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Herpes, wie behandeln und wie andere Pferde schützen?

Diskutiere Herpes, wie behandeln und wie andere Pferde schützen? im Innere / Organische Erkrankungen Forum; Hi, also ich hab gesucht und auch ein wenig was gefunden zu dem thema, is aber so alt dass keine neuen beiträger verfasst werden können und ganz...

  1. Idris Angel 000

    Idris Angel 000 Inserent

    Hi,
    also ich hab gesucht und auch ein wenig was gefunden zu dem thema, is aber so alt dass keine neuen beiträger verfasst werden können und ganz zufrieden bin ich damit aber auch noch nicht.


    Also die sachlage is folgende: wir haben ein pferd im stall, wo starker verdacht auf herpes besteht. die besi wurde am mi von ihrem ta angerufen, dass man da herpesviren gefunden hat im blut und die titer-werte (tita-werte ich weiss ned genau wie man es schreibt, ein wert, welcher herpes anzeigt) erhöht sind.
    seitdem is der ta nicht erreichbar und keiner weiss genau was jetz eigentlich los is. ich für meinen teil weiss über die krankheit, dass sie hochansteckend ist und tödlich enden kann. impfen is ja für turnierpferdis pflicht, verhindert aber nicht den ausbruch bei einem geimpften pferd, sondern nur dass es wenn es erkrankt, eine leichtere form bekommt und dass es sich schwerer anstecken kann.

    jetz zu meinem eigentlichen problem, wie kann verhindert werden, dass sich unsere pferde anstecken? was muss alles gemacht werden mit der stalleinrichtung ect, weil das kranke pferd wurde ja ned sofort isoliert, is schon seit 4 wochen krank und erst seit gestern wird so richtig was unternommen, recht viel vorher wusste es ja ned mal die besi, dass er das vermutlich hat.

    wie lange is die inkubationszeit, wie lang is das pferd ansteckend?


    das sind so die sachen die mich eigentlich interessieren. aber rein aus "neugier" und wissen aufsaugen interessieren mich natürlich auch behandlungsmethoden und deren erfolge und so weiter.kann das pferd geheilt werden, wenn es das wirklich haben sollte? oder muss es dann eigeschläfert werden, weil es sonst dauerhaft isoliert werden müsst?


    danke schon mal für eure antworten.

    lg
     
  2. antonia

    antonia Die von der Killerkampffischluftmatratze entführt

    Hallo Idris!
    Das ist ja wirklich eine blöde Situation bei euch im Stall! Zum genauen Ablauf kann ich dir nichts sagen, habe aber eine andere Frage. Ist bei euch Herpes als Turnierimpfung vorgeschrieben? Das habe ich bisher noch nie gehört...und hier ist es auch nicht so.

    Ich wünsche euch alles Gute und dass sich kein weiteres Pferd ansteckt!
    Toni
     
  3. Idris Angel 000

    Idris Angel 000 Inserent

    ne so direkt hundert pro vorschrift is ned, aber hier machen es eigentlich schon wirklich so gut wie alle. in resiquin is ja eh dabei und die, die ned resiquin machen, sondern doupo irgendwas (keine ahnung wies genau heisst). da wird dann auch beides gemacht. also sind die turnierpferde wirklich alle dagegen geimpft.
    aber wie gesagt, es verhindert nur, dass sie nicht die schwere form kriegen und dass sie sich schwerer anstecken als ohne impfung.


    is echt ein mist. vor allem, wenn des mit dem ta echt so is, dann is des schon ein wenig unverschämt von ihm, finde ich.

    lg
     
  4. GilianCo

    GilianCo Langzügelbespaßer

    Was genau findest Du denn "unverschämt"? Ich hab jetzt die drei Beiträge dreimal gelesen, und konnte nix finden.

    Erstmal, in D ist es nicht Pflicht, Pferde gegen Herpes zu impfen. Eine Impfung ist in einigen Fällen sinnvoll, in anderen kann es auch durchaus mehr Sinn machen, das Pferd gerade nicht gegen Herpes zu impfen. (Hustenpatienten würde ich beispielsweise nicht impfen, weil sie häufiger auf die Impfung reagieren, was man ja nicht zweimal im Jahr provozieren muß).

