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Hilfe! Pferd geht durch sobald man umdreht

Diskutiere Hilfe! Pferd geht durch sobald man umdreht im Allgemein Forum; Habe mit meiner Hafi stute (12 jahre, im paddock gehalten, im moment eizelpaddock, seit ca 1,5 jahren gehört sie mir, ist mein erstes pferd) ein...

  1. lupa85

    lupa85 Neues Mitglied

    Habe mit meiner Hafi stute (12 jahre, im paddock gehalten, im moment eizelpaddock, seit ca 1,5 jahren gehört sie mir, ist mein erstes pferd) ein problem...Sie ist vor zwei wochen in ihren neuen stall gezogen und heute wollte ich das erste mal eine mini strecke ausreiten. 300meter hin, 300 meter zurück um sie wieder daran zu gewöhnen von anderen pferden wegzugehen, was bei ihr nicht ganz einfach ist. der hinweg war null problem. gerader, schöner feldweg, pferd einigermaßen entspannt...dann wollt ich umdrehehn (richtung stall, der noch in sicht war). kaum hab ich sie halb gedreht geht sie mir sowas von durch...so etwas hab ich echt nocht nicht erlebt. kopf eindrehen: fehlanzeige, volte reiten ging wegen der hochgewachsenen felder nicht. nach ca 40m hatte ich sie wieder...aber mit müh und not. habit ihr eine idee warum sie das gemacht hat? ich muss noch dazu sagen, dass das umdrehen und im schritt bleiben schon immer ein ziemliches problem war. fürcht sie durfte bei der vorbessitzerin in der situation immer galloppieren.durchgegangen ist sie mir aber bisher nie.
    wie kann ich das nächste mal besser reagieren? hab auf einer seiten den kopf einzudrehen aber sie hat den hals so steif gemacht...das war schwerstarbeit. auf den zügel reagierte sie gar nicht mehr. in der situation war es nicht wirklich gefährlich weil keine straße in der nähe war und ich einigermaßen sattelsicher bin (hoffe ich ;)).aber es hätte ja auch anders sein können. oder soll ich solche situationen meiden?
    An der Hand ging sie mir in den letzten 2 Monaten auch 3 mal durch...hat sie bis dahin nie gemacht. und auch da war ich total machtlos. ihr war in der situation alles egal ( einman ging die herde vorne weg und hatte offenbar zu viel abstand, einmal gings an ner koppel mit einer großen herde vorbei, die aber nicht irgendwie besonders schlimm war). hab sorge, dass meine süße zur durchgängerin wird....
     
  2. Juergen

    Juergen Neues Mitglied

    @lupa85
    Kann ich mir vorstellen, dass diese Situation bestimmt alles andere als angenehm ist, ich hatte das Vergnügen auch schon öfters. Die Frage, warum sie das gemacht hat, nun gut, könnte natürlich ausgeprägter Stalldrang sein, allerdings die Frage ist meiner Meinung nach nicht unbedingt die Wichtigste. (Kopf einzieh, weil jetzt von überall Prügel bekomm). Gründe gibt es immer, gerade bei so lästigen Angewohnheiten. Ich gehe mal davon aus, dass sie sich nicht erschreckte. Also, wenn die Strecke relativ ungefährlich ist und wenn du es noch schaffst, körperlich und mental, ist ja ziemlich belastend, würde ich so lange vor und zurück reiten, bis sie halbwegs normal zurückgeht und wenn´s den ganzen Tag und die halbe Nacht dauert. Ich habe selbst eine Blondine (4 Jahre, heute zum ersten Mal unter dem Sattel) und eins habe ich schmerzvoll festgestellt. Du tust weder dem Pferd noch dir einen Gefallen, wenn du dieses Verhalten durchgehen lässt. Also wäre mein Ratschlag, so lange vor und zurück reiten bis sie halbwegs im gesitteten Tempo zurückgeht. Pferde sind nun mal auch ziemliche Gewohnheitstiere, du sagtest ja, sie war´s gewohnt zurück zu galoppieren (totaler Schwachsinn übrigens, Lehrgang für Anfänger "wie bringe ich meinem Pferd Stalldrang bei"). Wenn du es selbst nicht schaffen solltest (keine Schande, keine Schwäche), bitte doch deinen Reitlehrer, falls in deinem Stall einer ist, einmal die Strecke mit ihr zu reiten. Würde ich halt tun. Wie gesagt, ich hatte diese und ähnlich Situationen auch schon öfters und ich weiß wie man sich dabei fühlt. Zur Zeit habe ich einen längeren und zum Schluss heftigen Kampf mit meiner Blondi gewonnen, aber ich war total am Verzweifeln.
    Kannst dich übrigens gerne unter PN melden, wenn du dazu näheres wissen willst.
    Jürgen
     
