pflege Forum; Hallo ihr Lieben, über die Suchfunktion konnte ich nichts finden, deshalb hoffe ich, dass mir hier trotzdem jemand helfen kann. Meine Stute wird...

  1. Sassi89

    Sassi89 Neues Mitglied

    Hallo ihr Lieben,

    über die Suchfunktion konnte ich nichts finden, deshalb hoffe ich, dass mir hier trotzdem jemand helfen kann.

    Meine Stute wird derzeit in Boxenhaltung gehalten, ca. 4 Stunden Paddock am Tag... ich weiß, viiiiel zu wenig!

    Nun habe ich meinen "Traumstall" gefunden. Pferde werden zwar generell in Boxen gehalten, sind aber von früh bis abends in Herdenhaltung (getrennt Stutenherde, Wallachherde).
    Da meine Stute koppt, würde ihr die "Ablenkung" mit anderen Pferden bestimmt gut tun, ABER, und nun kommt das große aber:

    Meine Maus ist jetzt 7 Jahre alt, ich habe sie vor ca. einem 3/4 Jahr gekauft und sie stand vorher - seit ihrer Geburt - mit ihrer Mutter und ihr bekannten Pferden zusammen. Deshalb habe ich jetzt oft Probleme mit ihr, wenn es um andere Pferde geht. Seit ich sie vor einem 3/4 Jahr gekauft habe, giftet sie die anderen Pferde im Stall immer und auch ziemlich heftig an. Treten, beißen, alles inbegriffen. Auch das Reiten in der Halle, wenn andere Pferde mit drin sind, ist manchmal nicht ohne...

    Ich habe deshalb Bedenken sie in den "Traumstall" zu stellen; was, wenn sie die Herde einfach nur aufmischt und nur rumzickt und mich dann womöglich der Stallbesitzer "vor die Tür stellt"? Dann stehe ich ohne Stall da und bei uns ist es nicht leicht einen passenden (schönen) Stall zu finden.

    Habt ihr Erfahrungen mit sowas gemacht? Oder gibt es irgendwelche Dinge, die ich mit ihr üben sollte?
    Bin wirklich ratlos - hilflos :grey:

    Vielen Dank schonmal für eure Hilfe!
    Liebe Grüße
     
  2. Charly K.

    Charly K. ...ich bin doch nicht kreativ.

    ...Das Gezicke könnte auch von der generellen schlechten Haltung kommen - Pferd ist unausgelastet, unleidlich.

    Ich würds einfach ausprobieren, mit durchdachter, guter (!!!), straff geplanter Herdenzusammenführung, und mit dem alten Stall eine Rückkehr-Möglichkeit abmachen, ggf. eben auch dafür eine Grundsumme zahlen.

    Pferde einzeln (!) aneinander gewöhnen, erst neben die Herde sicher abgetrennt stellen, dann den Herdenchef dazu, NICHT im (Offen-)Stall, sondern bei richtig viel Platz auf Wiese / Koppel, dann ein weiteres.
    Wenn die Drei sich verstehen - rein in die große Herde, nicht zur Futterzeit und wieder nicht im Stall / in Stallnähe, sondern auf Freifläche.


    Mit 7 würde ich das auf jeden Fall (noch) wagen...


    LG, Charly
     
  3. Sassi89

    Sassi89 Neues Mitglied

    Das würde ich jetzt eigentlich erst einmal ausschließen. Kümmere mich täglich mehrere Stunden um sie und sie wird täglich gefordert und gefördert.

    Die Herdenzusammenführung dort habe ich durch eine Bekannte schon miterlebt und ich finde sie sehr gut, allerdings ist ihr Pferd auch Herdenhaltung gewohnt und hat sich schon mehrfach in neue Herden einfinden müssen.

    Ich denke das Hauptproblem ist, dass sie bei ihrem Vorbesitzer nie richtig gelernt hat sich in eine Rangordnung einzufinden und soziale Kontakte zu knüpfen, da sie ja dort seit ihrer Geburt stand.

    Eine "Rückkehr-Möglichkeit" wird es wahrscheinlich nicht geben, da unsere Wartelisten gestopft voll sind. Die einzige Möglichkeit wäre dann, 2 Monate doppelt zu bezahlen, um einen Monat zu testen und danach ggf. zu kündigen zum Ende des 2. Monats...
     
  4. Nike

    Nike Fotowettbewerbssieger Mai ´09

    Nein, die tägliche Arbeit ersetzt keinesfalls die freie Bewegung im Herdenverband. Das eine ist mit dem anderen nicht zu vergleichen! Ich würde es in jedem Fall versuchen!!! Anfangs gibt es fast immer etwas Stress. Mal mehr mal weniger, das ist aber auch völlig normal. Das neue Pferd ist eben ein "Eindringling" in einem geschlossenen Verband. Vermutlich wird auch nicht sie es sein, die aufmischt, sondern sie wird aufgemischt werden :D Wie sich später die Rangordnung ergibt ist völlig offen.

    Wenn du sagst, dass sie etwas schwierig mit anderen Pferden ist, würde ich die Eingewöhnung langsam angehen. Erst mal einen Teil absperren, sodass sich die Pferde über den Zaun beschnuppern können. Beim ersten Zusammenlassen auf jeden Fall dabei bleiben und vielleicht Stundenweise anheben.