    Ein geimpftes Pferd kann krank werden, muß aber nicht. Und wenn das Pferd jetzt seit 4 Wochen krank ist, würde ich denken, daß die Pferde, die sich anstecken können / würden, das jetzt schon getan haben.

    Was man machen kann wäre beispielsweise ein Mittel verabreichen, was das Immunsystem hochfährt. Gegen Viruserkrankungen kann man nämlich so am besten vorgehen. Das wäre dann beispielsweise Zylexis. Nicht ganz billig, in so einem Fall aber für mich das "Mittel der Wahl".

    Dann würde ich als Pferdebesitzer zusehen, daß ich einen Abstrich bekomme. Jetzt, wo "das Kind in den Brunnen gefallen" ist, würde ich auch noch abklären, was genau für eine Infektion das Pferd tatsächlich hat, und das kann man anhand von Symptomen nicht erkennen. Hier könnte beispielsweise ein Nasenabstrich helfen, der dann im Labor untersucht werden würde.

    Eine Husteninfektion kann beispielsweise auch eine Herpesinfektion sein. Ebenso könnte es bei diesem Pferd eine andere Virusinfektion sein, was aber nicht "besser" sein muß. Nur ist Herpes mittlerweile den Pferdebesitzern bekannt, und diese haben wenn sie "Herpes " hören, gleich die Alarmglocken ganz laut in den Ohren. Aber nicht jede Herpesinfektion ist tödlich, und nicht jede Herpesinfektion ist eine, die beispielsweise das ZNS angreift (wovor ja auch eine große Angst herrscht).
     
     
  5. antonia

    antonia Die von der Killerkampffischluftmatratze entführt

    Achso Idris, dann ist es ja wie bei uns. Nur werden bei uns, so wie ich das mitbekomme und auch selbst praktiziere, die wenigsten Pferde gegen Herpes geimpft...

    Also die Situation würde ich, wie GilianCo, auch als nicht extrem alarmierend einschätzen. Dennoch finde ich es für einen Tierarzt unmöglich nicht erreichbar zu sein. Wenn ich als TA zb in den Urlaub fahre, dann teile ich das doch meiner Kundschaft mit-zumal wenn eine Behandlung vorliegt.

    Toni
     
  6. GilianCo

    GilianCo Langzügelbespaßer

    Die Frage ist, ist er tatsächlich nicht erreichbar, weil er im Urlaub ist, dann wäre es allerdings eine Frechheit, oder ist er wegen andrer Kunden oder sonstigem nicht erreichbar.

    Unsere Praxis hat morgens immer eine Stunde lang telefonische Sprechstunde, da erreicht man eigentlich fast immer jemanden, das ist echt eine gute Einrichtung. Hat meine TÄ aus Holland übernommen, da war es für die Klinik obligatorisch.... (wobei, das wäre für die eine oder andere deutsche Pferdeklinik auch eine Option, was ich so höre....)
     
  7. Idris Angel 000

    Idris Angel 000 Inserent

    ich finde es unverschämt, dass der ta, welcher übrigends auch meiner is, nicht erreichbar ist, weil er keinen dienst hat.aber zugleich weist er seine anderen tas in der praxis nicht ein, von denen bekommt man nur die auskunft, dass sie mit dem fall nicht betraut sind- und das geht gar nicht!!
    aber die meinung, dass herpes einfach nur sowas wiwe alles andere ist, teile ich absolut nicht!! und zwar deshalb, weil man herpes laut auaskunft eines anderen tas nicht wieder los bekommt, und darauf habe ich mal sowas vor gar keinen bock.

    abgesehen davon ist herpes bei uns meldepflichtig und warum man sein pferd nicht impfen lässt bleibt mir ein rätsel. ich weiss auch dass dies kein ultimativer schutz ist, sondern nur schwere formen verhindert werden und die ansteckung für ein geimpftes pferd schwiriger ist, aber allein diese tatsache reicht mir, dass ich ein pferd impfen lasse.

    und das argument, dass das pferd auf resiquin reagiert, das zählt für mich nicht- dann nehme ich ein anderes präparat, dieses duvowasauchimmer.

