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Hilfe! - Pferd nicht versichert?!

Diskutiere Hilfe! - Pferd nicht versichert?! im Versicherungsfragen Forum; Hallo, ich bin hier recht neu. Angefangen mit Reiten habe ich im Alter von 5 Jahren, viel im Reitverein, oder einfach auf Ponys von Bekannten....

  1. Winchester

    Winchester Inserent

    Hallo,

    ich bin hier recht neu. Angefangen mit Reiten habe ich im Alter von 5 Jahren, viel im Reitverein, oder einfach auf Ponys von Bekannten.
    Durch doofe Umstände bin ich aber die letzten drei Jahre jedoch gar nicht geritten (bin nun 18 Jahre alt).

    Nun habe ich einen Hof 'gefunden' auf dem ein 75 Jahre alter Herr seinen Hannoveraner-Wallach stehen hat.
    Das Pferd ist 7 Jahre alt und wird von ihm drei mal die Woche durchs Gelände geritten. Ansonsten steht das Pferd nur.

    Seit knapp einer Woche darf ich das Pferd nun ebenfalls bewegen, laut dem Pferdebesitzer darf ich "Kommen, wann ich will" und eben reiten, wie es passt, ob Halle, Gelände, laufen lassen oder sonstwas.

    Da ich mich beteiligen wollte, bezahle ich nun monatlich 20 € für das Tier.

    Nun zum Problem:

    Ich hab den Besitzer angesprochen inwiefern er das Pferd versichert hat.
    Und er sagte mir: "Der geht über meine normale Haftpflicht".
    Also hat er laut aussagen des Besitzers keine weitere Versicherung.

    Desweiteren ließ der Besitzer durchblicken, dass wenn ich Schäden am Pferd verursache, diese auch zu Tragen habe. Meine Versicherung (ich habe ihr eine Mail geschrieben) sagt, dass Sachschäden die ich verursache (zB Pferd rennt gegen Auto) oder Sachschäden die das Pferd bei mir verursacht (zB tritt aufs Handy) getragen werden.
    Jedoch wird nicht übernommen, wenn ich oder das Tier verletzt werden.

    Sollte ich also mit Metternich ins Gelände reiten und er rutscht aus und bricht sich ein Bein (Horrorbeispiel), so sagt der Besitzer am Telefon, dass ich die Kosten des Tieres zu tragen hätte, wenn es unter meiner Hand passiert ist.

    Meine Frage ist nun, ob das wirklich so ist? Manche Leute sagen ja, andere sagen nein und ich bin nun verwirrt.
    Kann mir der Tierbesitzer solche Kosten und Risiken aufbinden? Und inwieweit kann ich mich versicherungstechnisch vor sowas schützen?! Ich weiß wirklich nicht weiter.
    Da ich weder einen RB-Vertrag habe, noch öffentlich eine RB bin, sondern das Pferd eben einfach für eine geringe Bezahlung regelmäßig und wie ich Zeit habe bewege, weiß ich nicht, inwieweit eine Versicherung eingreift, bzw welche Versicherung einzugreifen hat.


    Danke schonmal im Vorraus!

    Winchester
     
  2. Schimmi

    Schimmi Inserent

    haftpflicht versichert:

    - das pferd und seinen führer/pfleger (am besten, er erwähnt dort namentlich, dass du seine rb bist). dafür gibt extra einen zettel zum ausfüllen.
    - sprich pferd haut dir ab
    - pferd tritt anderes, während du mit ihm vorbei läufst
    - pferd rennt oder tritt wo gegen usw.


    du bist versichert:


    - wenn du eine unfallversicherung hast
    - bei einem sturz z.b.

    die haftpflicht tritt dafür nicht in kraft und das ist auch normal so.
     
  3. Winchester

    Winchester Inserent

    Das Problem ist ja, dass ich nicht mal eine 'richtige' RB hab. Also im Grunde geht es nur darum das Pferd zu bewegen. Keine Ahnung, wo da die Grenze zwischen Fremdreiter und RB ist.