  3. Wanderreiter

    Wanderreiter Inserent

    Hast du regelmäßigen, guten Unterricht mit deinem Pferd?

    Es kommen wohl verschiedene Situationen zusammen:
    Dein Pferd ist verunsichert wegen Stallwechsel, fremder Umgebung, neuer Pferde.
    Sie scheint dich als Vertrauens- und Leitperson nicht zu akzeptieren und verläßt sich lieber auf die Sicherheit des Stalles und der anderen Pferde.
    Sie steht nicht gut an den Hilfen, ignoriert dich völlig- sie muß also besser geritten und besser ausgebildet werden.
    Und zwar an der Hand und unter dem Sattel!!!

    Du hast also ein ganzes Stück Arbeit vor dir, wenn du diese Verhaltensweisen aus dem Pferd raushaben möchtest! UND du mußt absolut konsequent sein!

    Laß das Ausreiten vorerst sein, bis dein Pferd sich besser eingewöhnt hat. Solange solltest du dich intensiv mit ihr beschäftigen und sie regelmäßig reiten, am besten unter Anleitung/ Unterricht. Das klärt schon mal die Fronten. Je besser und öfter du dich durchsetzt, desto besser respektiert sie dich.

    Dreht sie dann im Gelände um und geht durch, dann solltest du sie wieder vom Stall wegreiten, sobald du sie sicher zum Stehen gebracht hast! Das erfordert schon Mut und Zähigkeit deinerseits, du brauchst auch ganz viel Zeit und Geduld dazu.
    Du darfst dir nicht die Butter vom Brot nehmen lassen!!
    DU bestimmst das Tempo und DU bestimmst die Richtung, laß sie nicht einfach nach Hause rennen!
     
  4. Farooq

    Farooq Erbsianerin

    juhu,

    also ich würde halt einfach ein paar leute vom stall fragen, ob sie mit dir ins gelände gehen und das üben. also damit mein ich, lass doch ein erfahrenes ruhiges pferd vor ihr gehen. oder hast du das schon versucht!?

    das löst zwar vorerst dein problem nicht wirklich, aber dein pony kann sich dann erstmal an die neue umgebung gewöhnen und sehen, dass nix ist!

    ähm und die variante mit dem "kopf eindrehen" , bzw. "volte reiten" find ich persönlich als äußerst gefährlich! ich weiss schon, dass das immer gesagt wird. mir ists aber schon passiert, bei dem tempo......ich gehe mal von aus, die rennt um ihr leben! grins.....dass pony weggerutscht ist und hingefallen....und ich mitten drunter! von daher bin ich da etz nicht mehr fan von! verständlich oder!?

    im nachhinein sehe ich auch ein, dass des schmarren ist! wie willstn ein pferd von dem tempo in so nen kleinen kreis zwingen!? kann ja nur schief gehn!

    wie gesagt, lasst euch zeit, versuch evtl mal mit jemanden zusammen raus zu gehn und schaut halt mal, ob s besser läuft!

    wär etz mein vorschlag.