    also das ist meine ansicht, aber meine eigentlich frae war, was man tun kann dass sich unsere pferde nicht anstecken daran.

    falls da noch wer iwelche ideen hat:)



    lg
     
  8. Lorelai

    Lorelai Chaos-Trulla

    Also..
    Ich bin damit jetzt auch nicht soooo gut vertraut, aber ein bisschen was weiß ich auch noch dazu.. *g*

    Erstens mal zur Herpes Impfung: Soweit ich weiß, stimmt es NICHT, dass geimpfte Pferde sich weniger anstecken als nicht-geimpfte! Es ist lediglich so, dass ein geimpftes Pferd den Virus nicht so stark weitergibt, wie ein Pferd das nicht geimpft wurde. Sprich, dem geimpften Pferd hilft das gar nichts, sondern viel mehr den anderen Pferden, die sich dann an diesem geimpften Pferd nicht mehr so leicht anstecken können.
    Ausserdem soll es wohl auch falsch sein, dass die Erkrankung an sich bei geimpften Pferden in einer milderen Form verläuft. Anscheinend beeinflusst die Impfung den Verlauf der Krankheit überhaupt gar nicht - nur das "weitergeben" der Viren an andere Pferde.
    Somit bringt die Impfung dem geimpften Pferd GAR NICHTS - und da hast du auch den Grund, warum so viele ihre Pferde nicht impfen lassen. Es gibt ja mittlerweile sogar schon viele TÄ, die ausdrücklich von der Impfung ABRATEN, weil sie so "nutzlos" ist.

    Was ich an der Situation bei euch im Stall grad nicht so ganz verstehe: Ist das Virus bei dem betroffenen Pferd denn momentan akut - sprich ist es schon ausgebrochen?
    Die Ansteckungsgefahr besteht ja nur dann, wenn das Virus grad "aktiv" ist. Es haben ja soweit ich das mitbekommen habe relativ viele Pferde das Herpes-Virus sozusagen "in sich", aber es bricht ja nicht auch automatisch aus.
    Sprich nochmal: Nur wenn das Pferd bei euch momentan akut an Herpes erkrankt ist, ist es auch ansteckend. In dem Fall muss es sofort in Quarantäne, kein Kontakt zu anderen Pferden etc. Das Virus kann direkt von Pferd zu Pferd übertragen werden, aber auch über gleiches Putzzeug, Wassereimer, Mistgabeln, etc pp. Das Pferd muss also - um die Ansteckungsgefahr gering zu halten - komplett von den anderen abgeschottet werden, seine eigene Mistgabel zum Misten haben usw.

    Was ihr auf jeden Fall machen könnt - sowohl beim betroffenen Pferd als auch bei den anderen - ist Mittelchen geben, die das Immunsystem stärken. Hat Gilian Co ja schon gesagt.


    Wir hatten mal in unserem Stall ein Pferd, das Herpes hatte (war allerdings lange bevor ich in diesen Stall gezogen bin, sprich ich hab das nicht miterlebt, nur erzählt bekommen). Dieses Pferd musste den Stall verlassen, weil es den anderen Einstellern und auch dem SB zu riskant war. Sprich das Pferd musste umziehen, weil denen die Gefahr einer möglichen Ansteckung zu hoch war.
    Bei diesem Pferd ist das Virus allerdings nie sichtbar ausgebrochen, sprich es hatte nie Symptome und es hat auch in dem neuen Stall kein anderes Pferd angesteckt - zumindest hatte auch dort dann kein Pferd Symptome.


    Wie gesagt, so genau kenn ich mich mit der ganzen Sache auch nicht aus. Alles was ich hier geschrieben hab, hab ich selber auch nur "angelesen", als es bei uns in BaWü im Frühjahr diese vermehrten Herpesfälle gab. Ob das alles so stimmt oder nicht kann ich also nicht sagen.
     
    Zuletzt bearbeitet: 27. Juli 2009
  9. GilianCo

    GilianCo Langzügelbespaßer

    Eine Impfung beeinflußt immer das Immunsystem eines Tieres. Man kann nun für oder gegen Impfungen sein, aber daß Impfungen nur helfen, daß die Pferde die Viren nicht weitergeben, ist so nicht korrekt.