    Es klingt für mich ein bisschen so, als würde sie schon länger ohne andere Pferde stehen?! Kann das sein? Falls das so ist, sollte man das so schnell wie möglich ändern. Sozialkompetenz erwerben Pferde nicht vom Halter, Besitzer,..., sondern vor allem von anderen Pferden :)
     
    Zuletzt bearbeitet: 27. Dez. 2012
     
  5. ulrike twice

    ulrike twice Heidemaus

    ?

    wenn ich es richtig verstanden habe, stand sie doch mit sozialkontakten bis zu dem zeitpunkt, wo du sie gekauft hast?
    insofern ist es spiegelbild der jetztigen einzelhaltung, das sie "herumzickt".

    es bedeutet sicherlich vermehrt stress für ein pferd, isoliert gehalten zu werden als stress, mit anderen zusammenzustehen.

    es geht nicht darum, ob DU dich um sie kümmerst. es geht darum, dass SIE gut leben kann. dies bedeutet leben mit ihresgleichen.
    du möchtest auch nicht allein im gästeklo leben und 1x täglich besuch besuch von einem meerschweinchen bekommen. ;-)

    insofern sind die spannungen, unter denen sie steht, wenn sie auf andere pferde trifft, in ihrer situation verständlich udn mitnichten zeigend, dass sie irgendwelche schwierigkeiten mit sozialkontakten hat.
     
  6. Sassi89

    Sassi89 Neues Mitglied

    Ja ich denke so ist das gewesen. Über ihre Vergangenheit weiß ich leider sehr wenig, bzw. das was mir der Vorbesitzer erzählt hat, erscheint mir mittlerweile als höchst zweifelhaft. Was ich allerdings sicher weiß ist, dass sie das letzte halbe Jahr bevor ich sie gekauft habe, so gut wie NUR in der Box stand.

    Nein, sie wurde ja auch schon vorher einzeln gehalten und ich würde meinen, dass sie bei mir ein wesentlich besseres Leben hat. Ihr alter Stall war dunkel, feucht - einfach widerlich. Sie hat jetzt eine wirklich tolle Box mit Fenster etc. Alles Super, nur eben der 4-stündige Auslauf ist zu wenig.

    Seh ich leider schon so an, dass sie Probleme hat mit Sozialkontakten.

    Es geht jetzt auch weniger darum, wie sie jetzt lebt! Schließlich weiß ich, was das Beste für sie wäre (mein "Traumstall") und dort möchte ich mit ihr auch umziehen. Es geht hier letztendlich nur darum, ob man es überhaupt wagen kann, mit einem Pferd, welches offensichtlich nicht gerade gut zu sprechen ist auf Artgenossen, in eine Herde umzuziehen.
     
  7. Nike

    Nike Fotowettbewerbssieger Mai ´09

    Sie ist 7 Jahre alt, ja? Dann würde ich es in JEDEM FALL wagen. Vielleicht hat sie es etwas schwerer sich einzugliedern, aber ich denke sie wird es lernen und damit wachsen. Wie gesagt, macht die Eingewöhnung langsam. Sie wird sich vermutlich nicht von heute auf morgen um 180° drehen, aber ich kenne doch einige Pferde (vorrangig Traber, die wirklich nur in der Box gehalten wurden), die sich prima in eine Herde integrieren konnten. Und ganz ehrlich? Was hast du für Optionen? Entweder du lässt es so wie gehabt, dann ändert sich aber niemals was, oder aber du probierst es aus und weißt ob es funktioniert oder eben nicht :) Vielleicht kannst du mit deinem jetzigen Stall auch darüber sprechen und falls notwedig zurück kommen, wenn es nach 6 Monaten (?) nicht klappt.
     
  8. ulrike twice

    ulrike twice Heidemaus

    ich würde bei einem pferd, was über boxentrennwände andere pferde angiftet nicht auf die herdenverträglichkeit schließen.
     
  9. Sassi89

    Sassi89 Neues Mitglied

    Ihren direkten Boxennachbarn giftet sie übrigens nicht an, der wird dezent ignoriert :) Also in der Box ist sie verträglich, aber in der Stallgasse, Reithalle, etc. ist sie ein wirklicher Giftzwerg :P

    Das bezweifle ich leider stark. Wir sind ein Verein und der Vorstand lässt ehemalige Boxenmieter so gut wie nie zurückkommen.
    Wie gesagt müsste ich dann die ersten 2-3 Monate "zweigleisig" Fahren und beiden Ställen Boxenmiete bezahlen, nur so könnte ich notfalls wieder zurück.
     
  10. Charly K.

    Charly K. ...ich bin doch nicht kreativ.

    Irgendwie verstehe ich Deine Postings hier nicht...

    Alles, was ich in meinem ersten Posting geschrieben habe, wird Dir nochmal durch mehrer andere User bestätigt - daß man es mit 7 auf jeden Fall versuchen sollte, daß eine langsame Herdenzusammenführung erst über den Zaun etc. Sinn macht und Erfolg verspricht, daß ihr Gezicke eher auf die schlechte Haltung schließen läßt (und dabei bleibe ich auch! Ein Pferd interessiert nicght, was der Mensch tüddelt - Perde werden unausgegglichen und unleidlich, wenn sie nicht laufen, fressen herde-leben können!),...

    Alles, was Du hier dazu schreibst, sind immer und immer wieder Gegenargumente...

    Vielleicht überlegst Du einfach mal, ob Du den "Traumstall" gern nach außen vorgibst, um Deinem Gewissen gegenüber artgerechte Haltung erwogen zu haben, aber dann doch eine Million (nichtige) Gegenargumente gefunden hast...?!



    LG, Charly
     
Thema: Herdenhaltung obwohl "pferdeunverträglich"?