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Herpesvirusträger Ansteckungsgefahr

Diskutiere Herpesvirusträger Ansteckungsgefahr im Haltung und Pflege Forum; Hallo ihr lieben, ich habe den Pensionsstall meiner Schwiegermutter übernehmen müssen, aufgrund eines Todesfalles. Nun steht in diesem Stall...

  1. Silberfux

    Silberfux Neues Mitglied

    Hallo ihr lieben,

    ich habe den Pensionsstall meiner Schwiegermutter übernehmen müssen, aufgrund eines Todesfalles.
    Nun steht in diesem Stall seit 6 Jahren ein Hengst der an Herpes erkrankt ist/war. Behandelt wurde er schon vor 10 Jahren und angeblich (ich war seit Jahren nicht mehr in diesem Stall) würde nur Geschlechtsverkehr einen Fohlenabbort der Mutterstute auslösen. Nichts mehr! (Der Hengst kommt hier zu keinem Deckeinsatz!!!) Nun bekamen wir eine neue Einstellerin die sich diesbezüglich Sorgen macht. Sie hat Angst das ihre Pferde sich durch Kot des Hengstes (Weidenumtrieb)oder ähnliches selbst das Virus holen. Also meine Frage bezüglich dessen: Kann das Virus auch bei nicht akutem Herpes an andere Pferde übertragen werden? Durch Kot oder Stellen an denen der Hengst war und wo sich nun andere Pferde aufhalten? Ich hatte Rücksprache mit der Vorbesitzerin des Hengstes und die meinte: "Ach was! Nur beim Geschlechtsverkehr geht das!" EhV 1 ist sein Virus. Wenn dem so wäre, das Kot, Tröpfcheninfektion (er hat nie wieder Beschwerden gehabt nach den 10 Jahren) usw immer noch übertragbar sind, wäre ja der ganze Stall "verseucht". Jeder wäre ja mittlerweile ein Träger. ich weiß das 80% der Pferde Träger sind, aber die Ansteckungsgefahr der restlichen 10% machen mir Sorgen. Wie ist dies bei euch? Habt ihr ein nicht mehr akuten Herpesträger und darf er überall hin oder muss er noch nach Jahren des nicht"akut" seins noch Isoliert werden. Steh grad etwas auf dem Schlauch und bin in Eile, aber ich würde mich über Aufklärung sehr freuen.
     
  2. Gromit

    Gromit Punktetierbändiger

    Wenn das schon 10 Jahre her ist, ist es nicht mehr akut. Es gibt wahrscheinlich einige Pferde, die EHV-1 hatten und die heutigen Besitzer wissen das vielleicht noch nicht mal.
    Um ganz sicher zu gehen ob das Pferd ansteckend ist, könnte man eine Titerbestimmung bzw. PCR Bestimmung machen lassen. Das ist allerdings übertrieben und müsste dann bei allen Pferden gemacht werden.
    Wenn sie Angst um ihre Stute hat, soll sie in einen anderen Stall gehen oder ihre Stute allein halten.
    Als Stallbesitzer würde ich ihr raten diese Sache mit dem Hengstbesitzer zu besprechen. Wenn sie dann bestimmte Wünsche haben was die Weidenutzung der beiden Tiere betrifft, würde ich da drauf eingehen. Ich würde sie nochmal aufklären, dass du keine Haftung oder Ansprüche entschädigst, wenn eine Herpeserkrankung am Stall auftritt. Die Impfung würde ich nur empfehlen, aber nicht vorschreiben.
     
  3. 16239

    16239 Inserent

    Ich finde diesen Link sehr interesant:
    Herzlich willkommen in der Tierärztlichen Klinik für Pferde Dr.Cronau
    Dieser Link und viele andere Seiten sprechen aber davon das der Virus wieder aktiviert werden kann.
    Nicht muss, aber zB bei Stress aktiviert werden kann, und dann natürlich ansteckend ist.
    Also scheint das so ähnlich zu sein wie bei unseren Lippenbläschen. Wer sie einmal hatte kann Jahrelang ohne rum laufen, aber Stress kann sie wieder auslösen und dann sind die ansteckend und man küsst besser nicht ;)

    Und ich bin ehrlich ich würde in keinen Stall einstallen mit einem mir bewussten Herpes Pferd.
    Ich würde ebenso keines aufnehmen.
    Natürlich können X Pferde auch in Pensionsställen und Turnieren Herpes haben, eben weil der Mist ja oft unentdeckt bleibt, dennoch hält mich das nicht davon ab meine Pferde zu schützen.
    Man schützt sich selber ja auch beim ***, auch wenn der Partner noch so schnuggelisch und gesund ausschaut um mal einen blöden Vergleich zu bringen.