    Die wichtigste Frage ist ja ohnehin: Muss ich das Pferd zahlen oder Behandlungskosten zahlen, wenn dem Pferd etwas zustößt? Das ist der Punkt, der mich vor der Reiterei im Moment nämlich am meisten abschreckt.
     
    Zuletzt bearbeitet: 7. Dez. 2008
  4. Lorelai

    Lorelai Chaos-Trulla

    Naja, das mit dem Fremdreiter und der Reitbeteiligung usw ist ja immer so ne Sache.

    Soweit ich weiß kommt das darauf an, ob du regelmäßig reitest oder eben nicht. Wo genau nun regelmäßig anfängt und aufhört, keine Ahnung. Aber so wie sich das für mich anhört, wirst du ja doch etwas öfter reiten und ich denke mal, dass das auf jeden Fall unter "regelmäßigen Gebrauch des Pferdes" fällt.

    Dass das Pferd gar nicht versichert ist kann ich mir gar nicht so recht vorstellen. Ich mein, keine "normale" Haftpflichtversicherung greift da ein, wo eigentlich eine Tierhalter-Haftpflicht greifen sollte, oder?! Wie kann das Pferd also beim Hofbesi unter der Privat-Haftpflicht laufen? Versteh ich nicht...

    Ansonsten kann ich leider auch nicht viel sagen. Dass eine RB Schäden am Pferd zu tragen hat, hab ich noch nie gehört, bzw nur unter der Klausel "wenn grob fahrlässig oder vorsätzlich verursacht" - sprich wenn du meinetwegen in der Dunkelheit ohne Lichtschutz mitten auf einer vielbefahrenen Straße rumreitest und ein Auto das Pferd anfährt - in dem Fall hast du grob fahrlässig gehandelt und musst für die Behandlungskosten am Pferd usw aufkommen (und natürlich auch für die Kosten, die von Seiten des Autofahrers entstehen).
    Aber wenn du gar nichts dafür kannst (also das Pferd einfach stolpert oder so), dann kann der dich doch auch nicht belangen?!

    Smigeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeel, wo bist du?!
     
     
  5. Winchester

    Winchester Inserent

    Der Mann ist ja nicht Hofbesitzer, sondern hat nur sein Pferd da stehen. Der Hof ist ne Domaine in Niedersachsen und läuft größtenteils durch die Landwirtschaft. Doch eben auch einige Pferde sind da untergestellt, wie eben auch Metternich.
    Ich weiß nicht ob Pferde versichert sein müssen, oder ob der Herr einfach mit seiner "normalen Haftpflicht" die des Pferdes meint. Versicherungen sind ja auch eine komplizierte Sache und der gute nichtmehr der Jüngste...
     
  6. Smigel

    Smigel KvD- Klugscheißer vom Dienst

    *deckel auf*

    *Smigel da*

    Schnöden guten Tag allerseits,

    wie schön, dass auch ein Mitarbeiter einer Versicherung Halbwissen verbreitet... *tüt* Oooooder: Du hast was falsch verstanden (aber dazu gleich mehr).

    Also: Du BIST RB, Punkt. Du zahlst, Du pflegst, Du schaufelst ggfs. Pferdekacke, Du reitest, kurz: Du bist RB

    Dementsprechend haftest Du NICHT für Schäden,die Du am Pferd verursachst, AUSSER: Du verursachst sie grob fahrlässig oder gar vorsätzlich. Bevor die Frage kommt, was denn nun GROB fahrlässig ist, gebe ich Beispiel: Mit einem Feuerzeug in einen Bezinkanister leuchten, um zu sehen, wieviel Sprit noch drin ist - DASS ist grob fahrlässig. Oder Bungee ohne Seil. Oder mir widersprechen. *lol*

    Spaß beiseite: Dir kann eigentlich kaum was passieren. Tip: Schau mal in die FAQ´s, da habe ich die ganze Thematik recht ausführlich beschrieben.

    So, nun der umgekehrte Fall: Wenn DU zu Schaden kommst bist Du NICHT versichert, weil der Besitzer umgekehrt für sowas nicht haftet. Grund: Als RB bist Du rechtlich gesehen dem Besitzer gleichgestellt. Und Besitzer eines Vierbeiners können schlecht Regress an sich selbst nehmen, gell? ;o) Im Übrigen liegt HIER der Fehler von dem versicherungsmensch, der Dir geschrieben hat.