    alles gute. gruss uli
     
     
  5. lise

    lise Inserent

    Es geht nicht drum, ein Pferd aus vollem Galopp "in so einen kleinen Kreis" zu reiten. Ich hab die Situation auch schon einige Male erlebt und das mit der Volte ist eine Möglichkeit, wenn der Platz ausreicht und das Gelände das zulässt.Man reißt auch nicht den Kopf mit aller Macht rum, sondern versucht, erst einen Bogen zu reiten, den dann auf einer Wiese zum Kreis zu schließen, meistens kommen sie dann von selber wieder runter, aber meiner Erfahrung nach klappt das zwar draußen, ohne Bezug zum Heimatstall, aber wenn der mal in Sicht ist, gehts nicht mehr. Bei mir hats geklappt, aber ist schon klar, daß es hier nicht klappt.
    Wenn die erst mal um ihr Leben rennen, ist man meistens machtlos.. Das Einzige, was bei so nem Stalldrang wirklich dauerhaft klappt, ist, sobald das Tierchen steht, sofort wieder rauszugehen.Und das so oft, bis sie ruhig heimgeht. Der neue Stall verunsichert sicher noch zusätzlich. Das erfordert aber wirklich MUT.
    Also in die Hände spucken und konsequent sein. Es hilft nix... ich drück die Daumen und schäm Dich nicht, wenn Dir das Herz in die Hose rutscht.
     
  6. lupa85

    lupa85 Neues Mitglied

    Danke für eure tips! ja ich hab mir auch überlegt dass ichs langsam angeh.
    das problem ist, meine süße ist ja nicht aus dem nichts heraus umgedreht und zum stall zurück. ich wollte gesittet umdrehn und gemütlich zum stall zurück...natürlich hat sie sich vor nichts erschreckt...das problem ist, dass sie es dummerweise offenbar von der vor besi kennt, dass sie (egal wo, ob richtung stall oder in anderen situationen) beim umdrehn immer schwer zu halten ist. nur ist sie noch nie durchgegangen. intelligenterweise bin ich im alten stall auch mal die wiese schritt hinhaufgeritten und zurückgallopiert. also: selbst schuld. aber ein sch... gefühl ist das schon...und das herz rutscht ganz gewaltig in die hose :)
     
  7. lise

    lise Inserent

    Hallo Lupa, das kann ich verstehen.
    Ich hatte mal ne RB auf einem alten Springpferd, 180cm groß, ein echter Elefant, 26 Jahre alt und ich mit meinen 53kg obendrauf. Er ist geschlagene 2 km in Richtung Heimat mit mir durchgegangen, einfach aus Freude am Laufen.
    Nachher hab ich erfahren, daß er das auch mit seinem Besitzer macht... da konnte ich ihn in ein Feld lenken, quasi in letzter Minute, bevor wir die steile Teerstraße zum Stall runtergeschlittert wären. Also ich hab ihn im Kreis gehen lassen- da hats funktioniert, aber er hatte sich ja auch schon 2km ausgelaufen...der Dicke hat mich null ernst genommen und war betonhart im Maul.
    Jetzt hab ich auch eigene Pferde, darunter auch eine Hafistute, ohne Papiere, aber mit Brand. Es muß kein Stalldrang sein, die haben einfach ihren Dickkopf und probierens halt mal aus, ob Du da oben die Flatter kriegst. Kommen sie durch, schön für sie !Ihre Vorbesitzerin hat ihr das halt durchgehen lassen und ist wahrscheinlich dann gleich danach mit schlackernden Knien abgestiegen und genau das darf man nicht tun, weils Hotti dann Erfolg hatte, sie hat dann ihre Ruhe.
    Nun sind Hafis ja recht SCHLAU-meine zumindest hats faustdick hinter ihren Flauscheohren , sie geht auch nicht gerne raus und rennt dann im Laufschritt heim. Ich dreh dann immer wieder um und lass sie in die andere Richtung gehen, und so fort, bis sie ruhig läuft. Das kann wirklich dauern, ich weiß. Vielleicht läßt Du ihr aber echt noch ein bißchen Zeit zum Eingewöhnen.
    Ich wünsch Dir ganz viel Erfolg und starke Nerven. Such Dir ne Strecke, wos nicht gefährlich ist, wenn sie durchgeht und rechne damit. Dann ist man gefaßt und reagiert nicht panisch. Ganz viel Glück.
     
  8. Streunerin

    Streunerin Inserent

    Abgesehen von den bereits angesprochenen Dingen wie schlechte Angewohnheit etc. fällt mir etwas anderes noch besonders ins Auge.