    Und bevor wieder einer schreit, ja ich weiss das meine Herde sauber ist ;)
     
  4. Silberfux

    Silberfux Neues Mitglied

    Vielen lieben Dank ihr beiden,

    Ich denke auch, das es in Stresssituationen immer wieder kehren kann. Auch wenn seit 10 Jahren wohl nichts mehr war, so stellt der Hengst tatsächlich eine Gefahr für die anderen Pferde da. Wenn er einen erneuten Ausbruch bekäme, wäre ja die Hölle los. Was mach ich nur in so einem Fall? Incubationszeit usw.... Kann den armen Kerl doch auch nicht auf eine einsame Wiese stellen und vom Stallleben isolieren. Grausam.. Ich kann meiner Schwiegermutter ja auch nicht sagen: Seh zu das du den Hengst weg schaffst. Den täte ja auch kein anderer Stall aufnehmen. Verdammter Mist blöder :,(
     
     
  5. *FrogFace*

    *FrogFace* Frosch ohne Locken

    Ich kenne hier keinen Pensionsstall der Herpestestung verlangt bevor man sein Pferd einstellt :bahnhof:
    In Zuchtbetrieben wird oftmals eine regelmäßige Herpesimpfung verlangt. Die hindert zwar nicht die Infektion an sich, vermindert aber die Ausscheidung der Herpesviren.
     
  6. 16239

    16239 Inserent

    Es gibt Pensionsställe die fordern eine Quarantänezeit (ok hilft bei Herpes jetzt nicht aber bei anderen Krankheiten) und ebenso welche die sich im Einstellungsvertrag zusichern lassen das keine ansteckenden Krankheiten (ob aktiv oder inaktiv) bei dem Pferd vorhanden sind.

    Die Situation an sich ist schwierig für dich Silberfux, und ich würde nicht in deiner Haut stecken wollen.
    Was ich machen würde (wenn es nicht gerade 20 und mehr Pferde wären) wäre erst den Hengst (und bei positivem Ergebnis) dann alle Pferde im Stall testen lassen.
    So bekäme man einen Überblick ob in den letzten Jahren Pferde angesteckt wurden, oder nicht, bzw wie gross die Chance eines erneuten Ausbruches bei ihm ist.

    Somit könnte man einem neuen Einsteller die Karten auf den Tisch legen und selber entscheiden lassen.
    Aber wie gesagt das würde ich machen, weil ich einfach einen grossen Hang zur Ehrlichkeit habe, und Niemanden eine mögliche Herpes Infektion zu muten wollen würde.
    Weil ganz ehrlich würde ich als potentieller Einstaller meinem SB den Poppes klatschen wenn der mir bewusst ein Herpes Risiko verschweigen würde.
     
    Zuletzt bearbeitet: 2. Juli 2014
  7. Silberfux

    Silberfux Neues Mitglied

    Mir ist das ganze erst vor ein paar Tagen bei der Durchsicht der Pässe aufgefallen. Die Einsteller haben alle bisher nichts gewusst oder bemerkt. Dennoch beunruhigt mich das ganze halt. Und die letzte Einstellerin die kam, ist natürlich nun auch in Aufruhr. Klar hätte die Klappe halten können aber nein das kann ich nicht mit meinem Gewissen vereinbaren. Es geht hier um Pferde für die nun ich die Verantwortung trage. Ich setze mich morgen sofort mit seinem vorherigen Tierarzt in Verbindung. Ich danke euch für all eure lieben Antworten ;)
     
  8. GilianCo

    GilianCo Langzügelbespaßer

    So läuft es bei uns im Stall auch - Herpesimpfung ist Pflicht, die Pferde werden erst in die Herde eingegliedert, wenn das Pferd durchgeimpft ist, was Herpes angeht.

    Die TÄ gehen mittlerweile von einer "Durchseuchung" von 100 % aus, sprich, jedes Pferd was älter als drei Jahre alt ist, ist (vermutlich) latenter Herpesträger. Damit ist aber auch eine klassische Ansteckung hinfällig, denn das Virus ist vermutlich auch bei der Stute dieser Dame bereits vorhanden. Ob man hier nun mit Impfungen vorgeht (die gegen die Infektion nur eingeschränkt wirken), oder eben nicht, ist vermutlich eine Entscheidung, die Du dann für den Stall treffen müsstest.

    Dazu Deinen TA zu sprechen und ihn nach Seiner Meinung dazu zu fragen, halte ich für eine sehr gute Maßnahme.
     
  9. *FrogFace*

    *FrogFace* Frosch ohne Locken


    Ich versteh jetzt nicht was das mit Ehrlichkeit oder Unehrlichkeit zu tun hat wenn ich ein Pferd kaufe, es nicht (weil nicht erforderlich) auf Furz und Feuerstein testen lasse und es dann in einem Pensionsstall einstelle :bahnhof:
    Mein Pferd wurde übrigens nur einmal Herpes geimpft. Ohne meine Zustimmung. Weil der TA nur ein Kombipräperat da hatte und die Spritze schon drin war als er mir das mitteilte -.-
    Tja. Seitdem ist mein Pferd Headshaker!
    Ich werde freiwillig mein Pferd nicht mehr mit in meinen Augen unnötigen Impfungen belasten!
     
  10. Kigali

    Kigali Sternchenreiter

    Mein TA rät konsequent gegen Herpesimpfungen, in langen Gesprächen hat er mir erklärt warum…
    Seit dem steht fest, ich würde keines meiner Pferde gegen Herpes impfen lassen.
    Auch würde ich mir von keinem Stallbetreiber vorschreiben lassen, welche Impfungen mein Pferd benötigt.
    Ob und wie meine Pferde geimpft werden, entscheide ich immer noch ganz allein!
     
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