    Was Dir zu raten wäre:

    1.: Eine GUTE Berufsunfähigkeitsversicherung (siehe auch FAQ´s) - kein Billig-Schei...benkleister.

    2.: Eine Unfallversicherung

    3.: Sofern nicht mehr über die Eltern versichert: eine Privathaftpflichtversicherung (nicht nur wegen dem Pferd). Warum? - Siehe ebenfalls FAQ´s / Haftungsfragen usw...

    Wenn dann noch Fragen offen sind - einfach Fragen. In meiner grenzenlosen Güte und Menschenliebe werde ich gerne wieder antworten. *gg*

    *Deckel zu*

    *Smigel wech*

    Gute Nacht allerseits!
     
    Zuletzt bearbeitet: 8. Dez. 2008
  7. Winchester

    Winchester Inserent

    Hallo ^-^

    Ersteinmal vieelen Dank für die Hilfe. ich bin wirklich erleichtert, da mich diese Überzeugung des Besitzers mit "das musst du dann zahlen" ziemlich aus den latschen gehaun hat. Das gilt also auch, wenn er wirklich keine Versicherung haben sollte (?)

    Ich bin über meine Eltern Privatversichert. Mein Vater sagte, dass wenn mir irgendwas passieren sollte, unsere Krankenversicherung das regelt.

    Der Versicherungsmensch schrieb mir in der Mail jedenfalls Folgendes:

    "In der Privat-Haftpflicht ist Ihre gesetzliche Haftpflicht als Reiter bei der Benuzung fremder Pferde zu privaten Zwecken mitversicher.

    Versicherungsschutz besteht, wenn Sie mit dem fremden Pferd einen Schaden verursachen (zB auf dem Gelände des Gestüts, beim Ausreiten) und ein ausßenstehender Dritter Ansprüche stellt. Ein etwaiges Mitverschulden der Geschädigten wird dabei immer geprüft und ggf. entsprechend angerechnet (d.h. die Leistungen an den Geschädigten werden seinem Mitverschulden entsprechend gekürzt).

    Kein Versicherungsschutz besteht für Schäden, die an dem Tier selbst oder Ihnen selbst entstehen"

    (von der HUK COBURG)

    Deswegen kam ja überhaupt die Frage auf, wer den potentiellen Schaden am Pferd tragen würde.
    Aber ich bin heilfroh, dass nicht ich das bin...
     
    Zuletzt bearbeitet: 7. Dez. 2008
  8. Smigel

    Smigel KvD- Klugscheißer vom Dienst

    Ergänzung: Vollkommen richtig.


    1.: Herzlichen Glückwunsch.

    2.: Ergänzung zu dem, "was Du brauchst": Sobald Du Azubine bist und zwangsweise in der gesetzlichen KV landest, solltest Du eine Anwartschaftsversicherung bei Eurem KV-Unternehmen abschließen, damit Du später wieder ohne Probleme in die private KV wechseln kannst. Sag mir nur nicht, dass ihr bei der HUK KV-versichert seid?

    Gruß

    Dennis
     
  9. Winchester

    Winchester Inserent


    Nein, ich bin bei der Victoria KV versichert, keine Angst XD.
    Also muss ich den Zorn des Pferdebsitzers nicht fürchten? Gut. Danke, ihr habt mir echt geholfen :)
     
  10. Smigel

    Smigel KvD- Klugscheißer vom Dienst

    Nein, den Zorn des PB musst Du nicht fürchten.

    Zur KV: Leicht teuer, aber GUT. NICHT zu Billig-Anbietern wechseln und nichts von irgendwelchen andern erzählen lassen, die mit dem Argument "billiger" kommen, denn: "Billig" ist insbesondere in der KV mit "Scheisse" gleichzusetzen.

    Sorry für die Wortwahl, aber ich wollte es überdeutlich ausdrücken, da in diesem Bereich des Versicherungswesens (leider) viele Dilletanten und Nichtskönner ihr Unwesen treiben.

    LG

    Dennis
     
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