    Es gibt verschiedene Herpesstämme, und da es so viele verschiedene gibt, wird nur gegen zwei Stämme geimpft, die mit sehr vielen anderen Stämmen eng verwandt sind. Daher kommt es , daß ein Pferd was geimpft ist, durchaus krank werden kann, wenn es einen Herpesstamm erwischt, der nicht so eng mit den geimpften verwandt ist. (geimpft werden als inaktivierte Impfstoffe EHV 1 und 4, als Lebendimpfstoff gibt es EHV 1, der zwar besser "wirkt", aber den Nachteil hat, daß es erstens nur ein Stamm ist, und zweitens dann ein geimpftes Pferd durchaus ein nicht geimpftes "anstecken" kann. Somit macht das ausschließlich bei Betrieben Sinn, wo wirklich alle Tiere geimpft sind).

    Daß die Krankheit milder verläuft stimmt meines wissens durchaus. Wenn das Pferd an einem Herpesvirus erkrankt, der mit einem der geimpften nur verwandt ist, aber nicht identisch mit ihm, dann wird das Immunsystem die Ähnlichkeit erkennen, braucht aber trotzdem seine Zeit, um gegen den für ihn nur auf den "zweiten Blick erkennbaren" Virus vorzugehen. Ergo, das Pferd wird trotzdem krank. Hat das Pferd den Virus "noch nie gesehen", wird es schwerer krank werden, denn das Immunsystem muß dann komplett auf diesen Virus eingeschossen werden (mal salopp ausgedrückt).

    Das Abraten der TÄ bezüglich dieser Impfung bei uns in der Gegend hat im wesentlichen zwei Gründe, erstens, daß gerade Pferde, die bereits Atemwegserkrankungen haben, auf die Impfung meist zu heftig reagieren (hab ich ja schon erwähnt), und zweitens, daß die Impfung am besten hilft (nämlich mit einem Schutz von bis zu 80% gegen die Erkrankung), wenn tatsächlich alle anderen Pferde auch geimpft sind. Ist das nicht der Fall, hat man bestenfalls einen Impfschutz von 60%. Und das reicht vielen nicht aus, das ist ja nur knapp besser als "fifty-fifty", daß das Pferd nicht krank wird.

    @Indris Angel, das Pferd welches eine Herpesinfektion durchlaufen hat, ist danach meist latenter Träger des Virus. Das heißt aber nicht, daß es nicht wieder gesund wird. Ich kenne genug Pferde, die auch nach einer solchen Erkrankung keine gesundheitlichen Einschränkungen haben, daß sie danach häufiger krank waren, oder in der Leistung beeinträchtigt. Somit ist das "nicht loswerden" so eine Sache. Wenn das Pferd gesund ist, kommt es auch mit einem latent vorhandem Virus durchaus zurecht. Und da sollen dann die Impfungen (haben mir jedenfalls die Immunologen gesagt) eher helfen, sich immer wieder aktiv mit dem Virus auseinanderzusetzen.
     
  10. Lorelai

    Lorelai Chaos-Trulla

    Danke Gil nochmal für die ausführliche Erklärung!
    Wie gesagt, ich hab mir mein "Halbwissen" auch nur im Internet angelesen, als das bei uns recht aktuell war mit dem Herpes, daher weiß ich nur, was in anderen Foren so geschrieben wird. ;)

    @ Idris: Es gibt ein spezielles Forum für Herpeserkrankungen bei Pferden. Also da gehts um Herpes, Borna-Virus und Borreliose. Nur irgendwie lässt mich mein PC nicht auf die Seite, daher kann ich dir den Link nicht posten.. *hmpf* Weiß auch nicht, was da los ist, früher kam ich da immer rein. Aber wenn du "Herpes Borna Borreliose" bei Google eingibst, dann müsstest du auf die Seite kommen. Da sind ganz viele Informationen und du kannst mit Besitzern von betroffenen Pferden schreiben, bzw die Erfahrungsberichte der anderen lesen, vllt hilft dir das auch noch weiter.

    EDIT: Hier ist auch noch ein Forum mit vielen Erfahrungsberichten zum Thema Herpes:
    http://chronische-infektionen.de/index.php?page=Board&boardID=20
     
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