    Vermute es kommt verstärkend mit dazu das sie nicht ausgelastet ist. Paddockhaltung und dazu noch Einzelhaltung... da kenn ich viele Pferde die da ne tickende Bombe werden würden.
    Und seid zwei Wochen am neuen Stall erst, nur Paddok, keine anderen Pferde, kein entspannter Geländeritt. vermutlich nur 2 mal die Woche Platzarbeit (von mir mal spekuliert)
    Da darf man sich nicht wundern wenn ein Pferd das eh so eine Blöde Angewohnheit durch den Vorbesi hat dann mal ganz dicht macht und losprescht.
     
  9. lupa85

    lupa85 Neues Mitglied

    Naja bevor man spekuliert würd ich mich erst mal erkundigen wies wirklich ist. ich bin ja froh dass ich so viele antworten bekommen hab, aber das war echt nicht hilfreich.
    ich bin jeden (!!!) tag bei ihr und arbeite jeden (!!!!) tag mit ihr und das abwechslungsreich im roundpen, am platz in der halle, am boden, im sattel. sie kommt jeden tag auf die koppel und wird dort beinahe jeden tag von einem minishetti wallach besucht. sie hat zu beiden seiten ca 5 pferde, die sie sieht und mit denen sie kontakt aufnehmen kann. also ich versuch wirklich das allerbeste für mein pferd.
    und ich weiß nicht wie du das machst. aber ich finde es halt unnötigen stress ein pferd innerhalb von 3 monaten 2 mal herde wechseln zu lassen, vor allem wenn sie erst eine strecke von 800km mit dem hänger hinter sich gebracht hat und vor einem jahr auch schon mal herde wechseln musste. ich will nicht dass sie vor lauter stress ne kolik oder ähnliches kriegt nur weil ich mir einbilde sie in ne neue herde stellen zu müssen damit sie besser ausgelastet ist und ich weniger of zu ihr kommen muss...
     
  10. Streunerin

    Streunerin Inserent

    wenn du schreibst das sie in einzelpaddokhaltung steht ist diese spekulation ja nicht so weit hergeholt oder?

    jeden tag arbeiten direkt nach der umstellung in einen neuen stall ohne das sie sich mal ganz in ruhe eingewöhnen kann ist vielleicht auch nicht das gelbe vom ei aber da streiten sich vermutlich die geister. und jeder sieht das anders.
    und ab und zu mal ein minishetty als "besucher" ersetzt keine herde.

    Zumindest etwas

    häufige stallwechsel sind natürlich blöd für alle beteiligten aber manchmal nicht zu vermeiden. aber wenn sie dort stehen bleiben soll dann kannst du sie doch eingewöhnen. oder soll sie doch evtl wieder an nen neuen stall?
    und selbst wenn es nur für einige wochen sind würde ich persönlich eine eingewöhnung in eine herde der einzelhaltung vorziehen.

    natürlich brauchst du dann nicht so oft zu ihr weil sie gesellschaft hat. aber das muss dich ja nicht davon abhalten zu ihr zu fahren!?!
    Müssen und können sind ja noch zwei verschiedene Dinge.

    Und Menschenkontakt egal wie oft, kann niemals den direkten Anschluss durch eine Herde ersetzen.

    Mag sein das du dich nun durch diesen Text auch angegriffen fühlst. Brauchst du aber nicht. ich will dir nichts einreden und ich will auch deine Handlungsweise nicht als grundsätzlich falsch oder schlecht darstellen.
    Aber frag 5 Leute und du hast meist 5 Meinungen das weist du ja.
    Und du hast nach meinungen und Ideen gefragt.
    Versuch vielleicht einfach auch für dich im ersten Moment abwegige Gedankenanstöße mal zu überdenken bevor du sie gleich als quatsch abschiebst.
    Denn wir können immer nur nach dem Spekulieren was du schreibst. denn schon kleinigkeiten die evtl nicht geschrieben werden, können eine situation völlig anders darstellen als sie ist. Wenn man vor Ort wäre und es selbst sieht und erlebt ist eine Diagnosestellung viel einfacher. so können wir nur unser bestes versuchen.
    Und wer Fragen stellt muss mit Antworten rechnen :1:
     
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